Vom gedruckten Buch bis zum modernen E-Reader. Jan-Marten Kleine-Besten berichtet über den Besuch von WG-Schüler*innen auf der Buchmesse Leipzig 2019.
Um 7:20 Uhr fuhren wir mit ca. 50 Schülerinnen und Schülern und den Lehrkräften Herrn Conrad, Herrn Timme und Frau Conrady mit einem weißen Reisebus in Richtung Leipzig. Im Bus waren alle ganz gespannt und freuten sich auf die Messe.
Als wir gegen 10:00 Uhr das Messegelände erreichten, bekamen wir unsere Eintrittskarten und betraten in Kleingruppen eine kleine Vorhalle, von der man direkt in eine große Glashalle kam. In der Glashalle fanden wir viele Fernsehsender und Radiosender wie z. B. das ZDF, Deutschlandradio Kultur oder auch MDR Kultur. Am Stand des ZDF fand gerade eine Autorenlesung auf dem sogenannten „Blauen Sofa“ statt. Christoph Türcke stellte sein neues Buch „Digitale Gefolgschaft. Auf dem Weg in eine neue Stammesgesellschaft“ vor.
Von der Glashalle aus gelangte man zu weiteren Hallen. Insgesamt umfasste die Messe 5 Hallen, die von den Themen Musik bis zum modernen E-Reader reichten. In der Halle 2 drehte sich alles um das Jugendbuch und das Thema Bildung. Es waren Verlage wie Ravensburger oder der Loewe Verlag vertreten. Spannend war in dieser Halle außerdem, dass viele Schulbuchverleger wie z. B. der Klett-Verlag, Cornelsen oder auch CC Buchner über Neuheiten informierten. Sobald man ein interessantes Buch gefunden hat, konnte man dieses direkt bei einem mobilen Bücherverkäufer am Stand erwerben oder in der Messebuchhandlung weiter stöbern.
Von Halle 2 gelangte man direkt in Halle 4, wo unter anderem das Jugendforum des diesjährigen Gastlands Tschechien zu finden waren. Ein Hauptaugenmerk lag wie jedes Jahr auf der Comic-Con-Messe. In der Halle drehte sich alles um die Themen Manga und Comics. Es stellten Kartenhersteller wie Panini oder Nintendo ihre neuen Produkte vor. Neben dem Eingang fand man einen Stand auf, an dem man das diesjährige hellblaue Comic-Con-Armband erhielt.
Dann war erst einmal Zeit für eine kleine Pause. Dafür boten sich die vielen Bänke, Treppen und auch die Restaurants in den einzelnen Hallen und Zwischengängen an. In Halle 3 drehte sich dann alles um die Themen Hörbuch, das ARD-Fernsehprogramm, Religion sowie Fachbücher.
Im Bereich der Fachbücher stellte unter anderem der Springer-Verlag viele Neuheiten vor. Im Bereich Religion fanden viele Lesungen auf verschiedenen kleinen Bühnen statt und auch das sogenannte Bibel Mobil war dort anzutreffen. Des Weiteren informierte auch die ARD live über die Buchmesse und stellte ihre Regionalprogramme vor.
Nach knapp 5 Stunden war unser Besuch leider wieder vorbei. Wir trafen uns vor der Messe an einem blauen Bären. Die Stimmen im Bus über die diesjährige Buchmesse waren in jeder Hinsicht begeistert. Helen Facius aus der Klasse 8m3 hat besonders die Comic-Con-Halle gefallen, weil sie Cosplay cool findet (das ist die Kunst, eine Figur z. B. aus dem Mangabereich möglichst realistisch in ihren Bewegungen und ihrem Aussehen darzustellen). Allerdings hatte sie bei der Masse der Bücher sich nichts Neues gekauft.
Felix Weidemann aus der Klasse 8m2 hat auf der Buchmesse das Lesen von Romanen für sich entdeckt und sich in ein paar Bücher eingelesen. Allerdings fand er keine Zeit, sich eine Lesung angehört. Insgesamt war der Besuch der Buchmesse ein schöner Tag, um viele neue Eindrücke sowohl in der Bücher- als auch in der Hörbuch- und Medienwelt zu bekommen. Auch Manga, Comic und Musikfans kamen auf ihre Kosten.
Fotos: Jan-Marten Kleine-Besten
Freitag, 29. März 2019
Freitag, 22. März 2019
Fundsache
Trinkflasche gefunden.
Seit mehreren Monaten steht eine Trinkflasche im Computerraum A237. Wem gehört diese Trinkflasche:
Die Person kann sich die Trinkflasche Freitags im Computerraum abholen
Bild/Text: Louis Ostrowski
Bild/Text: Louis Ostrowski
Freitag, 15. März 2019
Wochenende
Von Moschee bis Pizza. Jan-Marten Kleine-Besten hat in der Außenstelle Eindrücke zur Freizeitgestaltung am Wochenende und in der letzten Woche eingefangen.
Eine turbulente Woche mit vielen Ereignissen in der Politik oder der Wirtschaft ist geschafft und es steht uns allen ein Wochenende bevor. So verschoben die Briten den Brexit am Donnerstag mit einer knappen Mehrheit. Des Weiteren müssen alle Flugzeuge des Typs Boeing 747 Max sogar in Amerika seit dieser Woche auf dem Boden bleiben.
Auch am Wochenende stehen wichtige Ereignisse in unserer Region und in der Welt an. Die Fußballer von Eintracht Braunschweig werden am Sonntag ein Punktspiel gegen Meppenabsolvieren müssen und am Samstag tritt Vechta gegen die Basketball Löwen an.
Aber was machen eigentlich die Schüler vom Wilhelm-Gymnasium am Wochenende und wie war ihre Woche? Felix Kolbe aus der Klasse 6b war über die Entfalls- und die Vertetungsstunden sehr erfreut. Er hat auch den Plan, zu den Basketballer in die Volkswagen Halle zu gehen. Außerdem freut er sich, dass er sich mit Freunden verabreden kann.
Elias David Kessler, der ebenfalls die Klasse 6b besucht, freut sich darauf, Lasagne zu essen, und macht Hausaufgaben für die kommende Woche.
Michael Mertens aus der Klasse 5b berichtet, dass er im Tischfußball gegen einen Mitschüler gewonnen hat und sich darüber sehr gefreut hat. Des Weiteren wurde ein Fußballturnier abgesagt wegen des schlechten Wetters.
Vivien aus der Klasse 5a wird am Wochenende für eine Geschichtsarbeit lernen müssen und freut sich, dass sie heute keinen Mathe-Unterricht hatte. Am Wochenende wird sie wahrscheinlich Pizza essen oder ihre Vorräte aufbrauchen.
Gabriel aus der Klasse 7b hatte ein ganz besonderes Erlebnis. Er gab an, dass eine Lehrerin zu spät kam und ein Schüler beim Gang ins Sekretariat auf witzige Weise auf der Treppe gestolpert sei.
Furkan Ay aus der Klasse 7b wird am Freitag in die Moschee gehen und morgen mit seinen Eltern in einem Restaurant Lahmacun, türkische Pizza, essen.
Das Team der Schülerzeitung wünscht allen ein schönes Wochenende.
Eine turbulente Woche mit vielen Ereignissen in der Politik oder der Wirtschaft ist geschafft und es steht uns allen ein Wochenende bevor. So verschoben die Briten den Brexit am Donnerstag mit einer knappen Mehrheit. Des Weiteren müssen alle Flugzeuge des Typs Boeing 747 Max sogar in Amerika seit dieser Woche auf dem Boden bleiben.
Auch am Wochenende stehen wichtige Ereignisse in unserer Region und in der Welt an. Die Fußballer von Eintracht Braunschweig werden am Sonntag ein Punktspiel gegen Meppenabsolvieren müssen und am Samstag tritt Vechta gegen die Basketball Löwen an.
Aber was machen eigentlich die Schüler vom Wilhelm-Gymnasium am Wochenende und wie war ihre Woche? Felix Kolbe aus der Klasse 6b war über die Entfalls- und die Vertetungsstunden sehr erfreut. Er hat auch den Plan, zu den Basketballer in die Volkswagen Halle zu gehen. Außerdem freut er sich, dass er sich mit Freunden verabreden kann.
Elias David Kessler, der ebenfalls die Klasse 6b besucht, freut sich darauf, Lasagne zu essen, und macht Hausaufgaben für die kommende Woche.
Michael Mertens aus der Klasse 5b berichtet, dass er im Tischfußball gegen einen Mitschüler gewonnen hat und sich darüber sehr gefreut hat. Des Weiteren wurde ein Fußballturnier abgesagt wegen des schlechten Wetters.
Vivien aus der Klasse 5a wird am Wochenende für eine Geschichtsarbeit lernen müssen und freut sich, dass sie heute keinen Mathe-Unterricht hatte. Am Wochenende wird sie wahrscheinlich Pizza essen oder ihre Vorräte aufbrauchen.
Gabriel aus der Klasse 7b hatte ein ganz besonderes Erlebnis. Er gab an, dass eine Lehrerin zu spät kam und ein Schüler beim Gang ins Sekretariat auf witzige Weise auf der Treppe gestolpert sei.
Furkan Ay aus der Klasse 7b wird am Freitag in die Moschee gehen und morgen mit seinen Eltern in einem Restaurant Lahmacun, türkische Pizza, essen.
Das Team der Schülerzeitung wünscht allen ein schönes Wochenende.
Freitag, 21. Dezember 2018
Weihnachtsgottesdienst 2018
Licht Jesu. Jan-Marten Kleine-Besten und Louis Ostrowski berichten vom Weihnachtsgottesdienst.
Leicht vom Regen durchnässt kamen die
Schülerinnen und Schüler der Klassen 5-7 auch in diesem Jahr in Scharen zum Weihnachtsgottesdienst in die Magni-Kirche. Sie wurden
zunächst mit einem laubgrünen Programmzettel an der Tür
ausgestattet.
Antonia Hübner, Julia Senst und Sophie Fürstenberg
waren mit Engagement dabei. Nachdem sich die Kirche mit Eltern,
Lehren und Schülern gefüllt hatte, wurde es langsam ruhig. Frau
Meiners eröffnete den Gottesdienst mit den Worten „Im
Namen des Vaters, und des Sohnes und des heiligen Geistes“ und bedankte sich für
die zahlreiche Beteiligung am Gottesdienst.
Als der Unterstufenchor, geleitet durch Frau
Gildner, anfing, „Advent ist ein Leuchten“ zu singen, kam schon etwas
Weihnachtsstimmung auf. Sie berichtete uns, die Vorbereitungen hätten
bereits nach den Herbstferien angefangen. Im Gottesdienst habe der
Chor zwei Stücke aus dem Programm des Adventskonzerts letzte Woche gesungen.
Besonders erstaunt hat uns, dass einige Schüler einzeln von einem
Stimmtrainer für die Auftritte gecoacht wurden.
Das folgende Krippenspiel begann und
die Weihnachtsgeschichte wurde, von grünem und blauem Licht
hinterlegt, gespielt. Nicht nur bei den Reporten kam
Weihnachtsstimmung auf. Der Schüler Erik Kotttmann freut sich am
meisten auf die Geschenke und auf das Zusammensein mit seiner
Familie. In der Familie von Paul Seeger wird am Heiligen Abend immer
eine Gans gegessen, die er sehr lecker findet.
Frau Meiners appellierte an die Schüler, das Licht Jesu in diesem Jahr an Weihnachten aufzunehmen.
In den Fürbitten baten Schüler
Gott, dass alle ohne Heimat, alle armen Menschen und Kinder, dass sie
Hilfe bekommen. Nach den Fürbitten sang der Lehrerchor
durch die Kirche schreitend bekannte Lieder, wie z. B. Laudate omnes
gentes.
Langsam neigte sich der Gottesdienst
dem Ende zu und alle Schüler standen gemeinsam auf, um das „Vater
unser“ zu beten.
Der Schulleiter dankte anschließend
persönlich allen Organisatoren und Helfern und wünschte allen Gästen
ein schönes Weihnachtsfest und ein schönes neues Jahr.
Das Ergebnis des Engagements war beeindruckend anzusehen. Frau Schultalbers, die zum Organisatorenteam in diesem Jahr gehört, meinte, dass es den
Gottesdienst in dieser Form erst seit ein paar Jahren gibt. Zwar fand
schon im Jahr 1999, wo sie an das WG als Lehrerin kam, bereits ein Gottesdienst statt. Allerdings war er nicht wie
heute zweigeteilt für die Klassen 5-7 und 10-12,
sondern es fand ein gemeinsamer Gottesdienst für alle Klassen
statt, ansonsten wäre die Kirche zu voll gewesen. Dies sei auch der
Grund, dass die 8. und 9. Klassen nicht in den Gottesdienst, sondern zum Weihnachtskino in der Aula gehen. Ihr Lieblingslied ist „Alle
Jahre wieder“. Sie hat in der Organisationsphase vor allen Dingen den Chor
„WG-Cantorum“ und den Lehrerchor als sehr große Hilfe zur
musikalischen Gestaltung empfunden.
Die Pastorin Frau Meiners ist seit
vielen Jahren im Organisationsteam und berichtet, ihr witzigster Moment in der
Vorbereitung war vor einigen Jahren, als ein Weihnachtsmann mit Jesus sprach.
Sie freut sich schon jetzt auf den
Gottesdienst im nächsten Jahr. In ihrer Zeit als Pastorin freut sie
sich nach allen Gottesdiensten am Heiligen Abend auf einen ruhigen und
festlichen Abend mit der Familie.
Nach und nach lehrte sich die Kirche
und die letzen Töne des Organisten Herrn Fay verklangen.
Es war wie jedes Jahr ein sehr
schöner Gottesdienst mit vielen Highlights. Es war eine schöne
Veranstaltung für Groß und Klein, für Lehrer, Schüler und Eltern. Wir hoffen, der Gottesdienst wird so noch viele Jahre stattfinden.
Fotos: Jan-Marten und Louis Ostrowski.
Chinesisch lernen
Beste Möglichkeiten am WG. Valea Elß plädiert dafür, chinesisch zu lernen.
Chinesisch – das hört sich
kompliziert an. Wer schon einmal die Klänge dieser schönen Sprache
vernommen hat, behauptet häufig: „Das klingt ja alles gleich!“
Und die Schriftzeichen könne man irgendwie auch nicht
auseinanderhalten. Viel zu viele Striche! Alles in allem scheint
Chinesisch ganz anders zu sein als unsere europäischen Sprachen. Und
ja, das ist es auch. Aber das heißt noch lange nicht, dass es nicht
erlernenswert ist. Hier am WG haben Schülerinnen und Schüler
bereits ab Klasse 5 die Möglichkeit, Chinesisch zu lernen. Zunächst
im Basiskurs, dann im Zertifikatskurs, an dessen Ende eine der sechs
HSK-Prüfungen steht. Doch warum sollte man neben den vielen Dingen,
die einen im Schulalltag so beschäftigen, noch eine zusätzliche
Sprache lernen, noch dazu Chinesisch?
Zunächst ist es allgemein bekannt,
dass das Erlernen einer neuen Sprache, egal ob Chinesisch, Spanisch
oder Englisch, immer auch Training für das Gehirn bedeutet.
Tatsächlich macht uns Sprachenlernen clever, Vokabelnpauken und
Grammatikregelnverinnerlichen bringt unsere Gehirnzellen auf Trab und
schult unser Erinnerungsvermögen. Wie eine Studie des University
College London kürzlich gezeigt hat, leiden Menschen, die zwei oder
mehr Sprachen lernen, im Alter weniger oft an Krankheiten wie
Alzheimer als Gleichaltrige.
Und warum gerade Chinesisch? Zum
Beispiel, da man neben der wirklich interessanten Sprache gleich auch
noch wertvolle Informationen über eine uns völlig unbekannte Kultur
erhält. In der Arbeitsgemeinschaft unserer Schule geht es nicht nur
um die Sprache, sondern auch um das Land, die Menschen und ihre Werte
und Normen, landestypisches Essen und Geschichte. Aus diesem Grund
lohnt sich eine anschließende China-Reise. Das Gelernte, sowohl die
Sprache als auch sämtliches Wissen über Menschen und Kultur, kann
direkt praktisch angewandt werden. Noch dazu ist das „Land der
Mitte“ wirklich sehenswert, allein schon wegen der riesigen
Großstädte wie Shanghai oder Peking, welches flächenmäßig ebenso
groß ist wie ganz Schleswig-Holstein. Wer das Abenteuer und vor
allem den Kulturschock sucht, für den ist ein Besuch dieses Landes
ein absolutes Muss. Dabei lassen sich noch viel besser Kontakte
knüpfen, wenn man sich mit der Bevölkerung in ihrer Muttersprache
unterhalten kann.
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| Chinesisches Schriftzeichen für „Mensch“. |
Ein etwas anderer Grund, die
chinesische Sprache zu erlernen, ist das Kennenlernen eines völlig
anderen Schriftsystems, mit dem sich der eigene Horizont auch
bezüglich kreativer Lernmethoden erweitern lässt. Und was
unterscheidet die chinesische Sprache noch von unseren europäischen
Sprachen? Definitiv das Vokabular. Das lässt sich leider nicht von
bekanntem Vokabular aus dem Englischen oder Spanischen ableiten. Doch
das ist, wenn man sich einmal von dem Gedanken befreit hat,
Chinesische Wörter irgendwie mit Begriffen aus dem Englischen in
Verbindung bringen zu wollen, auch kein Problem mehr. Dann müssen
eben andere Eselsbrücken her, was mir persönlich sehr beim Vokabeln
lernen geholfen hat. Mit ein bisschen Fantasie lassen sich wirklich
lustige Eselsbrücken bilden, sodass das Lernen gleich doppelt Spaß
macht.
Die chinesische Grammatik ist dafür
umso einfacher. Es gibt nämlich kaum komplizierte grammatikalische
Strukturen. Chinesen unterscheiden nicht einmal zwischen Singular und
Plural. Das Wort nǚ
kann sowohl „Frau“ als auch „Frauen“ bedeuten, je nach
Kontext. Aus diesem Grund ist es relativ leicht, schon nach kurzer
Zeit eigene kleine Sätze zu bilden und viel falsch machen kann man
dabei wirklich nicht. Das einzige, was man braucht, ist ein bisschen
Mut, sich auf etwas völlig Neues einzulassen.
Des weiteren ist Chinesisch mit
ungefähr 1200 Millionen Sprechern weltweit die meistgesprochene
Sprache der Welt. Wer Chinesisch lernt, kann sich also mit sehr
vielen Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen
unterhalten. Auch wenn es zunächst so erscheinen mag, wer Chinesisch
lernt, ist nicht allein mit seinem Vorhaben. Und am WG schon gar
nicht. Die AGs „Chinesisch-Basiskurs“ und „Chinesisch-Zertifikatskurs“ bieten eine tolle Möglichkeit, einmal entweder in
diese außergewöhnliche Sprache hineinzuschnuppern oder sich
intensiver damit zu befassen. Und solch ein Angebot hat man nicht
oft: Das WG ist eine der wenigen Schulen, die Chinesisch anbieten,
und Sprachkurse außerhalb der Schule sind teuer.
Ein weiterer Grund, sich unbedingt
einmal an der interessanten Sprache zu versuchen. Auch wenn es nur
bei einem Versuch bleiben sollte – eine positive Erfahrung ist es
auf jeden Fall. Und natürlich darf auch die Praxis nicht fehlen: Die
Schule bietet für Schülerinnen und Schüler ab der zehnten Klasse
einen Austausch ins Land der Mitte an. Zwei Wochen Peking und
Shanghai, ein Besuch der chinesischen Mauer und einer chinesischen
Schule, ein Aufenthalt im Hotel und bei chinesischen Gasteltern. Eine
einmalige Erfahrung. Das alles ist es doch wert, Chinesisch zu
lernen, oder?
Samstag, 15. Dezember 2018
CDU-Parteitag
Beeindruckende Atmosphäre. Ibrahim Al-Mousllie berichtet, wie er den CDU-Bundesparteitag 2018 erlebt hat.
Beim Bundesparteitag der CDU vom 6.12. bis zum 8.12.2018
tagten 1001 Delegierte auf dem Messegelände in Hamburg. Neben dem
CDU-Bundesvorstand wurde die Nachfolgerin Merkels als Parteivorsitzende
gewählt. Es handelte sich um einen historischen Tag und eine Zäsur für die
Partei nach 18 Jahren Angela Merkel an der Parteispitze. Genau aus diesem Grund
war dieser Parteitag so spannend.
![]() |
| Delegierte des CDU-Parteitags. |
Weil ich mich schon sehr lange für Politik interessiere,
wollte ich es zumindest versucht haben, eine Einladung für den Parteitag zu
bekommen. Als ich meinen Lehrer Herr Scholze daraufhin ansprach, erkundigte er
sich bei der Bundeszentrale der CDU, ob es möglich sei, an dem Parteitag als
Schüler teilzunehmen. So wie dieser Versuch scheiterte auch der Versuch, über
einen Bundestagsabgeordneten auf den Bundesparteitag zu gelangen. Dann
allerdings bekam mein Vater, welcher als Gast eingeladen wurde, eine
Bestätigung für meine Einladung, die er angefragt hatte, so dass ich am
Bundesparteitag teilnehmen konnte.
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| Angela Merkel, 18 Jahre CDU-Vorsitzende, und Volker Bouffier, hess. Ministerpräsident. |
Als der Parteitag vormittags begann, stand ich mitten im
Plenarsaal, während die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschlands ihre
letzte Rede als Parteivorsitzende hielt und eine 10-minütige standing ovation
bekommt. Danach hielten die drei Kandidaten ihre Reden. Es war eine
beeindruckende und überwältigende Atmosphäre.Außerdem hatte ich die Möglichkeit, Politiker, die ich sonst
nur im Fernsehen gesehen habe, tatsächlich zu treffen.
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| Glückwünsche an die neue Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer. |
Außer im Plenarsaal war ich bei vielen verschiedenen Ständen
von Unternehmen aller Art vor dem Plenarsaal. Mich haben besonders die Stände
von Telekom, DHL, uni per und Microsoft interessiert. Ich habe immer wieder das
Gespräch an den Ständen gesucht und zu meiner Freude auch immer einen
Ansprechpartner gefunden, der sich für meine Neugier Zeit nahm. Ich habe viel
Material zum Lesen bekommen und natürlich vor Ort viel gelernt.
Alles in allem war es eine außerordentliche Erfahrung. Ich
habe enorm viel gelernt und durfte Politik auf höchster Ebene miterleben.
Auch wenn es unmöglich schien und schwierig war, hat sich
der Aufwand, um den Parteitag zu besuchen, eindeutig gelohnt. Letztlich muss
man es einfach nur versuchen, und ich bin froh, dass ich das getan habe.
Fotos: Ibrahim Al-Mousllie.
Freitag, 14. Dezember 2018
Umfrage: soziale Netzwerke
Instagram klar vorn. Hannah Bolm und Lara Große haben 89 Schüler*innen der Jahrgänge 5-7 zur Nutzung sozialer Netzwerke befragt.
Wie einige von euch wahrscheinlich mitbekommen haben, haben wir eine Umfrage über die beliebtesten sozialen Netzwerke an der Außenstelle des WGs gemacht. Uns hat die Umfrage sehr viel Spaß gemacht! Wir hoffen, so konnten wir euch vielleicht einen kleinen Einblick geben, welches Netzwerk sich lohnen würde herunterzuladen.
Wie einige von euch wahrscheinlich mitbekommen haben, haben wir eine Umfrage über die beliebtesten sozialen Netzwerke an der Außenstelle des WGs gemacht. Uns hat die Umfrage sehr viel Spaß gemacht! Wir hoffen, so konnten wir euch vielleicht einen kleinen Einblick geben, welches Netzwerk sich lohnen würde herunterzuladen.
Umfrage: Attraktiveste Lehrerin/attraktivster Lehrer
Positive Ausstrahlung & gepflegtes Äußeres. Der WGtarier hat 100 Schülerinnen und Schüler gefragt, welche WG-Lehrer*innen sie attraktiv finden – bei den Frauen konnte Frau Schröter knapp das Voting für sich entscheiden; bei den Männern war Herr Tegebauer klarer Favorit. Wir haben an die Gekürten noch ein paar Fragen.
Was sagen Sie zu der Entscheidung der Schülerschaft? Fühlen Sie sich geehrt?
Haben Sie Rückmeldung zu dem Ergebnis bekommen? Wenn ja, welche?
Wie würden Sie
Schönheit definieren?
Was sind Ihre
drei wichtigsten Beauty-Utensilien?
Welche
Pflegeprodukte haben Sie immer dabei?
Können Sie
unseren Lesern einige Tipps geben, wie man schön und attraktiv
wird/bleibt?
Was sagen Sie zu der Entscheidung der Schülerschaft? Fühlen Sie sich geehrt?
- Frau Schröter: Klar fühle ich mich geehrt! Bei all der harten Konkurrenz ...
- Herr Tegebauer: Als ich zum ersten Mal von diesem „Titel“ erfuhr, war ich durchaus überrascht, da ich zuvor keinerlei Kenntnis von einer derartigen Umfrage am WG genommen habe. Gewiss schmeichelt mir jene Entscheidung seitens der Schüler*innen; offenbar entspreche ich einer, wie auch immer gearteten, Idealvorstellung der Befragten bzw. Betrachter*innen.
Haben Sie Rückmeldung zu dem Ergebnis bekommen? Wenn ja, welche?
- Schröter: Von Schülern habe ich gar nichts gehört, aber es haben mich zwei Kollegen darauf angesprochen, zuerst auf dem Flur und ein anderes Mal im Lehrerzimmer. Beide haben mir mit einem breiten Grinsen zur „Wahl“ gratuliert – beim zweiten Mal wusste ich dann auch, worum es geht! Wir waren ein bisschen überrascht, dass es am WG solche Umfragen gibt. Interessant
- Tegebauer: Ja, die Reaktionen fielen jedoch recht unterschiedlich aus: ein paar Kolleg*innen verkündeten mir jene Nachricht mal amüsierend, mal scherzhaft beneidend/anerkennend oder aber auch lediglich nüchtern berichtend.Seitens der Schülerschaft wurde mir kundgetan, dass einige von ihnen ebenfalls überhaupt nichts von einer solchen Umfrage gewusst und wenn, sie evtl. jemand anderes oder vielleicht auch meine Wenigkeit nominiert hätten ...
- Schröter: Das sieht jeder anders, klar ... Ich finde Menschen schön, wenn sie Freundlichkeit und Offenheit ausstrahlen.
- Tegebauer: Schönheit liegt meines Erachtens ganz offenkundig im Auge der Betrachter*innen, wie an den Reaktionen auf das Umfrageergebnis der WGtarier ersichtlich wird. Schönheit wird des Weiteren auch äußerst stark soziokulturell geprägt, d. h. was beispielsweise hier in Europa als ,Schönheitsideal' suggeriert wird, kann in anderen Kulturen verpönt sein. Schönheit ist daher stets relativ zu betrachten.
- Schröter: 1. Zahnbürste und Elmex. 2. Mein großes Bett. Es sorgt dafür, dass ich genügend Schlaf bekomme – die wichtigste Voraussetzung, um einen guten Eindruck zu machen. 3. Na gut: Manchmal hilft bei weniger als acht Stunden Schlaf auch ein Concealer nach.
- Tegebauer: Von Kopf bis Fuß sind das wohl folgende drei Utensilien:
- Haargel
- Kontaktlinsen; in meinen Augen nicht nur eine Sehhilfe
- Parfum
- Schröter: Ungefähr eine halbe Stunde. Ich muss mich meistens etwas beeilen, weil ich so gerne schlafe (siehe Frage 4, Punkt 2).
- Tegebauer: Zwischen 15 bis 20 Minuten.
- Schröter: Natürlich die Klassiker: Labello und Handcreme.
- Tegebauer: Ein Parfum.
- Schröter: Ich wette, dass alle Leser bereits schön und attraktiv sind! Für den Notfall: eine positive Ausstrahlung ist (fast) alles... ;)
- Tegebauer: Mir ist es wichtig, auf ein gepflegtes Äußeres zu achten, d. h. Körper- und keineswegs Schönheitspflege zu betreiben.Attraktivität ist nicht etwas, was ich intendiere, bewusst hervorzurufen.
Freitag, 7. Dezember 2018
Thanksgiving in the 8m2
Sweet, juicy, savory. Jan-Marten Kleine-Besten tells about the Thanksgiving meal in the class 8m2
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Turkey,
cooked by students from class 8m2
|
Last Wednesday, 28 November 2018, the class 8m2 had an English lesson with Mr. Kasper in the 3rd and 4th lesson of the day. We had a Thanksgiving party, which was celebrated in America on 22 November this year. Americans did not have to go to work that day. Instead, they watched American football or Thanksgiving parades. Many people in offices or in the industry took an additional day off on the Friday after Thanksgiving, which is called "Black Friday". That day, people can buy a lot of things with discounts.
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Traditional American Thanksgiving dinner
|
During the second mid-morning break we went to the cafeteria in the Außenstelle. Here our English teacher Mr. Kasper and a student from 12th grade were waiting for us. After that, we went down to the kitchen and we heated 6 kg turkey (see picture), the sweet potatoes, the Cranberry sauce and the pumpkin pies. It smelled a little bit like Christmas. With enthusiastic feelings we brought the meals to the lounge upstairs. We sat at group tables of ten and more people. A few minutes later, everyone took some strongly expected turkey, which was gone in seconds. Some of us sang some Christmas songs and we had a lot of fun. I liked the cranberry sauce and the sweat potatoes, because the sweet potatoes were juicy. The filling of the turkey was a little bit special, because it was a slightly bitter. At last we cut the warm pumpkin pies in pieces. They were a little bit too sweet for me. In the lesson before, Mr. Kasper explained, that people in America make the pumpkin pie of the remaining pumpkins of Halloween. Then we tidied up the kitchen and the lounge. During our next class, we talked about our recipes and how we liked the food.
I liked the meal and I think we are now able to understand in some way the taste of “Thanksgiving”.
I liked the meal and I think we are now able to understand in some way the taste of “Thanksgiving”.
Pictures: D. Kasper
Freitag, 16. November 2018
Praktikumsbericht 2018
Olchis malen ist (nicht) schwer. Valea Elß berichtet über ihr Betriebspraktikum an der Grundschule Klint
Nach zwei erholsamen Ferienwochen war
endlich mein erster Praktikumstag gekommen. Wegen meiner
Busverbindung war ich eine der ersten, die der freundliche
Hausmeister der Grundschule Klint am frühen Morgen begrüßen
durfte. Neugierig, was mich in den nächsten drei Wochen als
„Lehrerin“ erwarten würde, besah ich mir den noch leeren
Klassenraum der E5, eine der sechs Eingangsstufen der Schule, in
welcher Erst- und Zweitklässler gemeinsam unterrichtet werden. Im
Gegensatz zu unseren Klassenräumen glich dieser hier noch einer Art
kleinem Spielparadies. Neben der Tafel, den Tischen und den Stühlen
gab es hier eine gemütliche Sitzecke, Spiele, Bilderbücher. - Es
war genau so, wie man sich den fließenden Übergang zwischen
Kindergarten und Schule vorstellen würde. Wie ich nämlich in den
nächsten Tagen mehrmals erfahren sollte, sind Kompetenzen wie
Stillsitzen, Zuhören und Lernen für die quirligen Sechsjährigen
gar nicht so selbstverständlich wie für uns. Deshalb werden,
nachdem fleißig gerechnet, gelesen und buchstabiert wurde,
regelmäßig auch Spiel- und Ruhepausen eingelegt, auch während der
Unterrichtszeiten. Lächelnd erkannte ich außerdem einige Hefte und
Bücher aus meiner eigenen Grundschulzeit wieder. Das Tinto-Haus
prangte im Großformat über dem Sitzkreis und in den Fächern der
Schüler fand ich das kleine Lies-mal-Heft, in welchem ich früher
immer so gerne gearbeitet hatte. Auf einer Ablage über dem
Lehrertisch thronten zwei Vorlesebücher. Eines davon war das Sams,
über dessen Geschichte auch ich als Grundschüler immer sehr lachen
musste. Das andere Buch erkannte ich ebenfalls sofort: Die grünen
Männchen mit der Knubbelnase waren einfach unverkennbar. Der Titel
des Buches: „Die Olchis im Zoo“. Die Olchis. Süß! Auch wenn ich
mit sechs Jahren lieber „Das magische Baumhaus“ oder „Das wilde
Pack“ gelesen habe, um einige Olchi-Bücher bin auch ich in meiner
Grundschulzeit nicht herumgekommen. Doch wie ich später erfahren
sollte, sind die ständig fluchenden, menschenähnlichen Wesen, die
auf einer Müllhalde leben und in ihren Geschichten für Chaos und
zahlreiche Lacher sorgen, bei der Klasse ganz besonders beliebt.
Mittlerweile war die Klassenlehrerin
der E5 eingetroffen und besprach mit mir den heutigen Tagesablauf.
Erst Mathe, dann Kunst und dann Deutsch. Zwischendurch eine Hof- und
eine Frühstückspause. Das versprach einen spannenden ersten Tag. Um
7:50 Uhr trafen dann die ersten Kinder ein. Alle wurden herzlich von
ihrer Lehrerin begrüßt und ich staunte, wie gutgelaunt und offen
sie sofort von ihren Ferienerlebnissen zu erzählen begannen. Bevor
es an den richtigen Unterricht ging, war dies der erste
Programmpunkt. Wir versammelten uns im Sitzkreis und jedes Kind
erzählte begeistert von ihren Herbstferien. Die ausgelassene
Stimmung war einfach beeindruckend und machte auch mir gleich gute
Laune. Nachdem wir den Geburtstag einer siebenjährigen Schülerin
nachgefeiert hatten, ein Griff in die Überraschungskiste und
Geburtstagsständchen inklusive, ging es dann doch an den „richtigen“
Unterricht. In den Herbstferien hatte ich mir viele Gedanken darüber
gemacht, wie ich vor den Kindern auftreten sollte und hatte ein
bisschen Sorge, ich könnte zu streng oder die Kinder könnten mir
gegenüber sehr verschlossen sein. Doch meine Sorgen waren völlig
unbegründet. Während ich erwartungsvoll und neugierig zwischen den
Gruppentischen entlang schlenderte und hier und da bei den Aufgaben
half, erzählten mir die Kinder ganz von allein von ihren Familien,
Haustieren und Lieblingsbeschäftigungen, sodass die Distanz zwischen
uns schon nach den ersten fünf Minuten überwunden war. Längst
hatte ich die Klasse in mein Herz geschlossen und war mir sicher,
dass die folgenden drei Wochen einfach super werden würden.
Um neun Uhr war es Zeit für die
Frühstückspause. Die Kinder räumten ihre Plätze auf und holten
hungrig die von ihren Eltern liebevoll gepackten Brotboxen heraus. In
den nächsten zwanzig Minuten herrschte eine Art gefräßiges
Schweigen, während die Lehrerin aus dem Buch „Die Olchis im Zoo“
vorlas. Auch ich lauschte gespannt der Geschichte und schwelgte
zeitgleich in Erinnerungen aus meiner Grundschulzeit. „So, und
jetzt wird das Frühstück weggepackt!“, hieß es dann nach einer
Weile und die Kinder räumten bereitwillig die leeren Dosen in die
Schultasche zurück. „Heute ist es unsere Aufgabe, einen Olchi zu
zeichnen“, kündigte die Lehrerin an, die Anleitung zum Zeichnen
schon in der Hand. „Zuerst malst du einen runden Kopf. Dann kommen
die drahtigen Haare dran, Mund, Augen und natürlich die große
Knubbelnase.“ Während sie erklärte, hatte die Lehrerin selbst
einen Olchi an die Tafel gezeichnet, und sie hatte ihn, wie ich
erstaunt feststellte, ziemlich gut getroffen. Nach dem Kopf sollten
die Kinder auch den Körper und die Umgebung des Olchis zeichnen.
Dabei konnten sie frei entscheiden, welchen Olchi sie malen wollten.
Olchi-Mama, Olchi-Papa, eines der Olchi-Kinder, das Olchi-Baby oder
doch die Olchi-Oma? Begeistert holten die Schüler ihren Zeichenblock
und ihre Buntstifte und machten sich an die Arbeit. Ich ging derweil
von Tisch zu Tisch und half, wo ich konnte. Plötzlich tippte mir
einer der Erstklässler schüchtern auf den Arm. „Kannst du mir
eine Nase zeichnen?“, fragte er und deutete auf sein Blatt, auf
welches er schon einen ovalen Olchi-Kopf gezeichnet hatte.
„Natürlich“, erwiderte ich und schnappte mir seinen Bleistift.
Doch insgeheim machte sich in mir langsam Verzweiflung breit.
Zeichnen gehört nun einmal überhaupt nicht zu meinen Stärken und
ich fürchtete, den Ansprüchen des Sechsjährigen einfach nicht
gerecht werden zu können.
Komm schon, so schwer kann das doch
nicht sein, versuchte
ich mich zu beruhigen. Es
ist doch nur eine Olchi-Nase. Zögerlich
setzte ich den Stift auf das Blatt und zeichnete, zunächst nur mit
ziemlich blassem Strich, eine schöne, große Knubbelnase.
Triumphierend richtete ich mich auf. Das sah doch gar nicht mal so
schlecht aus. „Gut so?“, fragte ich den Kleinen und er nickte
zufrieden. Also setzte ich meinen Weg durch die Klasse fort,
glücklich, dass ich zumindest eine Olchi-Nase doch ganz gut
getroffen hatte. Das
wäre doch mal ein Projekt für unseren Kunstunterricht!, überlegte
ich, während ich mich an einen der Gruppentische setzte, um mich ein
wenig mit den Kindern zu unterhalten. Die meisten waren mittlerweile
beim Olchi-Körper angelangt. Ihre Olchis bekamen nun bunte T-Shirts
und Hosen sowie einen kreativ gestalteten Hintergrund. „Was hast du
denn für einen Olchi gezeichnet?“, fragte ich das Mädchen neben
mir neugierig. „Das Olchi-Kind“, antwortete sie und erzählte mir
auch gleich von dem geplanten Hintergrund. Eine kleine Weile blieb
ich an ihrem Tisch und hörte mir Geschichten über ihre kleinen
Geschwister und ihre zahlreichen Haustiere an, bevor ich mich zu
einem Erstklässlertisch hinzugesellte. „Malt ihr auch die
Olchi-Kinder?“, fragte ich die Schülerin neben mir. „Nein, mein
Olchi trägt doch ein gestreiftes Kleid, das ist Olchi-Oma“,
korrigierte sie mich in einem so ernsten Ton, wie ich mich mit meinen
Freunden vielleicht über die passende Potenzfunktion in einer
Matheaufgabe unterhalten hätte. Im Allgemeinen war ich sehr
erstaunt, wie ernst die Kinder der Olchi-Aufgabe nachgingen und mir
wurde bewusst, dass auch meine Kindheit von ähnlichen Themen geprägt
gewesen war. Als Sechsjähriger interessiert man sich nicht für
Landtagswahlen oder die Globalisierung und auch nicht für die neuste
Mode oder die Trennung des Lieblingspromis. All das ist verschrieen
als „Erwachsenenkram“ und taucht höchstens Zuhause im Gespräch
zwischen den Eltern oder älteren Geschwistern auf. Stattdessen ist
die Gestaltung eine Olchis eine sehr ernstzunehmende Aufgabe, die
Sammelsticker von Lidl sind der größte Schatz in der Schultasche
und es ist überhaupt nicht egal, wer das Wettrennen zum
Klassenzimmer gewinnt. Diese Dinge, so wurde mir bewusst, musste ich
irgendwann in den letzten Jahren einfach vergessen haben. Vor meinem
Praktikum hatte ich lange nicht mehr an das Sams oder an die Olchis
gedacht und über Streitereien über den besten Platz im Sitzkreis
waren meine Freunde und ich natürlich auch längst hinaus. Vor allem
der erste Tag meines Praktikums hat die Erinnerungen an all diese
Dinge in mir wachgerufen. Im Leben eines Grundschülers geht es nicht
um Klausuren, Geld, ein erfolgreiches Leben, die modernste Kleidung,
Anerkennung. Stattdessen kann das Zeichnen eines Olchis eine
unglaublich wichtige Aufgabe sein und ein falsch gesetzter Strich
oder ein leicht eingerissenes Papier ein großes Problem. Ohne mein
Praktikum hätte ich mich niemals daran erinnert.Freitag, 26. Oktober 2018
Majorette
Auch Tuk-Tuks im Programm. Johannes Kling stellt die Modellbaufirma Majorette vor.
![]() |
| Produktionshalle in Thailand. |
Keines,
da Majorette nur Top-Seller im Sortiment hat. - Nein, Spaß beiseite!
Durch
unsere weltweiten Vertriebsniederlassungen entsteht eine bunte
Mischung an Sortimenten, denn jede unserer Vertriebsniederlassungen
kauft für sich ein und wählt Sortimente aus. Hier gibt es auch
länderspezifische Versionen und diese verkaufen sich in den
jeweiligen Ländern am besten, aber eben in den anderen Märkten
dafür nicht so gut.
Das Majorette Sortiment teilt sich grundsätzlich wie folgt auf:
25
% US-amerikanische Fahrzeuge
25
% Fahrzeuge aus dem asiatischen Raum
50
% aus Europa (davon 25 % Deutschland und 25 % Frankreich, Italien und
UK)
Ein
Land Rover Defender beispielsweise verkauft sich auf dem deutschen
Markt schlechter als in anderen Ländern, da dieser hier nicht
landestypisch ist.
Aus
diesem Grund haben wir länderspezifische Modelle, wie zum Beispiel
Polizei, Feuerwehr oder auch ein Tuk-Tuk, das für Thailand gemacht
wurde, um damit jedes Land abzudecken.
Wieso
haben ältere Modelle, wenn sie später verkauft werden, andere
Räder?
Wir
möchten unsere Sortimente kontinuierlich weiterentwickeln, weshalb
wir jedes Jahr Farbupdates und Felgen-Updates durchführen. Deswegen
haben ältere Modelle dann andere Felgen.
Wieso
gibt es manche Modelle wie zum Beispiel die der Gendarmerie nur in
Frankreich? Lassen sich diese Modelle in Deutschland nicht gut
verkaufen?
Für
unsere internationalen Niederlassungen gibt es Länderversionen wie
auch teilweise Exklusivartikel. Diese können dann von anderen
Ländern nicht bestellt werden, da sie exklusiv für denjenigen
Kunden bzw. das jeweilige Land sind.
Im
Jahr 2018 waren es ca. 120 Modelle. Durchschnittlich sind es zwischen
100-150 Modelle pro Jahr.
Gibt
es Länder, in denen Sie nicht mehr verkaufen, da dort zu wenige
Modelle gekauft wurden?
Nein,
unsere Niederlassungen sind sehr engagiert und arbeiten
kontinuierlich daran, dass wir in jedem Land vertreten sind.
In
wie vielen Ländern verkaufen Sie ihre Modelle?
In
26 Ländern.
Gibt
es auch bestimmte Autohersteller, deren Autos sie nicht als Modell
nachstellen dürfen?
Die
Gegebenheiten ändern sich jährlich bzw. die Karten mischen sich
jedes Jahr neu. Wenn Exklusivlizenzen mit anderen Herstellern nach
einer bestimmten Laufzeit auslaufen und dann wieder verfügbar sind,
könnten wir dort einsteigen und Modelle fertigen, die wir vorher
nicht fertigen konnten. Grundsätzlich pflegen wir aber seit Jahren
Partnerschaften mit den wichtigsten Herstellern und haben so circa
90% der wichtigsten Marken im Programm.
Freitag, 28. September 2018
Reisebericht Marokko
It‘s a small world. Iman Sibai berichtet von einer unerwarteten Begegnung in Marokko.
Im Frühling flog ich mit meiner Familie nach Marrakesch, eine der vier Königsstädte von Marokko. Es ist nicht das erste Mal, dass wir unsere Osterferien hier verbringen.
Wie schon oft legen wir den den bekannten Weg vom großen Marktplatz durch die engen, verwinkelten Gassen der Altstadt, vorbei an Ständen mit Gewürzen, Ledertaschen, Teppichen und Teekannen, zum Platz der Gewürze (Place des Epices) zurück.
Kurze Zeit später stehen wir auch schon vor unserem Ziel, dem „Café des Epices“, neben „La Famille“ eines meiner Lieblingscafés in Marrakesch. Wir entscheiden uns sofort für einen Platz auf der Dachterrasse und laufen die enge Wendeltreppe nach oben.
Auf der einfach eingerichteten, mit bunten Strohhüten dekorierten, aber sehr gemütlichen Terrasse angekommen, suchen wir nach freien Sitzplätzen. Wir schauen uns um, alles scheint besetzt. Nur ein Tisch ist frei, an dem aber bloß zwei Holzhocker stehen. Wir wollen uns gerade wieder abwenden, als eine nette Dame (aus Schweden) am Nachbartisch zwei Hocker lächelnd in unsere Richtung schiebt.
Wir setzen uns an den niedrigen Holztisch mit Blick auf den kleinen, mit Bergen von Ware vollgestellten Place des Epices. Hinter Hausdächern und Minaretten der Medina erkennt man das schneebedeckte, mächtige Atlasgebirge.
Verschiedenste Sprachen erfüllen die Terrasse, man hört Menschen aus aller Welt ruhig und scheinbar unbekümmert miteinander sprechen, dazwischen die Rufe der lockeren Kellner auf Arabisch, während ein Afrikaner auf seinem afrikanischen Saiteninstrument spielt und dazu singt. Ich verstehe weder ihn, noch viele der Gäste, jedoch klingt alles sehr schön und irgendwie auch beruhigend.
Mein kleiner Bruder und ich wollen noch einmal nach unten auf den Platz laufen, bevor die Sonne untergeht. Gerade, als ich durch die Tür nach unten gehen will, bemerke ich, dass Personen die enge Treppe heraufkommen. Ich trete zurück und ziehe vorsichtig meinen Bruder zur Seite, um die Entgegenkommenden durchzulassen. „Du bist auch hier, Iman?“ Ich schrecke auf, als ich meinen Namen höre. „J-j-ja?“
„Den ganzen Weg von Braunschweig hierher!“ Frau Alimy tritt durch die Tür auf die Terrasse und lächelt mich an – ich bin so fassungslos, dass ich nur ein weiteres „J-j-ja.“ stottere. Auf dem Weg nach unten denke ich darüber nach, wie es sein kann, dass wir, Frau Alimy und ich, uns 3000 km von Braunschweig entfernt im selben Augenblick durch dieselbe Tür quetschen wollten. Hätte es passieren können, dass wir zur selben Zeit im gleichen Café gesessen, aber nichts voneinander mitbekommen hätten? Sind wir uns vielleicht schon vorher begegnet, ohne es zu bemerken? Wären wir so pünktlich aufeinandergetroffen, wenn wir uns hier verabredet hätten? Wie oft kommt es im Leben vor, dass man Menschen haarscharf verpasst oder eben doch trifft, nur weil es der Zufall so will?
Zurück an meinem Sitzplatz beobachte ich von der stillen Terrasse aus das hektische Aufräumen auf dem Marktplatz. Die Waren werden auf Karren und Esel gepackt. Aus den Minaretten ertönen die singenden Gebetsrufe. Die Sonne geht unter und taucht die „Rote Stadt“ in ein warmes, orangefarbenes Licht. In Sekunden ist der kleine Platz am Fuße des Cafés wie leergefegt. Wie bekommen die am nächsten Tag alles wieder an seinen Platz, vor allem so ohne Markierungen? Oder sieht der Platz jeden Tag anders aus?
Inzwischen ist es dunkel und kühl, von der Nachmittagshitze ist kaum noch etwas zu spüren. Auf den Tischen brennen kleine orientalische Lampen und manche Gesichter werden von leuchtenden Handydisplays schwach erhellt. Marokkanischer Pfefferminztee wird aus glänzenden, verzierten Teekannen blubbernd in kleine Gläser gefüllt. Auch ich wärme mich mit Cornes de gazelle und Thé à la menthe marocain auf, bevor wir uns wieder auf den Weg machen.
Wir gehen.
Ich drehe mich nochmal um und verabschiede mich von Frau Alimy, die mir freundlich zunickt - und von der schönen Terrasse des Café des Epices. Vielleicht bis nächstes Jahr?
Schöne Ferien, fröhliches Abschalten und: Seid Euch nicht zu sicher - man weiß nie, wann und wo man sich begegnet. It‘s a small world after all!
Fotos: Familie Sibai
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| Place des Epices bei Nacht |
Wie schon oft legen wir den den bekannten Weg vom großen Marktplatz durch die engen, verwinkelten Gassen der Altstadt, vorbei an Ständen mit Gewürzen, Ledertaschen, Teppichen und Teekannen, zum Platz der Gewürze (Place des Epices) zurück.
Kurze Zeit später stehen wir auch schon vor unserem Ziel, dem „Café des Epices“, neben „La Famille“ eines meiner Lieblingscafés in Marrakesch. Wir entscheiden uns sofort für einen Platz auf der Dachterrasse und laufen die enge Wendeltreppe nach oben.
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| Café des Épices |
Wir setzen uns an den niedrigen Holztisch mit Blick auf den kleinen, mit Bergen von Ware vollgestellten Place des Epices. Hinter Hausdächern und Minaretten der Medina erkennt man das schneebedeckte, mächtige Atlasgebirge.
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| Msimn: marokkanische Pfannkuchen mit Sirup |
Mein kleiner Bruder und ich wollen noch einmal nach unten auf den Platz laufen, bevor die Sonne untergeht. Gerade, als ich durch die Tür nach unten gehen will, bemerke ich, dass Personen die enge Treppe heraufkommen. Ich trete zurück und ziehe vorsichtig meinen Bruder zur Seite, um die Entgegenkommenden durchzulassen. „Du bist auch hier, Iman?“ Ich schrecke auf, als ich meinen Namen höre. „J-j-ja?“
„Den ganzen Weg von Braunschweig hierher!“ Frau Alimy tritt durch die Tür auf die Terrasse und lächelt mich an – ich bin so fassungslos, dass ich nur ein weiteres „J-j-ja.“ stottere. Auf dem Weg nach unten denke ich darüber nach, wie es sein kann, dass wir, Frau Alimy und ich, uns 3000 km von Braunschweig entfernt im selben Augenblick durch dieselbe Tür quetschen wollten. Hätte es passieren können, dass wir zur selben Zeit im gleichen Café gesessen, aber nichts voneinander mitbekommen hätten? Sind wir uns vielleicht schon vorher begegnet, ohne es zu bemerken? Wären wir so pünktlich aufeinandergetroffen, wenn wir uns hier verabredet hätten? Wie oft kommt es im Leben vor, dass man Menschen haarscharf verpasst oder eben doch trifft, nur weil es der Zufall so will?
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| Places des Épices bei Tag |
Inzwischen ist es dunkel und kühl, von der Nachmittagshitze ist kaum noch etwas zu spüren. Auf den Tischen brennen kleine orientalische Lampen und manche Gesichter werden von leuchtenden Handydisplays schwach erhellt. Marokkanischer Pfefferminztee wird aus glänzenden, verzierten Teekannen blubbernd in kleine Gläser gefüllt. Auch ich wärme mich mit Cornes de gazelle und Thé à la menthe marocain auf, bevor wir uns wieder auf den Weg machen.
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| Marokkanisches Teegedeck. |
Ich drehe mich nochmal um und verabschiede mich von Frau Alimy, die mir freundlich zunickt - und von der schönen Terrasse des Café des Epices. Vielleicht bis nächstes Jahr?
Schöne Ferien, fröhliches Abschalten und: Seid Euch nicht zu sicher - man weiß nie, wann und wo man sich begegnet. It‘s a small world after all!
Fotos: Familie Sibai
Freitag, 24. August 2018
Der Zoll - Sicherheit für Deutschland. Louis Ostrowski befragt Pressesprecher Andreas Löhde
Was macht der Zoll?
Der Zoll ist ursprünglich dafür da, zu kontrollieren, was nach Deutschland rein- und rausgeht. Das macht der Zoll, damit keine verbotenen Sachen (Waffen, Drogen usw.) rein kommen und damit die heimische Wirtschaft vor zu billigen Importen geschützt wird. Dafür erhebt der Zoll dann Steuern („Zoll“) auf die Waren, die reingebracht werden.
Aber auch auf deutsche Produkte (zum Beispiel Alkohol und Zigaretten) erhebt der Zoll Steuern.
Außerdem prüft der Zoll auch die Arbeitsbedingungen von Menschen, damit jeder seinen Mindestlohn bekommt und in die Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung einbezahlt.
Was zeichnet den Zoll aus?
Das Besondere am Zoll ist die Vielfältigkeit der Aufgaben: Wir sind gleichzeitig Polizei, Finanzamt und Staatsanwaltschaft. Darum findet bei uns jeder eine spannende Aufgabe.
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| Einsatzfahrzeug. |
Welche Einheiten hat der Zoll?
Für die vielen unterschiedlichen Aufgaben hat der Zoll ganz unterschiedliche Einheiten:
Bekannt sind unsere besonders unsere bewaffneten Einheiten wie etwa die Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV), die schaut, was über die Straßen, Schienen, Häfen und Flughäfen nach Deutschland kommt; oder die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS), die überall prüft, wo gearbeitet wird; oder unsere Spezialeinheiten (ZUZ – Zentrale Unterstützungseinheit Zoll und OEZ – Observationseinheit Zoll), die im Kampf gegen organisierte Kriminalität zupacken.
Hingegen haben wir zum Beispiel mit dem Prüfungsdienst eine Einheit, die in den Unternehmen selbst kontrolliert, ob sich alle an die Regeln halten – ohne Uniform und Waffe, aber mit Köpfchen und Fingerspitzengefühl.
Wie viele Menschen hat der Zoll?
Beim Zoll arbeiten etwa 39.000 Menschen – überall in Deutschland. Damit ist der Zoll einer der größten Arbeitgeber des Bundes.
Welche/wie viele Tiere sind beim Zoll?
Als tierische Kollegen helfen dem Zoll etwa 340 Hunde insbesondere im Kampf gegen den Schmuggel. Dabei ist nicht die Hunderasse wichtig, sondern dass die Hunde einen ausgeprägten Spieltrieb haben.
Was sind die schlimmsten Einsätze?
Besonders belastend sind oft nicht die gefährlichen Situationen, sondern wenn man mit der Not der Menschen konfrontiert ist.
Was war Ihr schlimmster Einsatz?
Am meisten ärgere ich mich immer über Fälle, in denen wir besonders dreist angelogen werden.
Bekannt sind unsere besonders unsere bewaffneten Einheiten wie etwa die Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV), die schaut, was über die Straßen, Schienen, Häfen und Flughäfen nach Deutschland kommt; oder die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS), die überall prüft, wo gearbeitet wird; oder unsere Spezialeinheiten (ZUZ – Zentrale Unterstützungseinheit Zoll und OEZ – Observationseinheit Zoll), die im Kampf gegen organisierte Kriminalität zupacken.
Hingegen haben wir zum Beispiel mit dem Prüfungsdienst eine Einheit, die in den Unternehmen selbst kontrolliert, ob sich alle an die Regeln halten – ohne Uniform und Waffe, aber mit Köpfchen und Fingerspitzengefühl.
Wie viele Menschen hat der Zoll?
Beim Zoll arbeiten etwa 39.000 Menschen – überall in Deutschland. Damit ist der Zoll einer der größten Arbeitgeber des Bundes.
Welche/wie viele Tiere sind beim Zoll?
Als tierische Kollegen helfen dem Zoll etwa 340 Hunde insbesondere im Kampf gegen den Schmuggel. Dabei ist nicht die Hunderasse wichtig, sondern dass die Hunde einen ausgeprägten Spieltrieb haben.
Was sind die schlimmsten Einsätze?
Besonders belastend sind oft nicht die gefährlichen Situationen, sondern wenn man mit der Not der Menschen konfrontiert ist.
Was war Ihr schlimmster Einsatz?
Am meisten ärgere ich mich immer über Fälle, in denen wir besonders dreist angelogen werden.
Was haben Sie für Sonderfahrzeuge?
Neben ganz normalen Autos hat der Zoll natürlich auch Streifenwagen und Zollboote, aber auch Röntgenfahrzeuge: Lastwagen mit deren Hilfe andere Fahrzeuge durchleuchtet werden können.
Welches Gebiet kontrolliert das Zollschiff Borkum?
Die Borkum wird hauptsächlich in der Deutschen Bucht, in der Nordsee, eingesetzt.
Welche Karrierechancen gibt es beim Zoll?
Beim Zoll kann man mit Realschulabschluss eine zweijährige Ausbildung oder mit Abitur ein dreijähriges Duales Studium machen. Danach kann man in allen Bereichen des Zolls eingesetzt werden und diese dann auch wechseln. Im Laufe der Zeit erhält man immer wieder eine Art Zeugnis (Beurteilung), sodass man durch Beförderungen höhere Positionen und mehr Geld bekommen kann.
Welches Gebiet kontrolliert das Zollschiff Borkum?
Die Borkum wird hauptsächlich in der Deutschen Bucht, in der Nordsee, eingesetzt.
Welche Karrierechancen gibt es beim Zoll?
Beim Zoll kann man mit Realschulabschluss eine zweijährige Ausbildung oder mit Abitur ein dreijähriges Duales Studium machen. Danach kann man in allen Bereichen des Zolls eingesetzt werden und diese dann auch wechseln. Im Laufe der Zeit erhält man immer wieder eine Art Zeugnis (Beurteilung), sodass man durch Beförderungen höhere Positionen und mehr Geld bekommen kann.
Wieso sind manche Zollschiffe grün und manche blau?
Der Zoll wird langsam auf blau umgestellt. Also sind in ein paar Jahren nicht nur die alle Zollboote, sondern auch die Streifenwagen und Hemden blau.
Inwieweit ist der Zoll auf Bürger angewiesen?
Egal was man beim Zoll macht, man arbeitet immer Menschen zusammen und meistens auch mit Nicht-Zöllnern – egal ob es jetzt um die Kraftfahrzeugsteuer oder eine Mindestlohnprüfung geht.
Der Zoll wird langsam auf blau umgestellt. Also sind in ein paar Jahren nicht nur die alle Zollboote, sondern auch die Streifenwagen und Hemden blau.
Inwieweit ist der Zoll auf Bürger angewiesen?
Egal was man beim Zoll macht, man arbeitet immer Menschen zusammen und meistens auch mit Nicht-Zöllnern – egal ob es jetzt um die Kraftfahrzeugsteuer oder eine Mindestlohnprüfung geht.
Welche Neuerungen soll der Zoll in Zukunft erhalten?
Egal welche großen Nachrichten zurzeit durch die Medien gehen, fast alles hat etwas mit dem Zoll zu tun: ob Brexit oder Donald Trump, Mindestlohn oder Zuwanderung. Darum ist der Beruf des Zöllners topaktuell und wird es bleiben, solange es Handel und Arbeit in Deutschland gibt – also immer!
Egal welche großen Nachrichten zurzeit durch die Medien gehen, fast alles hat etwas mit dem Zoll zu tun: ob Brexit oder Donald Trump, Mindestlohn oder Zuwanderung. Darum ist der Beruf des Zöllners topaktuell und wird es bleiben, solange es Handel und Arbeit in Deutschland gibt – also immer!
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| Pressesprecher Andreas Löhde |
Fotos: Zoll.
Schuljahr 2018/19
Willkommen zurück!
Mit dem WGtarier-Team ins neue Schuljahr.
Herzlich willkommen zurück aus den Ferien, liebe WGtarier. Und natürlich auch ein herzliches Willkommen an alle neuen Schülerinnen und Schüler unter uns. Hoffentlich lebt ihr euch schnell ein. Aber nach den zwei Wochen Schule, die bereits hinter uns liegen, ist das Schulleben für alle wahrscheinlich (schon wieder) Alltag geworden. Glücklicherweise gibt es jede Menge Neuigkeiten, die für Abwechslung sorgen. Zum Beispiel startet unsere Schulzeitung jetzt wie alle anderen AGen mit einem motivierten, jungen Team ins nächste Halbjahr. Damit ihr uns alle kennenlernt, wird demnächst eine kleine Vorstellungsrunde von unseren Autorinnen und Autoren folgen. Wir werden euch für das gesamte nächste Schuljahr mit News, Umfragen, Interviews und vielem mehr auf dem Laufenden halten. Wenn ihr also immer auf dem neusten Stand (#immerinformiert) sein wollt, schaut regelmäßig auf unserer Website http://wgtariernews.blogspot.com/ vorbei. Und um keinen einzigen Artikel zu verpassen, folgt uns einfach auf Instagram (wgtariernews). Dort geben wir immer die neusten Veröffentlichungen bekannt und starten hin und wieder auch mal eine coole Spontan-Umfrage.
Und natürlich heißt es zu Beginn jedes Schuljahrs aufs Neue: Jetzt starte ich richtig durch! Damit das funktioniert, haben wir zumindest für alle sprachlichen Fächer einen Tipp für euch: Im letzten Schuljahr haben wir sämtliche Apps zum Thema Sprachen lernen verglichen und bewertet. Einfach die Artikel ansehen, die richtige App auswählen und loslegen! Falls ihr euch eine ähnliche Reihe auch für andere Bereiche wie zum Beispiel Naturwissenschaften wünscht, zeigt uns das durch eine positive Bewertung der Artikel oder gebt uns durch einen Instagram-Kommentar Bescheid.
Andernfalls melden wir uns bald mit den ersten Berichten, Umfragen und Interviews.
Bis dahin, eurer WGtarier-Team!
Andernfalls melden wir uns bald mit den ersten Berichten, Umfragen und Interviews.
Bis dahin, eurer WGtarier-Team!
Montag, 25. Juni 2018
Attraktivste Lehrer: Umfrage-Ergebnis
Wer sind die attraktivsten Lehrer der Schule? Hier das Voting von mehr als 100 Befragten.
Attraktivster Lehrer: Herr Tegebauer.
Attraktivste Lehrerin: Frau Schröter.
Hier geht's zu den Interviews:
https://wgtariernews.blogspot.com/2018/12/umfrage-attraktivester-lehrerin.html
Attraktivster Lehrer: Herr Tegebauer.
Attraktivste Lehrerin: Frau Schröter.
Hier geht's zu den Interviews:
https://wgtariernews.blogspot.com/2018/12/umfrage-attraktivester-lehrerin.html
WG-Geschichten X
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| Schule ist nicht alles. Unser Autor im Urlaub. |
„Ich hatte damals einen Religions- und Geschichtslehrer, der sehr, sehr streng und dafür auch berüchtigt war. Diesen Lehrer hatte ich durchgehend von Klasse 7 bis 11 immer in irgendwelchen Kursen. Eines Tages hatten wir ihn sogar in einer Vertretungsstunde. Er kam rein, knallte wie gewohnt seine Tasche auf den Tisch und stellte sich vor die Klasse. Wir erhoben uns alle, um ihn zu begrüßen, und setzen uns wieder. Er verharrte regungslos. Nach 3-4 Minuten sprach er: „Die heutige Stunde füllen wir mit der Thematik „Macht“. Dabei dachten wir uns erstmal nicht viel und arbeiteten mehr oder weniger begeistert mehrere Aspekte aus einem kurzen Text heraus und trugen die Ergebnisse in einem Tafelbild zusammen. Anschließend gab er uns noch einen kleinen Exkurs zu mächtigen Symbolen z. B. der Tempelritter, von Landeswappen oder auch Alltagssymbolen. Man kann sich vorstellen, wie unglaublich spannend das für eine damals 9. Klasse war. Mein Sitznachbar sackte während der 45 Minuten immer weiter auf seinem Stuhl zusammen und arbeitete so gut wie gar nicht mit. Fünf Minuten vor Stundenende stellte sich der Lehrer wieder vor die Klasse und verharrte dort. Wir wunderten uns schon alle, was das denn nun wieder solle. Zwei Minuten vor dem Klingeln schrie er plötzlich in einer immensen Lautstärke den Namen meines Sitznachbarn, der sich in Windeseile kerzengerade auf seinem Stuhl aufrichtete, hochrot im Gesicht anlief und für einen Moment nicht so recht wusste, wie ihm geschah. Dann beendete der Lehrer die Stunde mit sanfter Stimme und sagte: „DAS war Macht! Sobald ich eure Namen kenne, habe ich Macht über euch! Geht also sorgfältig damit um und überlegt, wen ihr in diese Privatsphäre hineinlasst. Einen schönen Tag wünsche ich euch!“ Wir blieben wie angewurzelt sitzen und er verließ den Raum: „Boaaa, krass! Was für eine Aktion!“ Erst heute kann ich das richtig einschätzen und muss sagen: Es war einer meiner imposantesten Stunden, in denen ich viel fürs Leben gelernt habe.“
Herr Gerstmann
Vale, magister Gerstmann! oder Wie ich Ihren Lateinunterricht finde. Von Iman Sibai
„Schreib besser nicht so viel über deine Mitschüler, Iman. Schreib doch mal ... wie du den Lateinunterricht findest!“
Okay, Herr Gerstmann, so eine Einladung bekommt man nicht jeden Tag. Ich würde zwar gerne über so manch anderen Unterricht schreiben, aber als erfahrene Frühlateinerin einen Artikel über den Lateinunterricht bei unserem frischgebackenen Lehrer Herrn Gerstmann zu verfassen, ist schon mal ein guter Anfang.
Herr Gerstmann begleitete Frau Globig als Referendar und übernahm uns dann in der achten Klasse, als Frau Globig sich um ihre Familie kümmern musste.
Viel änderte sich erstmal nicht: immer noch immer mehr Vokabeln reinziehen, Deklinationen und Fälle lernen, mehr oder weniger alberne Eselsbrücken bauen – und der wöchentliche Vokabeltest. Immerhin gab es einen Neulingsbonus: Herr Gerstmann zog uns keine Punkte ab, wenn wir im Vokabeltest nur eine von zig möglichen Übersetzungen hinschrieben.
Und obwohl er uns schon eine Weile kannte, konnte sich Herr Gerstmann einfach nicht unsere 25 Vornamen merken.
„So, Iman, jetzt sag mir mal, wer ist denn nun Moritz und wer ist Jonas?“ Ich flüsterte zurück: „Moritz ist der mit dem Armband, auf dem ‚Moritz‘ steht, und Jonas ist der andere.“ Natürlich verwechselte der König der Eselsbrücken die beiden auch weiterhin. Wie um Himmels Willen merkt er sich die ganzen q-Wörter?!
Herr Gerstmann führte Tablet und Beamer ein und brachte so etwas frischen Wind und moderne Technik in unsere Alte Sprache. Sogar die Licht- und Tontechnikbegeisterten hatten manchmal ihre Probleme damit. Aber Herr Gerstmann riss sich immer zusammen, wenn wir mal etwas Blödes sagten. Nach kurzem, fassungslosem Herumfuchteln, öffnete er die Klassentür, atmete tief ein und aus und schloss die Tür wieder. Manchmal stieß er sich auch den Kopf an der Tafel kaputt (Achtung: Eselsbrücke!), zumindest andeutungsweise. Aber wir warteten dann schuldbewusst und geduldig, bis er sich dios mío murmelnd wieder beruhigte.
Für seine Lehrerprüfung bat er uns alle – einige ganz besonders – inständig, uns zu benehmen. Er versprach uns sicherheitshalber sogar ein Eis. Wir haben uns selten so gut benommen. Sehr vorbildlich verhalten hat sich sogar – ach ja, ich soll ja „besser NICHT über meine Mitschüler schreiben“. Für jenen hier nicht Genannten gab es jedenfalls einen zutiefst dankbaren High Five von Herrn Gerstmann!
Das Erbe von Herrn Schad und Frau Globig anzutreten, war sicher nicht einfach.
Aber: Optime, Magister Gerstmann! Der Unterricht war immer lustig, lehrreich, sehr gut strukturiert und ganz und gar nicht öde und verstaubt – wir lassen Sie ungern gehen.
Wir wünschen Ihnen, dass die Papenburger Werftsarbeiterkinder genau so nett sind wie wir.
Danke und alles Gute von Ihrer „8a“!
1 vale!: lat. lebe wohl!
2 magister: lat. Lehrer
3 caput: lat. Kopf
4 dios mío!: span. mein Gott! (Herr Gerstmann unterrichtet auch Spanisch)
5 optime!: lat. hervorragend!
x
„Schreib besser nicht so viel über deine Mitschüler, Iman. Schreib doch mal ... wie du den Lateinunterricht findest!“Okay, Herr Gerstmann, so eine Einladung bekommt man nicht jeden Tag. Ich würde zwar gerne über so manch anderen Unterricht schreiben, aber als erfahrene Frühlateinerin einen Artikel über den Lateinunterricht bei unserem frischgebackenen Lehrer Herrn Gerstmann zu verfassen, ist schon mal ein guter Anfang.
Herr Gerstmann begleitete Frau Globig als Referendar und übernahm uns dann in der achten Klasse, als Frau Globig sich um ihre Familie kümmern musste.
Viel änderte sich erstmal nicht: immer noch immer mehr Vokabeln reinziehen, Deklinationen und Fälle lernen, mehr oder weniger alberne Eselsbrücken bauen – und der wöchentliche Vokabeltest. Immerhin gab es einen Neulingsbonus: Herr Gerstmann zog uns keine Punkte ab, wenn wir im Vokabeltest nur eine von zig möglichen Übersetzungen hinschrieben.
Und obwohl er uns schon eine Weile kannte, konnte sich Herr Gerstmann einfach nicht unsere 25 Vornamen merken.
„So, Iman, jetzt sag mir mal, wer ist denn nun Moritz und wer ist Jonas?“ Ich flüsterte zurück: „Moritz ist der mit dem Armband, auf dem ‚Moritz‘ steht, und Jonas ist der andere.“ Natürlich verwechselte der König der Eselsbrücken die beiden auch weiterhin. Wie um Himmels Willen merkt er sich die ganzen q-Wörter?!
Herr Gerstmann führte Tablet und Beamer ein und brachte so etwas frischen Wind und moderne Technik in unsere Alte Sprache. Sogar die Licht- und Tontechnikbegeisterten hatten manchmal ihre Probleme damit. Aber Herr Gerstmann riss sich immer zusammen, wenn wir mal etwas Blödes sagten. Nach kurzem, fassungslosem Herumfuchteln, öffnete er die Klassentür, atmete tief ein und aus und schloss die Tür wieder. Manchmal stieß er sich auch den Kopf an der Tafel kaputt (Achtung: Eselsbrücke!), zumindest andeutungsweise. Aber wir warteten dann schuldbewusst und geduldig, bis er sich dios mío murmelnd wieder beruhigte.
Für seine Lehrerprüfung bat er uns alle – einige ganz besonders – inständig, uns zu benehmen. Er versprach uns sicherheitshalber sogar ein Eis. Wir haben uns selten so gut benommen. Sehr vorbildlich verhalten hat sich sogar – ach ja, ich soll ja „besser NICHT über meine Mitschüler schreiben“. Für jenen hier nicht Genannten gab es jedenfalls einen zutiefst dankbaren High Five von Herrn Gerstmann!
Das Erbe von Herrn Schad und Frau Globig anzutreten, war sicher nicht einfach.
Aber: Optime, Magister Gerstmann! Der Unterricht war immer lustig, lehrreich, sehr gut strukturiert und ganz und gar nicht öde und verstaubt – wir lassen Sie ungern gehen.
Wir wünschen Ihnen, dass die Papenburger Werftsarbeiterkinder genau so nett sind wie wir.
Danke und alles Gute von Ihrer „8a“!
1 vale!: lat. lebe wohl!
2 magister: lat. Lehrer
3 caput: lat. Kopf
4 dios mío!: span. mein Gott! (Herr Gerstmann unterrichtet auch Spanisch)
5 optime!: lat. hervorragend!
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