Freitag, 20. Mai 2022

IGS Gifhorn

Bisher nur positive Erfahrungen. Anna-Livia Prouvier (5c) befragt Emanuela Montefranchesco, seit September Lehrerin an der IGS Gifhorn


Frau Dr. Montefrancesco unterrichtet Physik in der Sekundarstufe II sowie Naturwissenschaften in der Sekundarstufe I an der Integrierten Gesamtschule Gifhorn und ist eine von ca. 85 Lehrkräften an dieser Schule. Sie unterrichtet aktuell die Klassenstufen 5, 11 und 12. An der IGS Gifhorn gibt es circa 1100 Schüler.


Unsere Autorin vor der IGS Gifhorn

Wie lange unterrichten Sie schon?

Nicht lange. Nach meinem Studium der Ingenieurwissenschaften habe ich lange in der Automobilindustrie gearbeitet. Am Anfang dieses Schuljahres habe ich dann als sogenannte „Quereinsteigerin“ für das gymnasiale Lehramt angefangen. Ich wurde, genauso wie ihr, im September eingeschult.

Was ist der Unterschied zwischen dem Wilhelm Gymnasium und der IGS Gifhorn?
Grundsätzlich dient jede Schulform der Ausbildung der Kinder und Jugendlichen entsprechend ihrer Fähigkeiten und Bedürfnisse. Auf dem Weg zur Realisierung dieser Ziele gibt es unterschiedliche Schulformen. Die IGS bietet unterschiedliche Bildungsabschlüsse an und ist eine Form der Ganztagsschule. Die Hausaufgaben werden im Rahmen der Ganztagsbetreuung erarbeitet. Dies geschieht in einem sogenannten Lernbüro. Dort arbeiten die Kinder selbstständig an ihren Aufgaben.

Wie unterrichtet man an einer IGS?
Im Prinzip ähnlich wie in anderen Schulformen. Die Lehrpläne werden wie in jeder anderen Schule auch nach den Vorgaben des Kultusministeriums gestaltet. Auch wir an der IGS versuchen besonders differenziert und individuell zu unterrichten.

Ist es anstrengend dort zu unterrichten?
Sicherlich nicht mehr und nicht weniger als bei anderen Schulen.

Wie finden Sie die Schüler?
Bis jetzt habe ich nur positive Erfahrungen gemacht, meine Schülerinnen und Schüler sind lieb und wissbegierig.

Was sind die Regel einer IGS?
Die grundlegenden Regeln sind ähnlich beziehungsweise gleich wie an jeder anderen Schule.

Wie groß ist circa der Schulhof?
Unser Schulhof ist in drei Teilen unterteilt: Spielhof, Ballhof, und "Chill"-Hof auf einer Fläche von schätzungsweise 10000 Quadratmeter.

Hat Ihre Schule auch zwei Gebäude?

Unsere Schule besteht aus vier Gebäuden, die sich an einem Standort befinden und eine Art Campus bilden.



Meine persönliche Sicht

Aus meiner Sicht ist die Schule super groß und toll! Die vier Gebäude werden durch Gänge verbunden und die Schule ist schön.




Freitag, 13. Mai 2022

Politiker-Interview

„Ich fühle mich in der FDP am wohlsten“. Clara Kuhle (5c) und Emma Stiepel (5a) interviewten den Bundestagsabgeordneten Konstantin Kuhle.



Wieso wollten Sie Politiker werden?
Ich habe lange ehrenamtlich Politik bei der FDP und bei den Jungen Liberalen gemacht. Am Ende Bundestagsabgeordneter zu werden, habe ich am Anfang nicht geplant.

Wieso haben Sie die FDP als Ihre Partei gewählt?
Die FDP ist die einzige Partei, die sich gleichermaßen sowohl für gesellschaftliche Freiheit als auch für die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft einsetzt. Diese Kombination hat mich bereits als Jugendlicher zur FDP geführt. Zudem hatte ich bei der FDP trotz meines jungen Alters das Gefühl, ernst genommen zu werden und das hat mir gefallen.

Was sind Ihre politischen Ziele?

Als Freie Demokraten wollen wir die Freiheit und Selbstbestimmung des Einzelnen stärken. Für mich als Innenpolitiker bedeutet dies insbesondere, Bürgerrechte zu schützen und sich gegen unverhältnismäßige Überwachungsmaßnahmen wie Videoüberwachung im öffentlichen Raum einzusetzen.

Wie lange sind Sie schon Politiker?
Ich bin seit 2002 Mitglied der Jungen Liberalen und gehöre seit 2005 der FDP an. Im Bundestag sitze ich seit 2017.

Wie war es für Sie, als die Corona Pandemie begonnen hat und viele Maßnahmen beschlossen wurden?
Der Beginn der Corona-Pandemie ging mit den stärksten Freiheitseinschränkungen in der Geschichte der Bundesrepublik einher. Bis dahin alltägliche Dinge wie das Treffen mit Freunden waren von einem auf den anderen Tag nicht mehr möglich. Diese Einschränkungen waren für viele Menschen eine psychische Belastung. Daher war es wichtig und richtig, sich immer wieder für eine verantwortungsbewusste Lockerung der Maßnahmen je nach Infektionslage einzusetzen.

Wie fanden Sie Angela Merkel?
Angela Merkel hat sich in den 16 Jahren ihrer Kanzlerschaft um unser Land verdient gemacht. Davor habe ich großen Respekt. Manche Herausforderungen wie zum Beispiel die Digitalisierung wurden in ihrer Regierungszeit leider auf die lange Bank geschoben. Hier wollen wir als Teil der Bundesregierung nun das Tempo erhöhen.

Wie viele Reisen machen Sie ungefähr pro Jahr?
Das kommt ganz darauf an, wie viel Zeit ich habe und wie häufig ich als Parlamentarier in andere Länder reisen muss. Durch die Bundestagswahl im letzten Jahr war zum Beispiel kaum Zeit für Urlaube oder Dienstreisen.

Was tun Sie persönlich für den Klimaschutz?
Als Abgeordneter pendele ich häufig zwischen Berlin und meinem Wahlkreis Göttingen. Um dabei das Klima zu schonen, aber auch weil ich währenddessen arbeiten kann, fahre ich die Strecke ausschließlich mit der Bahn.

Was finden Sie an der Politik gut?
Für mich ist es eine große Freude, als Politiker Probleme der Menschen zu lösen und für bessere Lebensbedingungen zu sorgen. Wenn man sich lange für ein bestimmtes Projekt einsetzt und dieses dann in die Realität umsetzen kann, ist das eine großartige Bestätigung der eigenen Arbeit.

Was würden Sie als Bundeskanzler als erstes tun?
Viele Sachen, die mir immer wichtig waren, können wir als Ampel-Regierung jetzt umsetzen. Als Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen habe ich zum Beispiel lange für die Anhebung der Minijob-Grenze, die derzeit bei 450 Euro liegt, geworben. Dass die Ampel schon in den ersten 100 Tagen die Anhebung auf 520 Euro beschlossen hat, freut mich sehr.

Haben Sie Wochenende? Wie viel Zeit haben Sie mit ihrer Familie?
Da die meisten Menschen Politik im Ehrenamt machen, finden viele Partei-Veranstaltungen am Wochenende statt. Da ist es dann nicht immer leicht, Privatleben und Politik unter einen Hut zu bringen. Ich bilde mir aber ein, dass ich da einen guten Ausgleich hinbekomme.

Was ist Ihr Lieblingsort auf der Welt?
Ich fühle mich an vielen verschiedenen Orten in Norddeutschland zu Hause, in Göttingen, wo ich jetzt lebe, in der Region Braunschweig, in der ich geboren bin, und in Hamburg, wo ich studiert habe.

Müssen Männer nach dem Studium wieder zur Bundeswehr?
Nein, wir Freie Demokraten haben uns vor über zehn Jahren erfolgreich für die Aussetzung der Wehrpflicht eingesetzt. Dabei soll es bleiben. Junge Menschen sollen selbst entscheiden können, ob sie zur Bundeswehr gehen, im sozialen Bereich mithelfen, ein Auslandsjahr machen oder direkt eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren wollen.

Haben Sie ein Haustier?
Nein, da ich wenig zu Hause bin, könnte ich einem Haustier nicht in der Form gerecht werden, das es verdient hat.

Machen Sie gerne Sport?
Ich versuche, regelmäßig Sport zu machen. Erst kürzlich bin ich in Berlin den Halbmarathon mitgelaufen.

Verbrauchen Sie viel Plastik?

Ich versuche, große Plastikverpackungen zu vermeiden, und habe beim Einkaufen immer eigene Beutel dabei. Häufig ist es aber leider noch nicht vermeidbar, Plastik zu verbrauchen.

Fahren Sie ein E-Auto?
Ich fahre ein sogenanntes Hybrid-Auto, also eine Mischung aus Elektro- und Verbrenner.

Welches war Ihr Lieblingsfach in der Schule?
Alles, was mit Sprachen zu tun hat.

Wieso möchte die FDP keine Impfpflicht und wieso nennen Teile der FDP das „tot“?
Ich bin selbst dreimal geimpft und werbe auch weiterhin nachdrücklich für die Impfung, weil sie uns vor schweren Corona-Verläufen schützt und zukünftige Infektionswellen zu verhindern hilft. Allerdings ist eine Impfpflicht ein erheblicher Eingriff in die körperliche Unversehrtheit und bedarf daher sehr guter Gründe. Um die Interessen des Einzelnen und der Allgemeinheit in dieser Frage am besten gegeneinander abzuwägen, habe ich mich im Bundestag einem Antrag für ein verpflichtendes Beratungsgespräch und, wenn das alleine nicht hilft, für eine spätere Impfpflicht ab 50 Jahren ausgesprochen.

Was wird Die FDP tun, um die Coronazahlen in Zaum zu halten und in die Normalität zurück zu kommen?
Einen wichtigen Schritt in Richtung Normalität gehen wir nun mit der Aufhebung der meisten Corona-Auflagen ab Anfang April. Dort, wo die Infektionszahlen und die Lage in den Krankenhäusern es erforderlich machen, können regional noch Einschränkungen ausgesprochen werden. Zu einer ausgewogenen Corona-Politik und dem gebotenen Weg in die Normalität gehört es aber gerade auch, dass in Schleswig-Holstein keine Kneipen mehr schließen müssen, nur weil in Bayern die Corona-Zahlen gerade wieder höher sind. Es ist daher richtig, dass die Verhängung einzelner Maßnahmen jetzt stärker auf regionaler Ebene erfolgen soll.

Würden Sie sich eher den Zielen der Grüne oder der der SPD anschließen?
Sowohl mit den Grünen als auch mit der SPD arbeiten wir in der Ampel-Regierung gut zusammen. Ich persönlich fühle mich aber in der FDP am wohlsten.



Bildquelle: K. Kuhle


Freitag, 6. Mai 2022

Witze & Pranks

Comedybook, Teil 1. Von Justus Baumgarte, 6b





Erst mal ist ja klar, dass ein Witz niemanden beleidigen soll, also nehmt sie bitte mit Humor und nicht mit Ernsthaftigkeit. Mit dem dritten Wortwitz soll zum Beispiel kein einziger Polizist beleidigt werden, denn sie sorgen stehts für Sicherheit und sollten respektiert werden.


Hier findet ihr eine Auswahl an Witzen und Pranks.


Wortwitze


Was sagt der Herr-der-Ringe-Regisseur zu Lego?

Legolas kooperieren!


Was sagen zwei Hollywood-Schauspieler, wenn sie morgen frei haben?

Morgan Freeman


Wie nennt man einen Polizisten ohne Haare?

Glatz Cop


Wo wohnt die Katze?

Im Mietzhaus



Pranks


Der Klassiker: Schokokekse mit Milchcreme - doch bevor ihr sie jemandem serviert, vertauscht ihr die Milchcreme mit Zahnpasta. ;P


Klebt eine Reiszwecke an die Tür und dahinter an die Wand einen Luftballon. Wenn jetzt jemand die Tür auf oder zu macht, dann… :O




Bild: Pixabay


Erzählung

Detective Jody - der Fall von Lavenderfalls. Eine Fortsetzungsgeschichte von Franca Brangs, 6b



Jahr: 2045
Hauptfigur: Jody Stonehill, 12 (Mädchen)
Familie: Jasmin (Mom), Maechel (Dad)
Wohnort: Lavenderfalls
Schule: Lavender-High


Klappentext: Die 12 jährige Jody Stonehill wohnt in Lavenderfalls. Eines Tages fand sie einen mysteriösen Pfad, als sie mit ihren Eltern spazieren war, doch was hat es auf sich mit diesem Pfad?


Kapitel 1:


„JODY!!!“ rief meine Lehrerin durch die Klasse, ich schreckte auf, und die ganze Klasse starrte mich an. Ich blickte zu meiner Lehrerin hoch, und sie sah sehr wütend aus. „Jody, das kann so nicht weiter gehen ... du schläfst jedes Mal ein im Unterricht, es wird Zeit, dass ich deine Eltern anrufe …“. Mist, sie hat es so oft durchgehen lassen, dass ich einschlafe, aber jetzt nicht mehr. Ich murmelte ein leises „ok“ und richtete mich wieder auf, sie fuhr mit dem Unterricht fort, und ich versank in Gedanken.

Der Grund, warum ich eingeschlafen bin, war dieser mysteriöse Pfad, den ich gesehen habe, als ich mit meinen Eltern im Wald spazieren war, ich habe nach dem Spaziergang die ganze Zeit darüber nachgedacht, und anscheinend hat mich dieser Gedanke an den Pfad bis in die Schule verfolgt.

Als Schulschluss war, packte ich meine Sachen zusammen und lief nach Hause. Ich öffnete die Tür und sah schon die mies gelaunten Blicke meiner Eltern. „Madame, deine Mathelehrerin hat gerade angerufen und meinte, dass du jedes Mal in ihrem Unterricht einschläfst, möchtest du mir irgendetwas mitteilen?“, sagte meine Mom in einem etwas lauteren Ton. „I – i – ich...“ stammelte ich und setzte mich erstmal auf die Sitzbank, die in unserem Flur stand. Meine Mom stand immer noch mit ihrem „Ich warte“-Blick und verschränkten Armen vor mir, dann atmete sie tief ein und sagte: „Jody, ich möchte nicht, dass das nochmal passiert, okay?“ Ich nickte schnell und rannte die Treppe hoch in mein Zimmer.

Sofort suchte ich im Internet nach „Mysteriöser Pfad“. BINGO! Dort war ein Pfad abgebildet, der genauso aussah wie der, den ich gesehen hatte. „Dieser Pfad … bla bla bla … wandert durch die GANZE WELT!?“, las ich mir vor. „Jody? Alles gut bei dir?“, fragte mein Dad die Treppe hoch. „JAA“ antwortete ich ihm und wandte mich wieder meinem PC zu. Alles, was wichtig war, schrieb ich mir auf, damit ich in der Stadtbibliothek vielleicht etwas dazu finden konnte. „Jody, essen kommen!“, rief Dad von unten. Nach dem Abendessen machte ich mich fertig fürs Bett und ging schlafen.


Fortsetzung folgt.



Mittwoch, 20. April 2022

Kurzporträt

Frau Pape, vorgestellt von Isabella Cuber (7a)


Frau Pape heißt mit vollem Namen Anna Karoline Pape. Vor ihrer Hochzeit und der Geburt von Emil, ihrem Sohn, hieß sie noch Anna Karoline Wecke. Sie hat also den Nachnamen ihres Mannes angenommen. Sie entschied sich dazu, als entschieden war, dass Emil, ihr Sohn, auch Pape mit Nachname heißen sollte, und damit sie alle den gleichen Nachnamen haben, wurde Frau Wecke zu Frau Pape.


Sie ist erst 34 Jahre alt und unterrichtet schon seit sechs Jahren Deutsch und Biologie. Die erste und einzige Schule, an der sie unterrichtet hat und immer noch unterrichtet, ist das Wilhelm-Gymnasium.

Sie wollte übrigens schon seit ihrer Schulzeit Lehrerin werden. Als sie sich dann für ein Studium bewerben musste, kam auch noch die Idee, Psychologin zu werden. Sie hatte für beide Studien eine Zusage und entschied sich dann doch, Lehrerin zu werden.

Als sie lange in Elternzeit ging, vermisste sie die Schule zuerst, dann aber genoss sie diese Auszeit und konnte sich einfach nicht vorstellen, wie man mit so einem klitzekleinem Kind parallel als Lehrerin in der Schule arbeiten soll.



Foto: privat


Samstag, 9. April 2022

Werbetricks

Schummel-Packungen. Ida Neugebauer, Jehanne Tiyong Fometio und Emilia Marti Santana (5c) über Tricks der Werbung.


Bei vielen Verpackungen wird geschummelt, vielleicht habt ihr es schon mal selbst bemerkt z. B bei Chips- und noch vielen weiteren Packungen. Diese Schummel-Packungen sind sehr fiese Tricks. In vielen Fällen bezahlt ihr mehr als die Menge wert ist. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, eine Schummel-Packung auf den Markt zu bringen, z. B. Namensänderung oder Verpackungsänderungen. Manchmal steckt eine Namensänderung dahinter wie bei Bahlsen*:


Neuer Name, weniger Inhalt.

Sehr viele Hersteller nutzen diese, um mehr Geld zu bekommen. Jedes Jahr werden neue Schummel-Packungen produziert. Doch nicht nur bei Lebensmitteln wird getrickst, auch bei Windeln, Duschgel, Shampoo und Waschmittel, hier wird mit nicht ganz vollen Verpackungen gearbeitet. Bei Duschgel, Shampoo und Waschmittel wird meistens oben Platz gelassen, wegen undurchsichtiger Packungen sieht man es nicht. Bei Windeln ist es ähnlich, hier wird zwischen den Windeln Luft gelassen. Pampers ist hier negativ aufgefallen**:

Nachrechnen hilft.

Jeder kennt es: geschmolzenen Käse auf einer Pizza verlaufen sehen. Aber man weiß nie, was da hinter steckt! Fake oder real ist die Frage. Natürlich Fake, denn der Käse wird mit weißem Kleber vermischt, damit der Käse länger zieht.***



KEINE SORGE! Das gibt es nur bei Werbung. Viele wollten schon mal so etwas kaufen oder nachmachen, aber wir empfehlen es nicht. Entweder sieht das Gericht (wenn man z. B. die Pizza kauft) ganz anders aus oder beim Nachmachen wird es ganz anders aussehen als in der Werbung oder im Internet.

Samstag, 19. März 2022

Filmtipp

Les Miserables. Eine Film-Empfehlung von Justus Baumgarte, 6b.





Ich empfehle euch einen Film namens Les Miserables (2012). Dieser Film handelt über die französische Revolution. Es ist ein Musical-Drama-Romantik-Film. Es geht um den Gefangenen Jean Valjean, der in Gefangenschaft kommt, weil er für seine Familie Brot stiehlt. Er wird sein ganzes folgendes Leben von dem bösen Inspektor Javert gejagt. Es kommt auch noch dazu, dass er ein kleines Mädchen aufnimmt, dessen Vater ihre Mutter verlassen hat und dessen Mutter gestorben ist. Später, als die kleine Cosset älter ist, verliebt sich der Barrikadenkämpfer* Marius unsterblich in sie und sie sich in ihn. Es entsteht eine große Schlacht hinter der Barrikade, an der Marius beteiligt ist. Doch bevor er stirbt, rettet Jean Valjean ihm das Leben, weil er weiß, dass seine Tochter unsterblich in Marius verliebt ist.


Bild vom Filmset.

Altersempfehlung

12 (die französische Revolution war sehr brutal, deshalb sterben manche Charaktere auch sehr brutal).

Für wen geeignet?

Ich empfehle den Film besonders Menschen, die Geschichte mögen.

Schauspieler/innen

Hugh Jackman (Jean Valjean),
Anne Hathawy (Fantine),
Eddie Redmayne (Marius),
Helena Bonham Cater (Madame Thénadier)

Worterklärung

* Die einfache Bevölkerung baute aus Möbeln eine Wand auf der Straße als Schutz bei Straßenkämpfen (meist reich gegen arm).


Bildquellen

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Les_Miserables_film_set.jpg
https://de.wikipedia.org/wiki/Les_Mis%C3%A9rables_(2012)#/media/Datei:Les_miserables_logo.png





























Freitag, 18. März 2022

Stoppt den Krieg!

Glaubt Putin seine eigenen Lügen? Anna Lenja Epp, Jg. 12, berichtet von der Friedensdemo in Braunschweig




Es ist Samstag, der 26. Februar 2022. Als ich auf dem Platz der deutschen Einheit ankomme, ist es kurz nach 13 Uhr. Die Demo von ver.di hat bereits begonnen, der Versammlungsleiter bittet die Menschen, für einen Moment innezuhalten. Ich suche mir einen Platz in der Menge und krame in meinem Rucksack nach dem Demoplakat, dass ich tags zuvor gebastelt habe. Das Plakat trägt die Farben der Ukraine, „STOP WAR“ steht darauf. Den gleichen Spruch sehe ich so oder ähnlich auch auf mehreren anderen Plakaten der umstehenden Menschen. Dazu noch Peace-Zeichen, Friedenstauben, Ukraine-, EU- und Regenbogen-Flaggen, Karikaturen von Putin.


Ruhig, aber fassungslos


In der Menge finden sich Menschen jeden Alters, auch Kleinkinder. Die Demo füllt den gesamten Platz bis zur gegenüberliegenden Straßenseite, die Straße wurde abgesperrt. Einige Leute unterhalten sich, doch die meisten hören den Reden zu, die über ein Mikrofon vor dem Rathaus gehalten werden. Die Stimmung auf der Demo ist relativ ruhig, aber fassungslos. Die Leute stehen beisammen und erinnern entfernt an Bilder von 80er-Jahre-Friedensdemos.

Krieg gegen die Demokratie


Es gibt heute einige Redner*innen, die die Situation in der Ukraine erklären, ihre Meinungen sagen und sich größtenteils einig sind. Nach ein paar Beiträgen werden die Redner*innen jedoch spontaner, um Themenüberschneidungen zu vermeiden. Statt erneut die schreckliche Situation zu beschreiben, in der sich die Ukraine befindet, gehen sie dazu über, ihre Gefühle auszudrücken. Die meisten sind sich einig: Es kämpft nicht Russland gegen die Ukraine. Putin bekämpft die Demokratie. Die Gründe für sein Handeln kann niemand nachvollziehen. Immerhin regiert er das flächengrößte Land der Erde, doch seine ungeheure Machtgier scheint dort nicht genug Platz zu haben.

Diktator, Aggressor, Kriegsverbrecher


Mehrere Redner*innen rufen dazu auf, Putin nicht als Präsidenten zu bezeichnen. Stattdessen wird er an diesem Tag benannt als Diktator, Autokrat, Despot, Aggressor, Kriegsverbrecher.

Die Leute sind fassungslos. Sie können und wollen nicht verstehen, was Putin will. Mehrfach betonen die Redenden die Absurdität der von Putin angeführten Gründe. Sie sind geschockt von der Propaganda, die Putin verbreitet. Wie kommt Putin dazu, Selenskij als Nazi zu bezeichnen? Glaubt Putin seine eigenen Lügen?


Alle wollen, dass der Krieg aufhört. Jetzt und sofort. Und niemand will, dass Putin gewinnt. Eine Rednerin betont, dass niemand wisse, was in diesem Fall passieren würde, jemand anderes zeichnet das Bild einer Diktatur in der Ukraine.


Helfen, so gut es geht


Auch auf mehreren anderen Demonstrationen in den folgenden Tagen wird die große Solidarität mit der Ukraine deutlich. Menschen versuchen, die schreckliche Situation zu verstehen. Doch während sie in den ersten Tagen nach Kriegsbeginn noch ohnmächtig vor Schock dastanden, fangen sie nun an, zu handeln, und versuchen, zu helfen so gut es geht. Menschen sammeln Spenden, organisieren Transporte, nehmen Geflüchtete auf.

Doch die Lage ist weiterhin katastrophal.

Menschen in Russland möchten sich gegen Putin wenden, haben aber nicht ohne weiteres die Möglichkeit dazu. Es gibt immer weniger Informationsquellen, denen sie vertrauen können, die keine Propaganda verbreiten. Selbst soziale Medien sind gesperrt.


Menschen in der Ukraine müssen ihr Zuhause verlassen, fliehen durch ihre zerstörten Wohnorte, wenn sie denn die Möglichkeit dazu haben. Sie werden im Schlaf von Bomben überrascht, verlieren ihre Angehörigen, werden selbst verletzt oder sterben.

Sie und alle anderen brauchen Frieden. Der Krieg muss aufhören!


Fotos: A. L. Epp


Siehe auch:



Weitere Artikel von Anna Lenja Epp:










Donnerstag, 10. März 2022

24. Winterolympiade

„Sport ist nicht politisch“ – oder doch?! Amelie Adomat erklärt, warum es bei Olympia schon lange nicht mehr nur um Sport geht.




Erst große Hoffnungsträgerin und strahlende Siegerin, später traurige Berühmtheit und ein Bild, das um die Welt geht: Kamila Walijewa, fünfzehnjähriges Eiskunstlauftalent aus Moskau, wird wohl vielen Sportfans noch lange in Erinnerung bleiben. Als jüngste Olympia-Teilnehmerin bei den diesjährigen Spielen in Peking und mögliche russische Dopingkandidatin patzte sie im letzten Lauf des Frauen-Eiskunstlaufwettbewerbs und wurde so ungewollt zur traurigen Symbolfigur für vieles, was beim aktuellen System Olympia und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) um dessen Vorsitzenden Thomas Bach im Moment falsch läuft.

China keine Wintersportnation


Doch von Anfang an: In der Nähe der chinesischen Hauptstadt Peking (in Englisch: Beijing) ist vor kurzem die wohl seltsamste Winterolympiade zu Ende gegangen. Über zwei Wochen wurden unter strengsten Corona-Bedingungen, der ebenso strengen chinesischen Staatskontrolle und enormer Geldgier die sportlichen Wettkämpfe ausgetragen. Ort des Spektakels war mit China dabei ein Land, das mit Wintersport eigentlich absolut gar nichts zu tun hat. Unmengen an Geld wurden aufgewendet, um in der chinesischen Pampa, teils in Naturschutzgebieten, riesige Wettkampfstätten zu bauen. Diese wird nach den Spielen so aber kaum jemals wieder nutzen. China ist keine 
echte“ Wintersportnation wie die nordischen oder Alpen-Länder, daran werden auch die vergangenen Spiele wenig ändern können. Aber das Schicksal, dass Sportstätten ungenutzt zurückbleiben, hat in den letzten Jahren leider viele ehemalige Olympia-Orte und Sportstätten ereilt. Mit Nachhaltigkeit haben die Olympischen Spiele, egal ob sie im Winter oder Sommer stattfinden, also schon seit Längerem nicht mehr viel zu tun.

Überwachung statt Friedenfest


Doch auch sonst war diese Olympiade kein „Friedensfest“ des Sports. Abgesehen vom strengen Handeln der chinesischen Staatsführung um Präsident Xi Jinping und den fatalen Menschenrechtsverbrechen an Minderheiten in China (beispielsweise den Uiguren), über die außer ein paar mutigen Athleten oder kritischen ausländischen Journalisten niemand spricht, herrschte im olympischen Dorf vor allem Überwachung. Sportler waren verpflichtet, sich eine App mit erheblichen Datenlücken herunterzuladen. Diese machte es möglich, sie während der gesamten Spiele „abzuhören“ und Daten über ihren Gesundheitszustand abzusaugen. Die „My 2022“ App ist damit ein sehr anschauliches Beispiel dafür, dass bei diesen Spielen nicht nur der Sport im Vordergrund stand.

Dabei hätte Olympia ein Zeichen werden können. Ein Zeichen für das, wofür der Sport doch eigentlich steht: Nationen und Menschen zu verbinden. So ein Weltevent kann aufmerksam machen und den Finger in die chinesischen, aber auch die strukturellen Wunden legen. Doch das IOC (Internationales Olympisches Komitee) sagt bewusst: „Sport und Politik haben nichts miteinander zu tun“. Ein fataler Fehler. Gerade sie als Vertreter aller teilnehmenden Athleten und Organisatoren der Spiele müssen die Sportler schützen und den Austragungsort auch in ihrem Sinne wählen. Das ist hier nicht geschehen und Peking aufgrund von finanziellen Interessen und Bachs vermutlicher Verbindung zu Xi Jinping ausgewählt worden.

Ziel jahrelanger Arbeit


Ich habe es trotzdem geguckt, mich fast täglich vor den Fernseher gesetzt und den internationalen Athleten zugesehen. Es ist ihr Highlight der Saison und die Teilnahme für jede/n Sportler/in ein Lebenstraum. Oft ist es auch die einzige Möglichkeit, sich und ihren/seinen Sport zu präsentieren. Allein deshalb sollte man sie aus dieser Diskussion über einen sportlichen Boykott heraushalten. Dieses Event findet nur alle vier Jahre statt und ist das Ziel nach jahrelanger Arbeit und Vorbereitung, da kann man nicht verlangen, dass sie die Spiele boykottieren und einfach so an sich vorbeiziehen lassen.

Jedoch gerade deshalb lassen die folgenden Worte der russischen Eiskunstlauftrainerin Eteri Tutberidse, die an das fünfzehnjährige Eiskunstlauftalent Kamila Walijewa gerichtet waren, aufhorchen.

Warum hast du alles so aus den Händen gegeben? Warum hast du aufgehört zu kämpfen? Erklär mir das!“

15-jährige öffentlich vorgeführt


So oder so ähnlich lassen sich die Worte aus dem Russischen übersetzen. Sie sind an die anfangs genannte Kamila Walijewa gerichtet, die bei ihrer Kür kurz zuvor gepatzt und somit auch noch den letzten Funken Rückhalt von ihrer Trainerin verloren hat und vor der Weltöffentlichkeit bloßgestellt wird. Es waren harte Tage für die minderjährige Sportlerin. Nach einer verspäteten positiven Dopingprobe, die erst nach dem gewonnen Teamwettbewerb im Eiskunstlauf öffentlich wurde, stand sie plötzlich im Mittelpunkt unzähliger Debatten und Diskussionen. Schutzlos konfrontierte man sie mit Anschuldigungen und Mutmaßungen über ihre Person und ihr sportliches Umfeld, setzte sie so enormem Druck aus. Ihr zerrüttetes Team und der Trainerstab um Trainerin Tutberidse waren für das Mädchen vermutlich keine große Stütze. Russland platzierte zwar große Banner in den Städten ihrer Heimat, plakatiert mit dem Motto „Kamila, wir sind bei dir“, setzte aber sonst nicht viel daran, die 15-jährige angemessen und ausreichend zu schützen. Nach längerem Hin- und Her, entgegen vieler ausländischer Stimmen, ließ man sie erneut starten und führte sie so öffentlich vor.

Es war traurig, sie auf dem Eis so zu sehen. Das Wunderkind und Ausnahmetalent zerbrach förmlich am Druck und dem starken Aufsehen um ihre Person. Sie verließ völlig geknickt und den Tränen nah das Eis, wo auch schon Eteri Tutberidse mit ihrem empathielosen Kommentar wartete. Nicht angemessen für ein Kind, das allein und in dieser Situation bei einem sportlichen Weltevent aufgetreten war. Keine Umarmungen, keine Unterstützung hat Walijewa in dem Moment ihrer eigenen Niederlage erfahren. Traurige Szenen, die wieder neue Fragen in Richtung IOC und dem Herkunftsland des Mädchens, also Russland, werfen.

Illegale Strukturen in Russland


Erinnern die Szenen einer skrupellosen Trainerin doch eher an das vergangene Jahrhundert und die harten Trainingsmethoden in DDR und Sowjetunion. Der positive Dopingtest macht stutzig, liegt das vergangene russische Staatsdoping von Sotchi doch erst ungefähr acht Jahre zurück. Das Land nutzt den Sport immer wieder als politisches Mittel und das schon seit Jahren. Dass jetzt ein junges Mädchen auch öffentlich und leicht erkennbar darunter zu leiden hat, ist diesmal eine Ausnahme – denn oft passiert so etwas unbemerkt in den Trainingszentren dieser Länder. Das IOC muss gerade deswegen hart gegen die illegalen Strukturen Russlands im Hintergrund vorgehen, um sowohl die Sportler als auch den fairen Wettkampf zu schützen. Der Kurs, den das Komitee die letzten Jahre gefahren ist, ist dabei zu wenig. Das russische Vorgehen zeigt eindrücklich, dass Sport gezwungenermaßen politisch und ein Umdenken und Aufwachen des IOC unbedingt nötig ist.

Jetzt über die Erhöhung des Mindestalters auf 18 Jahre für eine Teilnahme bei Olympischen Spielen zu debattieren, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, den ich sehr begrüße. Schicksale wie das der Kamila Walijewa müssen in jeder Weise für andere Sportlerinnen und Sportler verhindert werden. Nur so können auch die nächsten Spiele 2024 in Paris und 2026 im italienischen Mailand-Cortina ein Erfolg werden.




Mittwoch, 2. März 2022

Ukraine II

Der Krieg in Begriffen erklärt – was ihr jetzt wissen müsst. Von Jakob Schöll, 5a

 

Am 24. Februar 2022 marschierten russische Truppen in die Ukraine ein. Seither wird in vielen Städten gekämpft, aber die Hauptstadt Kiew wurde noch nicht vollständig eingenommen (Stand: 2.3.). Die NATO-Staaten unterstützen die Ukraine.

 

NATO (North Atlantic Treaty Organzation): eine internationale Organisation, in der sich 30 nordamerikanische und europäische Staaten zu einem Verteidigungsbündnis zusammengeschlossen haben. Sie helfen sich gegenseitig politisch und militärisch, wenn ein Mitgliedsstaat angegriffen wird.

 

Die westlichen Staaten der NATO liefern Waffen an die Ukraine, aber greifen nicht mit eigenen Soldaten ein, weil die Ukraine nicht Mitglied der NATO ist. Aber sie versuchen, Russland mit wirtschaftlichen Sanktionen zum Rückzug zu bewegen.

 

Sanktionen: Maßnahmen, meist auf wirtschaftlichem Gebiet, die ergriffen werden, um einen anderen Staat zu beeinflussen.

 

Im Moment versucht auch die Europäische Union (EU), Russland durch Wirtschaftssanktionen dazu zu bringen, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden. Sie kauft Rohstoffe (z.B. Gas, Öl) nicht mehr bei Russland, sondern in anderen Ländern. Aber es gibt auch Verbote für russische Medien, z.B. russische Fernsehsender, in Europa oder russische Sportlerinnen und Sportler werden von Wettkämpfen ausgeschlossen.

Das Vermögen reicher russischer Oligarchen, die Putin nahestehen, wird bei europäischen Banken ‚eingefroren‘, d.h., der Besitzer kann nicht mehr auf das Geld zugreifen.

 

Oligarch: Jemand, der in der Wirtschaft arbeitet und durch seinen immensen Reichtum große politische Macht hat, ohne dass er demokratisch gewählt wurde.

 

Im Moment fliehen sehr viele Menschen vor dem Krieg aus der Ukraine, aber diejenigen, die kämpfen können, dürfen das Land nicht verlassen. Doch viele Ukrainer schließen sich freiwillig der Armee an. Manche stellen sich sogar unbewaffnet den russischen Panzern entgegen.

Das sind nur einige der vielen Informationen zu diesem Krieg, der hoffentlich bald beendet wird. Vor allem die Menschen, die aus der Ukraine geflohen sind, brauchen jetzt unsere Hilfe!


 Siehe auch:

Ukraine мир

Stoppt den Krieg!

 

 

 

 

 

 

 

 

Freitag, 25. Februar 2022

Freitag, 11. Februar 2022

Schulleiter-Interview

Lieblingsfarben Blau und Gelb. Romy Freiberg, Cindy Gu, Isona Ibanez, Clara Kuhle und Emma Stiepel sprachen mit dem Schulleiter Herrn Ovelgönne.


Wir haben den Schulleiter Herrn Ovelgönne gefragt, wie viele Kinder am Wilhelm-Gymnasium Latein haben, und unser Ergebnis ist: 355. Insgesamt melden sich am WG pro Jahr ungefähr 120 Schüler/innen an.

Selfie mit unseren Reporterinnen.

Außerdem haben wir gefragt, wie viele Schüler/innen und Lehrer/innen die Schule hat. Herausgefunden haben wir, dass es ungefähr 1100 Schüler/innen sind und 110 Lehrer/innen.

Bei unserer nächsten Frage stellten wir fest, dass Herr Ovelgönne zwei Fächer an dieser Schule unterrichtet, und zwar die Fächer Englisch und Latein. Als wir den Schulleiter fragten, warum er an dieser Schule Schulleiter werden wollte, sagte er, dass er die Schule für Lehrer/innen und Schüler/innen kreativ mitgestalten wollte.

Dann wollten wir wissen, wie viele Kinder er hat, und wir erfuhren, dass er zwei Jungs im Alter von elf und 13 hat. Die nächste Frage, die wir stellten, war, ob Herr Ovelgönne Haustiere hat, und seine Antwort war, dass er welche hatte. Leider hat Herr Ovelgönne seine Haustiere verloren. Er hatte mit seiner Familie zwei Kaninchen, die aber von einem Fuchs gefressen worden sind.

Das Alter des Schulleiters ist 52. Er wohnt in der Nähe der Riddagshäuser Teiche.

Herrn Ovelgönnes Hobbys sind Sport (Fußball, Tennis, Fußball schauen), Musik (Klavier, Gitarre). Außerdem ist seine Lieblingsmusikrichtung Progressive Metal.

Herr Ovelgönne ist Shakespeare-Fan.

Und wusstet ihr, dass Herr Ovelgönne zwei Geschwister hat? Und zwar einen Bruder und eine Schwester. Außerdem ist in seiner Familie jeder als Schulleiter oder als Lehrer tätig. Er selbst war vor dem Wilhelm-Gymnasium auf diesen Schulen: als Schüler auf der Grundschule St. Amandus in Aschendorf, der Orientierungsstufe Aschendorf und dem Gymnasium Papenburg, als Fremdsprachenassistent in Kent/England (Swanley School, Hextable School und Meopham School), als Feuerwehrlehrer am Kreisgymnasium Halle (Westfalen), als Referendar am Gymnasium Ricarda-Huch-Schule und als Lehrer am Humboldt-Gymnasium Gifhorn und am Gymnasium Ricarda-Huch-Schule. Am WG ist Herr Ovelgönne seit vier Jahren Schulleiter.

Die Tiere Walhai, Panda und Känguru mag er am liebsten. Seine Lieblingsessen sind Teriyaki-Burger und Käsefondue. Seine Lieblingsfarben Blau und Gelb – so wie in dem Fanlied von Eintracht Braunschweig „Zwischen Harz und Heideland“, das er uns vorgesungen hat.

Zum Abschluss fragten wir ihn, wie viele Mails er pro Tag bekommt, und fanden heraus, dass er ungefähr 25-30 Mails am Tag bekommt.



Als Herr Ovelgönne vor vier Jahren als neuer Schulleiter ans WG kam, befragten ihn Justina Dai und Valea Elß; Der neue Chef.







Donnerstag, 27. Januar 2022

Glaubwürdigkeit

„Ihr könnt mir glauben“. Warum uns Männer immer die Welt erklären wollen. Von Anja Lenja Epp



„Postfaktisch“ war das Wort des Jahres 2016. Es beschreibt die Abkehr von Fakten zugunsten von subjektiven Meinungen und Emotionen. Obwohl die Frage bleibt, wann denn das faktische Zeitalter gewesen sein soll, ist es alarmierend, dass echte Fake News die vermeintliche Lügenpresse übertönen. Was sind das überhaupt für Worte? Und was ist los mit der Glaubwürdigkeit? Was können wir noch glauben und was nicht?

Etwas glauben, das heißt, etwas für richtig zu befinden – und das ohne Beweise. Existieren diese Beweise, dann wissen wir etwas. Theoretisch macht das Sinn, doch praktisch verschwimmen hier oftmals die Grenzen. So kommt es dazu, dass Menschen glauben, was offensichtlich gelogen ist (siehe Verschwörungstheorien), oder leugnen und nicht wahr haben wollen, was nachweisbar richtig ist. Dabei scheinen auffällig oft die gesellschaftliche Stellung der Person, die das Gesagte in die Welt gesetzt hat, und die Emotionen, die es hervorruft, eine Rolle zu spielen. Meinungen und Fakten werden so zu einem undurchsichtigen Wollknäuel, dass es zu entwirren gilt.

Der ganze Spaß fängt bereits beim Zuhören an. Während einige auf Durchzug schalten, horchen andere auf. Das mit dem Durchzug passiert besonders deutlich, wenn die Redenden FINTA*s sind. Wahrscheinlich haben an dieser Stelle auch schon einige Menschen aufgehört, diesen Artikel zu lesen. Derartiges führt im Folgenden häufig zu Aussagen, die lustig sein könnten, wenn sie nicht so blöd wären und patriarchale Denkmuster offenlegen würden. Teilweise werden Vorschläge von FINTA*s ignoriert und kleingemacht, um kurz darauf von cis-männlichen Mitstreitern wieder aufgenommen und als eigene Einfälle präsentiert zu werden. Dann werden sie natürlich angenommen, ist ja klar.

Teilweise werden FINTA*s auch grundsätzlich für inkompetent gehalten, ganz einfach aus dem Grund, dass sie FINTA*s sind. Dies führt zu einem gewissen Phänomen namens Mansplaining. Der Begriff setzt sich zusammen aus „man“ und „explaining“ (engl. für „Mann“ und „erklären“) und beschreibt eine Begebenheit, in der ein cis-Mann einer FINTA*- Person etwas erklärt. So weit, so unspektakulär. Die Besonderheit beim Mansplaining und damit der Unterschied zum einfachen (respektvollen) Erklären ist jedoch, dass es unnötig und von der zuhörenden Person ungewollt ist und nur auf der Grundlage geschieht, dass der cis-Mann sich aufgrund seiner cis-Männlichkeit irgendwie überlegen fühlt und meint, alles auf der Welt besser erklären zu können, als die FINTA*-Person ihm gegenüber. Das wird besonders dann absurd, wenn der cis-Mann in Wirklichkeit keine Ahnung hat, wie die Essayistin Rebecca Solnit, auf die der Begriff „Mainsplaining“ zurückgeht, in der Einleitung ihres Buches „Wenn Männer mir die Welt erklären“ beschreibt. In der von ihr geschilderten Situation war sie als Gast auf einer Party den ununterbrechbaren Schilderungen eines Mannes ausgesetzt, der über ein Buch sprach. Dass Rebecca Solnit die Autorin dieses Buches war und damit weit besser darüber Bescheid wusste als der Mann, der lediglich eine Buchkritik hierzu gelesen hatte, fiel diesem erst nach mehreren Hinweisen auf.

Natürlich ist diese Situation ein Beispiel von extremem Mansplaining, jedoch kein Einzelfall. Dabei wäre es gewiss nicht sonderlich schwer für cis-Männer, sich vor dem Start von endlosen Erklärungsversuchen zu fragen, ob diese wirklich gewollt sind und weiterhelfen oder doch nur aufgrund eines ungerechtfertigten Überlegenheitsgefühls erfolgen. Notfalls hilft das Vertrauen darauf, dass FINTA*s auch ohne diese Erklärungen auskommen.

Damit wären wir wieder bei der Glaubwürdigkeit. Was jedoch im Fall von Mansplaining vor allem nervig ist, wird bei der Aufklärung von Verbrechen, insbesondere von Missbrauch, zum weitreichenderen Problem. Denn wenn die Stimme eines Opfers weniger zählt als die des Täters, ist klar, wie der Prozess ausgeht. Besonders angesichts des Hasses, der einem Opfer von Missbrauch, das diesen Missbrauch öffentlich macht, entgegenschlägt, ist es sehr unwahrscheinlich, das es gelogen hat. Was hätte es auch davon? Letztendlich spiegelt sich hierin wie auch in vielem anderen eine patriarchalische Struktur wieder, die FINTA*-Stimmen bewusst überhört und gerne hätte, dass diese insbesondere bei unbequemen Themen verstummen. Natürlich ist das totaler Quatsch – immerhin sind Menschen unterschiedlicher Gender gleichermaßen fähig, die Wahrheit zu sagen.

In diesem Bereich, in dem die Wahrheit um ein Vielfaches wahrscheinlicher ist, wird sie also einfach nicht geglaubt. Leichter scheint es einigen Menschen zu fallen, an Verschwörungstheorien zu glauben. Egal, was die Wissenschaft sagt, Manche bevorzugen anscheinend die Vorstellung einer Weltverschwörung, in der irgendwelche nicht existierenden Kreaturen die Macht innehaben. Wie kommt man denn auf sowas?

Eine Gemeinsamkeit dieser beiden Fälle ist die Bequemlichkeit, die mit dem Nicht-Akzeptieren der Wahrheit einhergeht. Wenn es Ungerechtigkeit, wenn es Corona gibt, muss mensch handeln. Wenn nicht, dann nicht. Das Problem ist, dass Menschen bei Ignoranz der Wahrheit nicht handeln, obwohl es das Problem gibt. Einfach so zu tun, als ob jegliche Probleme nicht existieren würden – seien es das Patriarchat und seine Auswirkungen, Corona oder der Klimawandel – lässt diese Probleme nicht verschwinden, sondern vielmehr noch umfangreicher werden. Und dann wird es richtig unbequem.

Aus purer Bequemlichkeit in seiner eigenen Filterblase hocken zu bleiben, nur um nicht akzeptieren zu müssen, dass die Welt nun mal kompliziert ist, bringt also rein gar nichts. Es ergibt auch keinen Sinn, mit einem Schutzschild durch die Welt zu laufen und alle Fakten mit einem bloßen „Nö“ oder „Da bin ich anderer Meinung“ abzuwehren. Doch genau das tun Leute, wenn sie „Lügenpresse“ schreien, sobald ihnen ein Artikel nicht gefällt. Letztendlich wäre allen geholfen, wenn Menschen aus ihrem gedanklichen Ohrensessel aufstehen und das Ignorieren von Fakten sein lassen würden. Dann hätten sie am Ende wahrscheinlich sogar mehr Zeit. Zum Beispiel, um Bücher zu lesen. Science-Fiction oder so. Ist teilweise sogar fundierter als manche Verschwörungstheorie.



Begriffserklärungen


FINTA* kurz für Frauen, Intersexuelle, Nichtbinäre, Transpersonen und Agender

Gender englisch für Geschlecht; Beschreibung der Identität in Abgrenzung vom biologischen Geschlecht

cis-Mann Mensch, dem bei der Geburt das männliche Geschlecht zugewiesen wurde, und der sich damit identifiziert

Patriarchat ungerechte Gesellschaftsform, die cis-Männer aufgrund ihres Geschlechts bevorzugt und FINTA*s benachteiligt




Bilder: A. L. Epp


Weitere Artikel von Anna Lenja Epp:





Freitag, 10. Dezember 2021

Wählen mit 16

Jede Stimme zählt! Anna Lenja Epp, Jg. 12, über die Herabsetzung des Wahlalters bei Bundestagswahlen.



Die Bundestagswahl ist mittlerweile zwei Monate her, das neu gebildete Bündnis aus SPD, Grünen und FDP hat zuletzt seinen Koalitionsvertrag vorgestellt. Darin enthalten ist auch die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre für die Wahlen zum Europäischen Parlament und zum Deutschen Bundestag. Das heißt, dass in Zukunft alle Menschen ab 16 die Berechtigung haben sollen, zu diesen Wahlen ihre Stimme abzugeben.

Bisher ist das Wahlrecht noch an die mit 18 Jahren erreichte Volljährigkeit gekoppelt, weshalb bei der letzten Bundestagswahl auch nur Menschen im Alter von 18 und älter wählen durften. Ich selbst war zum Zeitpunkt der Wahl erst 16 Jahre alt, durfte also nicht wählen gehen, obwohl ich dies sehr gern getan hätte. Meine Stimme blieb dadurch ungehört.

Doch was wäre passiert, wenn auch jüngere Menschen, die nicht zur Wahl berechtigt waren, hätten wählen dürfen? Und ist es überhaupt legitim, das Wahlalter an die Vollendung des 18. Lebensjahres zu koppeln?


Dass das Wahlalter auf Bundesebene auf 18 Jahre festgelegt ist, liegt vor allem daran, dass mit diesem Alter die Volljährigkeit und damit die Mündigkeit einhergeht. Gegen eine Herabsetzung des Wahlalters spricht demnach, dass Jugendlichen wie mir weder zugetraut wird, sich wirklich für Politik zu interessieren, noch, auf Basis ihres bisher erworbenen Wissens eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

Doch nehmen wir mal an, ich wäre zur Bundestagswahl wahlberechtigt gewesen, hätte allerdings kein Interesse daran gehabt, wählen zu gehen. Wahrscheinlich wäre ich einfach zu Hause geblieben, genauso wie es auch Nichtwähler*innen über 18 tun. Es tut folglich nicht not, allen Menschen im Alter von 16 oder 17 Jahren das Wählen zu verbieten, nur weil manche angeblich uninteressiert sind. Vielmehr sollten wir doch selbst entscheiden können, ob wir wählen gehen möchten oder nicht.

Des Weiteren ist es wahrscheinlich, dass das Interesse an der Wahl bei einer Wahlberechtigung zunimmt. Weshalb sollten sich Menschen, die nicht berechtigt sind, ihre Stimme abzugeben, auch zwangsläufig schon mit sämtlichen Themen der Politik auseinandersetzen?


Überhaupt macht es keinen Sinn, die Jugend an sich als homogene Gruppe in der Gesellschaft wahrzunehmen. Genau wie andere Altersgruppen haben auch wir unterschiedliche Meinungen, die wir zum Ausdruck bringen möchten. Insbesondere über Themen, die unsere Zukunft betreffen, sollten wir doch selbst entscheiden dürfen. Es gibt keinen Grund, weshalb wir nicht selbst mitentscheiden dürfen. Insbesondere, wenn man sich die Altersverteilung bei der letzten Bundestagswahl ansieht, fällt auf, dass ältere Generationen sowieso schon deutlich stärker vertreten sind: Von 60,4 Millionen Wahlberechtigten waren laut Bundeswahlleiter nur 8,7% unter 30, aber 12,8% über 70. Dies führt dazu, dass insbesondere Themen wie der Klimawandel, die die Zukunft betreffen, unter den Tisch fallen. Dabei müsste besonders hier schon jetzt gehandelt werden!

Wenn Jugendliche ab 16 wählen dürfen, müssen auch die Wahlprogramme mehr an den Interessen von Jugendlichen ausgerichtet werden. Eine Partei kann also in Zukunft nicht mehr ausschließlich die Interessen Älterer wiedergeben und darauf setzen, trotzdem den gleichen Anteil an Stimmen zu bekommen. Sie muss sich mit Jugendlichen als Gruppe von Wähler*innen auseinandersetzen. Denn erst wenn wir wählen können, können wir nicht mehr überhört oder übersehen werden. Dann muss uns die Politik wahrnehmen.


Wir sehen also, dass das Wahlrecht ab 16 ein wichtiger Schritt dazu ist, die Meinungen von Jugendlichen stärker zu repräsentieren und zu respektieren. Schließlich wartet die Zukunft nicht, bis wir 18 sind!


Bildquelle: pixabay.com


Weitere Artikel von Anna Lenja Epp:






Montag, 6. Dezember 2021

Psychologie-Akademie

Freu‘ dich des Lebens - ein Erfahrungsbericht über die Psychologie-Akademie von Iman Sibai.





„Wie werden wir Menschen glücklich? Wie können wir unsere Emotionen verstehen und beeinflussen? Welche Kreativtechniken sind am besten, um neue Ideen zu generieren? Wie nutzen wir unsere Stärken besser? Wie können wir uns jeden Tag inkrementell* verbessern? Wie führen wir bessere Gespräche? Welche Überzeugungstechniken funktionieren wirklich? Haben wir Willensfreiheit? Woher kommt das Bewusstsein des Menschen?“ (Psychologie Akademie 2021)

In den Herbstferien nahm ich an einem Online-Seminar der Psychologie-Akademie für Schüler und Studierende teil. Das Seminar wurde über unsere Schule durch Herrn Dr. Nowak an uns vermittelt.

Rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die über ein Bewerbungsverfahren ausgewählt wurden, fanden sich zuvor am Abend des 22. Oktobers zu einem Kennenlernen im Rahmen eines Zoom-Meetings zusammen.

Verschiedene international agierende, junge, aber sehr erfahrene Experten aus den Bereichen der Psychologie, Philosophie und den eng verwandten Neurowissenschaften und der Psychotherapie sowie der Ökonomie, Politik, Linguistik und Mathematik referierten über zwei volle Seminartage. Wir Teilnehmenden wurden interaktiv, unter anderem durch Breakout-Sessions (Gruppenarbeit), eingebunden, in denen wir zum Beispiel ein möglichst erfolgreiches Start-Up gründen mussten oder darüber debattierten, wie man eine dankbare und zufriedene Lebenseinstellung erreichen kann.

Die Psychologie ist die Lehre des Geistes. Basierend auf dem Akronym** „GEIST“ beschäftigten wir uns insbesondere mit der Psychologie des Glücks, der Emotionen, der Ideen, der Stärke und der Transformation. Neben theoretischen Grundlagen, wie dem Zusammenhang zwischen der Psychologie und Philosophie beziehungsweise Politik, lernten wir die Anwendung der Psychologie im Alltag kennen, wie man beispielsweise wirksame Überzeugungstechniken anwendet oder die Psyche eines Menschen analysiert.

Ganz besonders hat mich die Psychologie der Ideen angesprochen, wo wir vor dem Hintergrund weiterer Disziplinen, zum Beispiel Mathematik oder Philosophie, erarbeitet haben, welche Faktoren Einfluss auf die Entwicklung von Ideen haben. Das haben wir auch anhand von Rätseln oder Aufgaben angewandt, die kreatives und originelles Denken erfordern. Eine bestand darin, einen grammatikalisch logischen Satz aus den Anfangsbuchstaben des Alphabets in chronologischer Reihenfolge zu bilden.

Mein Satz lautet:
Alle Bären campen dank einiger flinker, grünkohlliebender Hasen, indem Jazz knatternd laufend musiziert, nachdem ohne Panik Quallen restliches Sushi tiefkühlen und vogelartige Wachteln xylophonspielende Yaks zerfleischen.

Was wäre Eure Idee dazu?

Ziel des Seminars ist es, eine Community junger, an der Psychologie interessierten Menschen europaweit aufzubauen, die sich regelmäßig austauscht.

Durch die Psychologie-Akademie ist mir umso mehr bewusst geworden, wie vielfältig und lebensnah die Psychologie ist und wie sehr wir ihre Techniken und Lehren in unserem Alltag, wenn auch meist unbewusst, anwenden. Ich selbst habe mir nach dem Seminar vorgenommen, mich jeden Tag persönlich ein Stück zu verbessern.

Ich freue mich schon sehr auf das Präsenztreffen im kommenden Frühling!


* schrittweise
** aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter gebildetes Kurzwort


Bild: https://psychologie-akademie.com/

Freitag, 26. November 2021

Kurzgeschichte: die berühmteste Sängerin

Wie ich zur berühmtesten Sängerin der Welt wurde. Eine kurze Geschichte von Lona Ma.


Name: Scarlett Theodora Taylor
Geburtsdatum: 20.02.1987
Herkunft: Großbritannien (London), USA (Freetown City)
Hobbys: Klavier, singen, Gitarre, Schlagzeug, Saxophon, Bücher schreiben, Basketball, Fußball, sich für Gerechtigkeit und die Umwelt einsetzen
Beruf: Sängerin, Beraterin für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Aussehen: Dunkelbraune, lange, Wellige Haare mit blonden Strähnchen, dunkelblaue Augen, leicht gebräunt
Zitat: „Egal, wer du bist, egal, wie du bist, du bist etwas besonderes“
________________________________________________________________________________

Wer bin ich? Na klar. Das arme Mädchen, das keine Freunde hat.
Dachte ich zumindest.
Dann änderte sich alles schlagartig. Wie? Das erzähle ich euch jetzt.

Wie alles Anfing

Hi, ich heiße Scarlett Theodora Taylor. Ich bin 26 Jahre alt, wohne in New York und bin sozusagen die berühmteste Sängerin der Welt. Meine Eltern heißen Sarah Cruise-Taylor und Oliver Taylor. Wir waren früher eine arme Familie, aber das machte mir nichts aus. Es störte mich nur, dass meine Mitschüler mich deswegen mobbten. Ich dachte, mein Leben wäre schrecklich, und wir würden für immer arm bleiben. Aber es gab eine Sache, die ich gut konnte und die mir Spaß machte: Singen. Bei allen drei Singwettbewerben gewann ich. Nur einmal war es ganz knapp zwischen mir und Lousianne DeLaFleur. Sie kommt aus Frankreich, war Schülersprecherin und das reichste Mädchen der Schule. Aber zurück zum Thema. Eines Tages änderte sich für mich alles. Und wie das passieren konnte, das erzähle ich euch jetzt.

Erster Schultag nach den Sommerferien

Ich wachte auf und die Sonne blendete mich. Als ich auf die Uhr schaute, war es 7:20. Moment, was?! ,,Oh nein, ich bin zu spät!“, schrie ich. Dann stand ich schnell auf, zog mich an und putzte mir die Zähne. Ich band meine Haare noch schnell zu einem unordentlichen Dutt und fuhr mit meinem Fahrrad zur Schule. Auf dem Weg traf ich Mike. Er war seit dem Kindergarten mein bester Freund. Als wir in der Schule ankamen, sah ich schon Michael, Kenneth und Jax.
Die drei nennen sich die drei „Rockstars“, aber der Name „Die drei Vollidioten“ würde besser zu ihnen passen. Jax ist der Chef von allen, ist aber immer voll durchgedreht. Kenneth ist der, mit den meisten Muskeln, aber er hat außer in Sport in allen Fächern eine sechs. Und Michael ist der Schlimmste von allen. Er ist total sozial-inkompetent und spricht in einer Sprache, die ich persönlich nicht deuten oder verstehen kann, obwohl ich meistens erkennen kann, welche Sprache jemand spricht. ,,Hilu, Schkalit! Hüt sest ti gott eis“, sagte er. Ich ignorierte ihn einfach und ging weiter.
Erst jetzt fielen mir die ganzen komischen Plakate auf, die in den Fluren hingen und alle redeten irgendwie etwas von „Wird Scarlett diesmal wieder gewinnen?“ oder so. Moment, was? Scarlett? Das bin doch ich! In der Klasse angekommen setzte ich mich auf meinen Platz. Auf einmal bemerkte ich auf meinem Tisch einen Flyer und kapierte alles. „Oh ja, ich werde gewinnen, dachte ich, ,,Das kann ich euch garantieren“.



Freitag, 5. November 2021

Bewerbung: „Die beste Klasse Deutschlands“



Die 7a hat sich bei 
„Die beste Klasse Deutschlands“ beworben. Von Isabella Cuber.

Wie fast jedes Jahr gib es wieder „Die beste Klasse Deutschlands“ auf Kika. Und dieses Mal (2022) bewirbt sich erneut eine Klasse des WGs*. Und zwar die jetzige 7a. In den letzten Wochen (vor den Ferien) hat die Klasse ein Bewerbungsvideo aufgenommen. Am 5.11.21 ist es fertig geworden und die Klasse hat sich das fertige Video angeschaut. In den nächsten Tagen wird die 7a es zu den Moderatoren der Firma von „Die beste Klasse Deutschlands“ schicken. Ob die Klasse angenommen wird oder nicht, könnt ihr in meinem nächsten Artikel zu „Die beste Klasse Deutschlands“ lesen.


*2016 war die damalige 6c bereits dabei.

Ferienerlebnis: Musical-Workshop

Stage Perform - mein fünftägiges Sommerferien-Schauspielerlebnis. Ein Bericht von Lona Ma.


Wir fuhren nach Hannover, während alles an mir kribbelte, denn ich hatte noch nie an so einem Workshop teilgenommen. Als wir ankamen, hielten wir vor einem roten Altbaugebäude. Davor standen bereits viele aufgeregte Kinder und Petra, unsere Schauspiellehrerin. Schließlich, als sie uns alle begrüßt hatte, gingen wir rein. Mit uns kam Isa, sie war unsere Gesangslehrerin. Mit ihr übten wir die Songs, die wir vierzehn Tage vor dem Workshop bekommen hatten. Im Schauspielunterricht verteilten wir die Rollen und übten schon mal die ersten Szenen von „Grease“ ein. So heißt der Film, den wir am fünften und letzten Tag aufführen würden. In dem Film geht es um ein Mädchen und einen Jungen, die sich in den Ferien ineinander verlieben. Auf der Highschool treffen sie sich dann wieder, aber Danny, so heißt der Junge, beachtet das Mädchen Sandy gar nicht mehr. Und deshalb plant sie Rache …
Aber zurück zum Workshop. Ich spielte die Ex-Freundin von Danny und bei einem Song war ich zur Abwechslung mal ein Junge.

(Fun-fact Nr. 1: Es gab in dem Workshop NUR Mädchen, deshalb wurden die Proben oft von Lachanfällen unterbrochen, weil die Mädels, die Jungs spielen sollten, nicht wussten, wie sich ein Junge in dieser Situation verhalten würde).

Am nächsten Tag kam der Tanzunterricht hinzu. Unser Lehrer hieß Oliver, aber wir nannten ihn immer Olli.

(Fun-fact Nr. 2: In meiner Klasse gibt es auch einen Oliver, dessen Spitzname Olli war. Als ich meinen Bericht der Klasse vorgelesen habe, mussten alle an dieser Stelle lachen).

Olli (der Tanzlehrer, nicht der Mitschüler) hat professionell Musical studiert und ist auch ein ziemlicher Perfektionist, deshalb waren die Stunden mit ihm ziemlich streng. Nichtsdestotrotz hat der Unterricht sehr viel Spaß gemacht und die Zeit verging wie im Flug – egal ob mit Petra, Isa oder Oliver. Dann endlich kam der Tag der Aufführung.

(Fun-fact Nr. 3: Erstens: Während der Generalprobe rutschte mir der Rock runter – zum Glück hatte ich eine kurze Hose drunter ... Zweitens: Ein Mädchen sollte eigentlich sagen, dass die Pizza mega ist, aber stattdessen sagte sie: Die mega ist Pizza. Drittens: Danny sollte eigentlich sagen „Ich weiß nur noch, dass sie Sandy heißt“. Aber er hat „Ich weiß nur noch, dass sie Danny heißt“ gesagt. Und das vor LAUFENDER KAMERA).

Nach zwei Proben war es Punkt dreizehn Uhr. Petra und Olli stellten sich vor der Kamera vor und dann begannen die ersten Szenen. Abwechselnd kam unsere Gruppe von 10-18 Jahren dran und die jüngere Gruppe von 6-9 Jahren dran. Das Anstrengendste war nicht das Schauspielern, nicht das Tanzen und nicht das Singen. Es war das Umziehen. Während der Show musste ich mich ungelogen acht Mal umziehen. Und man stand immer sehr unter Zeitdruck, denn man durfte nicht zu spät zur nächsten Szene kommen. Nach der Show saßen wir mit Gummibärchen, Schokolade und Marshmallows vor dem Beamer und sahen uns die Aufführung an.

Das war der letzte schöne Moment bei „Stage Perform“. Schade, dass fünf Tage so schnell vergangen waren. Es hat sich nur wie zwanzig Minuten angefühlt. Aber ich werde auf jeden Fall nächstes Mal wieder zu „Stage Perform“ zurückkommen.