Freitag, 24. April 2026

Lehrerinneninterview

Eine Beziehung aufbauen und nicht nur stumpf Wissen vermitteln. Adele Arnold und Kyra-Amelie Fischer (5b) im Interview mit der Referendarin Frau Lüpkes.


Wieso haben Sie sich für das WG entschieden?

Für das Wilhelm-Gymnasium? Das ist eine lustige Frage. Wir Referendare haben kein Mitbestimmungsrecht. Wir können nur sagen, wir möchten bitte, bitte an das oder das Studienseminar, wo wir ausgebildet werden, und dann werden wir der Schule zugewiesen. Also, ich hatte leider gar kein Mitspracherecht.

Was macht man in Ihrem Job?

Als Lehrer arbeiten wir mit Kindern zusammen und jungen Erwachsenen. Ihr werdet groß und wir begleiten euch auf eurem Weg dahin. Dann vermitteln wir natürlich unsere Fächer und im Idealfall auch die Begeisterung dafür. Ich habe ja Latein und Griechisch und hatte Latein selbst in der Schule und meine Lehrer haben es ganz wunderbar gemacht, diese Begeisterung mit mir zu teilen. Aber was sie auch gut gemacht haben, was ich auch hoffentlich auch gut mit meinen Schülern mache, ist, dass wir auch eine Beziehung zueinander aufbauen. Wo ich sage, das ist vielleicht eine Vertrauensperson, jemand, zu dem ich gehen kann, und jemand, der nicht nur stumpf Wissen vermittelt. Sondern jemand, der sich für uns interessiert, dem können wir erzählen, was wir heute gemacht haben, oder: Wir hatten gerade eine Arbeit, können wir bitte heute was Lustiges machen. Also Kontakt zu Kindern, sie beim Aufwachsen begleiten und Wissen vermitteln natürlich auch.

Bleiben Sie Lehrerin am WG?

Ich schätze, dass das nicht möglich ist. Ich habe ja Latein und Griechisch, und das Problem ist, dass Griechisch nur wenige Schüler wählen. Es gibt nur wenige kleine Kurse. Außerdem haben wir am WG schon viele Lateinlehrer und die haben ihre festen Stellen hier und ich nicht. In anderthalb Jahren, so lange dauert das Referendariat, muss ich wohl gehen. Ich wohne eigentlich auch in der Nähe von Göttingen und fahre jeden Tag hierher. Deshalb gibt es hier für mich leider keinen Platz.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf?

An meinem Beruf? Auf jeden Fall ihr, die Kinder. Das Interesse, mit euch zusammenzuarbeiten, junge Menschen mit ihren Charakteren kennenzulernen und mit ihren Interessen, mit ihren Stärken und Schwächen, und euch dabei zu helfen. Und dass ihr mich kennenlernt in dem, was wir zusammen machen. Auch bei Ausflügen natürlich, das finde ich ganz toll, und die Begeisterung teilen. Zusammen das machen, was mir Spaß macht und eventuell euch auch dafür zu begeistern.

Gefällt Ihnen das WG?

Total. Es ist eine so tolle Schule. Das Kollegium ist wirklich toll. Meine Latein- und Griechisch-Kurse sind total lustig. Ich habe zwei ganz alberne Kurse. Wir haben viel Spaß. Wir lachen super viel. Sie sind so kreativ. Das Kollegium, ich kann es nicht oft genug betonen. Ich arbeite hauptsächlich mit Herrn Conrad, Herrn Graf, Frau Greve-Sawla zusammen. Die sind alle super nett, sehr zugewandt den Schülern gegenüber und ganz tolle Vorbilder, was das Lehren angeht. Es ist wirklich so, dass ich sagen kann, ja, hier lerne ich gerne.

Wollten Sie eine schon immer Lehrerin werden?

In der Grundschule schon. Da mussten meine besten Freundinnen mit mir nachmittags immer Schule spielen. Ich stand dann da und hatte einen Text und habe gesagt: Wir schreiben jetzt ein Diktat. Dann haben die mitgeschrieben und das bei mir abgegeben und dann ich habe das zur Korrektur gelesen. Ich fand das total klasse. Also, ich wollte auf jeden Fall schon immer Lehrerin werden.

Was ist Ihre Lieblingsfarbe?

Lila. Auf jeden Fall.

Gibt es Nachteile an ihrem Beruf?

Schwierig. Ich glaube, das Schwerste ist, dass man nicht allen helfen kann. Ich möchte mich schon mit den Schülern verstehen und Beziehungen aufbauen und sagen, hey, wir sind hier alle nett zueinander und wir haben Spaß. Der Klassenraum ist immer eine ruhige Atmosphäre. Aber manchmal haben es Kinder nicht so leicht und ich glaube, das ist das Schwierigste.

Welche Hobbys haben Sie?

Ich gehe gerne ins Fitnessstudio. Ich mache Sport mit meinem Verlobten zusammen. Wir gehen ganz fleißig immer trainieren. Ich lese super gerne. Ich höre auch gerne, weil ich gerade so viel Auto fahre, Hörbücher. Also viel Fantasy. Ich weiß nicht, ob ihr schon alt genug dafür seid, aber Percy Jackson finde ich total klasse und Harry Potter. Außerdem habe ich einen Hund und Gassigehen dauert natürlich immer. Deswegen würde ich sagen, große Gassi-Runden gehen und nebenbei Hörbuch hören, ist auf jeden Fall eines meiner größten Hobbys.

Warum haben Sie diese Hobbys?

Bewegung. Ich finde Bewegung super wichtig im Alltag. Und Gassigehen ist ganz einfach. Bei gutem Wetter darf ich raus, bei schlechtem Wetter muss ich raus, weil mein Hund ja leider nicht auf die Toilette geht. Und Hörbücher hören geht eigentlich immer. Schnell Kopfhörer ins Ohr und noch mal ein bisschen in die Geschichte eintauchen und mir Probleme oder schöne Sachen von anderen anhören. Und Fitnessstudio ist einfach für die Ästhetik. Ich mag es, muskulöse Arme zu haben. Und ich mag es, Stühle hochheben zu können, ohne mir zu denken, oh, das ist jetzt bestimmt ganz schwer. Oder meinen schweren Einkauf selbst reinzutragen. Und dass ich mich im Alter auch noch bücken kann. Für Kinder ist das eher ein langweiliges Hobby.

Okay, vielen Dank für das Interview.

 

Freitag, 17. April 2026

Fastenbrechen

Im Ramadan entwickelte Fähigkeiten und Gewohnheiten beibehalten. Gemeinsames Iftar am WG. Ein Bericht von Rukayya Mostafa (6a) und Interviews mit Gästen von Ayham Haj Hammadeh (6a).



Am 16. März fand im Remter des WGs das dritte gemeinsame Iftar statt. Das Programm begann mit einer Einleitung des Schuldirektors, Herrn Bartsch. Während seines Vortrags wurde noch einmal deutlich, wie vielfältig die Gruppe der Teilnehmenden war, denn auf Nachfrage stellte sich heraus, dass etwa die Hälfte der Besucher nicht dem Islam angehörte.

Anschließend lauschten die Zuhörer gespannt einem Vortrag über den Ramadan. Sicherlich konnten dabei viele etwas dazulernen.

Zum Beispiel, dass „Iftar“ ein arabischer Begriff ist. So nennt man das Fastenbrechen im Monat Ramadan, nachdem man von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gefastet hat. Vor Sonnenaufgang kann man aufstehen und ein Frühstück (Suhur) einnehmen. Muslime verrichten danach das Morgengebet (Fajr) und beginnen anschließend mit dem Fasten. Das bedeutet, dass man in dieser Zeit weder isst noch trinkt und sich noch stärker auf seinen Glauben konzentriert.

Das ist jedoch bei Weitem nicht alles, denn man versucht ebenfalls, Taqwa (Gottesbewusstsein, Gottesfurcht und Achtsamkeit gegenüber Gott) zu erlangen. Nach dem Ramadan bemüht man sich natürlich, die in diesem gesegneten Monat entwickelten Fähigkeiten und Gewohnheiten beizubehalten. Das Ende des Ramadan wird durch das Īd al-Fiṭr (Fest des Fastenbrechens oder oft auch „Zuckerfest“ genannt) gekennzeichnet. Hierbei kommen Familie und Freunde zusammen und feiern gemeinsam mit der muslimischen Gemeinschaft.

Beim gemeinsamen Iftar beehrte uns des weiteren Anette Rueß vom Sozialreferat der Stadt Braunschweig mit einem interessanten, aber auch traurigen Vortrag über ihre Arbeit im Bereich der Kinderarmut. Die Besucher verfolgten den Vortrag gespannt.

Im Anschluss gab es noch eine Fragerunde, und danach konnte das Fastenbrechen beginnen: Die Lehrer standen an den Essensausgaben und verteilten den bereits hungrigen Besuchern Tas Kebab, einen türkischen Fleischeintopf, der – so wie im letzten Jahr – vom Restaurant Urfa zubereitet wurde.

Pünktlich zum Abendgebet war es an der Zeit, das Fasten zu brechen. So wie der Prophet Muhammad es vorlebte, brachen die meisten ihr Fasten mit einer Dattel und/oder Wasser. Dr. Sadiqu Al-Mousllie, Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachsen des Zentralrats der Muslime in Deutschland, kündigte den Adhan, den Gebetsruf, an. Alle lauschten den schönen Worten respektvoll.

Nachdem der Adhan verklungen war, begaben sich die Besucher zum leckere Buffet. Als Nachtisch gab es ein vielfältiges Kuchenbuffet, welches von den anwesenden Schüler/innen vorbereitet wurde. Auch hier konnte man die Diversität der Veranstaltung gut erkennen, da es viele verschiedene Desserts gab, zum Beispiel Atayef (aus Syrien), Schokoladenkuchen und viele weitere Spezialitäten.

Als Verbesserungsvorschlag könnte man beim nächsten Mal noch einen Gebetsraum oder eine Ecke für diejenigen, die das Abendgebet (Maghrib) verrichten wollen, zur Verfügung stellen. So haben viele ihr Gebet im Flur verrichtet. Trotzdem war die Stimmung sehr gut und es war den ganzen Abend über eine angenehme Atmosphäre.

Organisator der Feier war Burak Öztürk, Lehrer am WG. Sein Fazit für das Iftar war:

Insgesamt bin ich mit dem gesamten Abend sehr zufrieden gewesen. Neben dem Vortrag über Kinderarmut von Frau Rueß war ich besonders beeindruckt von der Stimmung während der gesamten Veranstaltung. Es war ja zu sehen, dass sehr viele Menschen anwesend waren, die nicht muslimisch sind. Ich habe einen sehr rücksichts- und verständnisvollen Umgang, aber auch eine gelassene und fröhliche Stimmung innerhalb der Schulgemeinschaft beobachtet, was mich sehr erfreut hat. Aus meiner Sicht war das ein rundum gelungener Abend!“


Auch der Schuldirektor Wolfram Bartsch war anwesend:

Unsere gemeinsame Iftar-Feier war auch in diesem Jahr wieder eine gesellige, fröhliche und zugleich lehrreiche Veranstaltung. Ich fand es interessant von Schüler*innen zu hören, welche Traditionen im Ramadan in vielen Familien unserer Schulgemeinschaft gepflegt werden. Spannend aber auch etwas beklemmend fand ich den Bericht von Frau Rueß zu ihrer Arbeit im Sozialreferat der Stadt Braunschweig und insbesondere zum Bereich Kinderarmut. Es war interessant zu erfahren, welche Unterstützung Betroffene, Gefährdete und Ratsuchende dort bekommen. Beim gemeinsamen Fastenbrechen in unserem Remter hat mir die familiäre Atmosphäre gefallen und die Verbundenheit mit unserer Schulgemeinschaft, die dort zu spüren war. Es hat mich gefreut, dass neben vielen muslimischen Familien auch zahlreiche Mitschüler*innen, Eltern, Kolleg*innen, Ehemalige und Freund*innen dabei waren, die ansonsten keinen Bezug zum islamischen Fasten haben. Der Abend war ein Ausdruck einer vielfältigen, aufgeschlossenen und aneinander interessierten Schulgemeinschaft.“


Den beiden können wir – und viele der anwesenden Schüler/innen - uns nur anschließen, auch aus unserer Sicht war es einer toller Abend und wir haben uns als Muslime am WG sehr wertgeschätzt gefühlt. Wir hoffen solche Veranstaltungen werden in Zukunft weiterhin stattfinden und zu einem guten Miteinander beitragen.

 

Stimmen von Gästen

 

Warum bist du zu dieser Veranstaltung gekommen?

Aktor (5b): Weil ich es cool finde.

Tom (6a): Ich hatte hierzu Lust, ich wollte es ausprobieren.

Zyan (5c): Ich bin Muslim und finde es gut, dass wir in einem christlichem Land ein muslimisches Fest in einer Schule feiern können. Darum wollte ich ausprobieren, wie das hier ist. Und ja, es war super.

Zain Haj Hammadeh: Ich bin gekommen, damit mein Kind nicht alleine hingehen muss.

 

Und was fandest du gut?

Aktor: Dass es sehr viel Spaß gemacht hat. Und die Veranstaltung davor in der Aula war auch toll.

Tom: Alles, es gab nichts, was ich schlecht fand.

Olli Bock (Toms Vater): Weil wir letztes Jahr schon hier waren. Das ist eine total tolle Veranstaltung. Nette Leute hier, nettes Beisammensein, viele Kulturen.

Zyan (5c): Ich finde es super, wie die Stadt Braunschweig dieses Projekt über Armut macht.

Zain Haj Hammadeh: Ich finde es toll, dass viele Kinder gekommen sind, um über eine andere Kultur etwas zu erfahren.

Olli Bock: Die Vorträge auf jeden Fall, auch der über Kinderarmut. Das war sehr interessant zu sehen. Das glauben die meisten Kinder ja nicht, die in diesem Wohlstand leben. Wir haben ja Luxus. Das sehen viele gar nicht, das ist für die normal. Ich sage unserem Sohn immer, es ist nicht normal, dass wir jeden Tag einen vollen Teller haben. Das ist ihm hier auch mal klar worden.

 

Fandest du das Essen lecker?

Zyan (5c): Ja, das war gut. Es war auch von einem guten Restaurant.

 

 

Fotos: Ayham

 

Sonntag, 12. April 2026

Haus der Musik

„Das Haus der Musik ist in seiner jetzigen Form ein Schlag ins Gesicht aller Braunschweiger Steuerzahler*innen!“ Martino Rossi (11c) zu einem kommunalen Skandal.

Hier soll es rein: in das ehemalige Karstadt-Kaufhaus am Gewandhaus.

In Braunschweig braucht es eine neue Musikschule – so viel ist klar! Denn die aktuelle Lösung ist aufgrund der zwei weit auseinander liegenden Standorte und deren Gebäudezuständen keine Option für die Zukunft mehr. Es braucht eine Musikschule, die zentral an einem Standort liegt, einen modernen Konzertsaal aufweist, der bisher fehlt, und einen „Dritten Ort“* für alle Menschen in dieser Stadt bietet, der offen zugänglich, niedrigschwellig und konsumfrei ist.

Doch das, was die Stadt sich jetzt als Lösung ausgedacht hat, ist nicht tragbar und ein kommunaler Skandal. Es ist ein Schlag ins Gesicht aller Braunschweiger Steuerzahler*innen – jedenfalls in seiner jetzigen, miserablen Form. Die gesamten Baukosten betragen 120 Mio. Euro. Davon bezahlt die Stadt 49 %, New Yorker 51%. Das Haus der Musik soll von einem Stiftungskuratorium verwaltet werden, indem New Yorker eine absolute Mehrheit haben würde. Wenn man die Baukosten dazu als einzigen Posten miteinbezieht, klingt das fair.

So verkauft es die Stadt, aber so ist es massiv verkürzt, denn: Erstens müssen jegliche Mehrkosten von der Stadt getragen werden und zweitens kauft die Stadt das Grundstück für 10 Mio. Euro von einer Tochterfirma New Yorkers und überlässt es dann kostenfrei dem Gesamtkonzern. Dass die Stadt bei so einer üblen Masche mitmacht, ist ein kommunaler Skandal. Natürlich ist das Haus der Musik wichtig – aber nicht zu diesem Preis. Es ist keine Lösung, sich als Stadt so erpressen zu lassen.

Die Mehrheitsverhältnisse im Stiftungskuratorium müssten bereinigt dieser Posten eigentlich bei 59 % für die Stadt und 41 % für New Yorker liegen. Ich fordere die Stadt auf, diese Mehrheitsverhältnisse einzufordern und der unverschämten Erpressung New Yorkers nicht zu verfallen.

Ein anderer wichtiger Punkt ist die Gestaltung des Hauses der Musik, die sich im laufenden Prozess immer weiter verschlechtert hat. Das Haus der Musik braucht einen echten „Dritten Ort“, der konsumfrei, niedrigschwellig und offen zugänglich ist. Dieser „Dritte Ort“ fehlt in den Planungen – er ist einem Luxus-Café zum Opfer gefallen. Das passiert, wenn man Milliardären die Planung überlässt. Aber das darf nicht so sein.

Und auch der riesige Konzertsaal für 2000 Menschen sollte längst nicht gesetzt sein. Die Musikschule braucht einen neuen Konzertsaal. Doch wie zahlreiche Musikschüler*innen berichten, ist längst keiner in dieser Größe von Nöten. Diese Dimension des Konzertsaals ist und bleibt ein Prestige-Projekt der Firma New Yorker.

Außerdem ist zu erwähnen, dass, so perplex es auch ist, die Stadt sogar noch die Räume für die Musikschule, in die sie selbst investiert, teuer von New Yorker mieten muss. Wie man sich als Stadt so dermaßen abziehen kann, erschließt sich mir nicht.

Was aus meiner Sicht klar ist: Die Stadt darf sich nicht erpressen lassen! Es braucht eine Musikschule für alle – nicht für wenige! Die Stadt muss die Mehrheit im Stiftungskuratorium besitzen und tragfähige Entscheidungen treffen!

 

* In der „Bedarfs- und Potenzialanalyse“ von 2023 heißt es zum „Dritten Ort“: „Öffnung und Belebung des Gebäudes und Quartiers, Ganztagsbespielung und Niedrigschwelligkeit, Erschließung neuer Zielgruppen, Verstärkung soziale Interaktion und Zugehörigkeit.“


Foto: By TeWeBs - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=153091102


 

Sonntag, 5. April 2026

Lehrerinnen-Interview

„Der beste Beruf der Welt“. Frau van Berkel im Gespräch mit Adele Arnold, Kyra Fischer (5b), Luisa Hanke und Viktoria Palazzo (5a).



Englisch oder Mathe? Für Frau van Berkel kommt es ganz auf das Thema an. Seit 2016 unterrichtet sie am WG und erzählt im Interview, warum sie schon immer Lehrerin werden wollte, was sie an ihrem Beruf besonders liebt und wie sie Schule, Familie und Freizeit unter einen Hut bekommt.

Frau van Berkel, welche Fächer unterrichten Sie?

Das kann ich ganz schnell beantworten: Ich unterrichte Englisch und Mathematik.

Haben Sie ein Lieblingsfach?

Das ist gar nicht so leicht zu sagen. Ich unterrichte beide Fächer total gerne. Es hängt oft davon ab, welches Thema gerade dran ist.

Ich bin beispielsweise ein großer Analysis-Fan. Funktionen und ihre Eigenschaften zu untersuchen macht mir einfach Spaß. Geometrie fesselt mich hingegen nicht immer, was zum Teil aber wohl auch daran liegt, dass ich mich zu Beginn meiner Lehrerkarriere häufiger mit dem Tafelzirkel und oder -geodreieck gepikst habe. Übung macht wohl doch den Meister. In Englisch arbeite ich besonders gerne mit Lektüren oder Textauszügen und lasse die Schüler:innen dabei gerne kreativ werden.

Wollten Sie schon immer Lehrerin werden?

Ja, tatsächlich schon sehr früh. Schon in der Grundschule war Lehrerin mein Traumberuf. Nach dem Abitur habe ich direkt mit dem Studium begonnen. Am Anfang wusste ich nur noch nicht genau, welche Fächer es werden sollten.

Warum haben Sie sich letztlich für den Lehrerberuf entschieden?

Weil es für mich der beste Beruf der Welt ist. Es macht unglaublich viel Spaß, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten und sie ein Stück ihres Lebens zu begleiten. Besonders schön finde ich die Momente, wenn Schüler plötzlich etwas verstehen – gerade in Mathe. Diese „Aha-Momente“ sind einfach toll.

Bleibt neben dem Beruf noch Zeit für das Privatleben?

Manchmal ist das schwierig. Das kommt sehr auf die Phase an. Wenn zum Beispiel das Abitur ansteht, bleibt kaum Zeit für Privates. Dann merken das auch meine Kinder. In ruhigeren Zeiten versuche ich aber bewusst, mir Zeit für Familie und mich selbst zu nehmen.

Mochten Sie Mathematik schon in Ihrer eigenen Schulzeit?

Ja, absolut. Ich habe Mathe schon immer geliebt.

An welchen Schulen waren Sie früher selbst Schülerin?

Ich bin öfter umgezogen und war daher an mehreren Schulen. Eine Zeit lang war ich in Schöningen, mein Abitur habe ich in Helmstedt gemacht. Davor habe ich sogar eine Zeit lang in München gelebt.

Was essen Sie besonders gern?

Ich liebe italienisches Essen, vor allem Pasta in allen Varianten – Lasagne ganz klassisch zum Beispiel.

Und was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Ich tanze sehr gerne und habe während meines Studiums sogar als Zumba-Trainerin gearbeitet. Außerdem schwimme ich gern. Leider kommen meine Hobbys seit der Geburt meiner Kinder etwas zu kurz. Ein Hobby, das ich aber immer noch intensiv betreibe, sind Brettspiele.

Brettspiele sind quasi ein Familien-Hobby. Mein Mann und ich spielen regelmäßig statt beispielsweise vor dem Fernseher zu sitzen. Wir lieben kooperative Spiele wie Spirit Island, können aber auch verbissen konkurrieren, wie zum Beispiel bei „Brass Birmingham“ oder „Arche Nova“. In unserer neusten Errungenschaft wandeln wir in den Fußstapfen von Marie Curie - ich liebe die Abwechslung, die solche Spiele bieten; nicht nur von der Mechanik, sondern auch thematisch.

Wie haben Sie sich für die Fächer Englisch und Mathe entschieden?

Ich hatte mehrere Möglichkeiten: entweder nur Naturwissenschaften wie Mathe und Chemie oder nur Sprachen wie Englisch und Französisch oder Spanisch. Am Ende fand ich die Mischung aus Sprache und Naturwissenschaft am spannendsten – so bin ich bei Englisch und Mathe gelandet.

Wie lange sind Sie schon am WG?

Ich bin seit 2016 am WG tätig.

Vielen Dank für das Interview!

Sehr gerne!

 

 

Dienstag, 17. März 2026

Fremdsprachen: Spanisch

„Wir wollen ganz viel kommunizieren“. Anton Jüttner, Halla Naameh und Linus Seiffert aus der 10m1 befragen Frau Wochnik zu Spanisch.



 

Viele verbinden Spanisch mit Sonne, Musik und Urlaub - gleichzeitig ist es eine der meistgesprochenen Sprachen der Welt. Auch an unserer Schule können die Fünftklässler Spanisch als Fremdsprache wählen. Im Rahmen unserer Reihe „Steckbrief der Fremdsprachen“ stellen wir euch deshalb heute Spanisch vor.

 

Wo spricht man Spanisch denn überall?

Spanisch spricht man in Europa natürlich in Spanien, aber man spricht es auch in weiten Teilen Südamerikas und dort bis auf Brasilien und einige kleinere Länder in allen Ländern als Muttersprache und inzwischen sogar in Nordamerika, denn die USA sind das Land mit der zweitgrößten spanischsprechenden Bevölkerung der Welt nach Mexiko.

Was macht man im Spanischunterricht?

Wir haben eine lebendige Sprache, das heißt, der Fokus liegt vor allen Dingen auf dem Sprechen. Wir wollen ganz viel kommunizieren, und das geht am besten über das Sprechen, aber auch über das Lesen und Hören.

Was macht aus Ihrer Sicht denn Spanisch sinnvoller als die anderen Sprachen?

Ich bin auch Französischlehrerin, demnach will ich die Sprachen natürlich nicht gegeneinander ausspielen. Das Erlernen jeder Sprache ist sinnvoll, ich glaube, dass Spanisch anfangs etwas einfacher ist, was die Aussprache angeht, dass man es schneller aussprechen kann. Viele von uns reisen auch ganz gerne ins spanischsprachige Ausland. Mallorca ist Deutschlands liebstes Reiseziel, und dann kann man sich vielleicht schon auf Spanisch dort ausdrücken.

Wie schwer ordnen Sie Spanisch ein?

Es ist ein Irrglaube, das manche denken, das Spanische sei einfacher als das Französische und sich dann erst für Spanisch entscheiden. Das ist überhaupt nicht so. Es sind beides zwei romanische Sprachen und insofern gibt es da die gleichen Schwierigkeiten. Im Spanischen haben wir den Verbmodus subjuntivo, im Französischen den subjonctif, das ist sehr ähnlich bei beiden Sprachen.

Warum haben Sie Spanisch damals selbst gewählt?

Ich war in der 11. Klasse ein Jahr als Gastschülerin auf Teneriffa und konnte vorher kein Spanisch und danach recht gut. Da habe ich dann die Leidenschaft für das Spanische entdeckt. Ich habe es anschließend studiert und war dann auch noch mal ein Semester als Erasmus-Studentin im Studium in Spanien. Danach habe ich eine Zeit lang in Kanada in einer spanischsprachigen WG gelebt, also es hat mich die ganze Zeit lang begleitet.

Was ist für Sie denn das ausschlaggebendste Argument, was für Spanisch spricht?

Ich mag den Klang der Sprache sehr gerne. Das wird ja auch beim Französischen sehr gerne gesagt, aber ich finde, auch das Spanische ist eine sehr melodische Sprache. Ich finde es toll, dass es so viele Varietäten des Spanischen gibt, dadurch, dass es sehr viele Länder gibt, in denen Spanisch gesprochen wird. Es sind da auch noch ganz viele unterschiedliche Sprachvarianten möglich. Außerdem reizen mich die Länder natürlich auch als Urlaubsziele, denn sie sind sehr vielseitig.

Was ist ein Argument, das eigentlich gegen Spanisch spricht?

Ich vermute, dass viele unserer Schüler nicht nach Südamerika reisen werden. Das heißt, diese Ziele sind zwar sehr attraktiv, aber vielleicht nicht unbedingt realistisch. Ansonsten sehe ich eigentlich wenig Argumente, die dagegen sprechen.

Was bringt einem Spanisch insgesamt im Leben?

Auch in Zeiten von künstlicher Intelligenz ist es immer noch etwas anderes, wenn man sich von Angesicht zu Angesicht mit einem Menschen eines anderen Landes unterhalten kann. Das wissen auch die Menschen in der Regel wertzuschätzen, wenn man sich bemüht, deren Muttersprache zu erlernen oder zu sprechen, sei es auch noch auf ganz niedrigem Niveau. Muttersprachler freuen sich immer, wenn man ein bisschen kommunizieren kann, und das ist doch sehr charmant. Ich denke, wir in Europa sollten versuchen, uns einander anzunähern. Warum also nicht mit dem Spanischen in Spanien.

Wollen Sie den Fünftklässlern noch etwas sagen?

Ich denke, mit Spanisch trefft ihr eine gute Wahl und ich würde mich freuen, wenn wir uns im Jahrgang 6 in einem der Spanischkurse wieder treffen.


 

Sonntag, 15. März 2026

Fremdsprachen: Latein

„In einer Zeit digitaler Medien ist das genaue Lesen eine ganz wichtige Fertigkeit, die man durch Lateinlernen mitnehmen kann“. Halla Naameh, Anton Jüttner und Linus Seiffert (10m1) befragen Herrn Duwe zu Latein.




Für viele gilt Latein als geheimnisvolle Sprache aus der Antike – für andere ist es nur eine Sprache, die gar nicht mehr gesprochen wird. Die zukünftigen Sechstklässler müssen sich entscheiden, welche zweite Fremdsprache sie wählen möchten. Im Rahmen unserer Reihe „Steckbrief der Fremdsprachen“ stellen wir euch dafür heute Latein vor.

 

Bei Latein ist das jetzt vielleicht nicht eine gute Einstiegsfrage, aber wo spricht man Latein denn so überall?

Latein war bis vor Kurzem noch die einzige offizielle Sprache im Vatikan, seit Neuestem aber selbst da nicht mehr. Latein wird heutzutage kaum noch aktiv gesprochen, aber der Schatz von Vokabeln, Kultur und Sprache, der ist eigentlich fast überall auf der Welt sichtbar.

Und was macht man im Lateinunterricht?

Wir versuchen ganz wesentlich, uns den Schatz dieser Sprache zugänglich zu machen. Das heißt, das, was man damals in der römischen Welt geschrieben und gedacht hat, heute zu verstehen und darüber nachzudenken.

Was macht aus Ihrer Sicht denn Latein sinnvoller als die anderen Sprachen?

Ich habe das Gefühl, dass einerseits die Spuren, die Latein hier bei uns im Land hinterlassen hat, noch viel deutlicher sind als die Spuren der anderen modernen Sprachen. Dass man viel mehr mit Dingen in Berührung kommt, die Latein sind oder hierauf zurückzuführen sind. Außerdem ist es so, dass wir anders im Unterricht damit umgehen. Wir versuchen vor allem, die Sprache und das, was da in diesen Texten steht, zu verstehen, durch Übersetzung und Nachdenken über Dinge, die Menschen schon immer bewegt haben. Übrigens kann dieses Übersetzen von Texten, das manchmal wie eine kleine logische Knobel- oder Puzzleaufgabe erscheint, auch einfach viel Spaß machen. Das bestätigen viele Schüler bei uns, die Lust haben, mit Latein auch in der Oberstufe noch weiterzumachen.

Wie schwer ordnen Sie Latein ein?

Über viele Jahrhunderte war die lateinische Sprache die fast überall gesprochene und verstandene Sprache. Das heißt, ganz normale Menschen haben auf Latein gesprochen. Dass wir alles selbst sprechen können, ist heute gar nicht mehr unser Ziel, aber dass wir es verstehen können. Das haben ja Generationen von Menschen geschafft und das schaffen wir ganz einfach auch. Mit der richtigen Hilfe und Herangehensweise ist Latein eine genauso leichte oder schwere Sprache wie alle anderen auch.

Warum haben Sie damals selbst Latein gewählt?

Ich war selbst immer total interessiert an alten Dingen. Wo etwas herkommt. Ich bin durch Ruinen geklettert und mir haben alte Kulturen Spaß gemacht. Und bevor mich die Sprache total angesprochen hat, hat mich einfach die Welt der Antike, der Römer und der Griechen absolut fasziniert. Deswegen wollte ich in diese Welt tiefer eintauchen.

Was ist für Sie das ausschlaggebendste Argument, was für Latein spricht?

Es sind zwei. Das eine ist, dass wir eine Sprache und Kultur erlernen, die ich absolut faszinierend finde und von der wir heute wie früher, glaube ich, unfassbar viel lernen können . Das andere ist, dass ich glaube, dass das Übersetzen und die Auseinandersetzung mit den Texten Techniken sind, mit denen heutzutage viele Schüler auch im späteren Leben ganz viel anfangen können.

Was ist denn ein Argument, was eigentlich gegen Latein spricht?

Eigentlich wie in jeder anderen Sprache auch, dass man sich mit Vokabeln und Grammatik auseinandersetzen muss. Mit Grammatik vielleicht noch ein bisschen genauer als in den modernen Fremdsprachen. Und viele lateinische Wörter sind auf den ersten Blick, wenn man sie lernt, nicht ganz so leicht zugänglich wie zum Beispiel im Spanischen. Dafür lernen wir meist sehr viel weniger Vokabeln.

Was bringt einem denn Latein im Leben?

Ich glaube, man gewinnt einen Schatz damit, dass man die Kultur und die Sprache einfach als Lebensbegleiter mitnimmt. Das andere ist, dass man absolut geschult darauf ist, sich mit Texten auseinanderzusetzen, und zwar ganz genau. Manchmal lesen wir in einer Unterrichtsstunde nur ein oder zwei Sätze und machen uns darüber ganz genaue Gedanken, sowohl in der Übersetzung als auch darüber, was das eigentlich heißt. Und ich glaube, in einer Zeit, in der man sehr viel mit digitalen Medien herumwischt, ist das genaue Lesen eine ganz wichtige Fertigkeit, die man durch Lateinlernen mitnehmen und sich deutlich verbessern kann.

Wollen Sie den 5. Klässlern noch irgendetwas sagen?

Entscheidet frei für das, was euch am meisten interessiert und fasziniert. Jede Sprache und jede Kultur ist toll und es bringt euch ganz viel, sie zu lernen. Latein ist meine Lieblingssprache und ich finde die Welt der Römer wahnsinnig interessant. Deswegen freue ich mich, wenn viele von euch ein solches Interesse teilen.


Freitag, 20. Februar 2026

Schulsozialpädagogin

„Gemeinsam Lösungen für Probleme finden“. Simon Amelung und Thore Schmid (7d) befragen die Schulsozialpädagogin der Außenstelle, Tanja Voigt.



 

Was machen Sie?

Ich berate Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler in vielen unterschiedlichen Situationen – etwa bei Angst vor Klassenarbeiten, Problemen zu Hause oder Streit mit Mitschülern. Außerdem bilde ich Streitschlichter und Paten aus, betreue den Freizeitraum und biete soziales Lernen in Klassen an, wenn es bestimmte Themen oder Konflikte gibt.

Was macht Ihnen an der Arbeit Spaß?

Mir gefällt es, anderen zu helfen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden. Besonders schön finde ich, dass jeder Tag anders ist und ich mit so vielen unterschiedlichen Menschen zu tun habe.

Was finden Sie schwierig?

Manchmal ist es schwer, wenn Kinder große Probleme haben, zum Beispiel zu Hause. Das nimmt mich emotional mit, weil ich möchte, dass es allen Schülerinnen und Schülern gut geht.

Wollten Sie schon immer diesen Beruf machen?

Nein, ursprünglich wollte ich Meeresbiologin werden. Aber ich habe gemerkt, dass mir soziale Themen mehr liegen und ich gerne mit Menschen arbeite. Durch eine Berufsberatung kam ich schließlich zur Sozialpädagogik.

Haben Sie schon früher Streit gelöst oder geholfen?

Ja, schon früher haben sich Menschen mir gerne anvertraut und mir Dinge erzählt, die sie anderen nicht sagen wollten.

Wie lange arbeiten Sie schon als Sozialpädagogin?

Seit 2008. Ich war allerdings sechseinhalb Jahre zu Hause, nachdem ich meine Kinder bekommen hatte.

Wie kamen Sie auf die Idee, Sozialpädagogin zu werden?

Ich wollte gerne studieren und mit Menschen arbeiten. Bei einer Berufsberatung stellte sich heraus, dass Sozialpädagogik sehr gut zu mir passt.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Ich verbringe viel Zeit auf dem Fußballplatz mit meinen Kindern, lese gerne, spiele Gitarre und bin gern in der Natur unterwegs – zum Beispiel beim Wandern.

Was ist ihr Lieblingsurlaubsland?

Alles rund um die Nordsee, weil ich das Meer liebe.

Was ist Ihre Lieblingsfarbe?

Blau.

 

Donnerstag, 19. Februar 2026

Hausmeister

„Der ganze Werkzeugkasten“. Andy Butty, Julius Kahl und Karl Schöll (7c) befragen Hausmeister Gerd Wommelsdorf, der für das Hauptgebäude zuständig ist.



Welche regelmäßigen Aufgaben fallen in deiner Schicht an?

In meiner Schicht mache ich erstmal den Kontrollgang. Morgens um 6:30 Uhr fange ich an. Ich schließe die Schule auf und macht das Licht überall an. Ich schließe die Toiletten auf und tausche die Handtuchrollen. Die mache ich jeden Tag.

Wie erreichbar bist du bei Notfällen außerhalb der normalen Arbeitszeiten?

Also wenn ich Freizeit habe und ihr einen Notfall habt, dann könnt ihr mich auch anrufen. Die Telefonnummern sind hier an der Kabine, wo ich sitze, ausgehängt.

Wie dokumentierst du Reparaturarbeiten?

In dem Fall gebe ich eine Meldung raus. Das heißt bei der Stadt VKM, Vertrags- und Kundenmanagement. Das ist quasi eine Telefonzentrale. Die nehmen die ganzen Schäden und Unfälle auf, leiten sie an eine entsprechenden Personen weiter und die kümmern sich dann um eine Firma, die hierher kommt, um das zu beheben. Das geht dann relativ schnell.

Welche Sicherheitsvorschriften sind auf dem Gelände besonders wichtig, damit nichts kaputt geht?

Okay, wenn sie mit dem Ball spielen, sollten sie den Ball nicht unbedingt gegen das Fenster schießen. Aber ich bin immer für die Sicherheit da.

Wo warst du, bevor du an das Wilhelm-Gymnasium gekommen bist?

Ich war an einer Berufsschule, die bilden Arzthelferinnen aus und auch Pflege, heißt Friseur, Nagelstudio und eine Art von Altenpflege. Dann sind die in ein anderes Gebäude umgezogen, aber ich wollte nicht mit.

Bist du auch für die Reinigung der verschiedenen Räume zuständig?

Dafür haben wir unsere Reinigungskräfte. Ich kontrolliere nur, dass ihr es dann so sauber wie möglich habt.

Wie dokumentierst du Reparaturarbeiten?

Es gibt ein neues System. Die Lehrer melden mir per E-Mail, wenn etwas kaputt ist. Dann gucke ich in den Stundenplan, um rauszukriegen, wann der betroffene Raum, also der Klassenraum oder Sonstiges, frei ist. Dann kann ich da arbeiten und repariere das Objekt. Wenn ich es nicht selbst machen kann, dann beauftrage ich eine Firma.

Was machst du in deiner Freizeit?

Da muss ich immer ganz viel tun, also Renovierungsarbeiten oder Instandsetzungsarbeiten. Ich spiele auch sehr gerne Billard.

Was ist dein Lieblingsurlaubsort?

Nach Spanien fahre ich ganz gerne und ich fliege auch gerne in die Türkei.

Was ist dein Lieblingsessen?

Das werdet ihr nicht kennen. Das ist eine Graupensuppe.

Gibt es irgendwelche kuriosen Geschichten in deiner Laufbahn als Hausmeister?

Ich habe von einer Schülerin in der Berufsschule, mit der ich mich super gut verstanden habe, einen Schlüsselanhänger zum Abschied geschenkt bekommen.

Worauf stand „Du bist nicht nur der Hammer, du bist der ganze Werkzeugkasten.“

Und hier am WG habe ich 3,50 D Mark in Fünfzig-Pfennigstücken gefunden, unter eine Türschwelle, die ich rausgesägt habe. Vielleicht haben die damals Schangeln gespielt und versucht, die Geldstücke möglichst nah an Tür zu werfen.

[Anm. d. Red.: Unser Reporterteam hat eins der Fünfzig-Pfennigstücke als Erinnerung bekommen.]

 

Dienstag, 3. Februar 2026

Rezept-Tipp

Kunafa. Von Mathilda Frixe, Rukayya Mostafa und Luya Xue (6c).

 


 

Zutaten für 1 kleines Blech

250 g Kadayif (normal oder schon zerkleinert)

2 Kugeln Mozzarella

25 g Butter

 

Für den Zuckersirup

1 Glas Wasser

1 Glas Zucker

1 Scheibe Zitrone oder Limette

 

Außerdem

Schüsseln

1 kleines Blech

1 Topf

  

Zubereitung

Zuerst heizt du den Ofen mit Ober-/Unterhitze auf 200 Grad und schneidest den Mozzarella in gleichmäßige Würfel oder Scheiben.

 


Jetzt schmilzt du die Butter und schneidest oder zupfst die Kadayif, wenn Sie nicht schon zerkleinert sind.


Gib nun die geschmolzene Butter in die Kadayif und knete sie sanft ein. Teile die Butter-Kadayif Mischung in zwei Teile und gib die erste Hälfte auf den Boden der Form. Verteile den Mozzarella gleichmäßig auf den Kadayif.


Bevor du die Kunafa in den Ofen schiebst, gibst du die verbleibenden Kadayif so auf den Mozzarella, dass er vollständig bedeckt ist und nicht mehr oder nur wenig durchschimmert.


 Jetzt schiebst du die Kunafa für 20 Minuten in den Ofen oder bis man oben eine schöne goldbraune Kruste sehen kann. In der Zwischenzeit bereitest du den Zuckersirup vor. Dafür gibt man alle Zutaten für den Sirup in einen Topf und kocht alles auf höchster Stufe auf. Wenn der Sirup anfängt zu kochen, kannst du den Herd niedriger stellen und den Sirup fünf Minuten lang köcheln lassen.


Sobald die Kunafa fertig ist, gießt du den abgekühlten Zuckersirup gleichmäßig über das türkische Gebäck und servierst es noch warm.


Wir hoffen, dass dir das Rezept gefallen hat und du deine Kunafa genießen konntest.