Freitag, 18. Juni 2021

Kurzgeschichte: Omas Geburtstag I

Als meine Oma an ihrem 65. Geburtstag plötzlich verschwand – eine Kurzgeschichte von Lona Ma.


Teil 1
Teil 2: folgt

Es war der 4.7.2019. Ich lag in meinem Bett und war mies drauf. Denn heute war Englisch, und Englisch ist das SCHLIMMSTE Fach der Welt. Und dass unsere Englischlehrerin Frau Cakowski, oder wie die hieß, war, machte das Ganze nicht gerade besser. Aber in diesem Moment fiel mir ja ein, dass Sommerferien waren. Ich stand also auf und machte mir einen Eistee. Normalerweise trinke ich morgens O-Saft oder Kakao. Doch es war 30 Grad! Bevor ich weiter erzähle, möchte ich mich einmal vorstellen:

Ich heiße Eve Carter und lebe mit meinem Vater und unserer Perserkatze Rica in Stuttgart. Meine Mutter ist gestorben, als ich acht Monate alt war, denn sie litt an Krebs. Ich bin Einzelkind – und das ist auch gut. Denn ALLE, wirklich alle aus meiner Klasse haben Geschwister, und sie sagen andauernd, dass Geschwister das SCHLIMMSTE sind. Deshalb möchte ich lieber kein Risiko eingehen. Ich bin in der Siebten und gehe auf das Ludwig-Scholler-Gymnasium in die Klasse 7c. Meine Lieblingsfächer sind Mathe und Chemie. Meine Hassfächer sind Englisch, Deutsch und so ziemlich alle anderen Sprachen. Meine Hobbys sind Querflöte, Zeichnen, Lesen und Rätsel lösen. Ich HASSE Sport. Ich finde das viel zu anstrengend. Die Ausnahme ist Schwimmen. Da schwitzt man zumindest nicht.

Ich denke, jetzt habt ihr mich besser kennengelernt.

Eine Stunde später, es ist sieben Uhr. Im Sommer wache ich immer so früh auf, wegen der Sonne. Aber ich bin sowieso Frühaufsteher. Ich beschloss, zu meiner besten Freundin Samantha, auch Sam genannt, zu gehen. Unterwegs sah ich ein knallrotes Auto von Porsche. Ich kannte es, es war das Auto meiner Oma. Sie stieg aus, und ich sah eine dunkelbraunhaarige Frau, die ein neongelbes, knielanges Kleid und einen schwarzen Sonnenhut trug. ,,Oma!“ Ich freute mich so sehr, sie zu sehen, denn das letzte Mal war vor … sechs Jahren oder so. Oma antwortete: ,,Ach, Eve! Du bist ja groß geworden!“ 
Das kennt bestimmt jeder! Die Erwachsenen müssen das IMMER sagen.

Ich führte Oma in unsere Wohnung. Mein Papa schlief noch. Typisch! Meine Oma ist zum Glück eine ganz schön coole Oma. Sie erlaubt sich sogar ab und zu einen Streich bei uns. Oma ging ins Bad und kam ein paar Sekunden später mit einem Glas Wasser mit. Ich musste grinsen, denn das tat sie immer. Sie schlich sich an Papa heran, gefolgt von einem „Ahh!“ und „Mama! Du hier?“. Ich wollte mich eigentlich im Hintergrund halten, aber dann musste ich sofort los prusten: „Puhahahahahahaha!“ Papa war zwar daran gewöhnt, aber er hätte echt nicht damit gerechnet, dass Oma so früh kommt. Sie hatte eigentlich vor, erst am Samstag zu kommen.

12:34. Wir saßen im Garten mit Limonade und Kuchen und redeten über unseren geplanten Urlaub, Schule, Arbeit und andere Sachen. Ach, und was ich noch erwähnen sollt: Heute war Omas 65. Geburtstag.

Dann wollten wir zum Zoo. Wir gingen also raus und stiegen in unseren gelben Golf. Angekommen kauften wir uns Tickets und gingen rein. Ganz am Anfang war der Streichelzoo. Normalerweise war der Streichelzoo weiter hinten, aber was soll‘s. Wir gingen rein und fütterten die Schäfchen und Ziegen mit dem gekauften Futter. Es sind viel zu viele Sachen, die ich hier aufschreiben könnte, deshalb überspringe ich diesen Teil und erzähle direkt den aufregenden Teil.

Bei der Rückfahrt bin ich wohl eingeschlafen. Ich lag nämlich auf dem Sofa, als ich aufwachte. Ich wollte nach Oma gucken, aber sie war weg. Ich fragte Papa, aber er sagte nur, dass Oma kurz einkaufen war. Nach drei Stunden aber, kam Oma nicht zurück. Ich rief Sam an und fragte sie, ob sie meine Oma gesehen hätte. ,,Hi, Sam. Meine Oma war heute hier, aber sie ist plötzlich nicht mehr da. Hast du vielleicht eine dunkelbraunhaarige Frau um die sechzig mit einem gelben Kleid gesehen?“ - ,,Nee, sorry. Leider nicht. Du kannst ja rüber kommen. Wir könnten nach ihr suchen. Hier in der Gegend oder so.“ Also ging ich zu Samantha. Wir liefen zum Park, nicht weit von hier, aber Oma war auch hier nicht. Ich versuchte Oma anzurufen, aber ich hatte keinen Empfang.

Nach einer Weile wurde es ernst. Wir fanden auf einer Bank eine Zeitung einen Artikel, wo stand, dass in letzter Zeit viele Entführungen vorgekommen sind. Da bekamen wir Panik. ,,Oh, Mann, Eve! Was ist, wenn deine Oma entführt wurde? Was dann?“ Ich wusste auch nicht weiter. „Keine Ahnung. Wir könnten die Polizei rufen.“ Aber das taten wir nicht, denn wir fanden, es sei zu früh.

Da ich nach einer Weile wieder Empfang hatte, rief ich Papa an und sagte ihm, dass ich bei Samantha übernachten würde. Er war einverstanden. Aber in echt wollten Sam und ich uns nur weiter auf die Suche nach Oma machen. Bald würden wir in Schwierigkeiten geraten, aber das kommt später dran.

Wir hatten uns VERLAUFEN. Und das am Abend um 21 Uhr. Bald würde die Sonne untergehen. Wir liefen einfach blind weiter und kamen, zur großen Überraschung, an den Flughafen! In diesem Moment bekam ich eine Nachricht von Oma. Sie schrieb: Eve, ich werde wohl erst in ein paar Tagen wiederkommen. Ich bin an einem Ort, der s...

Komisch. Wieso hatte Oma den Satz nicht zuende geschrieben. Plötzlich war ich mir zu 100% sicher, dass sie entführt wurde. Da Samantha und ich Taschen dabei hatten, sah es wohl so aus, als würden wir in einem Flugzeug irgendwo hin fliegen wollen. Deshalb kam ein Wachmann und sagte:

,,Ihr beiden, wollt ihr denn jetzt einsteigen? Wir fliegen in 10 Minuten.“ Dann schob er uns die Treppe hinauf in das Flugzeug. Er hat uns gar nicht gefragt, ob wir Tickets haben, aber er hat es wohl vergessen. Wir wollten ihm noch sagen, dass wir nicht mitfliegen, aber dann ertönte eine Stimme:,,Liebe Passagiere und Passagierinnen, in zwei Minuten fliegen wir. Bitte schnallen sie sich an und legen Sie alle ihre elektronischen Geräte weg. Vielen Dank!“ Nun war es entgültig zu spät. Wir hörten das Rollen der Flugzeugreifen und hoben ab. Wir wussten nicht, wohin wir fliegen würden. Aber dann schlief ich ein.

Eine Stimme weckte mich. ,,Liebe Passagiere und Passagierinnen, wir sind in Kona am Kona International Airport angekommen. Bitte nehmen Sie ihr Gepäck und steigen Sie aus. Wir wünschen ihnen schöne Urlaubstage!“

Hä? Sam und ich verstanden die Welt nicht mehr. Wo liegt denn KONA? Ich schaute auf meine Uhr und registrierte, dass wir 20 Stunden geflogen sind! Wir stiegen aus und sahen uns um. Die Luft war feucht und warm und laut Wetterbericht war es 35 Grad. Es fühlte sich wie in den Tropen an. Mein Handy machte „Bing-Dada“ und ich sah eine Nachricht von Oma. Dort stand: Südlich - Rechts - Links - Surrey Street.

Was sollte DAS denn jetzt bitte sein??? Aber wir taten einfach das, was dort stand. Südlich gehen, nach rechts, links, in die Surrey Street - und ups, wo waren wir denn jetzt gelandet? Wir standen mitten auf einem Friedhof. Die Sonne war auch schon untergegangen und es machte uns wirklich Angst. Eine Fledermaus flog über uns hinweg und der Schatten im Mondlicht sah aus wie ein Vampir. Es war auch kühler geworden, 20 Grad war es jetzt. Plötzlich hörten wir ein Geräusch und es piepste und fiepste. Das war SO unangenehm und GRUSELIG. Wir versuchten auf unseren Jacken einigermaßen einzuschlafen, aber vergebens. Irgendwann dösten wir dann aber doch ein.

Wie es weiter geht, erzähle ich euch nächstes Mal. Tschüss!



Dienstag, 15. Juni 2021

Corona-Tests

Selbsttestungen machen die Schulen sicherer. Leider werden manche nachlässig. Mazen Nagia berichtet.



Alle Schülerinnen und Schüler können wieder fast sicher zusammen lernen. Was die Schule noch sicherer macht, sind sogenannte Corona-Schnelltests. Das sind Tests, die das Ergebnis in 15-20 min anzeigen.

Leider testen sich manche Schüler\innen nicht. Wenn das passiert, dann suchen die Lehrer diese Personen und schicken sie zum Nachtesten. Meiner Meinung nach ist das eine Riesenaufwand, den man vermeiden könnte.

Ich habe dazu Frau Behme befragt, die die Nachmittagsbetreuung leitet, und fasse ihre Aussagen dazu hier zusammen:

Die Schüler machen morgens vor der Schule die Tests. Die Ergebnisse geben sie dann bis 7:15 in einem Portal im Internet ab, denn wenn sie das nicht tun, macht die Sekretärin eine Liste mit allen Schülerinnen und Schülern die positiv getestet sind oder kein Testergebnis abgegeben haben. Die Schulsekretärin Frau Bennhard ruft alle Eltern der Schüler an, die keinen Test abgegeben haben, und gleichzeitig suchen zwei Lehrkräfte alle die, die kein Ergebnis abgegeben haben, was sehr lange dauert. Das könnte man vermeiden, wenn alle Schüler das Ergebnis hochladen würden. Man macht damit zwei Lehrkräften zusätzliche Arbeit und außerdem verpassen die Schüler dann viel Unterrichtszeit.


Bild: pixabay

Montag, 14. Juni 2021

Future-Peers II

Verantwortung für sich selbst, das eigene Umfeld, die globalen Bedingungen. Katja Peper, Organisatorin beim Projekt Future-Peers, beantwortet die Fragen von Jan-Marten Kleine-Besten und Louis Ostrowski.


Teil 2: Interview mit einer Organisatorin


Das Projekt „Future-Peers“ ist ein aktuelles Projekt, bei dem Jugendliche und junge Erwachsende lernen sollen, sich für Projekte rund um das Thema Nachhaltigkeit zu engagieren. Wie kam es zur Gründung des Projekts?


Die Idee entstand durch ein ganz anderes Projekt vor der Corona-Zeit. Wir haben eine lange Liste an Workshops und Tools, die so konzipiert sind, dass jederman sie überall einsetzten kann. Zu Beginn haben beispielsweise Schulen uns Peer-Leader eingeladen, diese Workshops bei ihnen durchzuführen. Da wir aber mittlerweile selbst alle voll berufstätig sind, ist diese Möglichkeit nur noch beschränkt nutzbar. Somit haben wir zu Beginn des Jahres SchülerInnen aus ganz Niedersachsen zu sogenannten Klima-MultiplikatorInnen ausgebildet. Wir haben uns für ein Wochenende in Papenburg mit rund 40 SchülerInnen getroffen, sind die Klimaworkshops zusammen durchgegangen und haben Tipps zur Durchführung gegeben. Die Idee dahinter ist, SchülerInnen zu MultiplikatorInnen „auszubilden“, um wie in einem Schneeballsystem das Wissen weiterzugeben. Leider blieb dieses Projekt wegen Corona bei nur einem Durchgang, und so kamen wir auf die Idee Future-Peers.

Wir haben uns viel mit dem Thema Corona auseinandergesetzt. So war die erste Idee zunächst einmal, den SchülerInnen, die unter dem Schulausfall Rückschläge erleiden würden, einen Ausgleich zu schaffen. Daher hieß das Projekt zunächst „Corona-Peers“. Aus der Kombination entfallener Klima-MultiplikatorInnen-Seminare und den möglichen Rückschlägen für SchülerInnen durch Corona entstand die Idee, SchülerInnen aus Niedersachsen zu sogenannten „Future-Peers“ auszubilden.

Zu Anfang wurden über mehrere Wochen „Peerinare“ (Online-Seminare für zukünftige „Future-Peers“) durchgeführt. Auf welchen Schwerpunkten lag bei diesen Treffen der Fokus?

Wir verfolgen immer den gleichen Ablauf WISSEN ® Urteilen ® Handeln. Die sechs Peerinare dienten als kleine „Entschülerung“.

Im Verein Peer-Leader-International haben wir einige Jahre lang SchülerInnen, die Interesse am Projekt hatten, erstmal „entschülert“. Durch einen Sportpädagogen haben zukünftige Peer-Leader in Ostrhauderfehn spielerisch gelernt, Gruppen anzuleiten.

Die Peerinare („Kennenlernen“, „Schule/Bildung“, „Die Welt“, „Käsesitzung – finde die Lücken im System!“, „Tools und Strategie“) dienten als „Entschülerung“ im Schnelldurchlauf. Vor jedem Handeln bieten wir einen „Eye-Opener“, eine „Provokation“ an, um über den Tellerrand hinauszuschauen und die Welt zu sehen und nicht nur das Dorf/die Stadt, in der man lebt. Es soll ein Anreiz sein, groß und global zu denken.

Wie können die Teilnehmer der Veranstaltungen aus Ihrer Sicht das erworbene Wissen in konkrete Projekte umsetzen – gibt es eventuell bereits Projekte, die solche Ideen umsetzen konnten?

Das Coole an dem Projekt Future-Peers und generell allen Projekten des Vereines Peer-Leader-International ist es, dass alles KANN, aber nichts MUSS. Dies ist ein „Spielplatz“, ein „Probierfeld“, wo man auch einfach mal scheitern darf, wo man sich ausbreiten kann und seinen Ideen freien Lauf lassen darf. Hier bestimmen die Future-Peers die Richtung. Alle teilnehmenden Future-Peers haben die Möglichkeit, von kleinen lokalen Projekten bis hin zu großen globalen Projekten alles auszuprobieren und sich auszutesten. So oder so werden alle Future-Peers an ihren Ideen wachsen und was fürs Leben mitnehmen können.

In welcher Form wird das „Future-Peers“ Projekt finanziert?

Das Projekt wird vom niedersächsischem Kultusministerium und von der niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung gesponsert.

In der letzten Zeit sind die Einsichten von vielen jungen Menschen in Bezug auf nachhaltiges Handeln gestiegen. Welche Aspekte sehen sie in Hinblick auf diese Entwicklung als positiv und welche noch als veränderungswürdig an und warum?

Noch immer denken wir, wir seien der Nabel der Welt und glauben, dass kleinste Veränderungen für mehr Nachhaltigkeit unser Leben massiv verändert. Wir müssen mehr verstehen, dass wir vor großen Veränderungen stehen, die aber nicht der Weltuntergang sind, sondern dass wir andere Menschen in dramatischen Situationen retten könnten. Kleinhandel, Hunger, Flucht, Kriege, Wassernot, Artensterben müssen wir stoppen. Aber: Das geht nicht durch Verhalten im privaten Bereich. Vegetarier werden ist klasse, rettet aber nicht die Welt, schon gar nicht schnell. Junge Menschen müssen mehr Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen, dort werden Weichen gestellt, nicht zu Hause.

Der Verein „Peer-Leader-International“ ist den meisten Menschen in Deutschland sicherlich noch nicht bekannt. Beschreiben Sie bitte, was den Verein auszeichnet und für welche Ziele er steht.

Peer-Leader-International ist ein auf „Peer-Education“ basierendes internationales Netzwerkprojekt zur Realisierung der Sustainable Development Goals (Anm. d. Red.: der 17 Nachhaltigkeitsziele der UNESCO). Neben dem Standort im ostfriesischen Ostrhauderfehn gibt es Peer-Leader-Teams in Südafrika, Brasilien, Malawi, Uganda und Ukraine. Gute Kontakte zu jungen Menschen gibt es in Israel, Tunesien, Ägypten, Zimbabwe, Bosnien und vielen weiteren Ländern.

Peer-Leader-International gibt Jugendlichen Möglichkeiten, sich auszuprobieren, Neues kennen zu lernen und sich dadurch auf ein selbstbestimmtes, engagiertes und weltoffenes Leben vorzubereiten. Lernen und Spaß durch eigenverantwortliches und gemeinschaftliches Erarbeiten von gemeinnützigen Projekten stehen dabei im Mittelpunkt. Das geht sowohl in Schulen als auch in freien Gruppen.

Alle Projekte werden von den ersten Ideen bis hin zur systematischen Realisierungen von den Jugendlichen selbst entwickelt, erprobt, verbessert, verbreitet. Hierfür notwendige Kompetenzen wie zum Beispiel Team- und Kritikfähigkeit erlernen die Jugendlichen unter der Anleitung erfahrener Peers, von MitarbeiterInnen und freiwilligen UnterstützerInnen, um sich mutig und selbstbewusst in den verschiedensten Bereichen auszuprobieren, ihre Grenzen kennen zu lernen und somit wertvolle Erfahrungen für ihr weiteres Leben zu sammeln.

Peer-Leader-International regt Jugendliche und Erwachsene aus verschiedensten Kulturen, sozialen Schichten und Lebensbereichen an, sich beim Erarbeiten von Projekten kennenzulernen, auszutauschen und gemeinsam zu engagieren. Sie erobern gemeinsame neue Handlungsräume und versuchen Einfluss zu gewinnen auf Dinge, die Gegenwart und Zukunft betreffen.

Bei Peer-Leader-International dabei zu sein bedeutet, das Leben aktiv zu gestalten, Verantwortung für sich selbst und das eigene Umfeld oder globale Bedingungen zu übernehmen und sich kreativ in die Gesellschaft einzubringen. Die persönliche Entwicklung der/des Einzelnen ist der Lohn dafür. „Ein gutes Leben für alle“ ist das Ziel!

In welcher Verbindung steht der Verein „Peer-Leader-International“ zu dem Projekt „Future-Peers“?

Der Verein Peer-Leader-International e.V. ist wie oben beschrieben ein Verein, der auf Grundlage der 17 Nachhaltigkeitsziele arbeitet. Die Ideen, wie unter anderem Future-Peers, entstehen in offenen Teamsitzungen oder Treffen mit internationalen Partnern.

Gerade in den Wintermonaten überlegen viele Menschen, sich zu engagieren. In welcher Form wäre ein Engagement bei den „Future-Peers“ oder „Peer-Leader-International“ in Zukunft möglich?

Wegen der Corona-Krise haben wir alles auf Online-Sitzungen umgestellt. Das ermöglicht jedem Peer aus der ganzen Welt an allem teilzunehmen, mitzudenken und aktiv zu werden. Man kann uns einfach kontakten und reinschnuppern in die freiwillige Arbeit, die der Verein macht.

Sie selbst haben das Future-Peer Projekt mitgegründet und haben als Organisatorin die „Peerinare“ mit geleitet. Worin bestand/besteht ihr persönlicher Antrieb sich für das Projekt zu engagieren?

Diese Frage wird mir oft gestellt, von Freunden, von Familie sogar meinen KollegInnen bei der Arbeit. „Katja, warum steckst du so viel Zeit und Arbeit ehrenamtlich in den Verein Peer-Leader-International und die daraus entstandenen Projekte, warum ‚opferst‘ du die Hälfte von deinem dir zustehenden Urlaub, um an weltweiten Begegnungen teilzunehmen?“

Diese Frage ist schwer zu beantworten. Es wäre nichts für mich, mich überhaupt nicht zu engagieren und nur in meinem Zimmer zu hocken. Die Welt hat mehr zu bieten. Tolle Länder, Menschen, Kulturen. Ich habe viele Freunde auf der ganzen Welt durch das Projekt gefunden, zweite Familien durch Leben in Gastfamilien und mich persönlich so krass weiterentwickelt.

Zum Abschluss können Sie ein Zitat, was sie geprägt hat/welches für Ihre Arbeit steht, hinzufügen.

Meine Motivation und mein Antrieb sind seit Jahren: Ich will wenigstens noch mehr Chaos auf der Welt vermeiden. Es gibt so viele Themen/Probleme, die es zu lösen gibt, da muss nicht noch mehr dazukommen. Diese Erkenntnis kam mir ganz nebenbei bei den vielen Begegnungen mit unseren Partnerländern und durch die Eindrücke, die ich über meine knapp zehn Jahre im Verein Peer-Leader-International sammeln durfte.


Weitere Informationen abrufbar unter: info@peerleader.org

Sonntag, 13. Juni 2021

Future-Peers I

Jetzt an unserer Schule: Future-Peers. Was ist das eigentlich? Jan-Marten Kleine-Besten und Louis Ostrowski stellen das Projekt vor.


Teil 1: Vorstellung des Projekts







Wie das Wort „Future” schon vermuten lässt, haben die Future-Peers etwas mit der Zukunft zu tun. Das Projekt „Future-Peers“ stammt von Peer-Leader-International, einem internationalen Jugendnetzwerk, welches sich für internationale Jugendarbeit und mehr Mitspracherecht für Jugendliche einsetzt. Future-Peers ist ein Projekt, welches in diesem Jahr das erste Mal durchgelaufen ist - wegen Corona nur im Online-Format.

Fakten zu Peer-Leader-International

 

Fokus auf 15-25 jährige Jugendliche
auf ein selbstbestimmtes, engagiertes, weltoffenes Leben vorbereiten

Lernen nach dem Prinzip „Try&Error“
schauen, was ist; äußern, was man fühlt; ausprobieren, was geht

Haus für Zusammenkünfte
„Das MOIN“ in Ostrhauderfehn – Ort der Begegnung von verschiedensten Kulturen

Kernteam von sechs jungen Männern und Frauen
verwirklicht Projekte und arbeitet für Peer-Leader-International

Teams in sieben Ländern weltweit,
darunter beispielsweise Partner in der Ukraine, Israel und Brasilien



In insgesamt sechs „Peerinaren“, so werden die Video-Konferenzen genannt, werden den Teilnehmern in verschiedene Richtungen Möglichkeiten und Hilfsmittel an die Hand gelegt, um später eigenen Projekte zu leiten. Bei den Peerinaren stehen außerdem Themen wie Nachhaltigkeit, Bildung oder Mitspracherecht im Mittelpunkt. Jedes der sechs Peerinare hat dabei einen eigenen Schwerpunkt, zum Beispiel, wie man sich die Schule der Zukunft vorstellt. Auch die Führung einer eigenen Gruppe wird stark thematisiert. Eine Gemeinsamkeit haben alle Peerinare: Es sind immer internationale Gäste anwesend, so dass Themen nicht nur für Deutschland, sondern für die ganze Welt diskutiert werden. Die Erfahrung der Coaches durch langjährige Jugendarbeit ist hierbei stets ein Vorteil, da so die Themen behandelt werden, die Jugendliche heute wirklich interessieren. Am Ende der Peerinare haben die Teilnehmer viel über Nachhaltigkeit, individuelle Bildung und weltweite Probleme gelernt.


Zitate der Organisatorin

 

 

„Peer-Leader-International gibt Jugendlichen Möglichkeiten,

sich auf ein selbstbestimmtes, engagiertes, weltoffenes Leben vorzubereiten.“

 

„Ich will wenigstens noch mehr Chaos auf der Welt vermeiden.“

 

„Das ermöglicht jedem Peer aus der ganzen Welt

an allem teilzunehmen, mitzudenken und aktiv zu werden.“

 

„Es soll ein Anreiz sein, groß und global zu denken.“

 

„Das Coole an dem Projekt Future-Peers ist es,

dass alles KANN, aber nichts MUSS.“

 

„Wir verfolgen immer den gleichen Ablauf:

WISSEN ® Urteilen ® Handeln.“

 

„Wir müssen mehr verstehen, dass wir

vor großen Veränderungen stehen“.

 

Ein gutes Leben für alle ist das Ziel!“



In den ersten Monaten nach den Peerinaren steht dann die Team-Bildung an. Die sechs Peerinare dienen nämlich dazu, die Future-Peers darauf vorzubereiten, ein eigenes Projekt mit einem eigenen Team durchzuführen. Diese Projekte kann sich jeder Future-Peer frei aussuchen. Es ist gewollt, dass es kaum Vorschriften gibt. Jeder Future-Peer kann selber entscheiden, in welche Richtung sein Projekt laufen soll. Ein Beispiel: Es gibt Projekte zu Ernährung, Gesundheit, Umwelt oder auch Nachhaltigkeit. Es kann aber auch Projekte geben, die in keine Kategorie passen, etwas Kreatives oder auch Persönliches. Die ersten Monate nach den Peerinaren werden dann die Future-Peers von den Coaches begleitet, sie können Fragen stellen oder sich bei der Team-Bildung oder der Projekt-Findung helfen lassen. Ein Austausch von Erfahrungen und Anregungen findet dabei in den sogenannten „Meilenstein-Peerinaren” statt, in denen jeder über eigenen Erfahrungen spricht und sich Ideen und Inspiration holen kann.

Ziel ist es, dass die Future-Peers nach einem Jahr ein eigenes Team mit einem eigenen Projekt haben, mit dem sie die Welt etwas verbessern und für die Zukunft fit machen können.

Zu den Projekten zählen

 

Peer Campus
Projektgruppe zur Entwicklung einer Peer-Education für eine nachhaltige und globale Entwicklung

Climate Cycle Tour
Fahrradtour durch mehrere Ländern der Welt zur Vermittlung von Wissen über den Klimawandel und Auseinandersetzung mit Lösungsmöglichkeiten

Future-Peers
Projekt zur Ausbildung von Peers während der Corona-Pandemie an 32 Schulen in Niedersachsen zur selbstständigen Gründung von Projektgruppen an Schulen durch Schüler:innen



Weitere Informationen unter: https://peerleader.org

Freitag, 11. Juni 2021

Feminismus

Gerechtigkeit als Bedrohung? Anna Lenja Epp über Feminismus.




Wozu ist Feminismus eigentlich da? Schließlich heißt es im Grundgesetz, Artikel 3, Absatz 2 „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ Wenn dies also schon der Fall ist, weshalb sollte mensch sich noch weiter dafür einsetzen müssen? Dazu muss auch der Rest des Absatzes berücksichtigt werden. Weiter heißt es hier „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ Daraus lässt sich schließen, dass der Prozess der Gleichberechtigung noch nicht vollständig abgeschlossen ist und sich weiterhin dafür eingesetzt werden muss. Hier kommt der Feminismus ins Spiel.

Zunächst einmal stellt sich die Frage, was Feminismus eigentlich ist. Grundsätzlich gibt es hier viele verschiedene Definitionen, die viele verschiedene Menschen erstellt haben. Es gibt nicht die eine Definitionen, der alle Feminist*innen folgen. Grundsätzlich geht es ja auch genau darum: dass alle Menschen gleichermaßen über sich selbst und ihr jeweiliges Leben entscheiden können.

Leider ist dies gegenwärtig noch nicht für alle Menschen aller Gender der Fall („Gender“ meint das soziale Geschlecht; dies muss nicht mit dem biologischen Geschlecht übereinstimmen): Immer noch werden Menschen aufgrund ihres Genders diskriminiert und anders behandelt als andere. Konkret betrifft dies FINTA*-Menschen. Dabei ist „FINTA*“ eine Abkürzung für „female, inter, non binary, trans* und agender“ und beschreibt alle nicht cis-männlichen Menschen. Cis-Männer sind Personen, denen bei der Geburt das männliche Geschlecht zugewiesen wurde, und die sich damit identifizieren. Sie erfahren dadurch bewusst oder unbewusst Privilegien, die anderen Menschen nicht zuteil werden - und genau das ist das Problem: Es ist absolut ungerecht, dass FINTA*s diese Privilegien nicht haben und deshalb für die gleichen Ziele oft stärker kämpfen müssen.

Hiergegen lehnt sich der Feminismus auf. Gegen diese Ungerechtigkeiten, die sich auch im Alltag immer und immer wieder zeigen, mal mehr oder weniger offensichtlich, mal mehr oder weniger so gemeint. Sexismus (sozusagen das Gegenteil von Feminismus) kann sich also auf ganz verschiedene Weisen äußern. Nicht erst in verbaler oder körperlicher Gewalt, sondern bereits in überholten Denkmustern, die Menschen dazu bewegen, FINTA*s weniger zu respektieren oder weniger ernst zu nehmen. Denn bereits das schränkt FINTA*s in ihrem Handeln und ihrer Entscheidungsgewalt ein.

Dementsprechend reicht es nicht aus, Männer und Frauen vor dem Gesetz gleichzustellen. Es braucht ein Umdenken in der Gesellschaft. Die Gesellschaft besteht momentan in Form eines Patriarchats, also einer Gesellschaftsform, die cis-Männer gegenüber FINTA*s bevorzugt und ihnen eine besondere Stellung einräumt. Die Existenz des Patriarchats ist der „bestehende Nachteil“, den es auszuräumen gilt. Es führt dazu, dass FINTA*s im Allgemeinen schlechter bezahlte Jobs annehmen müssen, dass ihnen automatisch Rollen zugewiesen werden, ob sie wollen oder nicht, dass sie weniger ernst genommen werden als ihre cis-männlichen Mitstreiter.

Mit dem Kampf gegen dieses sexistische Konstrukt soll erreicht werden, dass Menschen aller Gender die gleichen Optionen haben. Dies bedeutet nicht, dass cis-Männer deshalb weniger Möglichkeiten hätten. Vielmehr erhalten FINTA*s ganz einfach mehr und somit die gleichen Chancen. Feminist*innen wollen cis-Männern also grundsätzlich nichts wegnehmen. Leider ist dies trotzdem ein häufiger Vorwurf beziehungsweise eine Art Abwehrreaktion, wenn es um Feminismus geht, jedoch schlichtweg falsch. Wird bei Jobs mehr auf Qualifikation und weniger auf das Gender geachtet, ist dies für cis-Männer nur ein „Nachteil“, wenn sie schlechter qualifiziert sind. Allerdings sollten sie sich wohl Gedanken über ihr Selbstbildnis machen, wenn sie Gerechtigkeit als Bedrohung wahrnehmen.






Film-Vorstellung

Anders als andere Mädchen. Lona Ma empfiehlt „Enola Holmes“

Der Film handelt – wie es im Titel schon steht – von Enola Holmes (gespielt von Milli Bobby Brown), Sherlock Holmes‘ (Henry Cavill) kleiner Schwester. Ihre Mutter, Eudoria Holmes (Helena Bonham Carter), hat sie nicht wie andere Mädchen mit Stricken und solchen Sachen aufgezogen. Sie hat ihr Kämpfen, Bogenschießen und andere Sachen beigebracht, die meistens Jungen lernen. Außerdem war Eudoria ein großer Fan von Wortspielen. Sie hat ihre Tochter Enola genannt, weil der Name rückwärts gelesen „Alone“, also „Alleine“, heißt. Eudoria war sich sicher, dass Enola alleine in allen Situationen klar kommt.

Enola war immer glücklich mit ihrer Mutter, aber eines Tages war Eudoria nicht mehr da. Sie war einfach weg. Enola konnte so nicht leben und beschloss, sich auf die Suche nach ihrer Mutter zu machen.

Zuerst musste Enola sich verkleiden, denn niemand sollte sie erkennen. Um in der Menge unterzutauchen, kaufte sie sich von dem Geld, das ihre Mutter in einem Geheimversteck aufbewahrte, ein rüschiges Kleid. Sie war es nicht gewohnt, so etwas zu tragen, denn ihre Mutter zwang sie nie, wie die anderen Mädchen zu sein.

Sie ging irgendwo hin, denn sie kannte sich nicht gerade gut in der Stadt aus. Was sie nicht wusste: Sie wurde verfolgt …

In dem Zug, mit dem sie an einen Ort fahren wollte, wo sie ihre Mutter vielleicht finden könnte, traf sie auch einen Jungen. Der Junge sah so aus, als hätte er etwas schlimmes angerichtet, denn er versteckte sich. Die beiden taten sich zusammen und flohen, denn wegen eines wütenden Manns wären die beiden fast zu Schaden gekommen. Währenddessen hatte Enola sich als Junge verkleidet.

Mehr erzähle ich lieber nicht. Viel zu viel würde ich sonst verrraten. Kurz gesagt, geht es darum:

Enola ist anders als die anderen Mädchen. Denn ihre Mutter hat sie wie einen Jungen aufgezogen. Eines Tages verschwindet ihre Mutter und Enola macht sich auf die Suche nach ihr. Sie erlebt Abenteuer, wäre einmal fast ums Leben gekommen und entdeckt ihre große Liebe.

Ein spannender Film. Er dauert aber sehr lange: zwei Stunden. Trotzdem ist er gut. Ich hoffe ihr werdet den Film euch einmal angucken. Es gibt ihn auf Netflix.

Freitag, 28. Mai 2021

Corona-Lyrik

Maske vs. Corona. Ein Doppelgedicht von Lona Ma.



Masken haben‘s auch nicht leicht

Und Corona weiß, was es tut



Mein Leben als Maske ist sehr schlecht.
Corona macht es mir nicht recht.
Ich soll so blöde Sachen tun.
Und werktags darf ich niemals ruh‘n.
Im Jahr 2020 eroberte ich die Welt.
Ich konnte alles machen, was mir gefällt.
Auch wenn die Menschen mir Probleme machten.
Nach ein paar Tagen konnt‘ ich wieder lachen.



Ich helfe zwar den Menschen gern,
doch trotzdem ist mein Leben schwer.
Corona soll fest an mir kleben,
doch was ist denn mit meinem Leben?
Denn ich bin mutig und richtig stark.
Wenn ich was will und richtig mag,
dann hol ich‘s mir und bin sehr stolz.
Den Menschen geht‘s nicht gut? Ach, was soll‘s.



Das ist nicht fair, finde ich jetzt.
Und niemand gibt es, der mich schätzt.
Ich bin doch auch ein Lebewesen,
und will jetzt auch genesen.
Ein paar Mal war ich in großen Schwierigkeiten.
Doch so was soll mir keine Angst bereiten.
Denn ich hab so vieles schon durchgemacht.
Wenn ich jetzt aufgeb‘, dann wär‘ das doch gelacht.



Seit einem Jahre leide ich.
Seht nur an: mein Gesicht!
Voller Viren, Dreck und Schmutz.
Doch es gibt niemand, der mich putzt.
Und alle fürchten eine Sache:
Wenn ich mein‘ Job nicht richtig mache.
In ein paar Jahr‘n werd‘ ich gewinnen.
Mit meinem Mut und all meinen Sinnen.
Ihr werdet alle niederknien.
Und so wird mein ganzes Leben vergeh‘n
Voller Glück, Freude und ich weiß:
Die ganze Welt wird richtig nice!



Ich hoffe schon, es wird bald besser.
Und die Menschen noch viel netter.
Dann kann ich endlich wieder lachen
und auch, was ICH will machen!
Ihr glaubt mir nicht? Ihr werdet schon seh‘n!
Rückenwind wird für mich weh‘n.
Ich spüre, mein Ziel ist so nah und wunderbar.
Denn ich bin Corona!



Band-Vorstellung

Gut fürs Chillen. Ava Kraft empfiehlt die englische Band Little Mix“.

Kennt ihr eigentlich Little Mix? Das ist eine coole englische Band.

Eintrittskarte der Schwester unserer Autorin.

Angefangen Musik zu machen haben sie 2011. Wenn ihr auf Pop, Hip-Hop und R&B steht, dann sucht einfach mal auf eurer Musik-App nach Little Mix. Sie haben sieben Alben veröffentlicht. Meiner Meinung nach sind die Alben LM5 und DNA am besten.

Jessy ist aus der Band ausgestiegen.

Wenn ihr nicht wisst, welches Lied ihr hören wollt, hier ein paar Vorschläge: ,,American boy“, „No more Sad Songs“, „Shout Out To My Ex“, „How Ya Doin?“
Die Bandmitglieder heißen Leigh-Anne, Jade, Jesy und Perrie. Leider ist Jesy ausgestiegen.
Wie viel verdient Littel Mix eigentlich? Littel Mix verdient ungefähr 10 bis 50 Millionen $ pro Jahr.
Sie haben schon mit Jason Derulo („Savage Love“) und Kamille Musik gemacht.
Ich finde Little Mix gut, weil es Spaß macht, sie zu hören, da sie einen tollen Rhythmus haben. Man kann es gut hören beim Chillen und Lesen. Ich hoffe, ihr hört sie mal an.

Leigh-Anne mag unsere Autorin am liebsten.


Fotos: privat




Freitag, 21. Mai 2021

Leseprobe: „Mein stinknormales Leben“

„Das bin ich“. Kapitel 1 aus einem Tagebuch-Romanprojekt von Greta Weidemann.


Hey, willkommen zu diesem Tagebuch.

Ich bin Josy Anderson und wohne in Hamburg, aber ich wurde in Washington geboren, also stammen meine Wurzeln aus Amerika.
Ich habe eine kleine und eine große Schwester. Die große heißt Elizabeth und die kleine Mary.
Meine Mama, Stephanie, sagte das ich RIESEN-Glück hätte mit meinen Geschwistern, doch dabei nervt Elizabeth immer und Mary schreit und klaut mir immer meine Sachen.
Meine beste Freundin Sophie hat gar keine Geschwister, aber dafür hat sie den süßesten Hund der Welt. Der Hund heißt Mimi.
Ich habe gar kein Haustier, wünsche mir aber schon mein GANZES LEBEN ein Haustier. Egal ob Meerschweinchen, Kaninchen oder Hamster. Aber keinen Hund!
Dann gebe ich es ja doch zu. Hunde machen viel zu viel Arbeit. Vor allem weil wir die meiste Zeit gar nicht zuhause sind.
Meine Mama arbeitet als Zahnärztin, und mein Papa, Michael, arbeitet als Architekt.
Ach übrigens, wir wohnen in einen Haus, das wie immer voll unaufgeräumt ist. (Außer mein Zimmer). Dieses Tagebuch hat meine Grandma mir geschenkt zu meinem vierten Geburtstag. Ich konnte nämlich schon mit vier schreiben!

Aber jetzt geht es richtig los:

Heute war ein ganz normaler Tag. Es war 18:17 Uhr. Draußen regnete es und ich saß mit den besten Cookies der Welt auf meinem Bett.
Auf einmal kam Mary rein und fragte, ob ich mit ihr PUPPEN spielen will.
NEIN, NATÜRLICH NICHT!
„Ich bin doch kein BABY mehr!“ sagte ich.
Traurig ging meine kleine Schwester mit hängenden Kopf aus meinem Zimmer.

Gerade wollte ich mich an meinen Schreibtisch setzten und mit Sophie an meinem alten Computer schreiben, aber da rief auch schon meine Mama. „Elizabeth, Maaary, Jooooosy! Kommt Eeeesssssen!“ Sie schrie von der Küche bis nach oben in die Kinderzimmer von uns rein. Wir alle rannten sofort die Treppe hinunter, denn jeder wollte den besten Platz am Esstisch. Den am Fenster. Doch diesmal war tatsächlich Mary als erstes unten!

Also setzte ich mich neben meine Mama.  Und Elizabeth setzte sich zu Papa. Es gab Lasagne! „Mmmmmhhhh lecker!“, machten alle. Das ist mein absolutes Lieblingsessen. In Amerika würden wir sagen: „That’s my favorit food.“ Wir verputzten die Lasagne schneller als in 10 Minuten.

Als wir dann fertig waren gab es noch Schokoladenpudding. Das war wirklich das beste Essen seit langen ... NEIN, der beste Abend seit langem, denn wir haben bis tief in die Nacht Harry Potter geguckt. Naja, Mary ist nach dem Essen ins Bett gegangen.
Sie ist ja erst sechs. Aber irgendwann mussten wir ja auch ins Bett. Also wollte ich ins Bad gehen, doch Elizabeth überholte mich nur, stupste mich in der Zeit mit ihrer Schulter gegen meine Schulter und verschwand im Bad. „Och Menno!“,rief ich ins geschlossene Badezimmer, „Da wollte ich gerade rein!“
Um keinen Stress aufzubauen und Mary nicht zu wecken, ging ich dann einfach in mein Zimmer. Zog mir meinen Schlafanzug an und legte mich schon mal ins Bett.

Aufs Klo gehen, Zähne putzen und sich das Gesicht putzen ist jetzt nicht DER Weltuntergang, wenn man das nicht macht. Später kam auch noch mein Daddy rein, um mir einen Gute-Nacht-Kuss zugeben.

Also auch an dich liebes Tagebuch: GUTE NACHT!



Samstag, 15. Mai 2021

Leseprobe

„Runa“. Lona Ma präsentiert ihr Buchprojekt.


Hallo, ich bin heiße Lona Ma und arbeite gerade an meinem Buch „Runa“. Ich habe hier einen Teil vorbereitet, den ihr euch durchlesen könnt. Ich würde mich freuen, wenn ihr einen Kommentar schreibt, ob ihr die Buchidee und den Text gut findet. Über Verbesserungsvorschläge würde ich mich auch sehr freuen. Viel Spaß beim Lesen!

Darum geht’s:

Runa Jaqueline Louanne Bernard ist eine französische Prinzessin aus dem Jahr 1723. Ihre Eltern bestehen darauf, dass sie die zukünftige Königin wird. Aber ist es wirklich so toll, eine Prinzessin zu sein? Ist das das wirklich das beste Leben? Nein. Das findet zumindest Runa. Eines Nachts flieht sie aus dem Schloss und beginnt ein neues Leben. Sie ist es nicht gewohnt, so alleine in der Welt so herumzulaufen, und gerät auch in sehr viele Schwierigkeiten. Und eines Nachts muss sie um ihr Leben bangen ...



Freitag, 7. Mai 2021

*

Gendern heißt Verändern. Anna Lenja Epp über die große Bedeutung von kleinen Zeichen.

Heutzutage finden sich in vielen Texten Gendersternchen, auch Asteriske genannt. Obwohl sie das durchaus sinnvolle Ziel vertreten, Menschen aller Geschlechter beziehungsweise Gender gleichermaßen in der Sprache abzubilden, treffen sie auf viel Gegenwind. Doch was spricht eigentlich dagegen?


Zunächst besteht vereinzelt die Annahme, beim Gendern handele es sich um eine Art Aufzählung, bei der die jeweiligen männlichen und weiblichen Formen einfach beide genannt würden. Dementsprechend schriebe mensch beispielsweise statt des Wortes „Schüler“ die Worte „Schülerinnen und Schüler“, was eine Verdreifachung der Wortanzahl bedeuten würde und sehr umständlich wäre. Allerdings ist dies nicht die angestrebte Form und deshalb auch nicht nötig. Anstatt von „Schülerinnen und Schülern“ wird ganz einfach von „Schüler*innen“ gesprochen. Neben der kürzeren Zusammenfassung hat diese Form den Vorteil, dass sie Menschen aller Gender miteinbezieht.
Abgesehen hiervon gibt es Personen, die der Meinung sind, selbst kleine Sternchen inmitten von Worten würden ihren Lesefluss unterbrechen, die Sprache gar hässlich erscheinen lassen. Da das vor allem bei längeren Texten und auf Dauer hinderlich werden könne, verschließen sich Einzelne komplett gegenüber dem Gendern und verlangen selbiges auch von ihren Mitmenschen. Was betreffende Personen jedoch nicht wahrnehmen, ist ihre sehr subjektive Sicht auf dieses Thema. Das Gendern an sich abzutun, weil es einem*einer persönlich nicht gefällt, erscheint mir doch sehr selbstsüchtig, vor allem wenn mensch bedenkt, dass somit mehr als die Hälfte der Menschheit zur Unsichtbarkeit verdammt wird.
Ein ähnliches Argument gegen das Gendern liefert der nicht nur zu diesem Thema häufig geäußerte Satz „Aber das haben wir doch schon immer so gemacht!“. Hiernach bleiben Menschen lieber bei dem, was schon existiert, und sehen keinen Grund für jegliche Veränderung, auch wenn diese sehr wohl ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sein könnte. Das Problem bei dieser Sichtweise ist, dass sie voraussetzt, die Sprache samt ihrer Bedeutung wäre ein nicht veränderbarer Ort, den es zu beschützen gilt, weil sich sonst alles in seine Einzelteile auflöst. Da das aber natürlich nicht der Fall ist, macht dieses Argument schlicht keinen Sinn. Das Gendern führt gewiss zu einer Veränderung, jedoch nicht zu einer Verschlechterung. Denn der Ausbau von Gleichberechtigung ist ein Fortschritt, seine Verhinderung ein Rückschritt.
Zusammenfassend kann mensch also feststellen, dass Argumente gegen das Gendern häufig sehr subjektiv sind, da sie die Lebensrealität anderer Menschen ignorieren.
Letztendlich geht es beim Gendern um Respekt gegenüber nicht-männlichen Personen, der sich auf keinen Fall mit einer vermeintlichen Ästhetik der Sprache oder schlichter Bequemlichkeit aufwiegen lässt. Es gibt absolut keinen vernünftigen Grund dafür, die männliche Form als allgemeingültig zu betrachten.
Stattdessen müssen wir gendern und verändern!

Foto: Anja Lenja Epp


Donnerstag, 15. April 2021

Umfrage: Präsenz- oder Distanzlernen?

Soziale Kontakte fehlen. Lona Ma hat Schüler*innen und Lehrer*innen gefragt: „Findet ihr/finden Sie Homeschooling oder Präsenzunterricht besser? Und warum?“


Die Schüler*innen:

Kavya Gaurav: „Ich mag Präsenzunterricht mehr, weil man da alle live sehen kann und alles besser versteht. Außerdem gibt es im Homeschooling sehr viele Internetprobleme.“
 
Alessandra Salmaso: „Ich finde Präsenzunterricht besser, weil man mehr Unterstützung hat, aber auch, weil man da einfach besser lernen kann.“
 
Franca Brangs: „Ich finde Schule in der Schule besser, weil man die Lehrer direkt fragen kann und man nicht immer so lange an seinen Aufgaben sitzt.“
 
Lilith Jung: „Ich finde auch normale Schule besser, weil man die anderen Kinder sieht und wenn man Fragen hat, kann man sich direkt an die Lehrer wenden. Außerdem muss man sich zuhause alleine organisieren, und die Videokonferenzen nerven. Ganz besonders fehlen mir die sozialen Kontakte. Ich wäre viel lieber mit anderen Kindern zusammen. Das fehlt mir am meisten.“
 
Lucas Posten: „Ich finde Homeschooling besser, weil ich da schneller fertig mit den Aufgaben war.“
 
Tom Voges: „Normale Schule, weil man da besser nachfragen kann.“
 
Mira Schmidt: „Ich finde es besser, in der Schule zu sein, weil man da die Lehrer direkt fragen kann.“
 

Die Lehrer*innen:
 
Cathrin Wiebusch: „Ich finde Präsenzunterricht besser, weil ich dort alle Schüler und Schülerinnen sehen und direkt mit ihnen sprechen kann. Da ich 258 Schülerinnen und Schüler gleichzeitig unterrichten muss, ist es fast unmöglich, jede Woche mit jedem einzelnen Kontakt zu haben und eine Rückmeldung zum Unterricht zu geben. Im Präsenzunterricht ist das viel einfacher, und ich habe das Gefühl, dass ich die Schülerinnen und Schüler dann besser unterstützen kann.“
 
[Anonym]: „Ich fand es viel besser, die Schülerinnen und Schüler wiederzusehen.“
 
Dennis Scholze: „Es ist wie bei Konzerten: Kein Video, keine mp3-Datei kann das Erlebnis, live dabei zu sein, ersetzen.“
 

[Anonym]: „Natürlich finde ich Präsenzunterricht besser, da man einen besseren Austausch mit den Schülerinnen und Schülern hat. Man kann auf Fragen, Probleme oder Ähnliches individueller eingehen, Themen leichter erklären und einfach besser für die Schülerinnen und Schüler da sein.“
 

Das Ergebnis steht fest: Fast alle haben Präsensunterricht gewählt. Auch wenn es nur eine Stichprobenumfrage war.



Bildquelle: pixabay.
 


Sonntag, 7. März 2021

Buchempfehlung

Eine Zeit, die nie vergessen werden darf. Anna von Braunschweig empfiehlt „Damals war es Friedrich“ von Hans Peter Richter



Das Buch „Damals war es Friedrich“ ist 1961 erschienen und behandelt das Thema des Nationalsozialismus. Das Buch ist im dtv-pocket-Verlag erschienen und kostet 8,95,-.

Die Familie des Erzählers (das Buch ist in der Ich–Perspektive geschrieben) lebt in einer Wohnung in einem Haus. Über ihnen wohnt eine jüdische Familie namens Schneider. Der Sohn heißt Friedrich und wird zum besten Freund des Erzählers. Am Anfang ist der Vater des Erzählers arbeitslos, seine Mutter arbeitet hart und wäscht für andere Leute. Mit der Zeit beginnt der Hass auf die Juden, keiner soll mehr etwas mit ihnen machen, ihre Rechte werden eingeschränkt. So dürfen sie nicht mehr Filme schauen, sie dürfen sich nur auf gelbe Bänke setzen, die für Juden gekennzeichnet wurden, und noch weitere eingeschränkte Rechte werde beschränkt. Irgendwann bricht bei Familie Schneider eine Menge Leute ein, die ihre Wohnung komplett zerstören, und die Mutter von Friedrich wird von den Angreifern sehr verletzt.

Es ist eine traurige Geschichte, aber ich kann das Buch nur empfehlen, weil es sich um eine Zeit handelt, die nie vergessen werden darf. Man darf nie vergessen, wie grausam damals viele Menschen gegenüber Juden waren. Das Buch ist für Jugendliche und Erwachsene geeignet.


Freitag, 5. März 2021

Corona: Kurzgeschichte

2020 – aus der Sicht des Coronavirus. Eine Kurzgeschichte von Lona Ma.



Machen wir mal einen Zeitsprung an den Anfang vom Jahr 2020. Da hatten ich und meine Familie besonderes Glück und ... Moment, ich habe mich ja noch gar nicht vorgestellt. Ich bin Corona Nr. 30524. Meine riesengroße Familie mit etwa 29387551730498620 Familienmitgliedern, die Coronas, übernahmen 2020 die Macht. Denn wir hatten ein neues Zuhause gefunden. Bei den Menschen, oder wie auch immer diese komischen Lebewesen heißen.Wir waren zwar immer glücklich bei den Fledermäusen, die uns Unterschlupf gewährten, aber eines Tages kamen wir an einen komischen Ort. Und als wir ankamen, war es gar nicht mehr so schlimm dort, wie wir anfangs geglaubt hatten. Es war sogar noch besser als bei unserem früheren Zuhause. Und ich glaube, die Menschen wollten uns einen Gefallen tun, denn nach einigen Tagen schleppte der Mensch uns an einen Ort, wo es noch mehr Menschen gab. Und dann reisten wir erst nach Peking, nach Indien, und wir waren sogar in Europa. Das war der Anfang unserer Herrschaft.

Bald, so im Juli 2020, bemerkten wir, dass wir schon fast die ganze Welt erobert hatten, und deshalb wollten wir uns noch stärken, um NOCH mehr zu erobern. Ja, genau, unser Herrscher, Corona Nr. 1, ist ehrgeizig.Wir machten also ein Update. Das war echt eine gute Idee. Denn mit dem Update kamen wir zum zweiten Mal nach Großbritannien. Aber die Menschen waren wohl schlauer, als wir gedacht haben. Sie haben irgendein Mittel erfunden, das sich Desinfektionsmittel oder so nennt. Mit dem haben sie uns total abgeschreckt und sogar einige von uns umgebracht. Unsere 526 Vizepräsidenten wollten aber nicht aufgeben und haben uns doch noch dazu gebracht, weiter zu machen. Und dann sind wir wieder nach Deutschland gekommen. Und wir werden ja noch sehen, wer diesen Kampf gewinnt. Und jetzt geht es eigentlich erst richtig los, denn die verbesserte Version von uns, die Menschen nennen es SARS-CoV-2, verbreitet sich langsam in den anderen Ländern in Europa aus.

Wie geht es weiter?
Fortsetzung folgt im Mai 2021.


Bild: pixabay


Montag, 8. Februar 2021

AG-Vorstellung: Schulgarten

Viel Lernen durch Abwechslung. Mazen Nagia befragt den Leiter der Schulgarten-AG, Herrn Hofmann


Am 
Wilhelm-Gymnasium gibt es viele tolle Arbeitsgemeinschaften mit vielen verschiedenen Themen. Vom Sport übers Pflanzen bis zum Programmieren. Zur Abwechslung kann man jedes Halbjahr neue Arbeitsgemeinschaften wählen. So kann man was immer etwas Neues lernen. Hier möchte ich euch die Schulgarten-AG vorstellen.
 
Wann ist die AG?
Die AG ist mittwochs in der 7. Stunde.
 
Wie viele Kinder sind in der AG?
Wir sind noch eine kleine Gruppe mit neun Schülern.
 
In welchem Jahr haben sich die meisten Kinder angemeldet?
Die AG ist neu. Vorher hat die UNESCO-AG schon im Garten gearbeitet. Wir haben die Schulgarten-AG gegründet, um den interessierten Schülern ein zusätzliches Angebot zu bieten.
 
Schuppen: selbst aufgebaut und angemalt.

Wie war der Einfluss der Corona Situation auf die AG?
Gerade sind nur zwei Jahrgänge in einer AG erlaubt. Wir arbeiten in Kleingruppen mit viel Abstand an der frischen Luft.
 
Welche Arten von Pflanzen pflanzen sie ein?
Wir reparieren und strukturieren gerade sehr viel im Garten. Da ist viel handwerkliches Geschick gefragt. Ab dem Herbst beginnen wir testweise damit, erste Stauden einzupflanzen.
 
Was bringt es, etwas einzupflanzen?
Es macht Spaß, man denkt an die Natur, und man ist an einem Ort mit viel frischer Luft.
 
Was braucht eine Pflanze, um zu wachsen?
Die eingepflanzte Pflanze braucht unter anderem  die passende Menge an Licht und Wasser.
 
Pflanzaktion.

Braucht jede Pflanze die gleiche Verpflegung?
Jede Pflanze hat ihre eigene Bedürfnisse. Manche müssen ans Licht, manche in den Schatten,    manche brauchen viel Wasser und so weiter.
 
Welche Bodenarten gibt es, und welche Bodenart ist geeignet für welche Pflanze?
Es gibt eher sandige Böden, es gibt eher lehmige Böden. Daran kann man sich orientieren. Wir müssen aber letztendlich ausprobieren, welche Pflanzen gut mit unseren Verhältnissen zurecht kommen.
 
Haben Sie den Schulgarten schon mal bei einem Wettbewerb qualifiziert?
Wir stehen erst am Anfang unserer Arbeit. Dementsprechend haben wir bisher an keinem Wettbewerb teilgenommen.
 
Planen Sie, den Schulgarten bei Wettbewerben zu qualifizieren?
Wenn es gut läuft, können wir - falls das jemand möchte - auch an Wettbewerben teilnehmen.
 
Wenn du Natur und Pflanzen magst, ist die Schulgarten-AG genau für dich gedacht.
 

Sonntag, 31. Januar 2021

AG-Vorstellung: WGtarier

Für eigene Ideen. Anna Wichner stellt die Schulzeitungs-AG WGtarier vor.




Samstag, 30. Januar 2021

Wechsel ans WG

Eine große Herausforderung. Aina und Anna über ihren Start am WG während der Pandemie

 

Aina: Erinnerst du dich noch an deine Ausschulung aus der Grundschule?
 
Anna: Ja. Also ursprünglich wollten wir ja in die Aula. Das konnte aber wegen Corona nicht stattfinden.
 
Aina: Was habt ihr stattdessen gemacht?
 
Anna: Zum Abschluss hatten wir geplant, vor unserer Familie, ein Stück über Till Eulenspiegel aufzuführen. Als wir das Stück aufgeführt hatten, merkten wir, dass alle Kinder aus den anderen Klassen aus den Klassenzimmern geguckt haben. Das war merkwürdig. Im selben Moment schossen hunderte von Papierfliegern aus den Fenstern auf den Schulhof! Das sah so schön aus! Dann hatten wir noch eine Überraschung für unsere Klassenlehrerin. Jeder aus unserer Klasse hat eine Seite für ein Buch gestaltet. (Da Aina und ich in einer Klasse waren, hat sie natürlich dasselbe erlebt.)
Wie hast du dich an diesem Tag gefühlt?
 
Aina: Also ich war traurig weil ich danach mit manchen vielleicht keinen Kontakt mehr habe. Aber ich war auch sehr aufgeregt, weil ich nach den Sommerferien in eine größere Schule und Klasse gehen würde. Ich vermisse meine Klassenlehrerin Frau Iden sehr und hoffe ich sehe sie bald wieder.
Wie war das bei dir?

Anna.
 
Anna: Also ich war eigentlich nur aufgeregt, weil ich einfach nicht daran gedacht habe, dass ich manche nicht mehr wieder sehe. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass die Schule sich etwas für uns ausgedacht hat. Das zeigt, dass wir den Kinder und Lehrern nicht egal sind. Aber als die ganze Veranstaltung dann zu Ende war, wurde ich schon traurig. Dass ich das Ganze dann hinter mir lassen würde. Corona machte das Ganze natürlich nicht grade leichter. Wir mussten Masken aufsetzten. Fast die ganze Zeit Abstand halten und so weiter.
 
Aina: Warum hast du dich für diese Schule, das WG, entschieden?
 
Anna: Weil sich viele Kinder aus meiner alten Klasse und Schule auch für diese Schule entschieden haben. Und ich wollte natürlich mit ihnen wieder zusammen sein. Und das hat ja dann auch geklappt. Ich habe mich außerdem für diese Schule entschieden, weil es ein Gymnasium ist und mir sehr empfohlen wurde. Und ich finde es eigentlich sehr schön hier.
Und wie war das bei dir?
 
Aina: Bei mir war es genauso. Ich wollte mit alten Klassenkameraden zusammen sei, und es ist einfach eine tolle Schule. Ich war auch einmal kurz davor, mich für die Gauß zu entscheiden. Aber weil da nicht so viele Freunde waren, habe ich mich doch für das WG entschieden.
Wie war die Einschulung in das WG für dich?
 
Anna: Ich wusste schon, dass es anders sein wird und nicht wie all die Jahre vor uns. Das hat mich schon ein bisschen traurig gemacht, da ich mich auf eine normale Einschulung gefreut hatte. Also Masken in der Kirche. Es war schön, nach den langen Sommerferien seine Freunde wieder zu sehen. Dann sind wir etwas später in die Aula gegangen, und es wurde aufgerufen, wer in eine Klasse kommt. Dann gab es eine Probestunde, in der wir eigentlich nur Hygienepläne bekommen haben.
Wie hast du dich an diesem Tag gefühlt?

Aina: Ich war sehr nervös, ob ich jetzt mit Schülern meiner alten Klasse wieder zusammen komme. Oder halt mit neuen Schülern, die ich gar nicht kenne.  Aber ich hatte sehr viel Glück.
Wie fühlst du dich eigentlich auf der neuen Schule?
 
Anna: Am Anfang war es ziemlich schwer, weil es hier dann noch so Einbahnstraßenregeln und 1-Meter-Abstandregeln in der Klasse gab. Aber wir konnten zumindest auf dem Platz unsere Masken abnehmen. Was wir jetzt auch nicht mehr können. Es ist schwer, mit jemanden auf dem Schulhof normal zu reden. Freundschaften zu schließen, ist auch nicht grade leicht. Aber ich sehe das Ganze einfach als eine große Herausforderung, die keine 5. Klasse je vor uns hatte.
Und wie hast du dich in den letzten Wochen gefühlt?

Aina.
 
Aina: Ja, die Regeln wegen Corona waren am Anfang sehr streng. Viele haben sich auch verschlimmert, weil die Zahlen gestiegen sind, und wie wahrscheinlich jeder, hoffe ich, dass das alles bald zu Ende ist. Damit wir endlich normal auf diese Schule gehen können.
Wie ist es, neue Freundschaft zu schließen? Mit Abstand und Masken.
 
Aina: Ich hatte immer so ein bisschen Probleme mit neuen Freundschaften. Mit Abstand und Maske ist es eine sehr große Herausforderung. Aber  ich habe es schon irgendwie geschafft, Freunde zu finden. Denn wenn es wahre Freunde sind, findet man sie schon.
Wie war das bei dir?
 
Anna: Bei mir war es etwas leichter als bei dir. Denn ich hatte schon etwas ältere Freunde, die schon am WG waren. Dadurch war es leichter für mich, jemanden zu finden. Dann hat man sich immer so gegenseitig vorgestellt.
Hast du noch Kontakt zu deiner alten Klasse?
 
Aina: Eigentlich nicht. Ich habe kein Handy, also kann ich nicht im Klassen-Chat mitmachen. Mit einer alten Klassenkameradin bin ich beim Tennis. Aber das ist ja im Moment geschlossen. Ich hoffe, es macht bald wieder auf. Hier gibt es ja in den Parallelklassen auch noch bekannte Mitschüler. Zu manchen werde ich wahrscheinlich kein Kontakt mehr haben, aber zu den meisten schon.
Und bei dir?
 
Anna: Ich habe ein Handy und bin auch mit im Klassen-Chat. Wir unterhalten uns oft über aktuelle Themen. Und über das, was man halt in einen Klassen-Chat schreibt. Ich habe auch noch fast zu allen so Kontakt. Manche aus meiner vorherigen Klasse haben aber auch kein Handy und sind auch nicht am WG. Zu denen habe ich halt keinen Kontakt mehr.
Wie findest du die Regeln in Bezug auf Corona?
 
Aina: Die Regeln sind streng, aber das muss halt so sein. Wir wollen ja nicht noch mehr Infizierte. Es ist so, wie sie es machen, ok.
 
Anna: Durch Corona kennen wir die normalen Regeln ja auch gar nicht richtig. Oder sie sind selbst verständlich. Auf dem Klettergerüst nicht schubsen ist ja klar. Deshalb sind die Corona Regeln einfach wichtiger. Wir sind in der ersten Woche fünf Seiten mit Regeln  durchgegangen. Es war nicht schön, aber keine dieser Regeln war überflüssig.
 
Aina: Hättest du es schöner gefunden, wenn Corona früher oder später gekommen wäre?
 
Anna: Wir wissen ja alle nicht, wie lange das alles noch dauert. Wäre es früher gekommen, als ich z. B. in der 3. Klasse war, wäre es nicht sehr schön gewesen. Ich hänge nämlich sehr an der Grundschule. Wäre es ein Jahr später passiert, wäre es schöner. Dann hätte ich eine schöne Aus- und Einschulung gehabt. Es wäre für mich halt einfach sinnvoller gewesen.
Und was hältst du davon?
 
Aina: Wie schon gesagt, wäre früher nicht schön gewesen. Später schon eher. Aber ich sag mal so, irgendwann ist es auch wieder vorbei. Dann haben wir es hinter uns, und verschieben kann man es sowieso nicht.
Hast du manchmal das Gefühl, dass Corona eigentlich gar nicht so doof ist?
 
Aina: Ich fand Corona schon immer doof. Schon klar: schulfrei. Aber es sterben tausende Menschen dadurch, und da tröstet mich kein schulfrei.
 
Anna: Ich versuche die Dinge oft positiv zu sehen. Natürlich gibt es keine Entschuldigung für die Infizierten und Familien, die ihre Liebsten verlieren. Aber Corona hilft uns zumindest mit dem Klimawandel. New York und Paris sind halb so schmutzig wie vorher. Und verlängerte Ferien. Aber das ist ja eigentlich Quarantäne. Ich lebe aber am Rand der Stadt, und da dürfen wir halt auch mal raus.
 
 

Montag, 21. Dezember 2020

Pro Innenstadt

Gutscheine retten Läden. Anna Lenja Epp über die Initiative des Kurses ev. Religion in Jg. 11.

Normalerweise gehören kleine Unternehmen fest zum Stadtbild. Ob Restaurants, Cafés oder Boutiquen: Diese Betriebe prägen eine Stadt und tragen zu ihrer Einzigartigkeit bei. Ohne die lokalen Einzelhändler*innen gäbe es überall nur die gleichen großen Ketten und unzählige Onlineshops.


Doch durch die aktuelle Lage stehen viele schöne kleine Läden an ihrem Limit. Sie müssen um ihre Existenz bangen und wissen nicht, ob es sie nach dieser Krise noch geben wird. Auch in Braunschweig ist ungewiss, wie die Innenstadt am Ende der Corona-Krise aussehen wird. Es scheint unwahrscheinlich, dass einfach alles so bleiben wird, wie es vorher war. Sicherlich werden einige Unternehmen nicht mehr existieren. Um zu verhindern, dass noch mehr Geschäfte schließen müssen, haben wir, ein Religionskurs des elften Jahrgangs am Wilhelm-Gymnasium, uns etwas einfallen lassen:

Statt zusehen zu müssen, wie sich die Innenstadt langsam auflöst, wollen wir den gefährdeten Läden unter die Arme greifen. Hierzu haben wir ein Projekt auf die Beine gestellt, indem wir unter anderem Plakate und Flyer gestaltet haben, die in der Stadt verteilt wurden. Auch Zeitung und Radio haben bereits darüber berichtet.

Mithilfe dieses Projektes könnt ihr bei eurem Lieblingsgeschäft Gutscheine kaufen und ihm damit helfen. Dafür kooperieren wir mit den entsprechenden Betrieben und dem gemeinnützigen Portal www.braunschweig-help.de, auf dem man Gutscheine erwerben kann, die den Läden sofort Geld in die Hand geben.

Die erwähnten Gutscheine könnt ihr einlösen, wenn sich der Einzelhandel wieder etwas erholt hat, es geht also nichts verloren. Das jeweilige Unternehmen hat dank der Gutscheine dann zumindest kurzfristig mehr Geld zur Verfügung, erhält sozusagen eine Art Mini-Kredit.

Obwohl das erstmal recht unbedeutend erscheint, können wir Geschäften gemeinsam helfen. Wenn in einem Laden, auf dessen Homepage oder über braunschweig-help.de beispielsweise 80 Kund*innen Gutscheine im Wert von je 25 € kaufen, hat der entsprechende Betrieb 2.000 € mehr zur Verfügung. Ein solcher Geldbetrag deckt zwar noch lange nicht alle Kosten eines Unternehmens, kann aber einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Letztendlich wird es die Summe kleiner und größerer Beträge sein, die den Erfolg bestimmt.

Deshalb ist es wichtig, dass so viele Menschen wie möglich von dem Projekt erfahren. Dazu könnt auch ihr beitragen, indem ihr euren Familienmitgliedern und Freund*innen davon erzählt und sie zum Mitmachen aufruft. Auch wenn leider ein Restrisiko für die Kund*innen besteht, wird dasselbe für alle Beteiligten mit jedem Gutschein geringer.

Insgesamt gibt das Projekt Hoffnung darauf, dass wir uns nach der Corona-Krise wieder auf eine lebendige Innenstadt und Stadtviertel mit vielfältigem Angebot freuen dürfen.