Samstag, 13. Juni 2026
Freitag, 5. Juni 2026
Lieblingslehrer Außenstelle
Umfrage am WG zum Lieblingslehrer in der Außenstelle. Von Andy Butty, Julius Kahl und Karl Schöll (7c).
Wir haben an der Außenstelle des WGs eine Umfrage zu den Lieblingslehrern und Lehrerinnen gemacht. Insgesamt haben wir 100 Stimmen der Schüler/innen gesammelt. Die Grafik zeigt die Ergebnisse ab zwei Stimmen. Außerdem haben wir nach einer Begründung gefragt.
Das sind die Platzierungen:
1. Platz:
Frau Sommer (20 Stimmen)
2. Platz:
Herr Conrad (8 Stimmen)
3. Platz:
Frau Gemmer (5 Stimmen)
Frau Hahnemann (5 Stimmen)
Frau Zager (5 Stimmen)
Frau von Kölln (5 Stimmen)
Herr Öztürk (5 Stimmen)
Donnerstag, 28. Mai 2026
Kommentar
„Bring back 9€-Ticket!“. Martino Rossi (11c) kommentiert das Krisenmanagement der Bundesregierung in der Energiekrise.
Deutschland steckt mitten in einer der
größten Energiekrisen in der Geschichte unseres Landes – und das schon seit Monaten.
Das liegt aber nicht am Krieg, nicht an Iran und nicht an Trump. Sondern an
uns!
Keine Unbekannte ist seit Jahren, dass
fossile Energieträger Abhängigkeiten zu anderen Ländern schüren, die vor allem
in den heutigen konfliktreichen Zeiten problematisch sein können. Dies zeigt
sich ja gerade in sehr besonderer Weise durch massive Preisanstiege in
Verbindung mit dem Konflikt in Iran.
Wir hätten seit Jahren die Chance gehabt,
durch ausreichende Investitionen komplett auf erneuerbare Energien und
Elektro-Antriebe umzusteigen und damit nicht nur Abhängigkeiten abzubauen,
sondern auch das Klima zu schützen.
Nun aber stecken wir mittendrin in der
Krise. Daher ist es wichtig, langfristige Ziele wie den kompletten Umstieg auf
erneuerbare Energien und Elektro-Antriebe voranzutreiben, aber vor allem
kurzfristige Maßnahmen zu ergreifen, die zu 100% den Bürger*innen zugutekommen
und keine negativen Auswirkungen auf das Klima haben.
Der Tankrabatt ist dabei das falsche
Instrument. Denn er entlastet nur Autofahrer*innen und schadet dadurch nicht
nur dem Klima, sondern auch den Menschen, die eben kein Auto fahren. Noch viel
schlimmer ist, dass von den 17 Cent Ermäßigung pro Liter nur 4 Cent wirklich
bei den Verbraucher*innen ankommen und die restlichen 13 Cent in den fetten
Taschen der Konzerne landen, wie eine ifo-Studie belegt.
Viel wirksamer wäre daher ein 9€-Ticket
in Verbindung mit einer Taktverdichtung im ÖPNV. Dieses würde nicht nur
Bahnfahrer*innen, sondern auch Autofahrer*innen entlasten, da diese mit dieser
Maßnahme ernsthaft zum Umstieg motiviert werden könnten, was positive
Auswirkungen auf das Klima hätte, die dringend notwendig sind. Deshalb: Bring
back 9€-Ticket!
Darüber hinaus sollte über größere
Prämien für E-Autos und einen Rückzug vom Rückzug der Solarförderung für
private Balkone nachgedacht werden.
Wenn Deutschland das alles konsequent
berücksichtigen würde, dann wären wir nicht abhängig von anderen Ländern und
auch einen Schritt weiter auf dem langen Weg zur Klimaneutralität!
Dienstag, 26. Mai 2026
Lehrerinnen-Interview
„Pasta geht immer“. Sila Almousilly und Skadi Presch (5a) im Interview mit Frau Hahnemann.
Warum sind Sie Lehrerin
geworden?
Ich glaube, weil ich
gerne mit Kindern zusammenarbeiten wollte und schon ganz viel als Nachhilfelehrerin
gearbeitet hab. Dann lag das irgendwie auf der Hand, dass ich
das als Beruf machen will, was mir Freude macht.
Warum unterrichten Sie
die Fächer, die Sie jetzt unterrichten?
Weil sie mir Spaß
machen.
Welche Fächer wären das
denn?
Deutsch und Geschichte.
Ich hatte beide früher selbst als Leistungskurs in der Oberstufe. Und ich würde
sagen, das waren früher schon in der Schule meine Lieblingsfächer.
Was genau macht Ihnen
denn an Deutsch Spaß?
An Deutsch mag ich es
gerne, wenn wir Bücher lesen.
Und was gefällt Ihnen
am meisten an Geschichte?
An Geschichte finde ich
cool, wenn ihr erkennt, was das Thema aus der Vergangenheit mit unserem Jetzt
zu tun hat.
Was lieben Sie an Ihrem
Job?
Ich glaube, dass der
jeden Tag anders ist. Ich finde es immer spannend, hier zu sein. Man weiß vorher nie genau, wie so ein Tag läuft,
dadurch ist es nie langweilig. Man kann nicht voraussehen, was passiert. Wenn ich eine Akte aufschlagen würde und die abarbeite,
dann weiß ich ziemlich genau, was mich an dem Tag erwartet. Aber hier ist ganz
viel spontan.
Was mussten Sie für Ihr
Job tun? Von der Ausbildung her?
Nach dem Abitur musste
ich erst Mal studieren. Das habe ich in Heidelberg gemacht. Fünf Jahre lang.
Und wie lange ging das
Abitur?
13 Jahre. Dann war ich
18 und bin zum Studieren für fünf Jahre nach Heidelberg gegangen. Danach habe ich mein Referendariat gemacht. Ihr habt ja auch
manchmal Referendare.
Was sind Referendare?
Die machen eine Ausbildung zum Lehrer. Die sind mit dem Studium fertig und üben dann noch ein bisschen, vor der Klasse zu stehen und Stunden zu halten. Das habe ich auch noch einmal anderthalb Jahre gemacht. Und seitdem bin ich Lehrerin. Ich habe zuerst in Celle gearbeitet und bin jetzt hier.
Was sind Ihre Hobbys?
Ich lese natürlich
gerne und sehr viel. Und ich mache auch Sport. Ich bouldere gerne. Joggen mag ich nicht so gerne, aber
ich mache es, weil ich weiß, dass es gut für den Körper ist. Und ich treffe
mich mit Freunden.
Wie lange sind Sie schon Lehrerin?
Seit 2011. Seit 15
Jahren.
Warum sind Sie hier am
WG und nicht an einer anderen Schule?
Ich hatte zuerst, als
ich mit dem Referendariat fertig war, eine Stelle an einer Oberschule in Celle
gehabt. Die ist von hier ca. 45 Minuten entfernt. Das war okay, als ich noch
keine Kinder hatte. Aber als dann meine Tochter geboren wurde, wollte ich gerne
in der Nähe unterrichten, falls irgendwas im Kindergarten ist, und weil ich mir
einfach die Fahrzeit spare. Als dann mein Sohn
geboren wurde, hat es geklappt, dass ich hierher kommen konnte. Es ist ein
bisschen kompliziert als Lehrer, die Stelle zu wechseln. Ich brauchte mehrere
Anläufe. Dann bin ich ans WG gekommen, weil die mich brauchten. Da bin ich auch
ganz froh drüber.
Was ist Ihr
Lieblingskleidungsstück?
Ich glaube, ich mag
Blazer ganz gerne.
Bevor Sie Lehrerin
waren, was wollten Sie werden?
Ich wollte lange Zeit
Sportjournalistin werden, weil ich gerne Sport gucke und das immer spannend
finde. Und ich schreibe auch gerne. Deswegen dachte ich, das kann ich cool kombinieren
und über die Fußball-Weltmeisterschaft oder so berichten.
Was ist Ihr
Lieblingsessen?
Lasagne. Mögt ihr die
auch?
Ich bin auch so auf der
Seite der Nudeln.
Pasta geht immer.
Dienstag, 12. Mai 2026
Fremdsprachen: Französisch
„Französisch
ist eine tolle Sprache, die sehr schön klingt“ – Elin
Schindler und Linus Seiffert aus der 10m1 befragen Frau Gebensleben
zum Fach Französisch.
Hier geht es zu den anderen Interviews unserer Mini-Serie:
Französisch gilt als elegant und
klangvoll und ist gleichzeitig eine bedeutende Weltsprache. Doch was steckt
wirklich dahinter? Viele Schüler werden nächstes Jahr am WG das erste Mal
Französisch in der Schule haben. Deswegen gehen wir heute in unserer Reihe
„Steckbrief der Fremdsprachen“ dem Fach Französisch auf den Grund.
Wo spricht man überall Französisch?
Natürlich in Frankreich, aber das ist nicht das einzige
Land. In Kanada und in vielen Ländern Afrikas ist Französisch zwar oft nicht
die alleinige Landessprache, aber eine wichtige Amtssprache. Dort wird es
besonders in Verwaltung und Bildung eingesetzt. Außerdem wird auch in der
Schweiz und in Luxemburg viel Französisch gesprochen.
Was macht man im Französischunterricht?
Das, was man in jedem Sprachunterricht macht: Texte
lesen, darüber sprechen, Vokabeln lernen, Grammatik lernen und vor allem viel
kommunizieren. Ziel ist es, so zu lernen, dass man sich später auch im
Austausch wirklich verständigen kann. Das hat man beim diesjährigen
Frankreichaustausch vor den Osterferien auch ganz gut gesehen. Die meisten
waren in der Lage, sich auf Französisch zu verständigen. Genau darauf zielt der
Unterricht ab: Kommunikation möglich zu machen.
Was macht aus Ihrer Sicht Französisch sinnvoll oder
hebt es von anderen Sprachen ab?
Sinnvoller ist schwer zu sagen, da alle Sprachen
grundsätzlich sinnvoll sind. Französisch ist aber eine sehr schöne Sprache mit
einem tollen Klang. Dazu kommt die deutsch-französische Freundschaft nach dem
Zweiten Weltkrieg - nach langen Jahren und Jahrhunderten von Konflikten -, die
zeigt, dass Völker auch wieder zueinander finden können. Gerade mit Blick auf
die aktuelle Weltlage ist das ein sehr starkes Beispiel dafür, wie wichtig
Zusammenarbeit ist. Deutschland und Frankreich müssen eng kooperieren und
miteinander kommunizieren. Neben der Tatsache, dass es eine schöne Sprache ist,
ist das einer der wichtigsten Gründe, warum Französisch heute so bedeutsam ist.
Wie schwer ordnen Sie Französisch ein?
Ich persönlich empfinde es nicht als besonders schwer.
Auch im Vergleich zu Spanisch ist es ziemlich ähnlich. Viele grammatische
Strukturen sind vergleichbar. Latein unterscheidet sich deutlich stärker, da es
nicht gesprochen wird und die Grammatik komplexer ist. Insgesamt ist es, glaube
ich, eine Sprache, die man gut lernen kann, wenn man aus unserer Sprachfamilie
kommt. Es ist ja nichts völlig Fremdes, sondern gehört zur gleichen
Sprachfamilie.
Warum haben Sie selbst Französisch gewählt?
Ich fand Frankreich schon immer toll und war auch als
Kind bereits dort. Bevor ich überhaupt Französisch gelernt habe, habe ich über
unsere Gemeinde an einem kleinen Austausch teilgenommen. Das fand ich sehr
schön und habe dadurch auch Französisch gelernt. Dabei war ich offenbar recht
gut und bin dann dabei geblieben.
Was ist das ausschlaggebende Argument für Schüler,
Französisch zu wählen?
Wie schon gesagt: Es ist in Europa wichtig, sich auch
auf Französisch verständigen zu können. Außerdem ist es einfach eine schöne
Sprache, die viel gesprochen wird. Kanada ist zum Beispiel auch ein
interessantes Ziel, wo man Französisch gut gebrauchen kann.
Gibt es ein Argument, das gegen Französisch spricht?
Da fällt mir keins ein.
Was bringt einem Französisch insgesamt im Leben?
Man lernt eine andere Kultur kennen - wie bei jeder
Sprache. Außerdem kann man sich in einem gut erreichbaren und sehr vielseitigen
Nachbarland verständigen: Von der Bretagne bis zum Mittelmeer gibt es viele
Möglichkeiten zu reisen und sich zurechtzufinden. Darüber hinaus gibt es auch
berufliche Chancen, etwa in deutsch-französischen Kooperationen.
Wollen Sie den 5.-Klässlern noch etwas sagen?
Französisch ist eine tolle Sprache, die sehr schön
klingt. Frankreich ist ein vielseitiges Land mit vielen Möglichkeiten. Es lohnt
sich wirklich, die Sprache zu lernen und ein Stück in diese Kultur
einzutauchen.
Freitag, 24. April 2026
Lehrerinneninterview
Eine Beziehung aufbauen und nicht nur stumpf Wissen vermitteln. Adele Arnold und Kyra-Amelie Fischer (5b) im Interview mit der Referendarin Frau Lüpkes.
Wieso haben Sie sich für das WG entschieden?
Für das Wilhelm-Gymnasium? Das ist eine lustige Frage. Wir Referendare
haben kein Mitbestimmungsrecht. Wir können nur sagen, wir möchten bitte, bitte
an das oder das Studienseminar, wo wir ausgebildet werden, und dann werden wir
der Schule zugewiesen. Also, ich hatte leider gar kein Mitspracherecht.
Was macht man in Ihrem Job?
Als Lehrer arbeiten wir mit Kindern zusammen und jungen Erwachsenen.
Ihr werdet groß und wir begleiten euch auf eurem Weg dahin. Dann vermitteln wir
natürlich unsere Fächer und im Idealfall auch die Begeisterung dafür. Ich habe
ja Latein und Griechisch und hatte Latein selbst in der Schule und meine Lehrer
haben es ganz wunderbar gemacht, diese Begeisterung mit mir zu teilen. Aber was
sie auch gut gemacht haben, was ich auch hoffentlich auch gut mit meinen
Schülern mache, ist, dass wir auch eine Beziehung zueinander aufbauen. Wo ich
sage, das ist vielleicht eine Vertrauensperson, jemand, zu dem ich gehen kann,
und jemand, der nicht nur stumpf Wissen vermittelt. Sondern jemand, der sich
für uns interessiert, dem können wir erzählen, was wir heute gemacht haben,
oder: Wir hatten gerade eine Arbeit, können wir bitte heute was Lustiges
machen. Also Kontakt zu Kindern, sie beim Aufwachsen begleiten und Wissen
vermitteln natürlich auch.
Bleiben Sie Lehrerin am WG?
Ich schätze, dass das nicht möglich ist.
Ich habe ja Latein und Griechisch, und das Problem ist, dass Griechisch nur
wenige Schüler wählen. Es gibt nur wenige kleine Kurse. Außerdem haben wir am
WG schon viele Lateinlehrer und die haben ihre festen Stellen hier und ich
nicht. In anderthalb Jahren, so lange dauert das Referendariat, muss ich wohl
gehen. Ich wohne eigentlich auch in der Nähe von Göttingen und fahre jeden Tag
hierher. Deshalb gibt es hier für mich leider keinen Platz.
Was gefällt Ihnen an Ihrem
Beruf?
An meinem Beruf? Auf jeden Fall ihr, die Kinder. Das Interesse, mit euch
zusammenzuarbeiten, junge Menschen mit ihren Charakteren kennenzulernen und mit
ihren Interessen, mit ihren Stärken und Schwächen, und euch dabei zu helfen.
Und dass ihr mich kennenlernt in dem, was wir zusammen machen. Auch bei
Ausflügen natürlich, das finde ich ganz toll, und die Begeisterung teilen.
Zusammen das machen, was mir Spaß macht und eventuell euch auch dafür zu
begeistern.
Gefällt Ihnen das WG?
Total. Es ist eine so tolle Schule. Das
Kollegium ist wirklich toll. Meine Latein- und Griechisch-Kurse sind total
lustig. Ich habe zwei ganz alberne Kurse. Wir haben viel Spaß. Wir lachen super
viel. Sie sind so kreativ. Das
Kollegium, ich kann es nicht oft genug betonen. Ich arbeite hauptsächlich mit
Herrn Conrad, Herrn Graf, Frau Greve-Sawla zusammen. Die sind alle super nett,
sehr zugewandt den Schülern
gegenüber und ganz tolle Vorbilder, was das Lehren angeht. Es ist wirklich so,
dass ich sagen kann, ja, hier lerne ich gerne.
Wollten Sie eine schon immer
Lehrerin werden?
In der Grundschule schon. Da mussten
meine besten Freundinnen mit mir nachmittags immer Schule spielen. Ich stand
dann da und hatte einen Text und habe gesagt: Wir schreiben jetzt ein Diktat.
Dann haben die mitgeschrieben und das bei mir abgegeben und dann ich habe das
zur Korrektur gelesen. Ich fand das total klasse. Also, ich wollte auf jeden
Fall schon immer Lehrerin werden.
Was ist Ihre Lieblingsfarbe?
Lila. Auf jeden Fall.
Gibt es Nachteile an ihrem
Beruf?
Schwierig. Ich glaube, das Schwerste ist,
dass man nicht allen helfen kann. Ich möchte mich schon mit den Schülern
verstehen und Beziehungen aufbauen und sagen, hey, wir sind hier alle nett
zueinander und wir haben Spaß. Der Klassenraum ist immer eine ruhige
Atmosphäre. Aber manchmal haben es Kinder nicht so leicht und ich glaube, das
ist das Schwierigste.
Welche Hobbys haben Sie?
Ich gehe gerne ins Fitnessstudio. Ich mache Sport mit meinem Verlobten zusammen.
Wir gehen ganz fleißig immer trainieren. Ich lese super gerne. Ich höre auch
gerne, weil ich gerade so viel Auto fahre, Hörbücher. Also viel Fantasy. Ich
weiß nicht, ob ihr schon alt genug dafür seid, aber Percy Jackson finde ich
total klasse und Harry Potter. Außerdem habe ich einen Hund und Gassigehen
dauert natürlich immer. Deswegen würde ich sagen, große Gassi-Runden gehen und
nebenbei Hörbuch hören, ist auf jeden Fall eines meiner größten Hobbys.
Warum haben Sie diese Hobbys?
Bewegung. Ich finde Bewegung super
wichtig im Alltag. Und Gassigehen ist ganz einfach. Bei gutem Wetter darf ich
raus, bei schlechtem Wetter muss ich raus, weil mein Hund ja leider nicht auf
die Toilette geht. Und Hörbücher hören geht eigentlich immer. Schnell Kopfhörer
ins Ohr und noch mal ein bisschen in die Geschichte eintauchen und mir Probleme
oder schöne Sachen von anderen anhören. Und Fitnessstudio ist einfach für die
Ästhetik. Ich mag es, muskulöse
Arme zu haben. Und ich mag es, Stühle hochheben zu können, ohne mir zu denken,
oh, das ist jetzt bestimmt ganz schwer. Oder meinen schweren Einkauf selbst
reinzutragen. Und dass ich mich im Alter auch noch bücken kann. Für Kinder ist
das eher ein langweiliges Hobby.
Okay, vielen Dank für das
Interview.
Freitag, 17. April 2026
Fastenbrechen
Im Ramadan entwickelte Fähigkeiten und Gewohnheiten beibehalten. Gemeinsames Iftar am WG. Ein Bericht von Rukayya Mostafa (6c) und Interviews mit Gästen von Ayham Haj Hammadeh (6a).
Am 16. März fand im Remter des WGs das dritte gemeinsame Iftar statt. Das Programm begann mit einer Einleitung des Schuldirektors, Herrn Bartsch. Während seines Vortrags wurde noch einmal deutlich, wie vielfältig die Gruppe der Teilnehmenden war, denn auf Nachfrage stellte sich heraus, dass etwa die Hälfte der Besucher nicht dem Islam angehörte.
Anschließend
lauschten die Zuhörer gespannt einem Vortrag über den Ramadan. Sicherlich
konnten dabei viele etwas dazulernen.
Zum
Beispiel, dass „Iftar“ ein arabischer Begriff ist. So nennt man das
Fastenbrechen im Monat Ramadan, nachdem man von Sonnenaufgang bis
Sonnenuntergang gefastet hat. Vor Sonnenaufgang kann man aufstehen und ein
Frühstück (Suhur) einnehmen. Muslime verrichten danach das Morgengebet (Fajr)
und beginnen anschließend mit dem Fasten. Das bedeutet, dass man in dieser Zeit
weder isst noch trinkt und sich noch stärker auf seinen Glauben konzentriert.
Das
ist jedoch bei Weitem nicht alles, denn man versucht ebenfalls, Taqwa
(Gottesbewusstsein, Gottesfurcht und Achtsamkeit gegenüber Gott) zu erlangen.
Nach dem Ramadan bemüht man sich natürlich, die in diesem gesegneten Monat
entwickelten Fähigkeiten und Gewohnheiten beizubehalten. Das Ende des Ramadan
wird durch das Īd al-Fiṭr (Fest des Fastenbrechens oder oft auch „Zuckerfest“
genannt) gekennzeichnet. Hierbei kommen Familie und Freunde zusammen und feiern
gemeinsam mit der muslimischen Gemeinschaft.
Beim
gemeinsamen Iftar beehrte uns des weiteren Anette Rueß vom Sozialreferat der
Stadt Braunschweig mit einem interessanten, aber auch traurigen Vortrag über
ihre Arbeit im Bereich der Kinderarmut. Die Besucher verfolgten den Vortrag
gespannt.
Im Anschluss gab es noch eine Fragerunde, und danach konnte das Fastenbrechen beginnen: Die Lehrer standen an den Essensausgaben und verteilten den bereits hungrigen Besuchern Tas Kebab, einen türkischen Fleischeintopf, der – so wie im letzten Jahr – vom Restaurant Urfa zubereitet wurde.
Pünktlich zum Abendgebet war es an der Zeit, das Fasten zu brechen. So wie der Prophet Muhammad es vorlebte, brachen die meisten ihr Fasten mit einer Dattel und/oder Wasser. Dr. Sadiqu Al-Mousllie, Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachsen des Zentralrats der Muslime in Deutschland, kündigte den Adhan, den Gebetsruf, an. Alle lauschten den schönen Worten respektvoll.
Nachdem der Adhan verklungen war, begaben sich die Besucher zum leckere Buffet. Als Nachtisch gab es ein vielfältiges Kuchenbuffet, welches von den anwesenden Schüler/innen vorbereitet wurde. Auch hier konnte man die Diversität der Veranstaltung gut erkennen, da es viele verschiedene Desserts gab, zum Beispiel Atayef (aus Syrien), Schokoladenkuchen und viele weitere Spezialitäten.
Als
Verbesserungsvorschlag könnte man beim nächsten Mal noch einen Gebetsraum oder eine
Ecke für diejenigen, die das Abendgebet (Maghrib) verrichten wollen, zur
Verfügung stellen. So haben viele ihr Gebet im Flur verrichtet. Trotzdem war
die Stimmung sehr gut und es war den ganzen Abend über eine angenehme
Atmosphäre.
Organisator
der Feier war Burak Öztürk, Lehrer am WG. Sein Fazit für das Iftar war:
„Insgesamt
bin ich mit dem gesamten Abend sehr zufrieden gewesen. Neben dem Vortrag über
Kinderarmut von Frau Rueß war ich besonders beeindruckt von der Stimmung
während der gesamten Veranstaltung. Es war ja zu sehen, dass sehr viele
Menschen anwesend waren, die nicht muslimisch sind. Ich habe einen sehr
rücksichts- und verständnisvollen Umgang, aber auch eine gelassene und
fröhliche Stimmung innerhalb der Schulgemeinschaft beobachtet, was mich sehr
erfreut hat. Aus meiner Sicht war das ein rundum gelungener Abend!“
Auch
der Schuldirektor Wolfram Bartsch war anwesend:
„Unsere
gemeinsame Iftar-Feier war auch in diesem Jahr wieder eine gesellige, fröhliche
und zugleich lehrreiche Veranstaltung. Ich fand es interessant von
Schüler*innen zu hören, welche Traditionen im Ramadan in vielen Familien
unserer Schulgemeinschaft gepflegt werden. Spannend aber auch etwas beklemmend
fand ich den Bericht von Frau Rueß zu ihrer Arbeit im Sozialreferat der Stadt
Braunschweig und insbesondere zum Bereich Kinderarmut. Es war interessant zu
erfahren, welche Unterstützung Betroffene, Gefährdete und Ratsuchende dort
bekommen. Beim gemeinsamen Fastenbrechen in unserem Remter hat mir die
familiäre Atmosphäre gefallen und die Verbundenheit mit unserer
Schulgemeinschaft, die dort zu spüren war. Es hat mich gefreut, dass neben
vielen muslimischen Familien auch zahlreiche Mitschüler*innen, Eltern,
Kolleg*innen, Ehemalige und Freund*innen dabei waren, die ansonsten keinen
Bezug zum islamischen Fasten haben. Der Abend war ein Ausdruck einer
vielfältigen, aufgeschlossenen und aneinander interessierten Schulgemeinschaft.“
Stimmen
von Gästen
Warum
bist du zu dieser Veranstaltung gekommen?
Aktor
(5b): Weil ich es cool finde.
Tom
(6a): Ich hatte hierzu Lust, ich wollte es ausprobieren.
Zyan
(5c): Ich bin Muslim und finde es gut, dass wir in einem christlichem Land ein
muslimisches Fest in einer Schule feiern können. Darum wollte ich ausprobieren,
wie das hier ist. Und ja, es war super.
Zain
Haj Hammadeh: Ich bin gekommen, damit mein Kind nicht alleine hingehen muss.
Und
was fandest du gut?
Aktor:
Dass es sehr viel Spaß gemacht hat. Und die Veranstaltung davor in der Aula war
auch toll.
Tom:
Alles, es gab nichts, was ich schlecht fand.
Olli
Bock (Toms Vater): Weil wir letztes Jahr schon hier waren. Das ist eine total
tolle Veranstaltung. Nette Leute hier, nettes Beisammensein, viele Kulturen.
Zyan
(5c): Ich finde es super, wie die Stadt Braunschweig dieses Projekt über Armut macht.
Zain
Haj Hammadeh: Ich finde es toll, dass viele Kinder gekommen sind, um über eine
andere Kultur etwas zu erfahren.
Olli
Bock: Die Vorträge auf jeden Fall, auch der über Kinderarmut. Das war sehr
interessant zu sehen. Das glauben die meisten Kinder ja nicht, die in diesem
Wohlstand leben. Wir haben ja Luxus. Das sehen viele gar nicht, das ist für die
normal. Ich sage unserem Sohn immer, es ist nicht normal, dass wir jeden Tag
einen vollen Teller haben. Das ist ihm hier auch mal klar worden.
Fandest
du das Essen lecker?
Zyan
(5c): Ja, das war gut. Es war auch von einem guten Restaurant.
Fotos: Ayham
Sonntag, 12. April 2026
Haus der Musik
„Das Haus der Musik ist in seiner jetzigen Form ein Schlag ins Gesicht aller Braunschweiger Steuerzahler*innen!“ Martino Rossi (11c) zu einem kommunalen Skandal.
![]() |
| Hier soll es rein: in das ehemalige Karstadt-Kaufhaus am Gewandhaus. |
In
Braunschweig braucht es eine neue Musikschule – so viel ist klar! Denn die
aktuelle Lösung ist aufgrund der zwei weit auseinander liegenden Standorte und
deren Gebäudezuständen keine Option für die Zukunft mehr. Es braucht eine
Musikschule, die zentral an einem Standort liegt, einen modernen Konzertsaal
aufweist, der bisher fehlt, und einen „Dritten Ort“* für alle Menschen in
dieser Stadt bietet, der offen zugänglich, niedrigschwellig und konsumfrei ist.
Doch
das, was die Stadt sich jetzt als Lösung ausgedacht hat, ist nicht tragbar und
ein kommunaler Skandal. Es ist ein Schlag ins Gesicht aller Braunschweiger
Steuerzahler*innen – jedenfalls in seiner jetzigen, miserablen Form. Die
gesamten Baukosten betragen 120 Mio. Euro. Davon bezahlt die Stadt 49 %, New
Yorker 51%. Das Haus der Musik soll von einem Stiftungskuratorium verwaltet
werden, indem New Yorker eine absolute Mehrheit haben würde. Wenn man die
Baukosten dazu als einzigen Posten miteinbezieht, klingt das fair.
So
verkauft es die Stadt, aber so ist es massiv verkürzt, denn: Erstens müssen
jegliche Mehrkosten von der Stadt getragen werden und zweitens kauft die Stadt
das Grundstück für 10 Mio. Euro von einer Tochterfirma New Yorkers und
überlässt es dann kostenfrei dem Gesamtkonzern. Dass die Stadt bei so einer
üblen Masche mitmacht, ist ein kommunaler Skandal. Natürlich ist das Haus der
Musik wichtig – aber nicht zu diesem Preis. Es ist keine Lösung, sich als Stadt
so erpressen zu lassen.
Die
Mehrheitsverhältnisse im Stiftungskuratorium müssten bereinigt dieser Posten
eigentlich bei 59 % für die Stadt und 41 % für New Yorker liegen. Ich fordere
die Stadt auf, diese Mehrheitsverhältnisse einzufordern und der unverschämten
Erpressung New Yorkers nicht zu verfallen.
Ein
anderer wichtiger Punkt ist die Gestaltung des Hauses der Musik, die sich im
laufenden Prozess immer weiter verschlechtert hat. Das Haus der Musik braucht
einen echten „Dritten Ort“, der konsumfrei, niedrigschwellig und offen
zugänglich ist. Dieser „Dritte Ort“ fehlt in den Planungen – er ist einem
Luxus-Café zum Opfer gefallen. Das passiert, wenn man Milliardären die Planung
überlässt. Aber das darf nicht so sein.
Und
auch der riesige Konzertsaal für 2000 Menschen sollte längst nicht gesetzt
sein. Die Musikschule braucht einen neuen Konzertsaal. Doch wie zahlreiche
Musikschüler*innen berichten, ist längst keiner in dieser Größe von Nöten.
Diese Dimension des Konzertsaals ist und bleibt ein Prestige-Projekt der Firma
New Yorker.
Außerdem
ist zu erwähnen, dass, so perplex es auch ist, die Stadt sogar noch die Räume
für die Musikschule, in die sie selbst investiert, teuer von New Yorker mieten
muss. Wie man sich als Stadt so dermaßen abziehen kann, erschließt sich mir
nicht.
Was
aus meiner Sicht klar ist: Die Stadt darf sich nicht erpressen lassen! Es
braucht eine Musikschule für alle – nicht für wenige! Die Stadt muss die
Mehrheit im Stiftungskuratorium besitzen und tragfähige Entscheidungen treffen!
* In
der „Bedarfs- und Potenzialanalyse“ von 2023 heißt es zum „Dritten Ort“: „Öffnung
und Belebung des Gebäudes und Quartiers, Ganztagsbespielung und
Niedrigschwelligkeit, Erschließung neuer Zielgruppen, Verstärkung soziale
Interaktion und Zugehörigkeit.“
Foto: By TeWeBs - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=153091102
Sonntag, 5. April 2026
Lehrerinnen-Interview
„Der beste Beruf der Welt“. Frau van Berkel im Gespräch mit Adele Arnold, Kyra Fischer (5b), Luisa Hanke und Viktoria Palazzo (5a).
Englisch oder
Mathe? Für Frau van Berkel kommt es ganz auf das Thema an. Seit
2016 unterrichtet sie am WG und erzählt im Interview, warum sie schon immer
Lehrerin werden wollte, was sie an ihrem Beruf besonders liebt und wie sie
Schule, Familie und Freizeit unter einen Hut bekommt.
Frau van Berkel, welche Fächer unterrichten
Sie?
Das kann
ich ganz schnell beantworten: Ich unterrichte Englisch und Mathematik.
Haben Sie ein Lieblingsfach?
Das ist gar
nicht so leicht zu sagen. Ich unterrichte beide Fächer total gerne. Es hängt
oft davon ab, welches Thema gerade dran ist.
Ich bin
beispielsweise ein großer Analysis-Fan. Funktionen und ihre Eigenschaften zu
untersuchen macht mir einfach Spaß. Geometrie fesselt mich hingegen nicht
immer, was zum Teil aber wohl auch daran liegt, dass ich mich zu Beginn meiner
Lehrerkarriere häufiger mit dem Tafelzirkel und oder -geodreieck gepikst habe.
Übung macht wohl doch den Meister. In Englisch arbeite ich besonders gerne mit
Lektüren oder Textauszügen und lasse die Schüler:innen dabei gerne kreativ
werden.
Wollten Sie schon immer Lehrerin werden?
Ja,
tatsächlich schon sehr früh. Schon in der Grundschule war Lehrerin mein
Traumberuf. Nach dem Abitur habe ich direkt mit dem Studium begonnen. Am Anfang
wusste ich nur noch nicht genau, welche Fächer es werden sollten.
Warum haben Sie sich letztlich für den
Lehrerberuf entschieden?
Weil es für
mich der beste Beruf der Welt
ist. Es macht unglaublich viel Spaß, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten
und sie ein Stück ihres Lebens zu begleiten. Besonders schön finde ich die
Momente, wenn Schüler plötzlich etwas verstehen – gerade in Mathe. Diese
„Aha-Momente“ sind einfach toll.
Bleibt neben dem Beruf noch Zeit für das
Privatleben?
Manchmal
ist das schwierig. Das kommt sehr auf die Phase an. Wenn zum Beispiel das
Abitur ansteht, bleibt kaum Zeit für Privates. Dann merken das auch meine
Kinder. In ruhigeren Zeiten versuche ich aber bewusst, mir Zeit für Familie und
mich selbst zu nehmen.
Mochten Sie Mathematik schon in Ihrer
eigenen Schulzeit?
Ja,
absolut. Ich habe Mathe schon immer geliebt.
An welchen Schulen waren Sie früher selbst
Schülerin?
Ich bin
öfter umgezogen und war daher an mehreren Schulen. Eine Zeit lang war ich in
Schöningen, mein Abitur habe ich in Helmstedt gemacht. Davor habe ich sogar
eine Zeit lang in München gelebt.
Was essen Sie besonders gern?
Ich liebe italienisches Essen, vor allem Pasta
in allen Varianten – Lasagne ganz klassisch zum Beispiel.
Und was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?
Ich tanze
sehr gerne und habe während meines Studiums sogar als Zumba-Trainerin
gearbeitet. Außerdem schwimme ich gern. Leider kommen meine Hobbys seit der
Geburt meiner Kinder etwas zu kurz. Ein Hobby, das ich aber immer noch intensiv
betreibe, sind Brettspiele.
Brettspiele
sind quasi ein Familien-Hobby. Mein Mann und ich spielen regelmäßig statt
beispielsweise vor dem Fernseher zu sitzen. Wir lieben kooperative Spiele wie
Spirit Island, können aber auch verbissen konkurrieren, wie zum Beispiel bei „Brass
Birmingham“ oder „Arche Nova“. In unserer neusten Errungenschaft wandeln wir in
den Fußstapfen von Marie Curie - ich liebe die Abwechslung, die solche Spiele
bieten; nicht nur von der Mechanik, sondern auch thematisch.
Wie haben Sie sich für die Fächer Englisch
und Mathe entschieden?
Ich hatte
mehrere Möglichkeiten: entweder nur Naturwissenschaften wie Mathe und Chemie
oder nur Sprachen wie Englisch und Französisch oder Spanisch. Am Ende fand ich
die Mischung aus Sprache und Naturwissenschaft
am spannendsten – so bin ich bei Englisch und Mathe gelandet.
Wie lange sind Sie schon am WG?
Ich bin
seit 2016 am WG tätig.
Vielen
Dank für das Interview!
Sehr gerne!
Dienstag, 17. März 2026
Fremdsprachen: Spanisch
„Wir wollen ganz viel kommunizieren“. Anton Jüttner, Halla Naameh und Linus Seiffert aus der 10m1 befragen Frau Wochnik zu Spanisch.
Viele verbinden Spanisch mit Sonne, Musik
und Urlaub - gleichzeitig ist es eine der meistgesprochenen Sprachen der Welt.
Auch an unserer Schule können die Fünftklässler Spanisch als Fremdsprache
wählen. Im Rahmen unserer Reihe „Steckbrief
der Fremdsprachen“ stellen wir euch deshalb heute Spanisch vor.
Wo spricht man Spanisch denn überall?
Spanisch
spricht man in Europa natürlich in Spanien, aber man spricht es auch in weiten
Teilen Südamerikas und dort bis auf Brasilien und einige kleinere Länder in
allen Ländern als Muttersprache und inzwischen sogar in Nordamerika, denn die
USA sind das Land mit der zweitgrößten spanischsprechenden Bevölkerung der Welt
nach Mexiko.
Was macht man im Spanischunterricht?
Wir
haben eine lebendige Sprache, das heißt, der Fokus liegt vor allen Dingen auf
dem Sprechen. Wir wollen ganz viel kommunizieren, und das geht am besten über
das Sprechen, aber auch über das Lesen und Hören.
Was macht aus Ihrer Sicht denn Spanisch sinnvoller als die anderen Sprachen?
Ich
bin auch Französischlehrerin, demnach will ich die Sprachen natürlich nicht
gegeneinander ausspielen. Das Erlernen jeder Sprache ist sinnvoll, ich glaube,
dass Spanisch anfangs etwas einfacher ist, was die Aussprache angeht, dass man
es schneller aussprechen kann. Viele von uns reisen auch ganz gerne ins
spanischsprachige Ausland. Mallorca ist Deutschlands liebstes Reiseziel, und
dann kann man sich vielleicht schon auf Spanisch dort ausdrücken.
Wie schwer ordnen Sie Spanisch ein?
Es
ist ein Irrglaube, das manche denken, das Spanische sei einfacher als das
Französische und sich dann erst für Spanisch entscheiden. Das ist überhaupt
nicht so. Es sind beides zwei romanische Sprachen und insofern gibt es da die
gleichen Schwierigkeiten. Im Spanischen haben wir den Verbmodus subjuntivo, im
Französischen den subjonctif, das ist sehr ähnlich bei beiden Sprachen.
Warum haben Sie Spanisch damals selbst gewählt?
Ich
war in der 11. Klasse ein Jahr als Gastschülerin auf Teneriffa und konnte
vorher kein Spanisch und danach recht gut. Da habe ich dann die Leidenschaft
für das Spanische entdeckt. Ich habe es anschließend studiert und war dann auch
noch mal ein Semester als Erasmus-Studentin im Studium in Spanien. Danach habe
ich eine Zeit lang in Kanada in einer spanischsprachigen WG gelebt, also es hat
mich die ganze Zeit lang begleitet.
Was ist für Sie denn das ausschlaggebendste Argument, was für Spanisch spricht?
Ich
mag den Klang der Sprache sehr gerne. Das wird ja auch beim Französischen sehr
gerne gesagt, aber ich finde, auch das Spanische ist eine sehr melodische
Sprache. Ich finde es toll, dass es so viele Varietäten des Spanischen gibt,
dadurch, dass es sehr viele Länder gibt, in denen Spanisch gesprochen wird. Es
sind da auch noch ganz viele unterschiedliche Sprachvarianten möglich. Außerdem
reizen mich die Länder natürlich auch als Urlaubsziele, denn sie sind sehr
vielseitig.
Was ist ein Argument, das eigentlich gegen Spanisch spricht?
Ich
vermute, dass viele unserer Schüler nicht nach Südamerika reisen werden. Das
heißt, diese Ziele sind zwar sehr attraktiv, aber vielleicht nicht unbedingt
realistisch. Ansonsten sehe ich eigentlich wenig Argumente, die dagegen
sprechen.
Was bringt einem Spanisch insgesamt im Leben?
Auch
in Zeiten von künstlicher Intelligenz ist es immer noch etwas anderes, wenn man
sich von Angesicht zu Angesicht mit einem Menschen eines anderen Landes
unterhalten kann. Das wissen auch die Menschen in der Regel wertzuschätzen,
wenn man sich bemüht, deren Muttersprache zu erlernen oder zu sprechen, sei es
auch noch auf ganz niedrigem Niveau. Muttersprachler freuen sich immer, wenn
man ein bisschen kommunizieren kann, und das ist doch sehr charmant. Ich denke,
wir in Europa sollten versuchen, uns einander anzunähern. Warum also nicht mit
dem Spanischen in Spanien.
Wollen Sie den Fünftklässlern noch etwas sagen?
Ich
denke, mit Spanisch trefft ihr eine gute Wahl und ich würde mich freuen, wenn
wir uns im Jahrgang 6 in einem der Spanischkurse wieder treffen.















