Mittwoch, 6. November 2019

Fridays for Future: Interview mit Antje Elisabeth Kapsch

Es wird sich viel bewegen. Jan-Marten Kleine-Besten im Gespräch mit Frau Kapsch, Fachgruppenleiterin Erdkunde und Mitwirkende im Schulforum für Nachhaltigkeit „WeGo for future  tomorrow is now“.

Teil 1: Interview mit Christoph Bratmann, Vorsitzender des Schulausschusses der Stadt Braunschweig
Teil 2: Interview mit Antje Kapsch, Mitwirkung im Bereich Umweltbildung am WG
Teil 3: Interview mit Moritz von Bachmann, Organisator von Fridays for Future am WG


Was unternimmt unsere Schule momentan für den Umweltschutz/Klimaschutz?
Unsere Schule engagiert sich in vielerlei Art und Weise für den Klima- und Umweltschutz. Exemplarisch sei da verwiesen auf
  • die Aktivitäten zur Mülltrennung,
  • die Maßnahmen zur Strom- bzw. Energieeinsparung inklusive der Solarzellen auf dem Dach („Energiesparfuchs/Abfallfuchs“),
  • das Schulprogramm mit der Umwelt-Agenda,
  • die Bewerbungsphase als UNESCO-Schule mit der Klima-AG,
  • die Repair-AG,
  • die Fachgruppe Kunst mit ihrem vierfachen Preis beim Wettbewerb „Upcycling Accessoires“ im Rahmen der Europäischen Woche zur Abfallvermeidung
  • und die curriculare, pädagogische Arbeit der Kolleginnen und Kollegen zum Thema Nachhaltigkeit und Umwelt in allen so verschiedenen Fächern
Es ist aber auch noch sehr viel anderes möglich z. B. Müllvermeidung vor Mülltrennung, ökologische (Um-)Gestaltung des Schulgartens und des Pausenhofes im Haupthaus, Umgang mit Licht und Wärme jedes Einzelnen in unserem Schulhaus, mehr „echtes“ und weniger informationsbezogenes: nachhaltiges Lernen für die Schülerinnen und Schüler.


In welchen Bereichen könnten z. B. Schüler/-innen oder Lehrkräfte aus Ihrer Sicht selbst mehr für den Umweltschutz/Klimaschutz in unserer Schule tun?
Erst einmal kann jeder selbst auf sich und seine Handlungsweisen in seinem Leben und seinem Alltag blicken. Viele erste kleine Schritte wie z. B. Reduktion von Energieverbrauch in verschiedensten Formen, Vermeidung von Einweg-Verpackungen, Reduktion der Plastik-Nutzung insgesamt, Reflexion und eben auch die Änderung des eigenen mobilen Verhaltens, Einkauf von wirklich nachhaltigen Waren (die nicht unbedingt fair-trade oder Bio sein müssen) u. v. a. m. können größere Schritte in den Folgehandlungen er- bzw. bewirken. Das gilt insbesondere dafür, dass viele Menschen in einer Gemeinschaft zusammen einfacher und gleichzeitig solche identischen, neuen, oft nur ungewohnten und mitunter auch „unbequemen“ Wege beschreiten (können). Ich denke auch, dass wir in der Gemeinschaft eine Menge bewirken können, da wage ich aber noch keinen Blick in die Zukunft.


Welche Ideen gibt es, um den Umweltschutz/Klimaschutz an unserer Schule zu verbessern?
Es gibt derzeit sehr viele Ideen. Aktuell finden dazu Austausch, Ideensammlung und erste Planung im „Forum für Umwelt und Nachhaltigkeit“, bestehend aus Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften sowie im Arbeitskreis „WG 2025“ und auch überhaupt im Kreis des Kollegiums, in den verschiedenen Fachgruppen und in der Schülerschaft statt. Ich denke, da wird sich in der nächsten Zeit viel bewegen.

Werden Sie als Umweltbeauftragte der Schule auf das Thema „Fridays for Future“ angesprochen?
Auf dieses eben auch kontrovers diskutierte Thema werde ich angesprochen. 23 000 deutschsprachige Wissenschaftler der Initiative „scientists for future“ unterstützen die Schülerinnen und Schüler in ihrem Anliegen und formulieren:

„Zurzeit demonstrieren regelmäßig viele junge Menschen für Klimaschutz und den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erklären wir auf Grundlage gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse: Diese Anliegen sind berechtigt und gut begründet. Die derzeitigen Maßnahmen zum Klima-, Arten-, Wald-, Meeres- und Bodenschutz reichen bei weitem nicht aus.“ (Quelle: https://www.scientists4future.org/ stellungnahme/ stellungnahme-de/ [11.06.2019])


Hatten sie ein Schlüsselerlebnis, wodurch Ihr Interesse für Umweltschutz/Klimaschutz geweckt wurde?
Ein Schlüssel für mein Engagement liegt sicher auch in meiner Kindheit, in der ich erlebt habe, wie im Chemie-Dreieck Halle-Leipzig-Bitterfeld massiv und mit gravierenden Folgen für Mensch, Landschaft und Gesellschaft in die Umwelt eingegriffen wurde. Ein Blick auf die vor Schmutz und Chemikalien meterhoch überschäumende Saale im Bereich von Schkopau/Merseburg oder die dick staub- und rußbedeckten Häuser und Straßen der Winterzeit gehören sicher zu prägenden Eindrücken. Beeindruckend war die Sanierung und deutliche Verbesserung der Situation in dieser Region über viele Jahrzehnte hinweg, die zeigt, dass Erfolge, basierend auf hohem Engagement, möglich sind.

Ein besonderes Schlüsselerlebnis erfolgte auf einer Studien-Exkursion durch Italien im Jahr 2000, in deren Rahmen wir als Studenten die Schönheit und Einzigartigkeit mariner Lebensräume auf den Liparischen Inseln und auf Sizilien kennenlernen durften, um in einer Führung vor Ort gleichzeitig über die marine Verklappung von Restschlämmen aus der Aluminium-Herstellung und die akute Thunfisch-Überfischung selbst in den Schutzgebieten zu erfahren. Seitdem esse ich keine Muscheln mehr und (ver-)meide Thunfisch auf dem Teller. Die globale Weltmeer-Plastik-Problematik, über die wir Erdkundelehrer im Erdkundeunterricht schon seit vielen Jahren unbeachtet berichteten, stellt da sicher nur die Spitze des Eisberges der Folgen des „Anthropozäns“ dar.


In welchen Bereichen würden Sie selber in Zukunft mehr für den Umweltschutz/Klimaschutz unternehmen wollen?
  • nachhaltige Bildung bzw. nachhaltiges Lernen als Befähigung der nächsten Generation mit dem von uns aufgebürdeten „Rucksack“ erfolgreich und konstruktiv handelnd umgehen zu können,
  • Reduktion von Ressourcenverbrauch
Warum sollte man sich aus Ihrer Sicht für den Umweltschutz/Klimaschutz einsetzen?
WIR haben nur diese EINE Erde. Die (großräumige) Zerstörung von (komplexen) Ökosystemen ist irreversibel.

Merken Sie an Freitagen, dass viele Schüler/-innen wegen „Fridays for Future“ Demonstrationen mitmachen?
Ich nehme das medial und auch in der Schule deutlich wahr. Auch mein großer Sohn nimmt an den Demonstrationen teil.

Haben Sie einen Leitsatz oder eine Vision, die Sie den Schülern/-innen zu dem Thema mit auf den Weg geben möchten?
„Sustainable development meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs.“
„Nachhaltig ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen.
(Quelle: „Unsere gemeinsame Zukunft. Der Brundtland-Bericht der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung“, 1987)

Was unternehmen Sie selber bereits für den Klimaschutz/Umweltschutz?
Das fängt z. B. im privaten Bereich an: Wir bauten ein energieeffizientes Haus mit Solarthermie und wassersparenden Wasserhähnen usw., besitzen nur ein Auto aber fünf Fahrräder, nutzen dienstlich möglichst die Bahn und vermeiden private Flüge, fahren im Sommer-Urlaub (mit dem PKW) in ein nachhaltiges Hotel, gehen im Harz Skilanglaufen – fahren nicht in die Alpen zum alpinen Skifahren oder Rodeln, kaufen regional-nachhaltige Produkte, trennen Müll, versuchen den Ressourcenverbrauch zu verringern indem wir Einweg-Verpackungen vermeiden, mähen den Rasen ganz ohne Mähroboter und deutlich seltener, haben im Garten einen noch weiter auszubauenden Insekten-Bereich, beleuchten unseren Garten nicht in der Dunkelheit. In den Bereichen Konsum bzw. Online-Versandhandel und Textilprodukte werden zukünftige „Baustellen“ hinsichtlich nachhaltigem Handeln in unserem Hause liegen.

Nicht zuletzt engagiere ich mich auch in meinem Beruf intensiv in der Auseinandersetzung mit und Bewältigung der Problematik von Umwelt und Nachhaltigkeit.


Foto: Kuttig

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Fridays for future: Interview mit Christoph Bratmann


Klimaschutz betrifft uns alle. Der WGtarier veröffentlicht deshalb eine Serie zur Bewegung Fridays for Future. Den Auftakt macht ein Gespräch mit dem Vorsitzenden des Schulausschusses Christoph Bratmann.

Teil 1: Interview mit Christoph Bratmann, Vorsitzender des Schulausschusses der Stadt Braunschweig
Teil 2: Interview mit Antje Kapsch, Mitwirkung im Bereich Umweltbildung am WG
Teil 3: Interview mit Moritz von Bachmann, Organisator von Fridays for Future am WG


Wir sind alle in der Pflicht. Jan-Marten Kleine-Besten befragt Christoph Bratmann, Vorsitzender des Schulausschusses der Stadt Braunschweig, SPD-Fraktionsvorsitzender und Mitglied des niedersächsischen Landtags.

Wie haben Sie im Stadtrat die Diskussionen zu den „Fridays for Future“ erlebt?
Natürlich kann ich nicht für den kompletten Rat der Stadt Braunschweig sprechen. Aber ich und die Mitglieder meiner Fraktion haben zunächst einmal sehr positiv wahrgenommen, dass junge Menschen sich in so großer Zahl politisch engagieren. Das finde ich beachtenswert. Als Konsequenz der fridays for future-Bewegung wurde im Rat der Arbeitskreis „Braunschweig for future“ gegründet, der sich weiter intensiv mit dem Thema beschäftigen und zukunftsfähige Konzepte für die Stadt Braunschweig erarbeiten wird. Zudem wurde ein großer Teil der Forderungen von „fridays for future“ in einem Ratsantrag mehrerer Fraktionen aufgegriffen und beschlossen.


Wie verhalte ich mich am besten, wenn ich bei einer solchen Demonstration mitmachen möchte?
Grundsätzlich ist das im allgemeinen Demonstrationsrecht festgeschrieben. Eine Demonstration muss von den Veranstaltern mindestens 48 Stunden vor Beginn angemeldet werden. Für alle Teilnehmer
gilt dann, sich nicht mit Masken oder Ähnlichem zu vermummen, friedlich zu bleiben und sich nicht zu bewaffnen. Schulfrei gibt es allerdings für die Teilnahme während des Unterrichts nicht, sodass Schülerinnen und Schüler selbst entscheiden müssen, inwieweit ein Fernbleiben vom Unterricht verträglich ist.

Ab welchem Alter ist es per Gesetz erlaubt, dass man als Schüler*in bei solch einer Demonstration mitmachen möchte?
Das Demonstrationsrecht ist ein Grundrecht, welches nicht an ein bestimmtes Alter gebunden ist. Also dürfen natürlich auch Schüler unter 18 Jahren demonstrieren. Es gibt aber auch eine allgemeine Schulpflicht, und die Teilnahme an einer Demonstration bedeutet nicht, dass man dann nicht mehr zur Schule gehen muss. Dafür kommt natürlich kein Schüler ins Gefängnis, aber unter Umständen kann es in der Schule Ärger geben, wenn du unentschuldigt freitags fehlst.

Was möchte die Stadt Braunschweig in Zukunft mehr für den Klimaschutz/Umweltschutz tun?
Ich hatte ja in der ersten Frage bereits auf den Arbeitskreis „Braunschweig for future“ hingewiesen. Das ist beispielsweise ein konkreter Schritt der Stadt Braunschweig, das Thema weiter zu bearbeiten. Zum Glück fangen wir als Kommune ja jetzt auch nicht komplett neu damit an, klimapolitisch zu denken. Es gibt unter anderem eine klimagerechte Bauleitplanung. Darüber hinaus plant die Stadt gerade, ein eigenes Dezernat für Umwelt- und Klimaschutz einzurichten.



Was kann aus Sicht des Stadtrates jeder selbst und relativ unkompliziert für das Klima tun?
Zum Beispiel den eigenen Konsum beachten, da ist oft weniger mehr. Im eigenen Haushalt auf Mülltrennung und Müllvermeidung achten. Nach Möglichkeit mehr das Fahrrad oder den öffentlichen Nahverkehr statt den Pkw nutzen. Das sind nur einige Beispiele, bei denen jeder von uns einen Beitrag leisten kann.



In den Medien wurde berichtet, dass die Stadt Braunschweig „Bienen-Hauptstadt“ werden möchte. Können Sie dazu nähere Angaben machen?
Hierbei handelt es sich um ein gemeinsames Projekt der Stadtverwaltung und des Julius-Kühn Instituts. Insgesamt sollen 16 Hektar Fläche der Stadt wildbienengerecht umgestaltet werden, um die Bienenpopulation insgesamt zu verbessern. Das Projekt wird mit 4,6 Millionen Euro von Bund und Land sowie 1,2 Millionen Euro von der Stadt finanziert. Allerdings kann auch jeder seinen Balkon oder Garten durch entsprechende Pflanzen bienen- und insektenfreundlich gestalten.

Kommt es vor, dass sich Schüler*innen oder Bürger an den Stadtrat wenden, um Vorschläge oder Kritik in dem Bereich Klimaschutz/Umweltschutz einzubringen?
Ja. Letztendlich sind die Fridays-for-future-Demonstrationen ja direkt an die Politik gerichtet. Die Braunschweiger Gruppe hat sich auch bereits mit uns in Verbindung gesetzt, und wir sind in einem direkten Austausch. Darüber hinaus tragen Schülerinnen und Schüler uns auch andere Anliegen vor, wie z. B. die Forderung nach vergünstigten Schülertickets für Bus und Bahn.



Was würden Sie jungen Leuten beim Thema Klimaschutz/Fridays for Future mit auf den Weg geben?

Umweltschutz ist aber nicht nur Senkung des CO²-Ausstoßes aus Autos oder Fabrikanlagen. Jeder von uns kann durch den eigenen Konsum bereits viel bewegen. Beim Kauf von Lebensmitteln, Kleidung, Handys oder dem Beachten der Mülltrennung sind wir alle in der Pflicht.

Was tun Sie selbst im Alltag für den Klimaschutz/Umweltschutz?
Neben den bereits erwähnten Dingen versuche ich, weniger Plastikmüll zu produzieren oder öfter mal auf das Auto zu verzichten. Gerade letzteres ist als Kommunal- und Landespolitiker leider nicht immer ganz leicht.



Was könnte aus Ihrer Sicht die Politik in Zukunft im Bereich Klimaschutz/Umweltschutz verändern?
Vieles dreht sich, gerade in unserer Region um die Mobilität. Neue Antriebsformen wie der E-Motor oder Wasserstoffantriebe könnten unsere Gesellschaft in Umweltaspekten weit voranbringen. Daran wird in unserer Region gerade intensiv geforscht. Zudem gilt es, den öffentlichen Personennahverkehr weiter auszubauen. Global betrachtet hängt vieles an den USA, China und Indien, die zusammen mehr als die Hälfte der weltweiten CO² Emissionen produzieren. Damit sind wir Europäer nicht aus der Verantwortung entlassen, aber es verdeutlicht, dass dieses Problem nur global gelöst werden kann.




Dienstag, 3. September 2019

Interview: Pater Fritz Wieghaus

Gott- und Selbstvertrauen. Pater Fritz Wieghaus vom Dominikanerkloster St. Albertus Magnus Braunschweig im Gespräch mit Jan-Marten Kleine-Besten

Pater Fritz Wieghaus.
Wie wird man eigentlich ein Pater?
Pater ist ein Priester im Orden. Man wird in die Gemeinschaft des Ordens nach einem Probejahr aufgenommen, das nennt sich Noviziat nennt. Danach lege ich ein Versprechen ab über drei Jahre und später kann ich mich für immer an das Klosterleben binden. Mit der Priesterweihe darf ich mich dann Pater nennen.

Hatten sie im Leben ein Schlüsselerlebnis, nachdem der Wunsch entstanden ist Pater zu werden?
Ich war auf einer Schule, die von Dominikanern geleitet wurde, und habe ganz konkrete Dominikaner kennengelernt. So ist der Wunsch entstanden, selber dieser Gemeinschaft beizutreten. Es gab also kein Schlüsselerlebnis, sondern es ist langsam erwachsen.

Wie war das Gefühl als sie zum Priester geweiht wurden?
Ich kann mich sehr gut an die Priesterweihe erinnern. Das war im Rheinland, es war eine schöne Feier. Wir waren vier junge Mitbrüder, die geweiht wurden. Es war das Ziel meiner theologischen Ausbildung gewesen. Ich konnte dann anschließend nach Braunschweig gehen, um das anzuwenden, was ich im Studium gelernt hatte.

Wie sieht der Alltag als Pater aus, und freuen sie sich manchmal, wenn der Tag endlich geschafft ist?
Mein Arbeitsalltag ist sehr geprägt durch meinen Terminkalender. Es gibt traurige Anlässe, wie z. B. Beerdigungen, die dabei sind. Es gibt aber auch frohe Anlässe, wie z. B. Taufen, Hochzeiten. Es gibt ganz andere Arbeitsbereiche, die Kinder- und Jugendarbeit, den Alltag, wie die sonntäglichen Gottesdienste. Der Arbeitsalltag sieht bei mir also jeden Tag anders aus, auch wenn es immer wieder gleiche Elemente sind, die ein priesterliches Leben prägen, und es gibt auch manchmal Tage, die so gefüllt sind, dass ich abends froh bin, wenn der Tag vorbei ist, und die Füße einfach hochlegen kann.

Benutzt man als Pater auch moderne Elektronik, wie z. B. Smartphones, Computer oder Tablets?
Ja, die gehören heutzutage selbstverständlich zu unserem Alltag. Jede Predigt schreibe ich am Computer. Gerade mit den Kindern und Jugendlichen unserer Gemeinde wird viel per E-Mail geklärt. Es gibt aber manches, was ich noch nicht mache, was ich nicht nutze, ich nutze z. B. kein Facebook.

Die Kirche des Klosters St. Albertus Magnus.
Wie oft wird am Tag gebetet?
In der Gemeinschaft beten wir jeden Morgen um 07:30 Uhr das Morgengebet in der Kirche, anschließend frühstücken wir gemeinsam. Jeden Dienstag feiern wir als Gemeinschaft eine Heilige Messe. Weitere Gebetszeiten gibt es in der Gemeinschaft hier in Braunschweig nicht. Die übrigen Zeiten sind frei zu gestalten.

Muss man bestimmte Gesänge oder Gebete heutzutage noch auswendig auf Latein können?
Es gibt eine Reihe von Gesängen und Gebeten, die ich auswendig kann, nicht weil ich es muss, sondern weil ich sie schon so oft gebetet habe, dass ich sie einfach auswendig kann. Wie ein Kommunionkind das Vaterunser am Ende kennt, weil wir es jedes Mal beten, ist es bei uns im Kloster so, dass es lateinische Gesänge gibt, das „Salve Regina“, das wir nach jeder Vesper singen. Das singe ich schon über 35 Jahre, da brauche ich kein Blatt, das kann ich einfach auswendig.

Wie sieht die Fastenzeit bei Ihnen aus?
Die Fastenzeit hat bei uns besonders eine religiöse Bedeutung. Es geht einerseits darum, dass jeder für sich überlegt, worauf er verzichten möchte. Das kann ganz Unterschiedliches sein. Klassisch ist es ganz oft so, dass jemand sagt, ich verzichte auf den Alkohol, aber die Anregung zur Fastenzeit kann ich auch positiv formulieren: Wo möchte ich in dieser Zeit etwas besonders Gutes tun, oder ich nehme mir etwas vor, was mir sonst schwerfällt. Es geht also um einen Vorsatz, einem anderen Menschen etwas Gutes zu tun.

Blick in den Innenraum der Kirche.
Ist es immer noch Vorschrift, dass Patres vor der Kommunionsausteilung nichts essen dürfen, oder gibt es dort mittlerweile eine Handlungsfreiheit?
Diese Vorschrift gab es früher für alle katholischen Christen, also nicht nur für die Patres. Die Generation deiner Großeltern kennt das vermutlich noch. Ich selber habe das nicht mehr kennengelernt, obwohl ich jetzt schon 61 Jahre alt bin. Diese Vorschrift ist mit dem zweiten Vatikanische Konzil 1965 abgeschafft worden, und zwar für alle Christen.

Wie gestaltet sich das Leben als Pater im Ruhestand, bleibt man weiterhin in seinem Kloster wohnen?
Ja, als Pater lebt man in einem Kloster, auch wenn man keine beruflichen Verpflichtungen mehr hat. Es ist so, wie früher in meiner Familie, die Großeltern haben mit bei uns gewohnt. Heute gibt es andere gesellschaftliche Formen, aber jemand, der in ein Kloster eingetreten ist, bleibt dort ein Leben lang. Es ist für uns eher eine Freude, wenn mehrere Generationen unter einem Dach leben. Deshalb wohnen auch die Senioren bei uns mit im Kloster. Manchmal ist es so, wie es meine Großeltern in der Familie auch getan haben, dass die älteren Mitbrüder uns im Kloster helfen.

Wie ist es, in einem Kloster in einer Stadt zu leben?
Das ist eine sehr interessante Frage. Wir Dominikaner sind im 12. Jahrhundert gegründet worden, und bis dahin wurden die Klöster in der Regel auf dem Land gegründet. Man hat sich ein schönes ruhiges Plätzchen auf einem hohen Berg oder in einem tiefen Tal ausgesucht. Das war das Ideal der Abgeschiedenheit. Das neue bei uns Dominikanern war im 12. Jahrhundert, dass unser Ordensgründer die Klöster mitten in den Hauptstädten der damaligen Zeit gegründet hat. Also leben Dominikaner seit der Gründung des Ordens immer schon in Städten. Das ist bewusst intendiert. Die Dominikaner sollen studieren, sind oft an den Universitäten präsent, und deshalb liegt ein Dominikanerkloster meistens mitten in der Stadt.

Der Kirchenvorplatz.
Möchten heutzutage noch viele Menschen Pater werden, oder gibt es auch Nachwuchssorgen?
Es gibt Nachwuchssorgen. Wir können nicht alle Klöster behalten, weil wir einfach zu wenige sind. Es gibt aber Menschen, die nach wie vor zu uns kommen. Jedes Jahr kommen vielleicht ein, zwei junge Menschen, die anfragen. Es bleiben aber nicht alle, denn man kann sich in der Phase der Ausbildung nochmal überlegen, ob man sein Ziel beibehalten möchte. Aber insgesamt werden wir weniger. Wir freuen uns über jeden, der sich entscheidet, diesen Weg zu gehen.

Was würden Sie jungen Menschen mit auf den Weg geben?
Ich wünsche den jungen Menschen ein gesundes Selbstvertrauen und ein gesundes Gottvertrauen. Die Herausforderungen in der Gesellschaft sind heutzutage sehr groß, und ich kann sie am besten meistern, wenn ich selber auch Vertrauen zu mir habe. Andererseits hilft mir das Gottvertrauen, dass ich auch dort, wo ich an meine Grenzen gerate - und jeder Mensch hat Grenzen - noch eine andere Instanz habe.


Fotos: Jan-Marten Kleine-Besten

Samstag, 27. Juli 2019

Interview: Checker Tobi


Traumberuf Reporter. Louis Ostrowski im Gespräch mit Checker Tobi.



Wer bist du?
Ich bin Tobi Krell, aber ich arbeite als Checker Tobi. Dass ist eine Kinderwissenssendung die im KIKA läuft, in der wir in Reportagen und Studioteilen eigentlich alle Themen versuchen, für Kinder so aufzubereiten, dass sie am Ende ein bisschen mehr Wissen als vorher haben.

Bist du in deinem Freundeskreis auch der, der alles erklärt?
Das ist eine schöne Frage, aber ich glaube nicht. Ich lerne natürlich jeden Tag irgendwas Neues, und durch diese Sendung habe ich auch schon ganz viel in meinem Leben dazugelernt, aber ich glaube, ich bin jetzt kein Klugscheißer. Zumindest nicht so sehr, wie ich sein könnte, nach sechs Jahren Wissensfernsehen machen. Ich muss leider auch dazu sagen, wenn man über 100 Folgen gemacht hat – da habe ich jetzt leider schon viel wieder vergessen, ich kann mich also nicht an alles erinnern.

Wie bist du Checker geworden?
Eigentlich war das ein großer Zufall. Ich habe schon während des Studiums für das Fernsehen gearbeitet. Damit habe ich mein Studium finanziert. Und zuerst habe ich in Fernsehensendern Praktika gemacht, dann habe ich als freier Mitarbeiter angefangen und hinter der Kamera Beiträge gemacht. Dann durfte ich vor die Kamera für ein junges Programm des SWR und habe Reportagen für Leute anfangs 20 gemacht, von Musikfestivals und so. Danach wurde ich der Filmkritiker dieser Sendung und stand Woche für Woche vor der Kamera. Und dann hat die Reaktion, die vorher Checker Can gemacht hat, einen neuen Checker gesucht, als Can aufgehört hat. Die haben mich im Fernsehen gesehen und zum Casting eingeladen, ganz klassisch. So hat das geklappt. Es waren viele Zufälle, aber vielleicht war das auch richtig so.

Wie ist es, vor der Kamera zu stehen?
Das ist eine schwierige Frage. Ich weiß nicht, ich mach das einfach immer. Also ich habe jetzt nicht mehr das Gefühl, so ganz aufgeregt zu sein. Das war natürlich am Anfang schon so, aber mittlerweile ist es eher so, dass es ganz selbstverständlich läuft. Mir macht es einfach Spaß, ich bin gerne der Typ, der zu Leuten hingeht und Fragen stellt, und Sachen ausprobiert. Ist ja auch was Tolles an meinem Job. Genau, ich habe einfach großen Spaß dran. Es ist aber kein besonders seltsames Gefühl, nur weil da 'ne Kamera dabei ist.

Du hast am 31.01.2019 einen Film herausgebracht. Was ist für dich angenehmer zu drehen? Film oder Fernsehen?

Also, beim Fernsehen habe ich mittlerweile einfach eine Routine und weiß, wie es funktioniert. Und ich bin eben nicht mehr so dolle aufgeregt. Beim Kinofilm ist es anders. Da war ich schon nervös, da die Art und Weise, wie man dort dreht, eine andere ist. Das Team hinter der Kamera ist größer, alles dauert ein bisschen länger, weil man einfach ein anderes Kamera-Equipment dabei hat, und das fand ich schon aufregender, ich will jetzt nicht sagen, das eine macht mehr Spaß als das andere, aber es war toll, diese Erfahrung gemacht zu haben, einen Kinofilm zu drehen.

Was war die größte Panne während eines Drehs?
Oh, da passiert sehr viel. Was ständig vorkommt, ist, dass etwas misslingt, dass man stolpert und hinfällt, ich verspreche mich auch oft und regelmäßig, oder das Zusammenspiel zwischen mir und Kamera funktioniert nicht, dann muss man nochmal von vorne anfangen. Diese Kleinigkeiten passieren fasst jedes Mal, aber das ist überhaupt nicht schlimm. Und die größten Pannen, da muss ich nachdenken. Es passieren manchmal auch peinliche Situationen, wir haben mal eine Sendung zum Thema Schwimmbad gemacht, und es ging auch um die Wasserrutsche. Ich hatte einen Experten, der hat mir gezeigt, wie man am schnellsten die Rutsche runterkommt. Und der letzte Trick war, dass man sich die Badehose in die Po-Ritze reinziehen soll. Und dann habe ich das auch gemacht und wollte gerade runterrutschen, aber dann bin ich mit halbnacktem Po auf der Rutsche ausgerutscht und bin dann da irgendwie auf die Nase gefallen. Sowas passiert auch manchmal.

Ist es schwer, schwierige Vorgänge leicht zu erklären?
Also, das ist das Zusammenspiel zwischen der Redaktion, also den Reakteuren, die die Sendung vorbereiten und recherchieren, bei dem Dreh mit dem Kameramann und mir. Ich glaube, dass ist die höchste Kunst des Journalismus, was wir hier machen, denn man muss das Thema auf jeden Fall so durchdrungen haben, dass man es wirklich versteht. Sonst kann man es nicht runterbrechen und vereinfachen. Oder man macht Fehler, aber das darf uns nicht passieren, da wir ja Kindern Wissen mitgeben wollen. Also ich glaube schon, dass es schwer ist, aber wir haben hier im Team eine gute Erfahrung, teilweise, wenn man Can dazuzählt, nach über acht Jahren Kinderfernsehen machen, dass man einfach gelernt hat, wie es funktioniert. Das Konzept ist es letztendlich, einfach Sachen zu verstehen und wenn man das von sich behaupten kann, dann kann man es auch vereinfachen.

Wer/ Wie viele wirkt/ wirken alles an einer Sendung mit?
Was denkt ihr denn?
Wir sind eine Redaktion aus sechs bis sieben Leuten, wenn man mich mitzählt, die an den Sendungen arbeiten. Wir einigen uns zunächst mit dem Sender auf ein Thema, und dann verteilen wir die Themen auf die Redakteurinnen und Redakteure, und die bereiten das dann vor. Dann gibt es einen Projektleiter, der vor allem koordiniert, wann welche Dreharbeiten stattfinden, und es gibt natürlich noch viele, die im Schnitt mitarbeiten, die Grafiken machen, und jemand, der die Musik komponiert, dann kommt man vielleicht auf zwölf Personen. Dazu natürlich noch unser Kameramann, der fest im Team ist.



Was war das Aufregendste, was du in deiner Zeit vor der Kamera erlebt hast?
Der Dreh für den Kinofilm. Weil die Orte, wo wir hin gereist sind, die waren schon besonders. Und ich meine, an einem echten aktiven Vulkan zu stehen, irgendwo im Südpazifik, das ist schon abgefahren. Oder in Grönland mitten auf diesem Eispanzer zu stehen und hunderte Kilometer um einen rum nichts als Eis, das waren schon so die größten Abenteuer, glaube ich.

Wirst du auf offener Straße angesprochen?
Ja, immer wieder. Also natürlich je länger die Sendung läuft, seit knapp sechs Jahren, immer öfter. Das ist ja das, was bei uns so spannend ist, dass die Zielgruppe, also die Kinder, die das gucken, die fangen vielleicht mit vier Jahren an und hören mit zwölf Jahren auf, die Sendung zu gucken. Aber die wachsen natürlich auch immer wieder nach: Die heute zwei Jahre alt sind, die gucken dann vielleicht mit drei, vier Jahren auch schon Checker Tobi, Julian und Can. Und deshalb wächst die Menge an Leuten, die die Sendung mal geguckt haben oder gucken, und die Eltern zählen natürlich auch dazu.



Was war dein Traumberuf als Kind?
Puh. Ich glaube mit fünf oder sechs habe ich gedacht, ich möchte Olympiasieger werden. Ich wusste nicht, welche Sportart, das war mein Berufswunsch. Dann wollte ich mal kurz Lehrer werden, aber eigentlich, weil mein Vater Kameramann ist und ich als Kind schon mit zu Dreharbeiten durfte, fand ich schon immer den Job als Reporter vor und hinter der Kamera toll. Eigentlich, spätestens seit ich zehn Jahre alt bin, will ich genau das machen, was ich jetzt mache.

Fotos: Tobias Krell

Mittwoch, 3. Juli 2019

Lehrerinterview: :Frau Tscherwen

Die Möglichkeiten nutzen. Marquise Evina im Gespräch mit Frau Tscherwen.

Warum haben sie die Fächer Englisch und Deutsch?
Weil ich Literatur und Sprache sehr mag.

Finden sie, dass ihr Unterricht immer gut verläuft?
Das kommt darauf an, für wen!

Was machen sie in ihrer Freizeit?
Lesen natürlich! Aber auch Sport und ein bisschen Musik [ Gitarre spielen, Anm. d. Red.], und ich reise sehr gerne.

Haben sie früher auch Theater gespielt?

Ja, ich habe sehr gerne Rollen angenommen und war auch früher in der Theater AG.



Haben sie früher auch andere Fächer unterrichtet?
In den ersten Jahren habe ich Welt- und Umweltkunde unterrichtet, später auch Werte und Normen.

Seit wann sind sie am WG?
Ich bin seit 2008 am WG.

Welchen Tipp würden sie Schüler*innen mitgeben?
Nutzt die vielfältigen Möglichkeiten zu lernen während eurer Schulzeit! Nicht alle Kinder und Jugendlichen auf der Welt haben so gute Möglichkeiten.

Welches Thema im Unterricht finden sie am interessantesten?
Ich finde den Epochenumbruch um 1900 sehr interessant, den Beginn der Modernen Literatur! Ich mag überhaupt den Literaturunterricht.

Was ist ihr Motto?
„Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.“ (Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 5. Buch, 1. Kapitel).

Was war das schlimmste Erlebnis in ihrem Berufsleben?
Ein Schüler von mir war einmal in einer schlimmen Situation. Zum Glück hatte er den Mut, mir davon zu erzählen, so dass Hilfe organisiert werden konnte!


Foto: Tscherwen

WGfactory


Fair & bio. Frau Lorenz stellt im Gespräch mit Louis Ostroswki die Schülerfirma WGfactory vor.

Was macht die WGfactory?
Die WGfactory ist die Schülerfirma des Wilhelm-Gymnasiums, die eine Vermarktung von WG-Schulprodukten zur Aufgabe hat. Dabei arbeiten wir wie eine richtige Firma – müssen Buchhaltung betreiben, Steuern zahlen, Mitarbeiterlöhne festlegen, Werbung erstellen und vieles mehr.

Wie viele Mitarbeiter hat die WGfactory?

Da die WGfactory über das AG-Angebot wählbar ist, ist unsere Mitgliederzahl variabel. Derzeit haben wir vier SchülerInnen, die die Firma betreiben. Das ist sehr wenig und unsere geringste Anzahl, die wir je hatten. Je weniger SchülerInnen dabei sind, umso schwieriger ist es, unser Angebot aufrechtzuerhalten.

Was hat die WGfactory für Produkte?
Unsere Angebotspalette ist stetig gewachsen und wir können mit ein klein wenig Stolz sagen, was wir regelmäßig anbieten:
Ganz vorn dabei sind unsere WG-Logo-Shirts und -Hoodies in den Größen XXS bis 3XL und in fünf verschiedenen Farben. Wir produzieren ebenso die Chor-Shirts. Dann gibt es die WG-Logo-Turnbeutel in zwei Ausführungen. Seit Jahren bieten wir den WG-Schulplaner an mit vielen Infos rund um das Schulleben; dieser ist auch als Lehrerplaner erhältlich. Gerade neu aufgelegt wurde das WG-Schulheft; es gibt dieses in liniert und kariert mit jeweils weißem Rand. Dauerhaft und immer wieder mal anders gibt es einen WG-Kuli.


In der Remter-Vitrine kann man sich unsere Produkte auch anschauen.
Wichtig finde ich auch, dass die Firmenschüler die Angebotspalette stets im Blick haben. Momentan wollen wir die Farbpalette der Shirts und Hoodies verändern. Demnächst können Shirts auch personalisiert werden, d. h. mit Namensaufdruck am Ärmel versehen werden.

Wann wurde die WGfactory gegründet?
Die Schülerfirma ist im Schuljahr 2013/2014 gegründet worden. Im Schuljahr 12/13 habe ich noch ohne WGfactory die Schulhefte und den Schulplaner aufgelegt. Das war eine Menge Arbeit und wäre auf Dauer nur schwer zu bewältigen. Als ich Herrn Timme ansprach, ob er an einer Schülerfirma-AG interessiert sei, brauchte ich keine Überzeugungsarbeit leisten. Er sagte zu und seitdem teilen wir uns die Aufgaben – er betreut vor allem den wirtschaftlichen Bereich, ich den gestalterischen.

Was zeichnet die Produkte aus?
Zunächst sind die Produkte von WG-SchülerInnen aufgelegt. Herr Timme und ich betreuen und beraten zwar als Wirtschaftspaten, aber wenn die Schüler sich bei einem Produkt einig sind, dann reden wir auf keinen Fall in die Entscheidungen rein.
Des Weiteren arbeiten wir mit Firmen aus der Region zusammen.
Außerdem werden unsere Shirts aus Bio-Baumwolle gefertigt und die Hoodies haben das Fair-Wear-Siegel.


Nennen Sie drei Kaufgründe!
Erstens gute Qualität; zweitens ansprechendes Preis-Leistungsverhältnis und drittens Unterstützung und Anerkennung der guten Schülerleistung. Diese ist bei so wenigen Schülern momentan enorm. Das Schulheft hat beispielsweise fast ein Jahr gebraucht – von den ersten Überlegungen bis zum fertigen Produkt. Das ist wirklich Arbeit. Ein guter Verkauf belohnt diese Arbeit.

Wie viel kosten die Produkte?
Schaut dafür unbedingt auch in die Remter-Vitrine.
WG-Logo-Shirts kosten 15 Euro, Hoodies 30 Euro, Turnbeutel 6 Euro. Die Schulhefte kosten pro Stück 80 Cent; ein Paar aber 1,50 Euro. Kugelschreiber kosten 1 Euro. Der Schulplaner kann im Preis variieren, da sich der Inhalt ändert. Er kostet ca. 6 bis 7 Euro. Der Lehrerplaner ist mit 9 Euro etwas teurer, da die Stückzahl so gering ist.

Was war das schlechteste Produkt?
Das schlechteste Produkt war das erste Produkt, der WGfactory. Aber nicht, weil es qualitativ schlecht war, sondern weil das Timing der Bestellung nur allzu ungünstig war. Wir haben Anfang/Mitte Dezember eine Bleistiftbestellung mit dem Aufdruck „Fröhliche Weihnachten“ in Auftrag gegeben. Als diese geliefert wurden, haben wir vier Tage vor den Weihnachtsferien für den Verkauf Zeit gehabt. Ich glaube, es waren nicht mal zehn Stück, die wir losgeworden sind. Und nach den Ferien waren Weihnachtsbleistifte nicht so sehr gefragt ;) Und ich meine, wir haben von diesen Bleistiften heut noch welche in unserem Lager.


Wie sind die Rückmeldungen von Käufern?
Zu den WG-Logo-Shirts und -Hoodies gibt es durchweg positive Rückmeldungen. Die haben aber auch eine wirklich gute Qualität. Im vergangenen Schuljahr gab es durchaus Beanstandungen hinsichtlich der Schulplaner-Ringbindungen. Dieses haben wir weitergegeben und für dieses Schuljahr eine andere Bindung erhalten. Rückmeldungen helfen uns, positiv wie negativ.
Es kommt aber mehr Lob als Kritik, das freut uns natürlich.

Was passiert mit dem eingenommenen Geld?
Vorab: Unsere Gewinnspanne bei den Produkten ist längst nicht so hoch wie in der freien Wirtschaft, d. h. wir verdienen eher wenig an einem verkauften Produkt, um ein gutes Preis-Leistungsverhältnis zu bieten. Die ersten Jahre haben wir Gewinne gleich reinvestiert, um unsere Angebotspalette auszubauen. Sogar Schulden haben wir damit abbezahlt. Mittlerweile nutzen wir unser Finanzpolster für die Vorfinanzierung von Produkten, so dass Käufer nicht mehr Vorkasse leisten müssen. Ein Teil fließt auch in Werbung und Löhne. Wenn unsere Firma weiterhin so erfolgreich wirtschaftet, werden wir in diesem Schuljahr erstmals eine Spende leisten können. Ob diese innerhalb oder außerhalb der Schule eingesetzt wird, entscheiden die Schülerfirma-Schüler.

Wieviel/was wird pro Jahr verkauft?
Durchschnittlich verkaufen wir ca. 300 Schul- und Lehrerplaner pro Schuljahr. Der WG-Kleidungsverkauf ist in diesem Schuljahr gut angelaufen; da liegen wir derzeit bei über 100 Teilen. Vor allem hoffen wir auch auf einen guten Verkauf der gerade erst erschienenen, neuen Schulhefte. Unsere Bestellung umfasst 1000 Stück, von denen die ersten 100 Hefte bereits verkauft wurden.

Freitag, 10. Mai 2019

Essay: Altern

Altern – ein Grundrecht. Aus dem Fach Werte und Normen, 9. Jahrgang: ein Essay zur Frage „Ist es wünschenswert, äußerlich für immer jung zu bleiben?“ Von Iman Sibai.

Das Gemälde „Der Jungbrunnen“ von Lucas Cranach stammt aus dem Jahr 1546 und stellt einen riesigen Brunnen dar, welcher einst alte, von Männern herbeigekarrte Frauen verjüngen lässt, die sich nach dem Bad fein gekleidet gemeinsam mit Männern bei Speisen, Tänzen und Musik vergnügen. Aber warum wollten so viele Menschen für immer jung erscheinen? Ist es wirklich wünschenswert, das gesamte Leben in einer optisch immer wieder verjüngten, praktisch neuen Hülle zu verbringen?

Die spezielle Wirkung des Jungbrunnens zeigt, dass für die damalige Gesellschaft das Jungsein ein Schönheitsideal war und viele solch ein junges Aussehen anstrebten, wie zum Beispiel eine glatte, blasse Haut. Vermutlich hatten junge, schöne Frauen so einen gesellschaftlichen Vorteil und fanden leichter einen Lebenspartner.

Auch heutzutage lässt sich die Gesellschaft von jungen und „schönen“ oder künstlich verjüngten Models und Stars stark beeinflussen und nimmt sie sich zum Vorbild. Schönheitsideale der heutigen Zeit: Volle Lippen, dichtes, glänzendes Haar, straffe, reine Haut und ein schlanker, trainierter Körper. Nur so ist man perfekt und erfolgreich.

Je älter Menschen werden, umso stärker verändert sich der Körper. Falten, schlaffe Haut, graues, dünnes Haar. Wir werden unzufriedener mit uns selbst, zweifeln an uns, da wir die schönen Frauen und die gut durchtrainierten Männer auf Zeitschriften sehen – vergleichen uns mit den, in unseren Augen, perfekten Menschen dieser Welt und vergessen, dass auch sie Trauer, Sorgen, Schmerz und Selbstzweifel hinter ihrer Fassade verstecken. Also lösen wir unsere Probleme, indem wir unser Geld für Schönheits-OPs und Diäten ausgeben, nur um für die Außenwelt, die Gesellschaft, welche uns unter Druck setzt, jung und schön zu wirken. Perfekte Erscheinung, perfektes Leben.

Aber führen wir wirklich dieses perfekte Leben, wenn wir uns von der Welt durch Schönheitsideale und dieser ganz bestimmten Vorstellung quälen lassen? Wollen wir innerlich reifen und altern und äußerlich jung erscheinen? Ist es wirklich großartig, jung auszusehen bis man stirbt? Was wollen wir damit erreichen? Wir wollen glücklich und zufrieden mit unserem Aussehen sein, das wir von zweifelhaften Idealen ableiten. Je älter ein Mensch, desto schmerzhafter und anstrengender ist eine künstliche Verjüngung, desto tiefer fällt man, wenn die Wirkung nachlässt. Wir lassen uns zerstören, sowohl von den Menschen als auch von dem dauernden optischen Vergleich. Wir werden immer unzufriedener und sind gefangen in einem ewigen Teufelskreis.

Warum ist denn Schönheit für Menschen so wichtig? Klar, jeder Mensch sollte darauf achten, dass er gepflegt ist, jedoch ist Schönheit nur eine Maske. Auch wenn oft behauptet wird, man achte nicht auf das Aussehen, tun das immer noch viele, wenn auch unbewusst. Häufig sind „schönere“ Menschen viel erfolgreicher. Warum muss das so sein?

Was zählt, ist die innere Schönheit, die Persönlichkeit und eine positive Ausstrahlung. Was ist überhaupt so schlimm daran, „alt“ auszusehen, Falten zu haben? Vor allem Lach- und Denkfalten, die Lebensgeschichten erzählen und darauf hindeuten, lebenserfahren zu sein, ein schönes, manchmal trauriges, manchmal fröhliches Leben gehabt zu haben. Eben ein Mensch zu sein.

Überhaupt: Was ist mit Ärmeren oder Menschen mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung? Sind sie weniger schön? Bleibt ihnen Schönheit verwehrt, nur weil sie sich keine Operationen oder teure Mittel leisten können? Wer legt überhaupt fest, was „Schönsein“ ist? Fragen wir uns, warum wir einen Menschen „schön“ finden? Und finden wir ihn immer noch „schön“, wenn wir ihn besser kennengelernt haben? Sind ältere, künstlich aufgepumpte Menschen mit maskenhaften Gesichtern wirklich schön?

Sterben muss jeder, egal, wie er aussieht. Ist es nicht einfacher, sich von der Welt in einer alten, verbrauchten Hülle zu verabschieden? Dass wir alle altern und sterben, ist doch etwas, was uns alle gleich macht. Es ist wie ein Grundgesetz, der Tod behandelt uns alle gleich, egal wie wir aussehen und was wir erlebt haben. Niemand kann vor diesem Schritt fliehen. Sollten wir alle dann nicht auch das gleiche Recht haben, in Ruhe zu altern, ohne uns deswegen weniger wert fühlen zu müssen?

Ich bin der Meinung, dass es nicht wünschenswert ist, äußerlich für immer jung zu bleiben bzw. sich immer wieder äußerlich verjüngen zu lassen. Im Endeffekt sollte zwar jeder mit seinem Körper das tun, was er für richtig hält. Man sollte sich aber immer die Frage stellen, ob man dies für sich oder andere tue. Wir sind immer noch Menschen mit einer eigenen, besonderen Identität, mit Erfahrungen und wertvollen Erinnerungen. Wer tatsächlich für immer jung bleiben will, sollte jung sterben.



Freitag, 3. Mai 2019

Repair-AG

Schrott or not: Nicht wegwerfen, reparieren! Stella Schönke interviewt die Leiterin der Repair-AG, Frau Hühnlein


Wie sind sie auf die Idee mit der AG gekommen?
Die Idee hatte ich bei einer Fernsehsendung, in der eine komplette Waschmaschine wegen einer Banalität weggeworfen wurde - nur wegen eines herausgerutschten Kabels. In diesem Moment hat mich diese eigentlich ja bekannte Tatsache auf einmal so geärgert, dass ich überlegte, was ich gegen das unnötige Wegwerfen tun kann.
Da fielen mir unsere Schüler*innen ein: Viele sind interessiert, schlau und geschickt. Wenn das nicht eine zukunftsträchtige Chance ist. Also habe ich recherchiert, was an Schulen so läuft, und ein Besuch in einer Freien Schule in München zeigte, wie es gehen kann. Genau so hatte ich mir das vorgestellt!
Aktuell sind wir, meines Wissens, das einzige staatliche Gymnasium in Deutschland, das die Kunst des Reparierens weitergibt.

Was haben sie schon mit der Repair-AG erreicht?
Aktuell ist die Repair-AG stolz auf unseren Beitrag zum Wettbewerb des „Klimahelden e.V.“:
www.startnext.com/repairag-am-wg-bs
Gerade sind wir wegen des Stundenplanes nur 6. und 7. Klässler und der ganze Film ist von ihnen selbst gespielt, gedreht und geschnitten!
Unsere Aufgabe war es, eine crowdfunding-Aktion zu starten. Wenn wir den angestrebten Betrag erreichen, bekommen wir dieses Geld. Andernfalls erhalten die Spender ihr Geld zurück. Zusätzlich stehen wir im Wettbewerb mit unseren Konkurrenten, die versuchen, mehr Unterstützer zu haben als wir. Wenn aber wir die meisten Unterstützer haben, gewinnen wir den Wettbewerb und damit das Preisgeld.
Das heißt, es gilt: „Nicht viel, sondern viele!“ Wir brauchen nicht von jedem viel Geld, sondern von vielen Unterstützung, es kann auch wenig Geld sein. Unser Ziel ist: 500 x 5€ bis zum 5.5. Mit dem hoffentlich hohen Betrag wollen wir absichern, dass wir auch nach der Sanierung noch Werkbänke und Ähnliches haben und dass wir nicht mehr so stark von der Ausstattung der Ehrenamtlichen abhängig sind.
Wir haben erreicht, dass allen Reparateuren und „Kunden“ noch klarer ist, wie oft wirklich nur Kleinigkeiten die Funktion stören: Kontakte müssen gereinigt werden, ein Kabel ist herausrausgerutscht, eine Abdeckung hat sich verklemmt und deswegen blockiert der Schutzmechanismus etc. Nicht selten ist nach 5-10 min voll funktionsfähig, was sonst weggeworfen worden wäre: die Tastatur des Chemie-Laptops, der Fön, das Handrührgerät, der Entsafter, das Radio etc. Deswegen: Ab damit zur Repair-AG!

Sind viele Schüler am Reparieren interessiert?

Ja! Wenn man mit Schüler*innen ins Gespräch kommt, finden die meisten, dass wir die Müllberge reduzieren sollten. Sobald ihnen klar wird, wie sehr wir unsere Erde ausbeuten, indem wir Ressourcen verbrauchen, ohne, dass diese sich regenerieren können, und ohne, dass wir in Deutschland wirklich im großen Stil recyclen, dann merken sie noch deutlicher, wie wichtig das ist.
Spätestens seit „fridays for future“ ist vielen klar geworden, dass wir die Erde als unsere Lebensgrundlage besser schützen müssen. Tage wie der „earth overshoot day“ erinnern daran, dass wir unsere Erde nicht gut behandeln.
Zum praktischen Reparieren hatten wir ca. 15 Anmeldungen für die AG, leider klappte die Teilnahme dann bei einigen wegen des Stundenplanes doch nicht, andere hatten sich deswegen schon gar nicht angemeldet. Maximal sind wir bisher neun Leute gewesen. Was angesichts unserer zwei regelmäßig anwesenden ehrenamtlichen Reparateure aktuell ok ist.

Wie sehen Ihre Zukunftsplanungen in der AG aus?
Ein Ziel ist es, auch Eltern als Reparateure für die AG zu gewinnen, und wenn es nur für 1-3 Mal im Schuljahr ist. Wichtig ist, auch nach der Sanierung des Schulgebäudes noch reparieren zu können. Beim Bau meiner ehemaligen Schule bei Stade wurden Werkraum und eine Küche mit der Begründung abgelehnt, dass man so etwas an einem Gymnasium nicht bräuchte. Da ist es gut, selbst Geld in der Hand zu haben, um zu reagieren.
Die reparierenden Schüler*innen sollen immer routinierter werden, Fehler immer öfter selbst finden und dann möglichst alles selbst reparieren. Auch träumen wir von einer Homepage, auf der sich unsere Reparaturerfahrungen in Form einer Klassifizierung der Geräte als gut oder schwer reparierbar wiederfinden. Das Ziel wäre, dass man vor dem Kauf eines Produktes nachschauen kann, welches man überhaupt reparieren kann.

Geben viele Leute ihre kaputten Geräte zu ihrer AG, um sie reparieren zu lassen?
Das schwankt. Anfangs kam viel von den Lehrer*innen. Dann war wohl vieles weggearbeitet. Demnächst werden wir jahrgangsweise Eltern anbieten, uns an einem Nachmittag Dinge vorbeizubringen, die wir in den kommenden Wochen reparieren. Da wird es bestimmt viel mehr. Wir freuen uns darauf!

Kostet das Reparieren etwas?
Etwas reparieren zu lassen, kostet nichts! Nur die Ersatzteile werden, sofern sie bestellt werden durften, vom Besitzer des Gerätes erstattet. Natürlich freuen wir uns, wenn uns aktuell jemand dafür im „Klimahelden“-Wettbewerb unterstützt - und es vielen Leuten weitersagt. Wenn das Projekt vorbei ist, kann man uns über den Förderverein unter der auf der Schulhomepage angegebenen Kontonummer mit dem Verwendungszweck >„Repair-AG“ Gutes tun<.



Malteser Hilfsdienst

Nicht nur Rettungsdienst. Louis Ostrowski im Interview mit dem Rettungsstellenleiter des Malteser Hilfsdienstes Braunschweig, Jan Singelmann.



Was machen sie bei den Maltesern?
Ich bin als Rettungswachenleiter tätig, manage alles rund um das Thema Rettungsdienst und Krankentransport bei den Maltesern in Braunschweig. Darunter z. B. die Dienstplangestaltung, Lohnabrechnung, Verwaltung, führe Aufsicht über Beschaffungen, Fuhrpark und Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter. Außerdem bin ich Rettungsassistent und arbeite auch immer wieder auf unseren Rettungs- und Krankentransportwagen.


Was sind die Malteser, und was ist der Unterschied zwischen Malteser und Malteser Hilfsdienst?
Es gibt den Malteser Orden, dieser ist international aufgestellt und untersteht der katholischen Kirche in Rom. Auch in Deutschland gibt es die sog. Assoziation des Malteser-Orden mit Geistlichen und tatsächlich auch Rittern und Ordensdamen.
Der Malteser Hilfsdienst ist eine vom Malteser Orden und der Caritas 1953 gegründete Hilfsorganisation. Auch diese ist international tätig. In Deutschland kümmert sich die Hilfsorganisation um viele soziale Projekte: z. B.
  • Sanitätsdienste,
  • Katastrophenschutz,
  • Rettungsdienst,
  • Jugendarbeit,
  • Rettungshunde,
  • Besuchsdienste,
  • Erste Hilfe und Pflege-Ausbildung,
  • Demenzbegleitung,
  • Herzenswunschkrankenwagen,
  • Hausnotrufdienste,
  • Mahlzeitendienste,
  • Krankenhäuser,
  • Pflegeeinrichtungen,
  • Pflegedienste,
  • Schulbegleitung,
  • Schüler- und Behindertenfahrdienste. 

Was zeichnet den Rettungsdienst des Malteser Hilfsdienst aus?
Prinzipiell sind die Rettungsdienste der Hilfsorganisationen in Deutschland alle sehr ähnlich strukturiert. Ausbildung und Material sowie die Organisation des Rettungsdienstes gleichen sich bis auf kleine Unterschiede.
Das Besondere am Malteser Hilfsdienst ist der Bezug zum christlichen Glauben. Unser Antrieb sind Nächstenliebe und der Dienst am Bedürftigen. Dies versuchen wir im operativen Bereich wie auch in der Führung und Verwaltung zu leben.

Medumat (Beatmungsgerät).
Wie viele Rettungswagen und Krankenwagen hat der Malteser Hilfsdienst in Braunschweig?
In Braunschweig besetzen wir zwei Rettungswagen und zwei Krankentransportwagen. Ein Rettungswagen fährt 24 Stunden, sieben Tage die Woche, der zweite sechs Mal die Woche 12 Stunden. Die Krankentransportwagen fahren jeweils acht Stunden von Montag bis Sonntag.

Wie sieht der Alltag eines Rettungssanitäters aus?
Der Alltag im Rettungsdienst kann sehr unterschiedlich aussehen. Dienste im Krankentransport verlaufen etwas anders als z. B. in der Notfallrettung.
  • Der Tag in der Rettungswache beginnt mit dem Anziehen der Einsatzkleidung. Jeder Mitarbeiter hat eine persönliche Schutzausrüstung aus Jacke, Hose, Sicherheitsstiefeln und Helm.
  • Dann gehört es dazu, vor dem Dienstbeginn das Fahrzeug zu überprüfen. Das bedeutet, die technische Einrichtung des Fahrzeugs, wie Motor, Reifen, Fahrgestell werden überprüft. Ölstand, Kühlwasser, Wischwasser, Lichter und Sondersignalanlage werden kontrolliert. Dazu kommt dann die Überprüfung des medizinischen Materials, ausreichender Bestand an Medikamenten, Verbandmaterial, Infusionen, Sauerstoff usw. und die medizinischen Geräte, wie z. B. das EKG-Gerät werden auf ihre Funktion getestet. Einmal im Monat muss das gesamte Material auf Verfall kontrolliert werden.
  • Wenn mit dem Material alles in Ordnung ist, wird die Leitstelle der Feuerwehr angerufen und das Fahrzeug in Dienst gestellt. Es steht ab dann für Einsätze zur Verfügung. Die Mitarbeiter haben einen Pieper am Gürtel, der ausgelöst wird, wenn ein Einsatz für sie ansteht. Auf dem Melder werden dann die Dringlichkeit, also ob mit oder ohne Blaulicht gefahren wird, die Adresse und der Name des Patienten angezeigt, um die Einsatzstelle schnellstmöglich zu finden.
Notfallrucksack.
  • Einsatz: Zu vielen Einsätzen fährt ein Fahrzeug allein und das Rettungsteam kümmert sich eigenständig um die Patienten, regelmäßig kommen auch weitere Einsatzkräfte dazu, wie z. B. Notärzte, die mit separaten Fahrzeugen gefahren werden, die Feuerwehr oder Polizei.
  • Je nach Krankheitsbild werden die Patienten vom Rettungsteam versorgt. Das ist abhängig von der Schwere der Erkrankung oder Verletzung. Sehr typische Maßnahmen sind die Prüfung und Dokumentation der Vitalfunktionen, die Messung von Puls, Blutdruck, Blutzucker, Sauerstoffwerten und das Erfassen eines EKGs. Je nach Situation wird Sauerstoff verabreicht. Verletzungen werden versorgt, z. B. durch Verbände, Schienen, etc. Zur Gabe von Medikamenten und Infusionen dürfen die Rettungsdienst-Mitarbeiter auch venöse Zugänge legen. Dann wird der Patient in den Rettungswagen gebracht. Je nach Zustand mit unterschiedlichen Hilfsmitteln, wie Tragetüchern, Spineboard usw.
  • Wenn der Patient stabilisiert ist, erfolgt der Transport ins Krankenhaus oder andere Gesundheitseinrichtungen. Am Zielort wird der Patient an das Personal, z. B. die Pflegekräfte und Ärzte, übergeben. Parallel wird über jeden Einsatz ein Bericht angefertigt.
  • Nachdem der Patient abgegeben wurde, wird das Fahrzeug und Material wieder hergerichtet. Manchmal ist es erforderlich, direkt in die Wache zurückzufahren, um das Material dort wieder aufzufüllen, da wir manche Medikamente oder Geräte nur in begrenzter Anzahl mitführen. Zur Herrichtung des Materials gehört auch eine Desinfektion der benutzten Geräte, Materialien und Oberflächen.
  • Nach Beendigung des Einsatzes erfolgt dann die Meldung an die Leitstelle per Funk, dass das Fahrzeug wieder für einen neuen Einsatz bereit steht. Sollte kein neuer Einsatz vorliegen, fährt das Fahrzeug wieder zu seiner Rettungswache.
Signalpanel im Rettungsswagen.
Umfang der Einsätze:
  • Die Rettungswagen absolvieren etwa sechs bis zehn Einsätze innerhalb von zwölf Stunden.
  • Die Krankentransportwagen etwa sechs bis acht Einsätze innerhalb von acht Stunden. Es gibt nicht nur Einsätze im Stadtgebiet und den angrenzenden Ortschaften, sondern manchmal auch Transporte in das ganze Bundesgebiet. Dadurch sind manche Fahrzeuge auch die gesamte Schicht oder länger mit einem Einsatz beschäftigt.
Während der Zeit in der Rettungswache, wenn kein Einsatz zu absolvieren ist, sind Tagesaufgaben zu erledigen. Dazu gehört z. B. des Reinigen und Desinfizieren der Fahrzeuge, Fegen der Fahrzeughalle, Sortieren der Dienstkleidung, Aufräumen der Aufenthaltsräume, etc.
Zum Dienstende werden die Fahrzeuge desinfiziert und gereinigt und evtl. noch fehlendes Material aufgefüllt.

Was war ihr spannendster Einsatz?
Puh, schwere Frage, es gab viele spannende und lehrreiche Einsätze. Ein Einsatz, den ich sicherlich nicht vergessen wäre, war ein schwerer Stromunfall auf einem Eisenbahngelände.
Durch einen Unfall gab es Stromschlag und Lichtbogen durch eine Starkstromoberleitung der Eisenbahn. Dabei sind vier Personen wirklich sehr schwer verletzt und schwer verbrannt worden. Wir waren mit unserem Rettungswagen als erste vor Ort und mussten uns zeitgleich um mehrere Verletzte kümmern. Zum Einsatz kamen im Verlauf noch die Feuerwehr, mehrere Rettungswagen, Notärzte und Rettungshubschrauber.
Ich glaube, diese Eindrücke, Bilder aber auch die Geräusche und Gerüche, die wir dort erlebt haben, werde ich nicht vergessen.

Reanimation (Übung).
Wie sieht ihr Alltag als Rettungsstellenleiter aus?
Als Rettungswachenleiter habe ich mich um alle Belange zu kümmern, die im Zusammenhang mit dem Rettungsdienst und Krankentransport der Malteser in Braunschweig stehen zu kümmern. Vieles hat mit der Führung der Mitarbeiter zu tun. Wir haben insgesamt etwa 40 Mitarbeiter, der Großteil arbeitet in Voll- und Teilzeit und einige Kollegen arbeiten als Aushilfen bei uns.
Häufig geht es um die Vermittlung von Informationen, die Kontrolle und Überwachung rechtlicher Bestimmungen und den gemeinsamen Austausch mit den Kollegen und Vorgesetzten. Ein wichtiger Punkt ist die Erstellung des Dienstplanes und die Besetzung der Fahrzeuge bei Krankheitsausfällen. Hinzu kommen die Beschaffung und Verwaltung von Bekleidung und Ausrüstung, Arbeitsmaterial, Fahrzeugen und Geräten, die Unterweisung der Mitarbeiter, die Umsetzung des Qualitätsmanagement-Systems und arbeitsrechtlicher Bestimmung und die Aus- und Fortbildung der Kollegen. Hinzu kommen regelmäßige Besprechungen mit dem Träger des Rettungsdienstes (Stadt Braunschweig) und den anderen Hilfsorganisationen, mit den Vorgesetzten, mit anderen Dienstleitern der Maltesern aus den anderen haupt- und ehrenamtlichen Bereichen und natürlich auch die eigene Weiterbildung.


Was plant der Malteser Hilfsdienst in Braunschweig in Zukunft?
Auch wenn wir eine Hilfsorganisation mit sehr alten Wertevorstellungen sind, wollen wir keinen Stillstand, sondern suchen positive Veränderungen. Die Gesellschaft ändert sich und dem müssen wir uns anpassen. Gerade die sozialen Bereiche sind hier immer mehr gefragt.
Im Rettungsdienst versuchen wir, immer aktuell zu sein und den Patienten die bestmögliche Versorgung zu bieten. Das Ganze in Zusammenarbeit mit allen daran Beteiligten, wie den anderen Hilfsorganisationen, der Stadt, den Krankenhäusern, Pflegeheimen und Arztpraxen. Für die Mitarbeiter steht dabei eine Entlastung und Vereinfachung der Arbeit im Vordergrund, wie z. B. mehr Ergonomie bei der Arbeit. Die Entnahme von Geräten, elektrische Fahrtragen, Patiententransportstühle mit Raupenantrieb für Treppen usw.
Neben der Materialausstattung wollen wir aber auch möglichst die sozialen Aspekte verbessern, Mitwirkung an der Dienstplangestaltung, Bezahlung, Altersversorgung, Weiterbildung usw.
Im Allgemeinen wollen wir mehr soziale Dienste schaffen, wie z. B. Schulbegleitdienst, Unterstützungsangebote für Demenzkranke und ihre Pflegenden, Unterstützungen von Senioren im Alltag usw.

Hat sich die Arbeit des Rettungssanitäters in den letzten Jahren verändert? (Wegen Gaffen und Behinderungen)
Was man feststellen kann, ist, dass die Einsatzzahlen im Rettungsdienst steigen, nicht nur in Braunschweig, sondern im gesamten Bundesgebiet. Die Arbeitsbelastung nimmt zu. Darunter fällt auch die Anzahl an Einsätzen bei sogenannten Bagatellunfällen. Also leichte Erkrankungen oder Verletzungen, die nicht zwingend durch den Rettungsdienst behandelt werden müssten. Z. B. Fälle, in denen auch das Kleben eines Pflasters oder die Fahrt ins Krankenhaus mit dem eigenen PKW o. Ä. ausgereicht hätte.
Gott sei Dank muss man sagen, dass wir nur wenig bei unserer Arbeit behindert werden und es nur sehr selten zu Angriffen auf das Personal kommt. Das Gaffen ist im Zeitalter von Smartphones und Facebook einfacher und anonymer geworden. Aber wir sind uns der Zunahme bewusst und versuchen uns durch Schulung der Mitarbeiter vorzubereiten.

Was hat man beim Malteser Hilfsdienst für Karrierechancen?
Die Aufstiegschancen im Rettungsdienst sind überschaubar. Wer „Karriere“ machen möchte, muss sich weiterbilden. Studium, kaufmännische Ausbildung, Betriebswirtschaft, Gesundheitsmanagement. Dann sind auch Positionen in leitenden Funktionen, Geschäftsführung und Ähnliches möglich.
Die höchste medizinische Ausbildung im nicht-ärztlichen Bereich ist der Notfallsanitäter. Die Ausbildung dauert drei Jahre und man übernimmt dann die Verantwortung für die Versorgung der Patienten auf dem Rettungswagen, Auch der Einsatz auf Rettungshubschraubern und Notarztfahrzeugen wäre möglich. Darunter erfolgt seit der Ablösung des Rettungsassistenten die 4-monatige Ausbildung zum Rettungssanitäter. Der Rettungssanitäter wird als Assistent des Notfallsanitäters auf Rettungswagen und als Verantwortlicher auf Krankentransportwagen eingesetzt.
Es besteht die Möglichkeit, als Notfallsanitäter die Ausbildung zum Praxisanleiter und Dozenten zu machen, um neue Notfallsanitäter an den Rettungswachen oder Rettungsschulen auszubilden.

Haben Sie schon mal überlegt, aufzuhören und wenn ja, warum?
In meiner Anfangszeit habe ich mehrmals versucht, einen Platz für‘s Medizinstudium zu bekommen. Das wäre dann Grund für mich gewesen, zu kündigen. Da das aber nicht geklappt hat und ich weitere Versuche aufgegeben habe, bin ich dabei geblieben. Und diesen Schritt habe ich auch nie bereut.


Fotos: MHD


Freitag, 5. April 2019

Deckel gegen Polio

Kleiner Dreh – große Wirkung. Stella Schönke über die Aktion „Deckel gegen Polio“

Ganz sicher habt ihr schon von der Aktion „Deckel gegen Polio“ gehört. Auch an unserer Schule wurde bisher schon eifrig gesammelt. Doch wofür genau sind diese Deckel und was passiert mit ihnen, nachdem ihr diese abgegeben habt?


Erst einmal zur Erklärung: Poliomyelitis (kurz: Polio), umgangssprachlich auch Kinderlähmung genannt, ist in Ländern wie z. B. Pakistan immer noch nicht eingedämmt. Diese Krankheit verursacht die Lähmung von Extremitäten bzw. lebenswichtigen Organen. Nur mit einer Impfung kann die weitere Verbreitung dieses Virus verhindert werden. Doch die Impfung ist für die meisten Menschen in diesen Ländern zu teuer. In diesem Fall hilft die Aktion „Deckel gegen Polio“ (international: End Polio Now). Mit dem Verwerten der gesammelten Plastikdeckel wird genug Geld gesammelt, um die lebensrettende Impfung zu bezahlen.

Schon 170 gesammelte Deckel ergeben eine Impfung!

Die Plastikdeckel sollten keinen größeren Durchmesser als 4 cm haben. Abgeben könnt ihr sie sowohl in der Außenstelle als auch im Haupthaus in den dafür gekennzeichneten Tonnen. Macht mit und sammelt – jeder Deckel hilft!


Freitag, 29. März 2019

Leipziger Buchmesse 2019

Vom gedruckten Buch bis zum modernen E-Reader. Jan-Marten Kleine-Besten berichtet über den Besuch von WG-Schüler*innen auf der Buchmesse Leipzig 2019.


Um 7:20 Uhr fuhren wir mit ca. 50 Schülerinnen und Schülern und den Lehrkräften Herrn Conrad, Herrn Timme und Frau Conrady mit einem weißen Reisebus in Richtung Leipzig. Im Bus waren alle ganz gespannt und freuten sich auf die Messe.


Als wir gegen 10:00 Uhr das Messegelände erreichten, bekamen wir unsere Eintrittskarten und betraten in Kleingruppen eine kleine Vorhalle, von der man direkt in eine große Glashalle kam. In der Glashalle fanden wir viele Fernsehsender und Radiosender wie z. B. das ZDF, Deutschlandradio Kultur oder auch MDR Kultur. Am Stand des ZDF fand gerade eine Autorenlesung auf dem sogenannten „Blauen Sofa“ statt. Christoph Türcke stellte sein neues Buch „Digitale Gefolgschaft. Auf dem Weg in eine neue Stammesgesellschaft“ vor.


Von der Glashalle aus gelangte man zu weiteren Hallen. Insgesamt umfasste die Messe 5 Hallen, die von den Themen Musik bis zum modernen E-Reader reichten. In der Halle 2 drehte sich alles um das Jugendbuch und das Thema Bildung. Es waren Verlage wie Ravensburger oder der Loewe Verlag vertreten. Spannend war in dieser Halle außerdem, dass viele Schulbuchverleger wie z. B. der Klett-Verlag, Cornelsen oder auch CC Buchner über Neuheiten informierten. Sobald man ein interessantes Buch gefunden hat, konnte man dieses direkt bei einem mobilen Bücherverkäufer am Stand erwerben oder in der Messebuchhandlung weiter stöbern.


Von Halle 2 gelangte man direkt in Halle 4, wo unter anderem das Jugendforum des diesjährigen Gastlands Tschechien zu finden waren. Ein Hauptaugenmerk lag wie jedes Jahr auf der Comic-Con-Messe. In der Halle drehte sich alles um die Themen Manga und Comics. Es stellten Kartenhersteller wie Panini oder Nintendo ihre neuen Produkte vor. Neben dem Eingang fand man einen Stand auf, an dem man das diesjährige hellblaue Comic-Con-Armband erhielt.


Dann war erst einmal Zeit für eine kleine Pause. Dafür boten sich die vielen Bänke, Treppen und auch die Restaurants in den einzelnen Hallen und Zwischengängen an. In Halle 3 drehte sich dann alles um die Themen Hörbuch, das ARD-Fernsehprogramm, Religion sowie Fachbücher.


Im Bereich der Fachbücher stellte unter anderem der Springer-Verlag viele Neuheiten vor. Im Bereich Religion fanden viele Lesungen auf verschiedenen kleinen Bühnen statt und auch das sogenannte Bibel Mobil war dort anzutreffen. Des Weiteren informierte auch die ARD live über die Buchmesse und stellte ihre Regionalprogramme vor.


Nach knapp 5 Stunden war unser Besuch leider wieder vorbei. Wir trafen uns vor der Messe an einem blauen Bären. Die Stimmen im Bus über die diesjährige Buchmesse waren in jeder Hinsicht begeistert. Helen Facius aus der Klasse 8m3 hat besonders die Comic-Con-Halle gefallen, weil sie Cosplay cool findet (das ist die Kunst, eine Figur z. B. aus dem Mangabereich möglichst realistisch in ihren Bewegungen und ihrem Aussehen darzustellen). Allerdings hatte sie bei der Masse der Bücher sich nichts Neues gekauft.


Felix Weidemann aus der Klasse 8m2 hat auf der Buchmesse das Lesen von Romanen für sich entdeckt und sich in ein paar Bücher eingelesen. Allerdings fand er keine Zeit, sich eine Lesung angehört. Insgesamt war der Besuch der Buchmesse ein schöner Tag, um viele neue Eindrücke sowohl in der Bücher- als auch in der Hörbuch- und Medienwelt zu bekommen. Auch Manga, Comic und Musikfans kamen auf ihre Kosten.



Fotos: Jan-Marten Kleine-Besten

Freitag, 22. März 2019

Fundsache

Trinkflasche gefunden.

Seit mehreren Monaten steht eine Trinkflasche im Computerraum A237. Wem gehört diese Trinkflasche:



Die Person kann sich die Trinkflasche Freitags im Computerraum abholen

Bild/Text: Louis Ostrowski

Freitag, 15. März 2019

Wochenende

Von Moschee bis Pizza. Jan-Marten Kleine-Besten hat in der Außenstelle Eindrücke zur Freizeitgestaltung am Wochenende und in der letzten Woche eingefangen.

Eine turbulente Woche mit vielen Ereignissen in der Politik oder der Wirtschaft ist geschafft und es steht uns allen ein Wochenende bevor. So verschoben die Briten den Brexit am Donnerstag mit einer knappen Mehrheit. Des Weiteren müssen alle Flugzeuge des Typs Boeing 747 Max sogar in Amerika seit dieser Woche auf dem Boden bleiben.

Auch am Wochenende stehen wichtige Ereignisse in unserer Region und in der Welt an. Die Fußballer von Eintracht Braunschweig werden am Sonntag ein Punktspiel gegen Meppenabsolvieren müssen und am Samstag tritt Vechta gegen die Basketball Löwen an.

Aber was machen eigentlich die Schüler vom Wilhelm-Gymnasium am Wochenende und wie war ihre Woche? Felix Kolbe aus der Klasse 6b war über die Entfalls- und die Vertetungsstunden sehr erfreut. Er hat auch den Plan, zu den Basketballer in die Volkswagen Halle zu gehen. Außerdem freut er sich, dass er sich mit Freunden verabreden kann.

Elias David Kessler, der ebenfalls die Klasse 6b besucht, freut sich darauf, Lasagne zu essen, und macht Hausaufgaben für die kommende Woche.

Michael Mertens aus der Klasse 5b berichtet, dass er im Tischfußball gegen einen Mitschüler gewonnen hat und sich darüber sehr gefreut hat. Des Weiteren wurde ein Fußballturnier abgesagt wegen des schlechten Wetters.

Vivien aus der Klasse 5a wird am Wochenende für eine Geschichtsarbeit lernen müssen und freut sich, dass sie heute keinen Mathe-Unterricht hatte. Am Wochenende wird sie wahrscheinlich Pizza essen oder ihre Vorräte aufbrauchen.

Gabriel aus der Klasse 7b hatte ein ganz besonderes Erlebnis. Er gab an, dass eine Lehrerin zu spät kam und ein Schüler beim Gang ins Sekretariat auf witzige Weise auf der Treppe gestolpert sei.

Furkan Ay aus der Klasse 7b wird am Freitag in die Moschee gehen und morgen mit seinen Eltern in einem Restaurant Lahmacun, türkische Pizza, essen.

Das Team der Schülerzeitung wünscht allen ein schönes Wochenende.