Freitag, 22. September 2023

Polizei

„Jeder Tag ist anders.“ Ronald Alexander Saitov (6c) befragt einen Polizeihauptkommissar* aus dem Bundesland Nordrhein-Westfalen.



Warum wollten Sie Polizist werden?

Ich wollte eigentlich zur Bundeswehr, da ich immer für den Staat arbeiten und nützlich sein wollte. Jedoch hatte ich es nicht geschafft. Dann gab es eine gute Möglichkeit, beim Polizeikommissariat anzufangen und dort den Beruf erlernen.

Seit wann hatten Sie diesen Berufswunsch erkannt?
Seit meinem 16. Lebensjahr wollte ich etwas Gutes und Nützliches für den Staat und für die Mitbürger tun. Deswegen ging ich zuerst zu Bundeswehr und dann führe mich der Weg zu Polizei.

Welche Vor- und Nachteile gibt es, wenn man bei der Polizei arbeitet?
Die Vorteile sind, dass dieser Job nie langweilig wird. Man hat auch viel Spaß, Spannung und viel Abwechselung durch neue Situationen. Jeder Tag ist anders. Jedes Mal hat man neue Situationen, bei denen man unterschiedlich handeln bzw. reagieren soll. Es gibt aber auch Nachteile bei diesem Job. Die Polizei arbeitet rund um die Uhr. Somit müssen Polizisten stets einsatzbereit sein. Man arbeitet zwar acht Stunden am Tag, jedoch im Schichtdienst. Das heißt, man hat Frühschicht, Spätschicht und Nachtschicht. Ich habe zum Beispiel im Monat nur ein Wochenende frei. Das bedeutet nicht, dass ich gar keine freien Tage habe. Ich habe ab und zu mal in der Woche einen Tag oder zwei Tage frei. Jedoch habe ich in einem Monat nur ein ganzes richtiges und festes Wochenende.

Unter welchen Umständen dürfen Sie einen Menschen durchsuchen?
Hm … gute Frage. Es gibt zum Beispiel in den Städten oder in bestimmten Gebieten so genannte Verbotszonen. Dort kann die Polizei jemanden unter bestimmten Umständen durchsuchen, ob man gefährliche Stoffe oder Waffen besitzt. Das dient zum Zwecke der Sicherheit der anderen Menschen.

Unter welchen Umständen dürfen Sie einen Menschen verhaften?
Verhaften kann die Polizei jemanden, wenn es einen Haftbefehl dafür gibt und wenn jemand auf der frischen Tat ertappt bzw. erwischt wird. Auch kann die Polizei jemanden verhaften, wenn im Rahmen der Ermittlung dem Verdächtigen die Flucht verhindert werden muss.

Was dürfen Polizisten nicht?
Die Polizei darf alles im Rahmen des Gesetzes, wenn es richtig begründet ist. Ein Polizist darf keine Straftaten begehen und muss somit ein Vorbild für alle anderen sein.

Wird jeder Polizeieinsatz dokumentiert?
Ja. eigentlich schon. Normalerweise wird es immer protokolliert und dokumentiert. Das ist notwendig, damit man sich später an den bestimmten Vorgang und an bestimmte Einzelheiten erinnern kann. Auch zum Zwecke der Nachweise muss jeder Einsatz dokumentiert werden. Selbstverständlich, wenn man einer Oma beim Straßenüberqueren hilft, wird ein solcher Vorgang nicht protokolliert. Ansonsten ist die Dokumentation eine Pflicht.

Was können Sie denjenigen, die Polizisten werden möchten, empfehlen?
Gute Frage. Man darf kein Mist in der Jugend machen. Man muss Empathiefähigkeit besitzen, und man muss Menschen mögen. Wichtig ist auch, sportlich zu sein und über sehr gute Deutschkenntnisse zu verfügen. Das bedeutet: seht gut in der Sprache, Grammatik, Rechtsschreibung sein. Schreiben muss man bei der Polizei sehr viel. Sprache wird somit zum Hauptinstrument. Auch muss man die Fähigkeit haben, Ängste überwinden zu können und Kontrolle zu behalten.


*Zum Schutz der Person verzichten wir auf eine Namensnennung und nähere Angaben.

Bildquelle: Pexels.

Samstag, 2. September 2023

Mobilität

Klimafreundlicher Nahverkehr. Martino Rossi (9m1) über die Mobilität der Zukunft.



Mobilität ist eines der wichtigsten Themen der Menschheit. Die Suche nach dem besten Mittel, um von A nach B zu kommen, begann schon bei den ersten Menschen. Erst einmal kam man auf keine bessere Idee, als zu Fuß zu gehen, doch irgendwann entwickelte man das Rad. Es machte einen selbst zwar nicht schneller, doch es vereinfachte den Transport von Dingen maßgeblich. Dieses Rad wurde nun immer weiterentwickelt und über mehrere Zwischenstationen kam die Menschheit zu der Vielzahl von Verkehrsmitteln, die wir heute neben unseren Füßen haben. Das Fahrrad, der ÖPNV, das Auto und viele mehr.

Doch nun stehen wir wieder vor einer Wende, denn der Klimawandel sorgt dafür, dass viele Verkehrsmittel, wie z. B. das Auto, nicht mehr geeignet sind, wenn wir noch lange auf dieser Welt leben wollen. Und deshalb müssen wir uns überlegen, wie wir die Lücken schließen können und wie die Mobilität der Zukunft aussehen soll!

Zuerst stellt sich die Frage: Wie schaffen wir es, das Auto klimafreundlich zu gestalten oder durch andere Verkehrsmittel zu ersetzen? Die Antwort darauf ist das E-Auto, doch langfristig nicht in seiner jetzigen Form. Denn der Umwelt tut es nicht gut, wenn jeder ein Auto besitzt, auch nicht ein E-Auto. Deswegen gilt es, alle Technologien und Ideen für die Zukunft zu bündeln, um das perfekte Auto zu schaffen. Das Auto muss eine Art selbstfahrendes Taxi sein, dass von jedem und jeder genutzt werden kann. Dadurch, dass alle Autos verbunden sind, gibt es keine Unfälle mehr und Künstliche Intelligenz hält sich auch an alle Verkehrsregeln. Wenn sich die gesamte Bevölkerung ein paar Autos teilt, bedeutet dass auch, dass die meisten Parkplätze zu grünen Oasen mit zahlreichen Spiel- und Erholungsmöglichkeiten transformiert werden können, was dafür sorgt, dass viel mehr umweltschädliches CO2 aufgenommen werden kann.

Doch das Rad muss in Zukunft lukrativer als das Auto sein, denn auch die Produktion eines E-Autos ist noch deutlich umweltschädlicher, und es ist wichtig, dass sich die Gesellschaft sportlich betätigt. Denn eine fitte Gesellschaft ist wichtig für den Fortschritt unseres Landes, da es so viel weniger Übergewicht oder durch Unsportlichkeit entstehende Krankheiten geben würde, die Arbeit verhindern könnten. Doch für gesellschaftlichen Fortschritt brauchen wir viele schlaue Köpfe und tüchtige Menschen, die unser Land voranbringen können. Deswegen gilt es, in Braunschweig über eine autofreie Altstadt nachzudenken. Dadurch wäre es nämlich nur Radfahrern möglich, zügig in der Altstadt einzukaufen, und der Anreiz für die Fortbewegung mit dem Fahrrad statt mit dem Auto wäre geschaffen und damit auch ein weiterer Schritt zum bestmöglichen Schutz unseres Planeten. Ein weiteres starkes Argument ist eines, das wir schon aus dem letzten Absatz kennen. Durch das Wegfallen von Autostraßen könnten viele Grünoasen entstehen, da Fahrräder nicht so viel Platz brauchen wie Autos. Und auch das würde wieder zu einer besseren Umwelt beitragen.

Doch auch der Öffentliche Personennahverkehr muss mehr Anreize bieten als das Auto: Denn mit dem ÖPNV teilen sich mehr Leute ein Fahrzeug als beim Auto und das bedeutet, es ist besser für die Umwelt. Deshalb müssen die Preise für den ÖPNV billiger sein als für das Auto. Denn wenn dies nicht der Fall ist, werden wir es nicht schaffen, die Leute für den ÖPNV zu begeistern. In aller Begeisterung für den ÖPNV dürfen wir aber nicht vergessen, dass das Fahrrad das Verkehrsmittel Nr. 1 bleiben muss, denn es ist das umweltfreundlichste. Das bedeutet, dass auch der ÖPNV nicht die Altstadt befahren sollte, denn sonst würde das Fahrrad den Anreiz „Einziges Verkehrsmittel der Altstadt“ verlieren und somit von den Bürgerinnen und Bürgern nicht am häufigsten genutzt werden.

Nur ein Problem hat die Idee, nur mit dem Fahrrad in die Altstadt zu können: Alte und beeinträchtigte Menschen können sich meist nicht mit dem Fahrrad fortbewegen. Und deshalb muss dafür eine klimafreundliche Lösung geschaffen werden. Und die ist ein kleiner selbstfahrender Mini-Shuttle mit klimafreundlichem Antrieb. Doch um die Sicherheit für Fahrradfahrer und Fußgänger zu bewahren, müssen diese Fahrzeuge auf 20 km/h begrenzt werden. So ist sichergestellt, dass alle in die Altstadt können, aber auch die Sicherheit für die Fahrradfahrer und Fußgänger bewahrt wird.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Mobilität der Zukunft sollte das Fahrrad als Hauptverkehrsmittel sehen, den ÖPNV aber durch niedrigere Ticketpreise als bei den selbstfahrenden Taxis der Zukunft reizender als diese gestalten. Um das Fahrrad trotzdem als vorteilhaftestes Verkehrsmittel zu etablieren, muss die Altstadt Auto- und ÖPNV-frei sein, um u. a auch reichlich grüne Oasen bieten zu können. Alles zusammen schafft klimafreundliche Mobilität!


Bild: Freepik