Donnerstag, 28. Mai 2026

Kommentar

„Bring back 9€-Ticket!“. Martino Rossi (11c) kommentiert das Krisenmanagement der Bundesregierung in der Energiekrise.

 

Deutschland steckt mitten in einer der größten Energiekrisen in der Geschichte unseres Landes – und das schon seit Monaten. Das liegt aber nicht am Krieg, nicht an Iran und nicht an Trump. Sondern an uns!

Keine Unbekannte ist seit Jahren, dass fossile Energieträger Abhängigkeiten zu anderen Ländern schüren, die vor allem in den heutigen konfliktreichen Zeiten problematisch sein können. Dies zeigt sich ja gerade in sehr besonderer Weise durch massive Preisanstiege in Verbindung mit dem Konflikt in Iran.

Wir hätten seit Jahren die Chance gehabt, durch ausreichende Investitionen komplett auf erneuerbare Energien und Elektro-Antriebe umzusteigen und damit nicht nur Abhängigkeiten abzubauen, sondern auch das Klima zu schützen.

Nun aber stecken wir mittendrin in der Krise. Daher ist es wichtig, langfristige Ziele wie den kompletten Umstieg auf erneuerbare Energien und Elektro-Antriebe voranzutreiben, aber vor allem kurzfristige Maßnahmen zu ergreifen, die zu 100% den Bürger*innen zugutekommen und keine negativen Auswirkungen auf das Klima haben.

Der Tankrabatt ist dabei das falsche Instrument. Denn er entlastet nur Autofahrer*innen und schadet dadurch nicht nur dem Klima, sondern auch den Menschen, die eben kein Auto fahren. Noch viel schlimmer ist, dass von den 17 Cent Ermäßigung pro Liter nur 4 Cent wirklich bei den Verbraucher*innen ankommen und die restlichen 13 Cent in den fetten Taschen der Konzerne landen, wie eine ifo-Studie belegt.

Viel wirksamer wäre daher ein 9€-Ticket in Verbindung mit einer Taktverdichtung im ÖPNV. Dieses würde nicht nur Bahnfahrer*innen, sondern auch Autofahrer*innen entlasten, da diese mit dieser Maßnahme ernsthaft zum Umstieg motiviert werden könnten, was positive Auswirkungen auf das Klima hätte, die dringend notwendig sind. Deshalb: Bring back 9€-Ticket!

Darüber hinaus sollte über größere Prämien für E-Autos und einen Rückzug vom Rückzug der Solarförderung für private Balkone nachgedacht werden.

Wenn Deutschland das alles konsequent berücksichtigen würde, dann wären wir nicht abhängig von anderen Ländern und auch einen Schritt weiter auf dem langen Weg zur Klimaneutralität!

 

Dienstag, 26. Mai 2026

Lehrerinnen-Interview

 „Pasta geht immer“. Sila Almousilly und Skadi Presch (5a) im Interview mit Frau Hahnemann.



 

Warum sind Sie Lehrerin geworden?

Ich glaube, weil ich gerne mit Kindern zusammenarbeiten wollte und schon ganz viel als Nachhilfelehrerin gearbeitet hab. Dann lag das irgendwie auf der Hand, dass ich das als Beruf machen will, was mir Freude macht.

Warum unterrichten Sie die Fächer, die Sie jetzt unterrichten?

Weil sie mir Spaß machen.

Welche Fächer wären das denn?

Deutsch und Geschichte. Ich hatte beide früher selbst als Leistungskurs in der Oberstufe. Und ich würde sagen, das waren früher schon in der Schule meine Lieblingsfächer.

Was genau macht Ihnen denn an Deutsch Spaß?

An Deutsch mag ich es gerne, wenn wir Bücher lesen.

Und was gefällt Ihnen am meisten an Geschichte?

An Geschichte finde ich cool, wenn ihr erkennt, was das Thema aus der Vergangenheit mit unserem Jetzt zu tun hat.

Was lieben Sie an Ihrem Job?

Ich glaube, dass der jeden Tag anders ist. Ich finde es immer spannend, hier zu sein. Man weiß vorher nie genau, wie so ein Tag läuft, dadurch ist es nie langweilig. Man kann nicht voraussehen, was passiert. Wenn ich eine Akte aufschlagen würde und die abarbeite, dann weiß ich ziemlich genau, was mich an dem Tag erwartet. Aber hier ist ganz viel spontan.

Was mussten Sie für Ihr Job tun? Von der Ausbildung her?

Nach dem Abitur musste ich erst Mal studieren. Das habe ich in Heidelberg gemacht. Fünf Jahre lang.

Und wie lange ging das Abitur?

13 Jahre. Dann war ich 18 und bin zum Studieren für fünf Jahre nach Heidelberg gegangen. Danach habe ich mein Referendariat gemacht. Ihr habt ja auch manchmal Referendare.

Was sind Referendare?

Die machen eine Ausbildung zum Lehrer. Die sind mit dem Studium fertig und üben dann noch ein bisschen, vor der Klasse zu stehen und Stunden zu halten. Das habe ich auch noch einmal anderthalb Jahre gemacht. Und seitdem bin ich Lehrerin. Ich habe zuerst in Celle gearbeitet und bin jetzt hier.

Was sind Ihre Hobbys?

Ich lese natürlich gerne und sehr viel. Und ich mache auch Sport. Ich bouldere  gerne. Joggen mag ich nicht so gerne, aber ich mache es, weil ich weiß, dass es gut für den Körper ist. Und ich treffe mich mit Freunden.

Wie lange sind Sie schon Lehrerin?

Seit 2011. Seit 15 Jahren.

Warum sind Sie hier am WG und nicht an einer anderen Schule?

Ich hatte zuerst, als ich mit dem Referendariat fertig war, eine Stelle an einer Oberschule in Celle gehabt. Die ist von hier ca. 45 Minuten entfernt. Das war okay, als ich noch keine Kinder hatte. Aber als dann meine Tochter geboren wurde, wollte ich gerne in der Nähe unterrichten, falls irgendwas im Kindergarten ist, und weil ich mir einfach die Fahrzeit spare. Als dann mein Sohn geboren wurde, hat es geklappt, dass ich hierher kommen konnte. Es ist ein bisschen kompliziert als Lehrer, die Stelle zu wechseln. Ich brauchte mehrere Anläufe. Dann bin ich ans WG gekommen, weil die mich brauchten. Da bin ich auch ganz froh drüber.

Was ist Ihr Lieblingskleidungsstück?

Ich glaube, ich mag Blazer ganz gerne.

Bevor Sie Lehrerin waren, was wollten Sie werden?

Ich wollte lange Zeit Sportjournalistin werden, weil ich gerne Sport gucke und das immer spannend finde. Und ich schreibe auch gerne. Deswegen dachte ich, das kann ich cool kombinieren und über die Fußball-Weltmeisterschaft oder so berichten.

Was ist Ihr Lieblingsessen?

Lasagne. Mögt ihr die auch?

Ich bin auch so auf der Seite der Nudeln.

Pasta geht immer.

 

Dienstag, 12. Mai 2026

Fremdsprachen: Französisch

„Französisch ist eine tolle Sprache, die sehr schön klingt“ – Elin Schindler und Linus Seiffert aus der 10m1 befragen Frau Gebensleben zum Fach Französisch.

 


Hier geht es zu den anderen Interviews unserer Mini-Serie:

LateinSpanisch

Französisch gilt als elegant und klangvoll und ist gleichzeitig eine bedeutende Weltsprache. Doch was steckt wirklich dahinter? Viele Schüler werden nächstes Jahr am WG das erste Mal Französisch in der Schule haben. Deswegen gehen wir heute in unserer Reihe „Steckbrief der Fremdsprachen“ dem Fach Französisch auf den Grund.

 

Wo spricht man überall Französisch?

Natürlich in Frankreich, aber das ist nicht das einzige Land. In Kanada und in vielen Ländern Afrikas ist Französisch zwar oft nicht die alleinige Landessprache, aber eine wichtige Amtssprache. Dort wird es besonders in Verwaltung und Bildung eingesetzt. Außerdem wird auch in der Schweiz und in Luxemburg viel Französisch gesprochen.

Was macht man im Französischunterricht?

Das, was man in jedem Sprachunterricht macht: Texte lesen, darüber sprechen, Vokabeln lernen, Grammatik lernen und vor allem viel kommunizieren. Ziel ist es, so zu lernen, dass man sich später auch im Austausch wirklich verständigen kann. Das hat man beim diesjährigen Frankreichaustausch vor den Osterferien auch ganz gut gesehen. Die meisten waren in der Lage, sich auf Französisch zu verständigen. Genau darauf zielt der Unterricht ab: Kommunikation möglich zu machen.

Was macht aus Ihrer Sicht Französisch sinnvoll oder hebt es von anderen Sprachen ab?

Sinnvoller ist schwer zu sagen, da alle Sprachen grundsätzlich sinnvoll sind. Französisch ist aber eine sehr schöne Sprache mit einem tollen Klang. Dazu kommt die deutsch-französische Freundschaft nach dem Zweiten Weltkrieg - nach langen Jahren und Jahrhunderten von Konflikten -, die zeigt, dass Völker auch wieder zueinander finden können. Gerade mit Blick auf die aktuelle Weltlage ist das ein sehr starkes Beispiel dafür, wie wichtig Zusammenarbeit ist. Deutschland und Frankreich müssen eng kooperieren und miteinander kommunizieren. Neben der Tatsache, dass es eine schöne Sprache ist, ist das einer der wichtigsten Gründe, warum Französisch heute so bedeutsam ist.

Wie schwer ordnen Sie Französisch ein?

Ich persönlich empfinde es nicht als besonders schwer. Auch im Vergleich zu Spanisch ist es ziemlich ähnlich. Viele grammatische Strukturen sind vergleichbar. Latein unterscheidet sich deutlich stärker, da es nicht gesprochen wird und die Grammatik komplexer ist. Insgesamt ist es, glaube ich, eine Sprache, die man gut lernen kann, wenn man aus unserer Sprachfamilie kommt. Es ist ja nichts völlig Fremdes, sondern gehört zur gleichen Sprachfamilie.

Warum haben Sie selbst Französisch gewählt?

Ich fand Frankreich schon immer toll und war auch als Kind bereits dort. Bevor ich überhaupt Französisch gelernt habe, habe ich über unsere Gemeinde an einem kleinen Austausch teilgenommen. Das fand ich sehr schön und habe dadurch auch Französisch gelernt. Dabei war ich offenbar recht gut und bin dann dabei geblieben.

Was ist das ausschlaggebende Argument für Schüler, Französisch zu wählen?

Wie schon gesagt: Es ist in Europa wichtig, sich auch auf Französisch verständigen zu können. Außerdem ist es einfach eine schöne Sprache, die viel gesprochen wird. Kanada ist zum Beispiel auch ein interessantes Ziel, wo man Französisch gut gebrauchen kann.

Gibt es ein Argument, das gegen Französisch spricht?

Da fällt mir keins ein.

Was bringt einem Französisch insgesamt im Leben?

Man lernt eine andere Kultur kennen - wie bei jeder Sprache. Außerdem kann man sich in einem gut erreichbaren und sehr vielseitigen Nachbarland verständigen: Von der Bretagne bis zum Mittelmeer gibt es viele Möglichkeiten zu reisen und sich zurechtzufinden. Darüber hinaus gibt es auch berufliche Chancen, etwa in deutsch-französischen Kooperationen.

Wollen Sie den 5.-Klässlern noch etwas sagen?

Französisch ist eine tolle Sprache, die sehr schön klingt. Frankreich ist ein vielseitiges Land mit vielen Möglichkeiten. Es lohnt sich wirklich, die Sprache zu lernen und ein Stück in diese Kultur einzutauchen.