Mittwoch, 6. Mai 2015

Perspektiven einer Gastschülerin


Aus der Sicht eines Mädchens von der kleinen grünen Insel. Die irische Gastschülerin Jennifer Sheerin über ihre Erfahrungen am WG
Eine Kirche oder eine Schule? Das war meine erste Frage als ich zum ersten Mal das Wilhelm-Gymnasium gesehen habe. Es sieht sehr alt aus, im Vergleich zu meiner Schule, aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass die Schüler hier sehr viel lernen.
Drinnen war ich sehr überrascht, wie altmodisch die Schule aussieht, mit einer kleinen Mensa und fast keinen Schließfächern, es sah komplett anders aus als meine Schule in Irland. Aber ich fand es total interessant, all die Unterschiede zu sehen. Ich finde, der Remter ist ein toller Ort, wo man sich unterhalten und entspannen kann.
Die Klassenzimmer in Irland sind viel moderner im Vergleich zu denen des Wilhelm-Gymnasiums. Mit den Tafeln, der Kreide und den alten Projektoren, Eigentlich war es eher so, wie es in früheren Zeiten in Irland war. Aber trotzdem ist der Unterricht immer sehr interessant, und in Deutschland ist es ganz klar, dass man alles Moderne und Neue nicht braucht, um die Fächer zu lernen. Die Schüler sind immer sehr aktiv im Unterricht, und die Lehrer haben viele gute Ideen, um ihre Fächer interessant zu gestalten. Ich habe zwar ein Smart Board im WG gesehen, aber benutzt wurde es selten und ich fand es lustig, dass einige Lehrer es gar nicht benutzen konnten!
Unsere irische Autorin Jennifer
Anstatt zwei halbe Jahre, haben wir drei ,,Terms“. Das bedeutet, wir bekommen drei Zeugnisse im Jahr. Der Stundenplan ist auch ganz anders in Deutschland als in Irland. Die Schule beginnt später in Irland, um neun Uhr, aber sie endet auch später: um vier Uhr. Jeden Tag haben wir neun Stunden Unterricht. Zuerst haben wir drei Stunden, dann eine kleine Pause, die dauert fünfzehn Minuten, dann wieder drei Stunden, eine große Pause und danach noch einmal drei Stunden. Außerdem gibt es hier in Deutschland viele Doppelstunden, das haben wir in Irland nicht so oft. Wir haben unsere Pausen immer um die gleiche Zeit, und wir müssen in der Schule bleiben. Wir können auf keinen Fall in die Stadt gehen, so wie es hier in Deutschland ganz normal ist. Die Schüler haben so viele Freiheiten, da bin ich ganz neidisch.
Das Schulsystem ist auch grundsätzlich ganz anders als in Deutschland. Wenn man fünf Jahre alt ist, geht man zur Grundschule. Das dauert acht Jahre. Dann, wenn man ungefähr zwölf Jahre alt ist, geht man zur Sekundar-Schule. Hier gibt es einen großen Unterschied zwischen der Schule in Irland und Deutschland. In Irland müssen wir nur eine neue Schule wählen, in Deutschland dagegen muss man sich zwischen Gymnasium, Realschule, Hauptschule oder Gesamtschule entscheiden. Man könnte sagen, es gibt nur die Gesamtschule in Irland, manche sind öffentlich und manche privat.
Es war auch eine Überraschung, dass jede Klasse ihr eigenes Klassenzimmer hat, wo meistens der Unterricht stattfindet (außer Religion, Sport usw.) In Irland wechseln wir immer unsere Unterrichtsräume, deswegen finde ich die Schließfächer in meiner Schule sehr praktisch und ich weiß jetzt, warum sie nicht so wichtig in Deutschland sind.
Gut gefallen haben mir die AG’s im WG. Es gibt so viele Sachen, die man machen kann, und ich finde das toll. Nicht nur die normalen Dinge , auch andere Sachen, die ich noch nie gehört habe. Zum Beispiel Ausdauer-AG, Schach-AG und Manga-AG, so was gibt bei uns gar nicht. Es gibt so viele Gelegenheiten für die Schüler, etwas nach der Schule zu machen. In Irland haben wir nur Fußball-, Basketball-, Hockey-, Badminton-Mannschaften und Leichtathletik, aber ansonsten nicht so viel.
Manchmal habe ich auch meine Schuluniform hier in Deutschland vermisst. Ein blauer Pullover, dunkelblaue Hose oder einen blauen Rock und ein Hemd sind immer meine Wahl für der Woche. In meiner Schule haben wir auch eine Schuljacke und bestimmte Schuhe, die du tragen musst. Ich dachte, alle Schüler werden ihre Dirndl und Lederhosen sehr stolz zur Schule tragen, aber wie enttäuscht war ich? Ich habe bis jetzt gar kein Dirndl oder Lederhosen gesehen. Wie schade, Deutschland! Ich hatte auch Sorge, dass in der Schule sehr viel über Kleidung gesprochen wird. Aber ich war glücklich, dass das überhaupt kein Thema ist. Die Schüler tragen, was sie wollen, und ich finde das toll.
Ich bin sehr eifersüchtig, dass man von der dritte Klasse an Englisch lernt. Das finde ich super! In Irland lernen wir eine Fremdsprache nur am Anfang der Sekundar-Schule. Das heißt, mit dreizehn Jahre. Ich finde es unglaublich, wie gut die Deutschen in Englisch sind, und wie enthusiastisch die Deutschen sind, um Englisch zu lernen. Ich finde es auch super, dass man Latein und/oder Alt-Griechisch lernen kann. Außerdem finde ich Politik auch toll. Wir haben keinen Unterricht wie diesen.
Die Noten sind auch ganz anders in Irland als in Deutschland. Anstatt Zahlen  haben wir Buchstaben. Das heißt A, B, C, D, E, F. Alles unter 40 % ist ein Misserfolg. Jedoch sind die Noten, die deine Lehrer dir geben, nur für die schriftlichen Arbeiten. Das heißt, keine Noten für das, was du in deinem Unterricht gesagt oder gemacht hast. Die mündlichen Noten, die die Schüler in Deutschland bekommen, finde ich ein super Idee. Außerdem bekommen wir keine Noten für Sport, was ich sehr schade finde.
Wie gesagt, um viele Dinge beneide ich die deutschen Schüler, aber wir haben drei Monate Sommerferien in Irland, und ich bin mir sicher, dass viele Schüler und Lehrer uns darum beneiden. Ich finde das auf jeden Fall nicht so schlecht….
Wir haben ein extra Jahr in Irland, nach drei Jahren in der Sekundar-Schule, das es hier in Deutschland gar kein gibt. Es heißt „Transition Year“ und ist ein Jahr, das man wählen kann oder nicht. Während des Jahres kann man praktisch Sachen machen, die es in einem normalen Jahr gar nicht gibt. Und zwar kann man Arbeitserfahrungen sammeln oder neue Fächer ausprobieren oder, wie ich, einen Austausch oder Ähnliches machen. Es gibt keine Prüfungen, aber es gibt trotzdem Unterricht. Dann am Ende des Jahres muss man die Fächer auswählen, die man für das „Leaving Certificate“ (unsere Abitur) machen möchte.
In meiner Schule haben wir außerdem eine Sprechanlage, über die uns die Schulleiterin jede Morgen begrüßt. Sie sagt immer „Guten Morgen“ und berichtet über etwas, das in der Schule passiert ist, oder was für Termine ausstehen. Schade, dass es so etwas hier nicht gibt.
Ich finde die Schule in Deutschland, obwohl es ganz anders ist, sehr gut und ich verstehe jetzt, warum Deutschland als Land so erfolgreich und mächtig ist. Eines Tages werde ich gerne zurückkommen.

Montag, 4. Mai 2015

WG-Anekdoten III


Ein wunderbarer Sommertag. Anna Rzeppa und Sofia Vierling fragten Gerhard Thamm van Balen nach einem bemerkenswerten Erlebnis am WG

Was mir an schönen WG-Erlebnissen in Erinnerung ist? Da weiß ich gar nicht, wo beginnen und wo aufhören. Grund zur Freude gibt es an den WG-Schultagen oft. Und immer sehe ich mich in meiner Überzeugung bestärkt, dass unsere Schule eine wirklich großartige Schülerschaft hat.
Von einem dieser Ereignisse will ich hier berichten.
Im Jahr 2010 feierte das Wilhelm-Gymnasium seinen 125. Geburtstag. Zahlreiche Festveranstaltungen fanden statt. Auch eine Wanderung aller 1000 Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer kreuz und quer durch den Harz war geplant.
Wer Unternehmungen dieser Art auf den 17. August legt, rechnet mit strahlendem Wetter, sonnenbeschienenen Wegen und Wanderpausen auf duftenden Blumenwiesen.
Nun, am 17. August 2010, als die 25 WG-Sonderbusse am Hauptbahnhof gen Süden rollten, war der Braunschweiger Himmel grau. Kaum saßen wir auf unsern Plätzen, fielen die ersten Tropfen. Am Torfhaus dann, als es hieß, das wohlgeheizte Auto zu verlassen, regnete es ohne Unterlass, Nebel zog auf und kalt war es wie im Winter.
Mir war mulmig zumute. Würden die 6. Klassen, bei denen ich mitgefahren war, sich weigern, in dieses „Sauwetter“ hinauszusteigen? Würden sie in schlechter Laune versinken? Würden sie sich in den Regenunterstand flüchten und die aufgeweichten Wege für unpassierbar erklären?
Nichts von alledem! Tatendurstig kletterte die 6b, die 6c und die 6d aus dem Bus, man warf rasch das Regenzeug über, gönnte der Wanderkarte einen Blick („Wo ist denn hier der Brocken?“) und machte sich energisch auf den Weg – so energisch, dass sich mancher Wanderschuh aus dem schlammigen Boden gar nicht so schnell lösen konnte wie der WG-Wanderer wandern wollte.
Auf dem Brocken: die Klassen 6d ...

... 6c und
6b
Auf menschenleeren Wegen zog der Jahrgang 6 des Wilhelm-Gymnasiums, immer wieder von Regenschauern geschüttelt, von kleinen Bächen zu Umwegen gezwungen und von Nebelschwaden umwabert, bester Laune dem Gipfel entgegen – und kam in Rekordzeit dort an.
Auf dem Gipfel dann das unentbehrliche Klassenfoto als Beweis für Eltern und Freunde: 6c, 6d und 6e, flankiert von ihren Lehrern Herrn Miltkau, Herrn Timme und Frau Titze.
In gleichem Galopp folgte der Abstieg. Müde, nass und schlammbespritzt kamen wir am Torfhaus-Parkplatz wieder an.
Was immer sie auf den langen Wegen durch den regenversunkenen Harz zu bereden hatten, in einem waren sich die Sechstklässler völlig einig: Das heute war ein wunderbarer Sommertag!


Fotos: WG-Homepage, 19.08.2010

Sonntag, 3. Mai 2015

Chrisammesse 2015


Ich war dabei! Charleen Horoba über ein großes Ereignis für Jugendliche: die Chrisammesse 2015.

Am 01. April 2015 war die alljährliche Chrisammesse in Hildesheim. Rund 2300 Jugendliche haben den Dom besucht, und es hat sich gelohnt.

Was ist die Chrisammesse?
An diesem Tag werden die Öle geweiht, die im Laufe des Jahres bei der Sakramentenspendung verwendet werden.
Das Öl für die Krankensalbung, mit dem Katechumenenöl werden Taufbewerber gesalbt und das Chrisamöl wird für Taufe, Firmung und bei der Priesterweihe benutzt.

Bevor die Messe begonnen hat, hatten wir noch Gelegenheit, die Stände auf dem Domplatz anzusehen und bei verschiedenen Aktionen mitzumachen. Zum Beispiel gab es ein Polen-Quiz, denn nächstes Jahr ist der Weltjugendtag in Krakau, dort kommt der Papst zu Besuch.
Meine Freundin und ich wollten im Gottesdienst Messdienerinnen sein, deshalb haben wir uns mit den anderen Messdienern getroffen, Dienste eingeteilt und sind die Messe einmal durchgegangen.

Danach gab es eine Stärkung, und anschließend begann die Messe um 18.00 Uhr.

Es war eine sehr lockere Atmosphäre, es gab eine Live-Band, und der Dom war sehr voll. Besonderer Gast war unser Bischof von Hildesheim, Norbert Trelle, der die Öle geweiht hat.
Meine Freundin und ich hatten die Aufgabe, das Katechumenenöl nach oben zum Altar zu tragen. Man musste sich konzentrieren, beim Hochgehen nicht über das Gewand zu stolpern, aber zum Glück ist alles gut gegangen.
Nach der Messe gab es noch als schönen Ausklang Brötchen und Getränke für alle.

Trotz sehr schlechtem Wetter mit Regen, Kälte und Schnee hat die Chrisammesse sehr viel Spaß gemacht und ich würde nächstes Jahr auf jeden Fall wiederkommen.

Eine Fotostrecke gibt es bei der Onlineversion der Kirchenzeitung:



Freitag, 24. April 2015

WG-Anekdoten II

Rätselraten nach WG-Ball. Anna Rzeppa und Sofia Vierling fragten Frau Lüdke nach einem besonderen Erlebnis am WG

Früher gab es am WG einmal im Jahr den Schulball. Alle Schüler von Klasse 5 bis 13, die Eltern und die Lehrer waren dazu in den großen Saal der  Braunschweiger Stadthalle eingeladen. Es wurde getanzt, gefeiert und es gab ein Bühnenprogramm, zu dem traditionell auch eine „Lehrernummer“ gehörte. Meist wurde passend zum Thema (z. B. TraumWGe oder UnterWGs) eine Tanznummer einstudiert, und möglichst viele Lehrer warfen sich in passende Kostüme und gaben alles. Das hat unheimlich viel Spaß gemacht, wir haben wirklich viel gelacht und manchmal waren die Kostüme so gut, dass die Schüler hinterher noch wochenlang gerätselt haben, wer sich hinter welcher Verkleidung versteckt hatte.


2010 tanzten ungefähr 30 Lehrerinnen und Lehrer des WGs auf der großen Bühne der Stadthalle „Macarena“.

Mittwoch, 18. Februar 2015

Die Mensafrauen der Außenstelle


Maoam und Center Shock. Amal El Fakir und Jamila Hamadaqa im Gespräch mit den Mensafrauen der Außenstelle.



Claudia und Petra bei der Arbeit.
Wie heißen Sie?

Petra und Claudia

Haben Sie früher irgendwo anders gearbeitet?

Ja.



Seit wann arbeiten Sie hier?

Wir arbeiten hier schon seit vier Jahren.



Von wem oder wo haben Sie Kochen gelernt?

Wir haben Kochen von unseren Müttern gelernt.



Dürfen wir fragen, wie alt Sie sind?

Claudia: 46.

Petra: 54.



Wie sind Sie darauf gekommen, in der Mensa zu arbeiten?

Unsere Freundin hat uns auf diese Idee gebracht.



Kaufen Sie meistens das Essen oder kochen Sie es selber?

Das Mittagessen kochen wir selber.



Haben Sie sich selber entschieden, ob Sie in der Außenstelle oder im Haupthaus arbeiten?

Nein, in der Außenstelle war es gerade frei und die Chefin hat gesagt, dass wir dahin gehen.



Welches Essen ist am beliebtesten?

Die Käsebrezeln sind am beliebtesten.



Was kaufen die Schüler abgesehen vom Essen am häufigsten?

Maoam und Center Shock kaufen die meisten.



Gibt es manchmal Probleme mit den Schülern?

Nein, zum Glück nicht.



Wie viele Schüler essen bei Ihnen pro Tag?

Beim Mittagessen ca. 50 Kinder.



Welche Arbeiten fallen an, wenn Sie gerade kein Essen ausgeben?

Kochen.



Was gefällt Ihnen an der Arbeit?

Mit Kindern arbeiten.


Donnerstag, 29. Januar 2015

WG-Anekdoten I

Nur acht Zuschauer. Anna Rzeppa und Sofia Vierling fragten Herr Schad nach einem besonderen Erlebnis am WG


„Vor einigen Jahren, als ich noch die Theater-AG der Schule geleitet habe, sollten und wollten wir das bekannte Theaterstück Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare in der Schulaula in einer anderen Stadt aufführen. Wir, immerhin an die 30 Schülerinnen und Schüler und ich als Begleitlehrer, haben also einen Bus gemietet, alle Requisiten, Kostüme und weiteres Material eingeladen und sind in die neue Aula gezogen, wo wir alles in mehreren Stunden ausgepackt, aufgebaut und vorbereitet haben - inklusive der nicht so einfach einzurichtenden Licht- und Tontechnik. Umso erstaunter und überraschter sind wir gewesen, als wir kurz vor dem Beginn der Vorstellung bemerkten, dass sich insgesamt nur acht (!) Zuschauerinnen und Zuschauer eingefunden hatten! Wir haben unsere Inszenierung trotzdem gezeigt und hatten unseren Spaß dabei.“

Freitag, 9. Januar 2015

Einbruch bei der Schülerfirma


Noch keine Verdächtigen. Nelly Brunke und Hanna Lorenz über den Einbruch bei der Schülerfirma

Leider wurde bei der Schülerfirma Geld gestohlen, die Summe beträgt zwischen 170-200 €. Der Diebstahl wurde vor den Herbstferien entdeckt. Das Geld befand sich in einem Spind für den vier Personen einen Schlüssel haben. Der Spind befindet sich vor dem Hausmeisterbüro. Es gibt noch keine Verdächtigen. Der Spind wurde aufgebrochen, wie man an Einbruchsspuren erkennen kann.Die Polizei wurde auch schon einbestellt. Nun wird es eine Anzeige geben.
Einbruchspuren am Schrank.
Außerdem wollen wir euch aufklären über das, was die Schülerfirma macht. Sie stellt Sachen für Schüler/innen dieser Schule her, z.B. Kugelschreiber, Hefte, Schulplaner und noch mehr.

Donnerstag, 8. Januar 2015

Berufsinformationstag 2014


Vielfältige Berufsfelder entdecken. Charleen Horoba über den Berufsinformationstag 2014.

Am 27. September informierten sich die Schülerinnen und Schüler der 10. bis 12. Klassen beim diesjährigen Berufsinformationstag über mögliche berufliche Ziele.
Der BIT begann um 11 Uhr mit einer kleinen Ansprache, in der der Tag kurz erklärt wurde. Danach konnten die Schüler bis 13 Uhr in ihre schon vorher angemeldeten Berufe hineinschnuppern. Bis 14 Uhr durfte man selbstständig durch das Haus gehen und weitere Berufe ansehen. Mit informierenden Gesprächen in kleinen Kreisen konnte man sich ein Bild über seinen vielleicht zukünftigen Beruf machen.
Die Beraterin Fr. Wiersdorff mit interessierten Schülern.
Insgesamt hatte man einen Einblick in 42 verschiedene Berufsfelder: von Medizin über Pädagogik und Politik bis hin zu Mathematik und Verwaltungswesen.
Mit Herrn Thamm van Balen und Herrn Schad habe ich ein Interview zum BIT geführt.
Der Berufsinformationstag, sagten sie, sei eine Veranstaltung des Schulelternrats und der Schule. Er sei eine Idee der Elternschaft und wurde durch den Schulelternrat umgesetzt. Verantwortlich für die Organisation seien Eltern; die Schule biete die Möglichkeit zur Umsetzung an.
Kontaktiert wurden die Berater durch persönliche Ansprache oder über das Internet. Das Erstellen der Liste mit den möglichen Berufen habe sehr viel Arbeit in Anspruch genommen und circa ein Jahr gedauert.
Durch die Verpflichtung der Schule zur Berufsinformation sei der BIT eine Pflichtveranstaltung.
Alle zwei Jahre findet diese Möglichkeit zur Berufsinformation statt.
„Es hat alles ganz gut geklappt“, meinte Herr Schad, „nur haben nicht alle Schüler die Berufe gewählt, für die sie sich vorher angemeldet hatten.“ Man sollte diesen Tag auf jeden Fall ernst nehmen, denn er sei eine gute Möglichkeit, um für seine berufliche Zukunft wichtige Entscheidungen treffen zu können.

Freitag, 5. Dezember 2014

Fabeln zu Vorurteilen

Kraft und Größe sind nicht alles! Fabeln zu Vorurteilen von Bianka Bialek, Jana Dragon und Tom Hommola aus dem Werte-und-Normen-Kurs Jg. 6.

Vergrößern? Klick aufs Bild!

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Dienstag, 2. Dezember 2014

Dichter im Porträt III: Michael Zoch


„freundlich wie eine handgranate“. Jonas Gawinski im Gespräch mit dem Braunschweiger Lyriker Michael Zoch


Michael Zoch wurde am 25. Januar 1966 geboren. Wann entstand der Dichter Michael Zoch und wie kam es dazu?

Ich habe mich schon so mit 18 irgendwie als Dichter gefühlt, ohne dass ich dieses Gefühl damals hätte genau benennen können, wirklich ernsthaft angefangen zu schreiben habe ich mit 30, Schuld war eine Frauengeschichte.

www.michael-zoch.de

Drei Gedichtbände aus Ihrer Feder sind bislang erschienen, welchen würden Sie als persönlichsten, intimsten bezeichnen? Beziehungsweise, welcher ist Ihnen heute noch am nächsten?

„Kometen vom Fass“ ist der für mich persönlichste und intimste und der steht mir heute auch noch am nächsten.



Wenn Michael Zoch an ein Gleis gebunden würde, welchen Gedichtband würde er mit ins nächste Leben nehmen?

„In deinen Träumen reist dein Herz“ von Pablo Neruda.



Gedichte wie „Südstraße“, „Querum“ oder „Brunswick 6 AM“ haben zumindest dem Titel nach zu erteilen regionalen Bezug. Was bewegt Sie in Braunschweig und Umgebung ein Gedicht zu verfassen?

Eigentlich nichts, also Braunschweig als Stadt inspiriert mich nicht in einem positiven, vitalen Sinne, es ist eher so, dass diese Gedichte trotzdem entstehen, sie entstehen im Grunde gegen Braunschweig, sie reflektieren oft das, was meinem Naturell zuwider läuft: Enge, Grauheit, Kälte, Stillstand.



Als Gastautor in Izmir (Türkei), haben Sie den Gedichtzyklus „Türkiye (Intermezzo)“ erdichtet. Wovon leben diese Poeme und was unterscheidet sie von Dichtung, die in Deutschland entstanden ist?

Die Gedichte dieses Zyklus leben vor allem von dem Land selbst, von seinem Lebensstrom, den ich versucht habe, in meinen Gedichten einzufangen. Deutschland ist ein Land, in dem alles funktioniert, aber nichts lebt. Die Türkei ist ein Land, in dem alles lebt, aber nicht alles funktioniert. Die Türkei ist ein sehr sinnliches, musikalisches Land, ein poetisches Land, das trotz oder vielleicht auch gerade wegen der vielen Gegensätze überaus vital ist. Und so sind denn auch die in der Türkei entstandenen Gedichte insgesamt lebendiger, farbenprächtiger, zärtlicher, wärmer als Gedichte, die in Deutschland entstanden sind und weiterhin entstehen.



Inwiefern kann man sagen, dass kunstübergreifende Projekte, wie mit dem freien Künstler und Bildhauer Markus Wollenschläger, ihr dichterisches Repertoir, ihren schaffenden Horizont erweitern?

Die Projekte mit Markus Wollenschlaeger haben meinen Horizont enorm erweitert, unsere Künstlerfreundschaft hat meinen Horizont generell und grundsätzlich enorm erweitert. Dabei ist es aber weniger so, dass seine Bilderwelten konkret mein eigenes dichterisches Repertoire erweitern würden, es ist eher so, dass mich die ungeheure Vitalität und Schaffensfreude dieses Künstlers in eine gewisse Schwingung versetzt, die mich in meiner eigenen Kreativität anspornt und vorantreibt. Markus Wollenschlaeger ist wie ich ein Dichter, er dichtet mit Farben, ich male mit Worten.



Wenn Sie ein One-Way-Ticket hätten, wohin würde die Reise gehen?

Tahiti


Michael Zoch: Goldgräberstimmung

die straße mit dem loch im socken
der geruch aus dem innern nostalgischer schränke
ein haarriss im abspann des blutleeren raums
ich bin der mit dem schienbein
fünfzigtausend küsse tief
in deine kugelsichere nacktheit vergraben
du bist das mädchen von der datumsgrenze
und tropfst entrümpelt in die stille
auf der dunklen seite des liedes
wir sind das volt
der brandfleck im schlitzohr des heiligen geistes
und was uns lockt am ewigen nichts ist der folgende
tag
freundlich wie eine handgranate
auf der stirnseite des hochgekrempelten universums
(mit dem knochenmark gedacht)
  

Können Sie uns etwas über Ihr aktuelles Projekt, den Gedichtband „In meinen Adern brennt noch Licht“ sagen?

Das ist das sperrigste, widerspenstigste Biest, an dem ich bisher geschrieben habe. Im Grunde ist der Gedichtband längst fertig, aber ich schmeiße immer wieder Gedichte raus, ersetze sie durch neue, zerstöre bereits bestehende, lasse daraus neue entstehen, alles ist in ständiger Wandlung begriffen, alles steht permanent auf dem Prüfstand, da fliegen 6 Gedichte raus, hier kommen 3 neue rein, alles dreht sich, alles bewegt sich, gut möglich, dass ich da noch 5 Jahre oder länger dran sitze.



Was erwartet einen neuen Leser, wenn er ins Michael-Zoch-Gedichtkino eintritt?

Goldgräberstimmungen, Kamikazeherzen, Din A 4 Gesichter, einsturzgefährdete Tage, kriegsbemalte Nächte, Frauen, die nicht fliegen können, gröhlende Schwäne, ein Schimmelkäsehimmel, ein Gegenregenbogen, 15 kreidebleiche Schwalben. Grundsätzlich: Feuer unterm Dach.



Zuletzt einen Rat für junge Schreibende?

Stell dich auf einen Stuhl und fang an zu schreien.



Foto: Friedrich Posnien

Donnerstag, 20. November 2014

Sportfest

Ein aufregendes Spektakel. Vom Sportfest der 5. und 6. Klassen berichten Nelly Brunke, Hanna Lorenz, Sofia Vierling.



Überblick 
Es war ein schöner sonniger Tag. Auf der Roten Wiese war das Sportfest angesagt. Die fünften und sechsten Klassen waren beteiligt. Es war Freitag, der 10.10.2014.
Die Organisatoren waren: Herr de Boer und Herr Glaeske.

Organisatoren im Kommandostand.

Jede Klasse hatte eine eigene T-Shirt-Farbe, damit man sie unterscheiden konnte. Die Farben weiß, schwarz, grün, rot und blau.
Das Sportfest lief ganz gut, nur beim Tauziehen wurde es etwas chaotisch. Die Einteilung der Gruppen ging etwas durcheinander. Es gab viele Beschwerden dazu, aber trotzdem fand die Mehrheit das Tauziehen schön.
Außerdem gab es die unterschiedlichsten Stationen: zum Beispiel Stoßen von Medizinbällen, Tennisbälle in Kisten schlagen, Staffellauf, Weitsprung und Softball-Zielwurf. Ausdauer, Geschicklichkeit und Genauigkeit waren gefragt. 

Voller Einsatz: die Klasse 5c beim Tauziehen.
Hier zählte Genauigkeit: die 5a beim Softballzielwurf ...
 ... und beim Medizinballstoßen: Hier zählte Weite.


Den ersten Platz der 5. Klassen hat die 5b gewonnen.
Der erste Platz der 6. Klassen ging an die 6a.
 
Umfrage
Das Sportfest der 5.und 6. Klassen 2014 ist gut angekommen. Den Kindern hat es gut gefallen. Am besten fanden die meisten das Tauziehen, den Staffellauf und mit dem Schläger den Tennisball in die Kiste schlagen. Allerdings gab es auch kritische Stimmen.
Auch Herrn de Boer hat es gut gefallen, denn er sagte, alle hätten gut mitgemacht. Auch die Stationen fand er alle gut. Herr Schindler fand auch alle Stände gut. Allerdings hat ihm der Bratwurststand gefehlt.
Erste Hilfe


Hier wird dir geholfen: "Krankenschwester" Ibaa.

Auf dem Sportfest gab es viel für die zwei Mädchen der Ersten Hilfe zu tun: Ibaa und Johanna aus Klasse 10. Denn es gab am Ende des Sportfestes exakt 41 Verletzte. Häufig gab es Krämpfe und umgeknickte Füße, ein paar Schüler brauchten Verbände, und es mussten Pflaster geklebt und Kühlkissen verteilt werden. Die meisten verletzten sich beim Tauziehen. Dort gab es Hautabschürfungen. Zum Glück gab es weniger Verletzungen als im letzten Jahr.
Big brother is watching you.


Sonntag, 9. November 2014

Technik-Tag der Braunschweiger Verkehrs-GmbH


Elektrobus für 600.000 Euro. Charleen Horoba berichtet vom Tag der Technik & Innovation der Braunschweiger Verkehrs-GmbH

Tramino, Elektrobusse – das haben wir alle schon auf vielen Plakaten gesehen, aber was sind diese Fahrzeuge genau? Und wie funktionieren sie eigentlich? Am Tag der Technik & Innovation konnte man es herausfinden – und es hat sich gelohnt.
Durch Fachvorträge und selbstständiges Einsteigen in die Fahrzeuge konnte man sein Wissen rund um die Elektromobilität und den neuen Tramino erweitern. Außerdem gab es viele Infostände und Aktionen für Kinder.
Der Pressesprecher der Braunschweiger Verkehrs GmbH, Christopher Graffam, hat sich für mich Zeit genommen und mir meine Fragen beantwortet.
Christopher Graffam, Pressesprecher
Da, wie wir alle wissen, die Reserven des Erdöls immer knapper werden, sei der Elektrobus eine sehr gute Alternative. „Wir müssen uns für die Zukunft darauf vorbereiten“, sagte Graffam. Drei Jahre habe die Ideensammlung und Vorbereitung gedauert.
Aber wie „tankt“ man den Bus?
Wenn das Fahrzeug an eine Haltestelle fährt, wird dieses von einem kabellosem Ladepad auf dem Boden aufgeladen. Während der Bus steht und die Fahrgäste ein- und aussteigen, senkt der Bus das Aufnahmepad über das in den Boden eingelassene Ladepad ab. Nach dem Aufladen schaltet sich das Ladepad selbständig aus. Sechs bis acht Minuten aufgeladen kann der Bus den ganzen Tag fahren. (Quelle: Flyer)
Zurzeit fahre, so Graffam, nur die Buslinie M19 mit dem Emil, so nennt man den elektrischen Bus. Auf jeden Fall lohne sich dieser innovative Schritt, da auch der Verbrauch niedriger sei.
Emil, der Induktionsbus
„Ein normaler Bus kostet ungefähr 300.000 Euro; ein Elektrobus zurzeit mindestens das Doppelte“, sagte Graffam, „aber wenn der Emil zu einem alltäglichen Ding wird, dann senkt sich natürlich der Preis.“
Bahnfahren früher ...
... und heute: die Niederflurbahn Tramino von außen ...
Auch sei der Tramino eine Neuheit. Es wurden schon 18 gebaut, und die ersten sollten ab dem 1. Dezember fahren. Eine Besonderheit des Traminos sei die Länge, sie betrage 36 Meter. (Eine normale Sraßenbahn ist ungefähr 32 Meter lang.) Weiterhin sei der Tramino barrierefrei und eine Niederflurbahn. „Sie ist voll klimatisiert, hat gepolsterte Sitze und sechs Türen“, fügte er hinzu, „außerdem hat sie eine Energierückgewinnung und das Aussehen ist besonders.“
... und von innen: der Emil.
Mir ist aufgefallen, dass diese Neuheiten von der Firma Solaris gebaut wurden. Dieses ist ein junges polnisches Unternehmen, das erst seit 20 Jahren Busse, seit acht Jahren auch Straßenbahnen produziert. Aber auch in Zukunft, so Graffam, sollen neben den Bussen von Solaris Fahrzeuge von MAN und Mercedes gekauft werden.
Die Veranstaltung war gut besucht, besondere Personen wie Politiker, der Bezirksbürgermeister oder auch andere Verkehrsunternehmen waren anwesend. Die Innovation hat viele Besucher neugierig gemacht, und die vielen und ausführlichen Informationen haben sie zufriedengestellt.
Im Großen und Ganzen war der Tag der Technik & Innovation ein sehr gelungener Tag. Es hat Spaß gemacht, so viel Neues zu sehen, selbst hineinzuschnuppern und seine eigenen Erfahrungen zu sammeln. Auf jeden Fall bin ich bei der nächsten Veranstaltung der Braunschweiger Verkehrs GmbH wieder dabei.