Dienstag, 21. Juli 2015

Synagogen-Besuch


Damit zwischen Mensch und Gott etwas sei. Eindrücke von Kübra Arnitali, Bianka Bialek und Ana Paula Grohn Sanchez zum Besuch des Werte-Normen-Kurses Jg. 6 in der Braunschweiger Synagoge 

Ich fand es interessant, wie die Synagoge eingerichtet war, ganz schlicht und einfach, nicht wie z. B. eine alte Kirche. Die eigentliche Synagoge war nur ein Raum in Weiß mit Stühlen, einem Tisch zum Vorlesen (für den Gottesdienst) und einem Schrank für die Thora (heiliges jüdisches Buch). Die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, Frau Wagner-Redding, die uns herumgeführt hat, erzählte, dass die Synagogen natürlich nicht alle wie diese aussehen, jedoch immer sehr schlicht gestaltet sind. Mir gefällt diese Gestaltung sehr gut. (Bianka)

Das erste, was mir in der Synagoge aufgefallen ist: dass sie sehr modern, aber auch gleichzeitig karg war. Besonders interessiert hat mich aber der Schrank mit den Thorarollen, die vier verschiedene Farben und Größen hatten. Dazu gab es noch einen Lesestab, der als Zeige-Finger beim Lesen diente. Weil die Hände oft dreckig sind, egal wie oft man sie wäscht, wird der Lesestab benutzt. Eine Thorarolle wurde aus vier Teilen Pergament zusammengenäht. Die Thora selbst ist mit der Hand geschrieben. Wenn man sich einmal verschrieben hatte, musste man von vorn anfangen. (Kübra)

Bevor wir in den Gebetsraum durften, mussten alle Jungs eine so genannte Kippa aufsetzen. Frau Wagner-Redding, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, erklärte uns dies so: Der Mensch solle nicht denken, dass zwischen ihm und Gott nichts mehr sei. (Ana-Paula )

Nach einer Stunde Zuhören: vor dem Eingang zur Synagoge.


Freitag, 17. Juli 2015

Umfrage in Jg. 5

Nachgefragt: ein Jahr am WG. Kübra Arnitali und Merit Hlbubek haben sich in Jg. 5 umgehört

Wir haben 37 Fünftklässler am Ende ihres ersten Jahrs am WG gefragt. Die Teilnehmer wurden zufällig ausgewählt. So gibt das Ergebnis Eindrücke wieder und beansprucht nicht, repräsentativ zu sei. (Vergrößerung durch Klick aufs Bild.)


 


Dienstag, 30. Juni 2015

Moschee-Besuch


Ein schöner Tag. Kübra Arnitali über den Besuch der Werte-und-Normen-Kurse des 6. Jahrgangs in einer Moschee

Wer hätte gedacht, dass eine Moschee wie ein Haus aussehen kann!
Wir gingen zuerst in ein Gebäude hinein, das wie ein Appartementhaus aussah. Drinnen, in der Moschee, mussten wir dann unsere Schuhe ausziehen.
Nachdem wir die Moschee betreten hatten, waren wir begeistert, dass ein Kickertisch im Raum aufgestellt war: Die Moschee ist auch der Begegnungsraum der Islamischen Gemeinschaft Braunschweig (IGB).
Wir waren alle herzlich willkommen und wurden sehr zuvorkommend behandelt. Zuerst tranken wir etwas nach dem Weg von rund 30 Minuten, den wir in der Hitze (30 Grad!) zu Fuß gelaufen waren.
Anschließend setzten wir uns im Kreis auf den Boden und schenkten unsere Aufmerksamkeit Sadiqu Al-Mousllie, dem Vorsitzenden der IGB, der uns viel über die Moschee beibrachte: zum Beispiel über die fünf Säulen des Islam, das Gebet und die Propheten.

Gruppenbild mit dem Imam der Gemeinde IGB (Mitte) und dem Vorsitzenden (links).
Später kam der Imam der Gemeinde und zeigte uns, wie man vor dem Beten eine Waschung durchführt. Für die Waschung wurde ein Tisch in die Mitte des Raumes gestellt, damit wir alle sehen konnten, wie diese durchgeführt wird: zuerst die rechte Hand, dann die linke, danach die Ohren, das Gesicht, der Nacken, danach die Unterarme und zuletzt die Füße. Bei der Waschung wurde sehr sparsam mit dem Wasser umgegangen.
Im Anschluss durften wir Fragen stellen. So fragte zum Beispiel eine Schülerin: „Wie stehen Sie zu anderen Religionen“. „Ich respektiere sie“, antwortete Al-Mousllie, „das sagt auch der Koran“.
Nach dem Erzählen wurden uns leckere Kleinigkeiten zum Essen serviert, manche von uns haben auch noch Kicker gespielt. Leider war die Zeit gekommen zu gehen, denn unsere Stunde war vorbei und die Gemeinde musste das Freitagsgebet vorbereiten.
Zum Schluss verabschiedeten wir uns. Es war ein schöner Tag.

Samstag, 27. Juni 2015

Umfrage zum WG-Logo

Alles so schön bunt hier. Anna Rzeppa und Sofia Vierling haben sich umgehört, wie das neue WG-Logo ankommt.


Wir haben vier Klassen aus verschiedenen Jahrgängen befragt (Vergrößerung durch Klick auf die Grafik).







Außerdem wollten wir wissen, was die Schüler anders machen würden.


So sehen übrigens die Logos der anderen Gymnasien aus:




Mittwoch, 3. Juni 2015

Aus dem Unterricht: Werte und Normen


Auf einmal fiel es mir ein. Iman Sibai über das Dilemma, eine Dilemmageschichte zu schreiben.

„Erfindet doch ein Dilemma oder schreibt eins auf, das euch wirklich passiert ist“, gab uns Herr Wichner als Aufgabe im Werte-und-Normen-Unterricht in Jahrgang 5. Ein Dilemma, hmmm… Was fällt mir denn dazu ein? Ich könnte ja aufschreiben, wie wir einmal in ein Restaurant gegangen sind und ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich Fish and Chips oder Ofenkartoffeln mit Kräuterquark nehmen sollte. Wenn ich das eine nehme, denke ich dann immer: „Hätte ich doch nur das andere genommen.“ Aber das ist doch viel zu langweilig.

„Noch drei Minuten“, kündigte Herr Wichner an. Drei Minuten?! Das schaffe ich niemals! Okay, noch einmal ordentlich nachdenken… Oder wie wäre es, wenn ich erzähle, wie ich morgens oft lange vor meinem Kleiderschrank stehe, weil ich mich fast nie entscheiden kann, was ich anziehen soll. Einmal im Frühjahr sah es draußen so warm aus, und deswegen habe ich eine dünne Strickjacke angezogen. Dabei war es noch so frisch und mir war so kalt, dass mein Papa zurückfahren musste, damit ich eine wärmere Jacke holen konnte. Mittags schien natürlich die Sonne und mir war darin viel zu heiß. Wenn ich das aber meiner Klasse berichte, lacht die mich bestimmt aus!

Buch oder Badehose
Wer möchte seine Geschichte mal vorlesen? Iman, du vielleicht?“, fragte Herr Wichner „Ich bin noch nicht fertig“, antwortete ich und starrte hilflos auf mein leeres Blatt. Während ein anderer seine Geschichte präsentierte, überlegte ich schnell weiter. Ich könnte ja davon schreiben, als wir in den Urlaub fliegen wollten. Weil mein Bruder und ich immer zwei Koffer voll Spielsachen mitnehmen, hat Mama zu mir gesagt hat: „Du darfst höchstens drei Bücher mitnehmen und mehr nicht!“ Stattdessen habe ich aber acht Bücher eingepackt, weil ich mich nicht entscheiden konnte. Dafür hätte ich aber meine Schwimmsachen zu Hause lassen müssen, was für einen Schwimmurlaub sehr ungünstig war. Und wenn mich deswegen alle auslachen?

„Iman, bist du jetzt fertig?“, fragte mich Herr Wichner erneut. „Noch nicht“, teilte ich ihm schnell mit und dachte noch einmal angestrengt nach. Da fiel mir ein, wie schwierig es in der vierten Klasse war, festzulegen, für welche weiterführende Schule ich mich entscheiden sollte. Ich wollte unbedingt auf das Wilhelm-Gymnasium gehen. Da sich aber alle in meiner Klasse andere Schulen ausgesucht haben, habe ich Monate lang hin und her überlegt, ob ich ganz alleine zu meiner Wunschschule oder gemeinsam mit meinen Freunden auf eine Schule gehe, die ich nicht so mochte.

Auf einmal klingelte es. Ich packte schnell meine Sachen ein und überlegte mir auf dem Weg zu meinem Klassenraum wieder, über welches Dilemma ich hätte schreiben können. Und auf einmal fiel es mir ein.

Freitag, 29. Mai 2015

WG-Anekdoten IV

Unvergessliche Skifreizeit. Anna Rzeppa und Sofia Vierling fragten Yvonne Lorenz nach einem besonderen Erlebnis am WG

Auf der Klassenfahrt der 7m1 im Februar 2010 ging es - wie am WG üblich für die 7. Klassen - in den Harz zum Skifahren. Häufig ist die Sorge für diese Skifahrt, ob denn überhaupt genug Schnee liegen würde. Wir hatten allerdings Angst, dass der Schneefall nicht stoppen würde - kurz, wir konnten uns vor Schnee kaum retten.
Am letzten Harz-Tag fuhr die gesamte Klasse auf Langlauf-Ski
ern auf den Brocken. Für einen Teil der Klasse war das eine echte Herausforderung, zuvor fanden sich die Schüler in verschiedenen Ski-Gruppen (Anfänger und Fortgeschrittene) zusammen. Je näher wir dem Brocken kamen, um so mehr zog starker Schneefall auf. Aufgrund dessen und der Tatsache, dass der letzte Wegabschnitt zum Brocken recht steil ist, schnallten wir die Skier ab und gingen - die Skier geschultert - den steilen Weg hinauf. Das war wahnsinnig anstrengend, viele hatten richtig zu kämpfen. Ich lief mit einer kleinen Schülergruppe und jeder nächste Schritt war mühselig. Wir schleppten nicht nur uns, Rucksack und Skier ja ebenso. Es war recht schweigsam, wir waren einfach außer Atem, kaum noch Kraft in den Beinen. Sichtweise vielleicht drei bis fünf Meter, man konnte nicht sehen, wie weit es bis zum Ziel war. Starker Schneefall bei ebenso starkem Gegenwind. Ein Schüler kommentierte nach einer Weile trocken: „Lieber einen Tag Knast als hier hoch.“ ... kein Gegenkommentar, treffender ging'
s nicht.



Die besagte, damalige Klasse 7m1 hat nun dieses Jahr Abitur geschrieben. Die Skifahrt wird bestimmt in guter Erinnerung bleiben, den Spruch des Schülers werde ich nicht vergessen.





Mittwoch, 6. Mai 2015

Perspektiven einer Gastschülerin


Aus der Sicht eines Mädchens von der kleinen grünen Insel. Die irische Gastschülerin Jennifer Sheerin über ihre Erfahrungen am WG
Eine Kirche oder eine Schule? Das war meine erste Frage als ich zum ersten Mal das Wilhelm-Gymnasium gesehen habe. Es sieht sehr alt aus, im Vergleich zu meiner Schule, aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass die Schüler hier sehr viel lernen.
Drinnen war ich sehr überrascht, wie altmodisch die Schule aussieht, mit einer kleinen Mensa und fast keinen Schließfächern, es sah komplett anders aus als meine Schule in Irland. Aber ich fand es total interessant, all die Unterschiede zu sehen. Ich finde, der Remter ist ein toller Ort, wo man sich unterhalten und entspannen kann.
Die Klassenzimmer in Irland sind viel moderner im Vergleich zu denen des Wilhelm-Gymnasiums. Mit den Tafeln, der Kreide und den alten Projektoren, Eigentlich war es eher so, wie es in früheren Zeiten in Irland war. Aber trotzdem ist der Unterricht immer sehr interessant, und in Deutschland ist es ganz klar, dass man alles Moderne und Neue nicht braucht, um die Fächer zu lernen. Die Schüler sind immer sehr aktiv im Unterricht, und die Lehrer haben viele gute Ideen, um ihre Fächer interessant zu gestalten. Ich habe zwar ein Smart Board im WG gesehen, aber benutzt wurde es selten und ich fand es lustig, dass einige Lehrer es gar nicht benutzen konnten!
Unsere irische Autorin Jennifer
Anstatt zwei halbe Jahre, haben wir drei ,,Terms“. Das bedeutet, wir bekommen drei Zeugnisse im Jahr. Der Stundenplan ist auch ganz anders in Deutschland als in Irland. Die Schule beginnt später in Irland, um neun Uhr, aber sie endet auch später: um vier Uhr. Jeden Tag haben wir neun Stunden Unterricht. Zuerst haben wir drei Stunden, dann eine kleine Pause, die dauert fünfzehn Minuten, dann wieder drei Stunden, eine große Pause und danach noch einmal drei Stunden. Außerdem gibt es hier in Deutschland viele Doppelstunden, das haben wir in Irland nicht so oft. Wir haben unsere Pausen immer um die gleiche Zeit, und wir müssen in der Schule bleiben. Wir können auf keinen Fall in die Stadt gehen, so wie es hier in Deutschland ganz normal ist. Die Schüler haben so viele Freiheiten, da bin ich ganz neidisch.
Das Schulsystem ist auch grundsätzlich ganz anders als in Deutschland. Wenn man fünf Jahre alt ist, geht man zur Grundschule. Das dauert acht Jahre. Dann, wenn man ungefähr zwölf Jahre alt ist, geht man zur Sekundar-Schule. Hier gibt es einen großen Unterschied zwischen der Schule in Irland und Deutschland. In Irland müssen wir nur eine neue Schule wählen, in Deutschland dagegen muss man sich zwischen Gymnasium, Realschule, Hauptschule oder Gesamtschule entscheiden. Man könnte sagen, es gibt nur die Gesamtschule in Irland, manche sind öffentlich und manche privat.
Es war auch eine Überraschung, dass jede Klasse ihr eigenes Klassenzimmer hat, wo meistens der Unterricht stattfindet (außer Religion, Sport usw.) In Irland wechseln wir immer unsere Unterrichtsräume, deswegen finde ich die Schließfächer in meiner Schule sehr praktisch und ich weiß jetzt, warum sie nicht so wichtig in Deutschland sind.
Gut gefallen haben mir die AG’s im WG. Es gibt so viele Sachen, die man machen kann, und ich finde das toll. Nicht nur die normalen Dinge , auch andere Sachen, die ich noch nie gehört habe. Zum Beispiel Ausdauer-AG, Schach-AG und Manga-AG, so was gibt bei uns gar nicht. Es gibt so viele Gelegenheiten für die Schüler, etwas nach der Schule zu machen. In Irland haben wir nur Fußball-, Basketball-, Hockey-, Badminton-Mannschaften und Leichtathletik, aber ansonsten nicht so viel.
Manchmal habe ich auch meine Schuluniform hier in Deutschland vermisst. Ein blauer Pullover, dunkelblaue Hose oder einen blauen Rock und ein Hemd sind immer meine Wahl für der Woche. In meiner Schule haben wir auch eine Schuljacke und bestimmte Schuhe, die du tragen musst. Ich dachte, alle Schüler werden ihre Dirndl und Lederhosen sehr stolz zur Schule tragen, aber wie enttäuscht war ich? Ich habe bis jetzt gar kein Dirndl oder Lederhosen gesehen. Wie schade, Deutschland! Ich hatte auch Sorge, dass in der Schule sehr viel über Kleidung gesprochen wird. Aber ich war glücklich, dass das überhaupt kein Thema ist. Die Schüler tragen, was sie wollen, und ich finde das toll.
Ich bin sehr eifersüchtig, dass man von der dritte Klasse an Englisch lernt. Das finde ich super! In Irland lernen wir eine Fremdsprache nur am Anfang der Sekundar-Schule. Das heißt, mit dreizehn Jahre. Ich finde es unglaublich, wie gut die Deutschen in Englisch sind, und wie enthusiastisch die Deutschen sind, um Englisch zu lernen. Ich finde es auch super, dass man Latein und/oder Alt-Griechisch lernen kann. Außerdem finde ich Politik auch toll. Wir haben keinen Unterricht wie diesen.
Die Noten sind auch ganz anders in Irland als in Deutschland. Anstatt Zahlen  haben wir Buchstaben. Das heißt A, B, C, D, E, F. Alles unter 40 % ist ein Misserfolg. Jedoch sind die Noten, die deine Lehrer dir geben, nur für die schriftlichen Arbeiten. Das heißt, keine Noten für das, was du in deinem Unterricht gesagt oder gemacht hast. Die mündlichen Noten, die die Schüler in Deutschland bekommen, finde ich ein super Idee. Außerdem bekommen wir keine Noten für Sport, was ich sehr schade finde.
Wie gesagt, um viele Dinge beneide ich die deutschen Schüler, aber wir haben drei Monate Sommerferien in Irland, und ich bin mir sicher, dass viele Schüler und Lehrer uns darum beneiden. Ich finde das auf jeden Fall nicht so schlecht….
Wir haben ein extra Jahr in Irland, nach drei Jahren in der Sekundar-Schule, das es hier in Deutschland gar kein gibt. Es heißt „Transition Year“ und ist ein Jahr, das man wählen kann oder nicht. Während des Jahres kann man praktisch Sachen machen, die es in einem normalen Jahr gar nicht gibt. Und zwar kann man Arbeitserfahrungen sammeln oder neue Fächer ausprobieren oder, wie ich, einen Austausch oder Ähnliches machen. Es gibt keine Prüfungen, aber es gibt trotzdem Unterricht. Dann am Ende des Jahres muss man die Fächer auswählen, die man für das „Leaving Certificate“ (unsere Abitur) machen möchte.
In meiner Schule haben wir außerdem eine Sprechanlage, über die uns die Schulleiterin jede Morgen begrüßt. Sie sagt immer „Guten Morgen“ und berichtet über etwas, das in der Schule passiert ist, oder was für Termine ausstehen. Schade, dass es so etwas hier nicht gibt.
Ich finde die Schule in Deutschland, obwohl es ganz anders ist, sehr gut und ich verstehe jetzt, warum Deutschland als Land so erfolgreich und mächtig ist. Eines Tages werde ich gerne zurückkommen.

Montag, 4. Mai 2015

WG-Anekdoten III


Ein wunderbarer Sommertag. Anna Rzeppa und Sofia Vierling fragten Gerhard Thamm van Balen nach einem bemerkenswerten Erlebnis am WG

Was mir an schönen WG-Erlebnissen in Erinnerung ist? Da weiß ich gar nicht, wo beginnen und wo aufhören. Grund zur Freude gibt es an den WG-Schultagen oft. Und immer sehe ich mich in meiner Überzeugung bestärkt, dass unsere Schule eine wirklich großartige Schülerschaft hat.
Von einem dieser Ereignisse will ich hier berichten.
Im Jahr 2010 feierte das Wilhelm-Gymnasium seinen 125. Geburtstag. Zahlreiche Festveranstaltungen fanden statt. Auch eine Wanderung aller 1000 Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer kreuz und quer durch den Harz war geplant.
Wer Unternehmungen dieser Art auf den 17. August legt, rechnet mit strahlendem Wetter, sonnenbeschienenen Wegen und Wanderpausen auf duftenden Blumenwiesen.
Nun, am 17. August 2010, als die 25 WG-Sonderbusse am Hauptbahnhof gen Süden rollten, war der Braunschweiger Himmel grau. Kaum saßen wir auf unsern Plätzen, fielen die ersten Tropfen. Am Torfhaus dann, als es hieß, das wohlgeheizte Auto zu verlassen, regnete es ohne Unterlass, Nebel zog auf und kalt war es wie im Winter.
Mir war mulmig zumute. Würden die 6. Klassen, bei denen ich mitgefahren war, sich weigern, in dieses „Sauwetter“ hinauszusteigen? Würden sie in schlechter Laune versinken? Würden sie sich in den Regenunterstand flüchten und die aufgeweichten Wege für unpassierbar erklären?
Nichts von alledem! Tatendurstig kletterte die 6b, die 6c und die 6d aus dem Bus, man warf rasch das Regenzeug über, gönnte der Wanderkarte einen Blick („Wo ist denn hier der Brocken?“) und machte sich energisch auf den Weg – so energisch, dass sich mancher Wanderschuh aus dem schlammigen Boden gar nicht so schnell lösen konnte wie der WG-Wanderer wandern wollte.
Auf dem Brocken: die Klassen 6d ...

... 6c und
6b
Auf menschenleeren Wegen zog der Jahrgang 6 des Wilhelm-Gymnasiums, immer wieder von Regenschauern geschüttelt, von kleinen Bächen zu Umwegen gezwungen und von Nebelschwaden umwabert, bester Laune dem Gipfel entgegen – und kam in Rekordzeit dort an.
Auf dem Gipfel dann das unentbehrliche Klassenfoto als Beweis für Eltern und Freunde: 6c, 6d und 6e, flankiert von ihren Lehrern Herrn Miltkau, Herrn Timme und Frau Titze.
In gleichem Galopp folgte der Abstieg. Müde, nass und schlammbespritzt kamen wir am Torfhaus-Parkplatz wieder an.
Was immer sie auf den langen Wegen durch den regenversunkenen Harz zu bereden hatten, in einem waren sich die Sechstklässler völlig einig: Das heute war ein wunderbarer Sommertag!


Fotos: WG-Homepage, 19.08.2010

Sonntag, 3. Mai 2015

Chrisammesse 2015


Ich war dabei! Charleen Horoba über ein großes Ereignis für Jugendliche: die Chrisammesse 2015.

Am 01. April 2015 war die alljährliche Chrisammesse in Hildesheim. Rund 2300 Jugendliche haben den Dom besucht, und es hat sich gelohnt.

Was ist die Chrisammesse?
An diesem Tag werden die Öle geweiht, die im Laufe des Jahres bei der Sakramentenspendung verwendet werden.
Das Öl für die Krankensalbung, mit dem Katechumenenöl werden Taufbewerber gesalbt und das Chrisamöl wird für Taufe, Firmung und bei der Priesterweihe benutzt.

Bevor die Messe begonnen hat, hatten wir noch Gelegenheit, die Stände auf dem Domplatz anzusehen und bei verschiedenen Aktionen mitzumachen. Zum Beispiel gab es ein Polen-Quiz, denn nächstes Jahr ist der Weltjugendtag in Krakau, dort kommt der Papst zu Besuch.
Meine Freundin und ich wollten im Gottesdienst Messdienerinnen sein, deshalb haben wir uns mit den anderen Messdienern getroffen, Dienste eingeteilt und sind die Messe einmal durchgegangen.

Danach gab es eine Stärkung, und anschließend begann die Messe um 18.00 Uhr.

Es war eine sehr lockere Atmosphäre, es gab eine Live-Band, und der Dom war sehr voll. Besonderer Gast war unser Bischof von Hildesheim, Norbert Trelle, der die Öle geweiht hat.
Meine Freundin und ich hatten die Aufgabe, das Katechumenenöl nach oben zum Altar zu tragen. Man musste sich konzentrieren, beim Hochgehen nicht über das Gewand zu stolpern, aber zum Glück ist alles gut gegangen.
Nach der Messe gab es noch als schönen Ausklang Brötchen und Getränke für alle.

Trotz sehr schlechtem Wetter mit Regen, Kälte und Schnee hat die Chrisammesse sehr viel Spaß gemacht und ich würde nächstes Jahr auf jeden Fall wiederkommen.

Eine Fotostrecke gibt es bei der Onlineversion der Kirchenzeitung:



Freitag, 24. April 2015

WG-Anekdoten II

Rätselraten nach WG-Ball. Anna Rzeppa und Sofia Vierling fragten Frau Lüdke nach einem besonderen Erlebnis am WG

Früher gab es am WG einmal im Jahr den Schulball. Alle Schüler von Klasse 5 bis 13, die Eltern und die Lehrer waren dazu in den großen Saal der  Braunschweiger Stadthalle eingeladen. Es wurde getanzt, gefeiert und es gab ein Bühnenprogramm, zu dem traditionell auch eine „Lehrernummer“ gehörte. Meist wurde passend zum Thema (z. B. TraumWGe oder UnterWGs) eine Tanznummer einstudiert, und möglichst viele Lehrer warfen sich in passende Kostüme und gaben alles. Das hat unheimlich viel Spaß gemacht, wir haben wirklich viel gelacht und manchmal waren die Kostüme so gut, dass die Schüler hinterher noch wochenlang gerätselt haben, wer sich hinter welcher Verkleidung versteckt hatte.


2010 tanzten ungefähr 30 Lehrerinnen und Lehrer des WGs auf der großen Bühne der Stadthalle „Macarena“.

Mittwoch, 18. Februar 2015

Die Mensafrauen der Außenstelle


Maoam und Center Shock. Amal El Fakir und Jamila Hamadaqa im Gespräch mit den Mensafrauen der Außenstelle.



Claudia und Petra bei der Arbeit.
Wie heißen Sie?

Petra und Claudia

Haben Sie früher irgendwo anders gearbeitet?

Ja.



Seit wann arbeiten Sie hier?

Wir arbeiten hier schon seit vier Jahren.



Von wem oder wo haben Sie Kochen gelernt?

Wir haben Kochen von unseren Müttern gelernt.



Dürfen wir fragen, wie alt Sie sind?

Claudia: 46.

Petra: 54.



Wie sind Sie darauf gekommen, in der Mensa zu arbeiten?

Unsere Freundin hat uns auf diese Idee gebracht.



Kaufen Sie meistens das Essen oder kochen Sie es selber?

Das Mittagessen kochen wir selber.



Haben Sie sich selber entschieden, ob Sie in der Außenstelle oder im Haupthaus arbeiten?

Nein, in der Außenstelle war es gerade frei und die Chefin hat gesagt, dass wir dahin gehen.



Welches Essen ist am beliebtesten?

Die Käsebrezeln sind am beliebtesten.



Was kaufen die Schüler abgesehen vom Essen am häufigsten?

Maoam und Center Shock kaufen die meisten.



Gibt es manchmal Probleme mit den Schülern?

Nein, zum Glück nicht.



Wie viele Schüler essen bei Ihnen pro Tag?

Beim Mittagessen ca. 50 Kinder.



Welche Arbeiten fallen an, wenn Sie gerade kein Essen ausgeben?

Kochen.



Was gefällt Ihnen an der Arbeit?

Mit Kindern arbeiten.


Donnerstag, 29. Januar 2015

WG-Anekdoten I

Nur acht Zuschauer. Anna Rzeppa und Sofia Vierling fragten Herr Schad nach einem besonderen Erlebnis am WG


„Vor einigen Jahren, als ich noch die Theater-AG der Schule geleitet habe, sollten und wollten wir das bekannte Theaterstück Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare in der Schulaula in einer anderen Stadt aufführen. Wir, immerhin an die 30 Schülerinnen und Schüler und ich als Begleitlehrer, haben also einen Bus gemietet, alle Requisiten, Kostüme und weiteres Material eingeladen und sind in die neue Aula gezogen, wo wir alles in mehreren Stunden ausgepackt, aufgebaut und vorbereitet haben - inklusive der nicht so einfach einzurichtenden Licht- und Tontechnik. Umso erstaunter und überraschter sind wir gewesen, als wir kurz vor dem Beginn der Vorstellung bemerkten, dass sich insgesamt nur acht (!) Zuschauerinnen und Zuschauer eingefunden hatten! Wir haben unsere Inszenierung trotzdem gezeigt und hatten unseren Spaß dabei.“

Freitag, 9. Januar 2015

Einbruch bei der Schülerfirma


Noch keine Verdächtigen. Nelly Brunke und Hanna Lorenz über den Einbruch bei der Schülerfirma

Leider wurde bei der Schülerfirma Geld gestohlen, die Summe beträgt zwischen 170-200 €. Der Diebstahl wurde vor den Herbstferien entdeckt. Das Geld befand sich in einem Spind für den vier Personen einen Schlüssel haben. Der Spind befindet sich vor dem Hausmeisterbüro. Es gibt noch keine Verdächtigen. Der Spind wurde aufgebrochen, wie man an Einbruchsspuren erkennen kann.Die Polizei wurde auch schon einbestellt. Nun wird es eine Anzeige geben.
Einbruchspuren am Schrank.
Außerdem wollen wir euch aufklären über das, was die Schülerfirma macht. Sie stellt Sachen für Schüler/innen dieser Schule her, z.B. Kugelschreiber, Hefte, Schulplaner und noch mehr.

Donnerstag, 8. Januar 2015

Berufsinformationstag 2014


Vielfältige Berufsfelder entdecken. Charleen Horoba über den Berufsinformationstag 2014.

Am 27. September informierten sich die Schülerinnen und Schüler der 10. bis 12. Klassen beim diesjährigen Berufsinformationstag über mögliche berufliche Ziele.
Der BIT begann um 11 Uhr mit einer kleinen Ansprache, in der der Tag kurz erklärt wurde. Danach konnten die Schüler bis 13 Uhr in ihre schon vorher angemeldeten Berufe hineinschnuppern. Bis 14 Uhr durfte man selbstständig durch das Haus gehen und weitere Berufe ansehen. Mit informierenden Gesprächen in kleinen Kreisen konnte man sich ein Bild über seinen vielleicht zukünftigen Beruf machen.
Die Beraterin Fr. Wiersdorff mit interessierten Schülern.
Insgesamt hatte man einen Einblick in 42 verschiedene Berufsfelder: von Medizin über Pädagogik und Politik bis hin zu Mathematik und Verwaltungswesen.
Mit Herrn Thamm van Balen und Herrn Schad habe ich ein Interview zum BIT geführt.
Der Berufsinformationstag, sagten sie, sei eine Veranstaltung des Schulelternrats und der Schule. Er sei eine Idee der Elternschaft und wurde durch den Schulelternrat umgesetzt. Verantwortlich für die Organisation seien Eltern; die Schule biete die Möglichkeit zur Umsetzung an.
Kontaktiert wurden die Berater durch persönliche Ansprache oder über das Internet. Das Erstellen der Liste mit den möglichen Berufen habe sehr viel Arbeit in Anspruch genommen und circa ein Jahr gedauert.
Durch die Verpflichtung der Schule zur Berufsinformation sei der BIT eine Pflichtveranstaltung.
Alle zwei Jahre findet diese Möglichkeit zur Berufsinformation statt.
„Es hat alles ganz gut geklappt“, meinte Herr Schad, „nur haben nicht alle Schüler die Berufe gewählt, für die sie sich vorher angemeldet hatten.“ Man sollte diesen Tag auf jeden Fall ernst nehmen, denn er sei eine gute Möglichkeit, um für seine berufliche Zukunft wichtige Entscheidungen treffen zu können.

Freitag, 5. Dezember 2014

Fabeln zu Vorurteilen

Kraft und Größe sind nicht alles! Fabeln zu Vorurteilen von Bianka Bialek, Jana Dragon und Tom Hommola aus dem Werte-und-Normen-Kurs Jg. 6.

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