Dienstag, 14. März 2017

Fantasy-Autor Greg Walters

WG als Vorbild. Justina Dai und Valea Elß im Gespräch mit dem Fantasy-Autor Greg Walters. Als Bonus: ein Gewinnspiel!

Greg Walters alias ???
Greg Walters wurde 1980 geboren - im selben Jahr wie ein am WG tätiger Lehrer, der ihm zum Verwechseln ähnlich sieht - und begann während seines Studiums, Fantasygeschichten zu schreiben. Sein erster - wie alle anderen unter Pseudonym - veröffentlichter Roman „Die Geheimnisse der Âlaburg“ hat sich mittlerweile mehr als 10.000 mal verkauft und eroberte die Amazon-Bestsellerlisten. Das Buch ist der Beginn einer Fantasyreihe aus vier Büchern, dessen Hauptfigur der junge Zauberer namens Leik ist. Der dritte Teil der Reihe wird im Frühjahr 2017 erscheinen.

Hier der Klappentext des ersten Buches:
Ein Mensch, der von der Magie beherrscht wird, ein Zwerg, der nicht zaubern kann, ein übergewichtiger Zwergelbe, ein hinkender Ork. Sie können die Welt retten – oder vernichten. Leik, 16 Jahre, erlebt einen Winter, der sein ganzes Leben auf den Kopf stellt. Er trifft seine erste Liebe, besucht eine Universität, in der Magie gelehrt wird, und findet zum ersten Mal im Leben Freunde. Aber seine Welt ist dem Untergang geweiht. Nur wenn Leik es schafft, die Farben der Zauberei richtig einzusetzen, kann er sie retten. Denn außer ihm kann niemand auf der Welt alle drei magischen Farben sehen. Das macht ihn außergewöhnlich – und gefährlich ...


Greg Walters' erster Roman.
Gab es eine entscheidende inspirierende Idee oder ein besonderes Ereignis , das sie veranlasst hat, ihr erstes Buch zu verfassen?
Also, ich lese selber ziemlich gerne Jugendbücher, besonders Fantasy, wie etwa Harry Potter oder auch Percy Jackson. Aber immer, wenn ich ein Buch ausgelesen hatte, habe ich mich geärgert, dass es schon zu Ende war. Also beschloss ich, selbst ein Buch zu schreiben.

Warum schreiben sie gerade eine Fantasy-Reihe?
Das kommt eben daher, dass ich selber gerne Fantasy lese. Außerdem würde es mir auch einfach keinen Spaß machen, etwas anderes zu schreiben, obwohl es natürlich vorteilhafter wäre, beispielsweise einen Thriller zu schreiben.

Gab es besondere Inspirationen für ihre Figuren?
Auf jeden Fall, aber meistens habe ich nur für Nebencharaktere besondere Inspiration gehabt. Da gab es zum Beispiel den zwergischen Magister auf der Universität. Bei diesem Charakter habe ich versucht, mir einen typischen jungen Lehrer vorzustellen, der irgendwie cool ist und den Schülern gefallen möchte. Seine Eigenschaft, sein Hemd immer halb aufgeknöpft zu tragen, habe ich von einem Freund von mir abgeschaut.

An der Universität gibt es vier Verbindungen: Glaubensfest, die Verbindung der Menschen, Rischnarr, die Verbindung der Orks, Olsgendur , die Verbindung der Zwerge. Welcher Verbindung würden sie am liebsten angehören?
Nun ja, da ich ein Mensch bin, natürlich zu Glaubensfest. Das Weiße Haus ist natürlich auch toll, aber sie sind eben die Außenseiter an der Uni.

Bei der Beschreibung der Universität fällt auf, dass diese viele Gemeinsamkeiten mit dem WG aufweist. Liege ich in der Vermutung richtig, dass sie sich an dieser Stelle auf unsere Schule bezogen?
Auf jeden Fall! Gerade den Remter habe ich dem WG nachgemacht. Aber gerade diese Ähnlichkeiten machen die Universität so besonders, finde ich. Normalerweise ist vieles aus einem Fantasy-Roman ja eher fiktiv.

Wenn man eine Expedition zum Wald des Arellgebierges in „Die Geheimnisse der Âlaburg“ unternehmen möchte, was sollte man da mitnehmen und was sollte man da am besten anziehen?
Hm ... auf jeden Fall muss man sich ganz schön warm anziehen. Im Winter ist es schließlich sehr sehr kalt. Proviant ist auch super wichtig! Dann noch eine Waffe zum Kämpfen. Ach ja, und ein Reittier darf auch nicht fehlen. Es müsste dann aber vertrauenswürdig sein.

Wird der Name des Protagonisten Leik [leIk] oder Leik [laIk] ausgesprochen?
Ich persönlich spreche den Namen Leik [laIk] aus, finde aber, dass jeder persönlich entscheiden darf, wie man es ausspricht.

Welche Eigenschaft mögen sie an der Hauptfigur „Leik“ besonders gern?
Leik ist sehr mutig und gibt nie auf, außerdem sind ihm enge Freundschaften wichtig, während er überhaupt kein Interesse an kommerziellen Dingen zeigt.

Wer ist ihr persönlicher Lieblingscharakter?
Besonders gern mag ich den besten Freund der Hauptfigur, den Zwerg Morlâ. Er ist so gewitzt! Und ich mag natürlich Leik!

Sie haben im Studium angefangen, Geschichten zu schreiben. Warum ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt?
Im Studium hatte ich viel Zeit. Deswegen habe ich viel gelesen und auch selbst viel geschrieben.

Bringen Sie ihre Bücher manchmal auch im Unterricht mit ein?
Nein, gar nicht. Ich bleibe lieber verdeckt.

Wie schaffen sie es, neben der Tätigkeit als Lehrer noch Romane zu schreiben. Sie müssen in ihrer privaten Zeit doch auch noch Unterricht vorbereiten?
Für mich ist das Schreiben eine Art Hobby. Ich mache das schon seit zehn Jahren, und es hat bis jetzt ganz gut geklappt.

Greg Walters' neuer Titel.
Würden sie ihren Beruf als Lehrer für eine hauptberufliche Autorenkarriere aufgeben?
Eine schwierige Frage! Also zunächst ist das finanziell gar nicht möglich. Und selbst wenn das möglich wäre, dann würde das für mich ein „Muss“ sein, zu schreiben. Ich wäre gezwungen zu schreiben, weil es dann mein Beruf und nicht mein Hobby wäre. Dazu wäre ich natürlich auch abhängig von den Kommentaren im Internet. Aber abgesehen davon, hätte ich gerne mehr Zeit zum Schreiben.

Können sie schon einen Ausblick auf das dritte Buch ihrer Reihe geben?
Das ist schwierig, ohne zu spoilern. Auf jeden Fall wird es dramatischer und es wird sich viel verändern.

Haben Sie vor, noch eine neue Buchreihe anzufangen? Wenn ja, wovon könnte sie handeln?
Ein vierter Teil ist auf jeden Fall in Planung! Ich persönlich könnte mir gut vorstellen, noch eine neue Reihe anzufangen. Es wird wahrscheinlich wieder in die Richtung Jugend-, Fantasybereich gehen. Ich habe sogar schon eine Idee, aber das soll eine Überraschung werden!


Gewinnspiel

Greg Walters stellt uns zwei Exemplare des Buches „Die Geheimnisse der Alaburg“ und einen Überraschungspreis zur Verfügung! Um an der Verlosung teilzunehmen, muss man die folgenden Fragen zu verschiedenen Artikeln unserer Schülerzeitung beantworten und bis zum 30.04.2017 an redaktion.wgtarier@wilhelm-gym.net, Betreff: Gewinnspiel, schicken. Hier sind die Fragen:

- Unter welchem Namen kennt man Greg Walters am WG?
- Wie heißt der letzte Artikel des Jahres 2010?
- Wie viele Fotos hat das Ohne-Worte-Interview mit Frau Gföller?
- Was macht der Klasse 8m1 an Sprachen am meisten Spaß? (Tipp: eine Umfrage aus dem Jahre 2016.)
- Von wem stammt die erste Manga-Zeichnung im Interview mit der Leiterin der Manga-AG?
- Wer hat den Bericht „Kultur im Winter 2017“ geschrieben?





Sonntag, 19. Februar 2017

Jüdisches Museum Braunschweig

Religionsgeschichte hautnah. Justina Dai und Valea Elß über eine Exkursion ins Jüdische Museum Braunschweig.

Thoraschrein.
Synagogenkuppel.
Am 17.01.2017 war der Werte-und-Normen-Kurs in Jg. 9 im Jüdischen Museum an der Ägidienkirche. Eine Mitarbeiterin des Museums, Frau Siemsglüß, die auch unseren Workshop leitete, erklärte uns, dass dies ein Ort sei, an dem das Christentum das Judentum zusammenkämen, denn das Jüdische Museum befindet sich in einem ehmaligen Kloster.

Nachdem wir das Museum betreten und uns nahe der fast komplett erhaltenen Innenausstattung der Synagoge von Hornburg niedergelassen hatten, bekamen wir unsere erste Aufgabe: Wir sollten zu jedem Buchstaben des Wortes „Religion“ einen passenden Ausdruck formulieren. Nach der Auswertung wurden wir in der Ausstellung herumgeführt, durften Fragen stellen und lernten etwas über die Rituale und Feste des Judentums. Außerdem besprachen wir das Thema Judenverfolgung. Dazu erstellten wir ein Schaubild aus mehreren Stichpunkten, die wir unter die drei Hauptaspekte „Ausgrenzung“, „Identität“,und „Emanzipation“ gliederten. Zum Abschluss informierten wir uns in kleinen Gruppen über liberale beziehungsweise orthodoxe Juden und jüdische Einwanderer aus Russland. Wir lasen Texte und sammelten gemeinsam unsere Ergebnisse. Danach war der schöne Ausflug ins Jüdische Museum leider auch schon wieder vorbei.
Werte und Normen Jg. 9
Insgesamt hat es uns sehr gut gefallen, aber die Textarbeit hätte unserer Meinung nach etwas reduziert werden können. Jedoch sind wir uns einig, viel über das Judentum gelernt zu haben, da wir durch die ausgestellte Synagoge und die zahlreichen Ausstellungsstücke dessen Sitten und Bräuche hautnah erlebt haben.
*

Eine Woche später war auch der Werte-Normen-Kurs aus Jg. 6 im Jüdischen Museum, mit einem etwas kürzeren Programm. Hier Eindrücke einiger Schülerinnen und Schüler und Bilder vom Besuch:





Zum Schluss gab es koschere Gummibärchen: mit Fischgelantine.




Werte und Normen Jg. 6.
 



Kultur im Winter 2017

Abwechslungsreiches Programm. Iman Sibai berichtet von Kultur im Winter 2017

In der gut gefüllten Aula im Haupthaus zeigte unser WG auch in diesem Winter, was es kulturell zu bieten hat. Von Musik über Literatur, Kunst bis Theater war für jeden etwas dabei!
Nach einer originellen Einführung der Theater-AG von Frau Tscherwen ging es mit dem abwechslungsreichen Programm so richtig los. Musikalische Stücke auf Klavier, Saxophon, Querflöte und Akkordeon und sogar ein selbstkomponierter Rap wurden präsentiert. Die Sieger des Literatur-Wettbewerbs „Himmel, was hab ich getan!“ lasen ihre Krimis vor (alle Krimis:). Englische Sketche der AG von Frau Schröter wurden vorgeführt und Schüler aus dem 10. Jahrgang zeigten zwei Filme: zum ernsten Thema „Respekt“ und eine „Actionkomödie“ aus dem Kunstunterricht. Außerdem gab es in zwei Klassenräumen weitere Kunstobjekte aus dem Unterricht zu bestaunen.
Ach, übrigens: Die AG Licht- und Tontechnik war auch vertreten. Ohne sie hätten wir alle mit unseren Handytaschenlampen im Dunkeln gesessen und nichts gehört.
Mal wieder war es ein schön gestalteter Abend. Nicht zu lang, nicht zu kurz. Bestimmt wird es im Sommer genauso toll werden!

Interviews

Alexander und Annetin, warum seid ihr hier?
Alexander: Ich wurde gefragt, ob ich hier etwas mit meinem Saxophon vorspielen mag.
Annetin: Ich habe auf der Bühne englische Sketche vorgeführt.

Wie war es für euch, auf der Bühne zu stehen?
Alexander: Eigentlich ist es nichts Besonderes. Ich spiele ja oft und bin es schon gewöhnt. Klar ist man ein wenig aufgeregt, aber das gehört dazu.
Annetin: Am Anfang war ein bisschen peinlich, nachdem ich gesprochen hatte, ging es wieder.

Würdest Du nochmal auftreten wollen und wenn ja, was würdest Du präsentieren?
Alexander: Vielleicht wieder Musik.
Annetin: Nee, mir fällt nichts ein…

*

Frau Schröter, warum sind Sie hier?
Ich führe ja die Leitung der AG „Sketches on Stage“, da muss man natürlich gucken, ob alles glatt läuft. Sonst wäre ich aber auch gekommen, weil es eine schulische Veranstaltung ist.

Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Besonders gut hat mir der Auftakt der Theater-AG des Jahrgangs 5/6 gefallen. Das Stück auf dem Akkordeon fand ich aber auch sehr schön!

Wenn Sie etwas auf der Bühne präsentieren könnten, was wäre das?
Wahrscheinlich etwas mit mehreren Rollen, ich glaube, Theater wäre da am geeignetsten.


Sonntag, 12. Februar 2017

Jugend debattiert 2017

„Sehr sinnvoll“. Mia Angersbach und Sofia Vierling berichten über den Regionalverbundwettbewerb Jugend debattiert.

Qualifikationsdebatte Sek. II
Jugend debattiert ist ein Bundeswettbewerb, wo Schüler unterschiedlicher Schulen Stellung zu einem bestimmten Thema nehmen. In diesem Jahr wurde diese Themen debattiert:


Es gibt immer zwei Schüler, die jeweils dafür oder dagegen argumentieren und ihre Meinung einbringen. Außerdem gibt es eine Jury, die aus drei Juroren plus Zeitnehmer bestehen. Diese hören sich die 24 Minuten dauernde Debatte an und bewerten
  • Sachkenntnis,
  • Ausdrucksvermögen,
  • Gesprächsfähigkeit
  • und Überzeugungskraft.

Im Wettbewerbsbüro werden die Punkte gezählt.
Am 16. Januar fand am Wilhelm-Gymnasium der Regionalverbundwettbewerb 2017 statt. Wir waren dabei und haben einige Debattierenden interviewt.

Frederick, 14, Hoffmann-von-Fallersleben-Schule
Lorma, 13, Henriette-Breymann-Gesamtschule Wolfenbüttel
Julian, 18, Ludwig-Erhard-Schule Salzgitter


Wie bist du auf die Idee gekommen, hier teilzunehmen?
Frederick: Kein anderer wollte teilnehmen und mir macht so etwas Spaß.
Lorma: Ich wurde gefragt und es wurde mir empfohlen.
Julian: Lehrer haben es mir vorgeschlagen.


Was nimmst du mit?
Frederick: Erfahrung im Vorsprechen und die Art, zu formulieren.
Lorma: Kampfgeist und gute Redekünste.
Julian: Besser debatieren können und sich besser unterhalten können.

Wie lange debattierst du schon?
Frederick: Ich debattiere erst seit einem Monat.
Lorma: Seit dem 05.01.2017.
Julian: Seit zwei Wochen.

Wie fandest du die Themen?
Frederick: Ich fand sie angemessen.
Lorma: Nicht so gut.
Julian: Gut, da sie nah an der Realität waren.

Zu welchem Thema konntest du am besten Stellung nehmen?
Frederick: Das war das Thema „Sollen im Deutsch-Unterricht regelmäßig längere Gedichte auswendig gelernt werden?
Lorma: Sollen im Deutsch-Unterricht regelmäßig längere Gedichte auswendig gelernt werden?“ Da man nicht so viel Sachkenntnis benötigt
Julian: „Sollen die Zeiten, zu denen öffentliche Schwimmbäder ausschließlich Frauen offenstehen, ausgeweitet werden?“

Wie hast du dich vorbereitet?
Frederick: Ich habe recherchiert und mir wichtige Informationen notiert.
Lorma: Wir haben gute Argumente aufgeschrieben und in Gruppenarbeit gearbeitet.
Julian: Ich habe recherchiert und wir haben in Teamarbeit gearbeitet.

Wie findest du das Projekt?
Frederick: Es ist sehr gut und sollte gefördert werden.
Lorma: Sehr cool.
Julian: Sehr sinnvoll.

Wie hast du dich dabei gefühlt?
Frederick: Ich war sehr nervös.
Lorma: Ich war sehr aufgeregt.
Julian: Nervös, sicher und souverän.

Die Finalteilnehmer. Laurin Mayer (Sek. I, oben, 2. v. l.)  und Felicia Caplan (Sek. II, unten, 1. v. l.) vom WG haben sich für den Landeswettbewerb qualifiziert.








Fotos: Kuttig
Weitere Informationen zum Wettbewerb Jugend debattiert.


Donnerstag, 19. Januar 2017

Weihnachtsterne fürs Altenheim

Freude machen! Jan-Marten Kleine-Besten berichtet von der Weihnachtsaktion des katholischen Religionskurses in Jg. 6 für das Altenheim St.Thomaehof

Religionskurs, katholisch, Jg. 6

Alles fing vor ein paar Wochen in einer Unterrichtsstunde des katholischen-Religionskurses des 6. Jahrgangs bei Frau Schultalbers an. Wir überlegten uns, was wir Weihnachtliches gestalten könnten. Es gab viele gute Ideen, z. B. dass wir alle einen Teil der Weihnachtsgeschichte auf ein Blatt abschreiben und dann bunt verzieren und am Ende die ganze Geschichte im Weihnachtsgottesdienst aufhängen könnten. Nach vielen Diskussionen gewann am Ende die Idee, etwas Gebasteltes für ein Altenheim zu gestalten. Aber es stellten sich trotzdem noch einige Fragen, z. B. was basteln wir genau? An welches Altenheim übergeben wir die Geschenke? Wie wollen wir den Bewohnern des Altenheims die Geschenke überreichen? Nach einer Woche waren auch diese Fragen geklärt. Es hatte die Idee gewonnen, dass wir einen Stern aus Holz verzieren und einen kleinen selbst erdachten Weihnachtstext anhängen.
Jetzt legten wir mit voller Energie mit dem Gestalten los! Als Erstes waren die kleinen Texte dran. Der ganze Kurs bekam von unserer Lehrerin Frau Schultalbers die Hausaufgabe auf, sich einen Text auszudenken. In der nächsten Stunde bekamen wir einen kleinen Bogen, auf dem weihnachtliche Symbole gedruckt waren und sich ein freier Platz für den selbst erdachten Text befand. Alle schrieben fleißig mit viel Freude und Fantasie. Für das Verzieren der Holzsterne nutzten wir verschiedene Materialien, z. B. Aufkleber, Perlen und Farbstifte. Es entstanden richtig kleine Kunstwerke, über die wir teilweise selbst überrascht waren. Die Sterne mit den angehängten Texten sahen toll aus!
Petros Tatsis verteilt die Sterne.
Petros Tatsis aus unserem Religionskurs überbrachte an einem Samstag im Advent die Sterne im Altenheim der Stiftung St. Thomaehof in Braunschweig. Petros berichtete uns, dass sich die Bewohner sehr über unsere Stern gefreut haben, wie Ihr auf den Fotos sehen könnt. Durch diese Idee haben wir eine gute Zeit in unserem Religionskurs verbracht und konnten anderen Menschen eine Freude machen.

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Seenotretter

Spektakuläre Aufgaben auf den deutschen Meeren. Ein Bericht zu den Seenotrettern von Jan-Marten Kleine-Besten

Als ich im Jahr 2012 das erste Mal einen Seenotrettungskreuzer gesehen und besichtigt habe, war mir noch nicht klar, dass mein Interesse heute so groß sein würde.
Bestimmt wart ihr schon einmal alle Tretbootfahren, entweder auf einem Fluss oder einem See oder vielleicht sogar an einem Strand. Daher kennt ihr alle das Gefühl, auf einem Schiff auf dem Wasser zu sein. Bei eurer Fahrt ging bestimmt alles gut. Aber stellt euch einmal vor, ihr seid auf einem viel größeren Schiff und fahrt auf dem Meer herum, weit vom Strand entfernt. Dann kann euch keiner vom Ufer mal eben so retten. Vielleicht habt ihr noch das Pech, dass euer Schiff untergeht und ihr hilflos im Wasser treibt. Bei solchen Notfällen, aber auch bei anderen Hilfeleistungen, wie z.B. ein Schiff mit einem Motorschaden abschleppen, kommen die deutschen Seenotretter und retten einen aus der Gefahr. Seit dem Jahr 1865 machen sie das an Nord- und Ostsee, in den Anfangsjahren noch mit offenen Ruderbooten, wo die Retter zum Unglücksort ruderten und der See ausgesetzt waren. Später dann in moderneren geschlossenen Rettungsbooten und heute in modernen Seenotrettungskreuzer mit kleinem Tochterboot (Beiboot) oder den modernen Seenotrettungsbooten. Die meisten der 980 Seenotretter arbeiten freiwillig, und alle 54 Stationen werden auf Spendenbasis finanziert, das heißt, dass jeder Bürger einen Geldbetrag an die Seenotretter spenden kann, und nur dadurch werden sie dann auch finanziert.
Für einige Details habe ich den Vormann (Kapitän) des Seeotrettungskreuzers Pidder Lüng, der auf Sylt stationiert ist, befragt.

Search and Rescue: die Pidder Lüng, Station List/Sylt, im Einsatz
Wie heißen sie?
Christian Koprek, 2. Vormann der Station List auf Sylt auf dem Seenotrettungskreuzer Pidder Lüng.

Seit wann sind Sie Seenotretter?
Seit dem 15.03.2013.

Was und wann war ihr letzter Einsatz?
Der letzte Einsatz war vor drei Wochen (Stand 31.10.16), ein vermisster Kite-Surfer vor Wenningstedt/Sylt Westseite.

Welche Geschichte hat Ihre Station?
1882 wurde die Station gegründet.

Wieso machen Sie bei den Seenotrettern mit?
Überzeugung, Stolz und Ehrgeiz, zu helfen.

Kommandobrücke (innen) der Pidder Lüng
Wie sieht Ihr Alltag als Seenotretter aus?
Der Regeltag beginnt um 06:30 Uhr mit Aufstehen, Kaffee kochen, Dienstbesprechung und Planung für den Tag (Übungen, Kontrollfahrten, Wartung, Pflege usw.). Einer darf Mittagessen kochen, danach ist Ruhe im Schiff bis 14:45 Uhr zum Kaffee. Anschließend gibt es noch Tätigkeiten an Bord oder im Stationsgebäude bis ca. 18:00 Uhr, um 18:45 gibt es Abendbrot, oder man nutzt die Zeit vom Abend noch für Sport usw. Gegen 23 Uhr gehen wir in der Regel schlafen. Jede Schlafkammer ist mit UKW-Seefunk ausgestattet sowie Telefon und Betriebsfunk, wir hören 24 Std. am Tag den Funk ab und sind stets einsatzbereit.

Kommandobrücke (außen)
Wieso fasziniert Sie so das Wasser (Meer)?
Die Weite, die Ruhe, aber auch das Unbeständige, der Sturm, der Wind, die Tiere, die Wellen. Ich habe mit 16 Jahren meine Ausbildung als Fischwirt begonnen und bin der See treu geblieben.

Wie ist Ihre Crew aufgebaut?
Im Idealfall zwei Techniker für die Maschinenanlage und ein Nautiker, d. h. ein Vormann, der fährt und die Führung hat, die beiden Techniker erledigen an Deck ihre Arbeiten und in der Maschine. Dazu kommt mit Glück noch ein freiwilliges Mitglied, welches seine Freizeit für den Dienst der Seenotrettung zur Verfügung stellt.



Wo wohnen Sie, wenn Sie Dienst haben?
Wir haben direkt zum Abgang Hafen ein Stationsgebäude, in dem wir 15 Tage wohnen wärend unserer Dienstzeit.

Wie groß ist Ihr Einsatzgebiet?
40 km nördlich List, 50 km südlich List, das gesamte Wattengebiet nördlich vom Hindenburgdamm und natürlich die gesamte Westseite Sylts, da gibt es keine Grenze, wir waren schon zu Einsätzen 120 km westlich in der Nordsee.

Maschinenraum der Pidder Lüng
Nennen Sie bitte ein paar Fakten zu Ihrem Arbeitsgerät?
Der Kreuzer Pidder Lüng gehört zu der sogenannten 20 m Klasse. Drei Mann Besatzung, 24 Std., 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. 22,5 Knoten (ca. 42 km/h) schnell, 1634 PS stark, 330 Liter Diesel-Verbrauch pro Std. Vollgas. 7500 Liter Tankvolumen für Diesel. Das Arbeitsboot Michel, ein RIB (Reinforced Inflatable Boat) der Firma MST, ist 4,8 m lang 2,2 m breit und wird mit einem Jet angetrieben, der das Boot mit 160 PS auf eine Geschwindigkeit von 32 Kn bringt (ca. 60 Km/h).


Was war Ihr spektakulärster Einsatz?
Das war in der Nacht zum 04.09.2008. Die Suche nach der Kadettin J. Böken, die damals von dem Segelschulschiff Gorch Fock gestürzt und ums Leben gekommen ist. (Im Netz ist viel darüber zu finden).

Gab es einen Einsatz, an denen Sie keine guten Erinnerungen haben?
Ja, und viele, die diese Frage stellen, erhoffen sich nun einen dramatischen Einsatz. Jedoch das Schlimmste in den fast 14 Jahren Seenotrettung, die ich nun betreibe, war auf der Station Büsum. Unser Kreuzer, die Hans Hackmack, war zur Routinekontrolle in der Werft, und wir haben einen Reserve-Kreuzer auf Station bekommen, die Hannes Glogner. An meinen zweiten Diensttag beim Frühstück fehlte mein Kollege von der Station, er war noch in seiner Kammer und schlief wohl, nach Klopfen und weiteren Weckversuchen durch Rufen usw. gab es keine Reaktion. Ich öffnete dann seine Kammertür um ihn zu wecken, doch er lag leblos in seiner Koje. Sofortige Reanimation der Besatzung und das Rufen von Notarzt und Rettungssanitätern änderten nichts an dem Zustand. Wir haben ihn nach gut zwei Std. mit den Füßen zuerst von Bord getragen und ihn auf seine letzte Reise geschickt.


Beiboot eines größeren Kreuzers: die Notarius (Sassnitz/Rügen).
Beispieleinsatz, 30.07.2013: Seenotretter bringen fünf Kinder von abtreibenden Tretbooten in Sicherheit
Fünf Kinder unter zwölf Jahren haben die freiwilligen Seenotretter der Station Travemünde heute, Dienstag, den 30. Juli 2013, aus der Lübecker Bucht gerettet.
Die drei Mädchen und zwei Jungen waren mit zwei Tretbooten von einem örtlichen Tretbootverleih zunächst in Strandnähe vor Travemünde unterwegs gewesen. Aufgrund starker ablandiger Winde und Strömung bewegten sich die kleinen Boote trotz aller Bemühungen der Kinder, wieder Richtung Strand zu gelangen, immer weiter aufs offene Wasser und in die Nähe des Schifffahrtsweges.
Bemerkt wurde die gefährliche Lage von einem Segler, der sich bei den Seenotrettern bemerkbar machte. Die Besatzung des Seenotrettungsbootes HANS INGWERSEN/Station Travemünde der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) war zu dieser Zeit noch in einem anderen Einsatz. Sie hatte die zweiköpfige Besatzung eines entmasteten Tornados (Sportkatamarans) gerettet und am Mövenstein bei Travemünde an Land gebracht. Der beobachtende Segler machte im Vorbeisegeln durch deutliche Handzeichen in Richtung See auf die Lage aufmerksam.
Die Seenotretter sichteten die kleinen blauen Tretboote nach kurzer Zeit in etwa 700 Metern Entfernung vom Strand und fanden die Kinder bei ihrem Eintreffen in Panik vor. Sie übernahmen die fünf Mädchen und Jungen an Bord und wärmten sie mit Decken. Mit dem Seenotrettungsboot wurden sie in kürzester Zeit an Land gebracht. Die Kinder gehörten zu einer Jugendgruppe aus Lüneburg. Ihr Betreuer nahm die Kinder an Land in Empfang.
Bei dem herrschenden Südwestwind mit sechs Beaufort (bis 49 km/h) läuft in der Lübecker Bucht eine starke Strömung, gegen die weder Schwimmer noch Tretboote ankommen. „Die Kinder haben großes Glück gehabt“, sagte Horst-Dieter Eder, der seit 31 Jahren bei der DGzRS ist und als Vormann die Freiwilligen-Station in Travemünde leitet. „Mit den kleinen blauen Booten wären sie in kürzester Zeit vom Strand nicht mehr zu sehen gewesen. Wir waren zur rechten Zeit am rechten Ort.“ Dank gilt auch dem aufmerksamen Segler, der die Kinder in ihrer Notlage bemerkt hat.

Quelle: https://www.seenotretter.de/aktuelles/seenotfaelle/ansicht/news/seenotretter-bringen-fuenf-kinder-von-abtreibenden-tretbooten-in-sicherheit/

Bilder: www.seennotretter.de, privat.



Dienstag, 13. Dezember 2016

Ohne Worte: Frau Gföller


Jessica Gföller, geboren am 3. Oktober 1988 in Braunschweig, Fächer Biologie und Mathematik. Ihr Abitur: 2008 am Helmstedter Gymnasium Bötschenberg. Ihre erste Stelle nach dem Referendariat am WG: ab Februar 2017 am Gymnasium Bötschenberg. Sieht rund aus, lief aber nicht immer rund, anfangs jedenfalls nicht. Sieben Umzüge allein während der Grundschulzeit, danach die Realschule, ab der 11. Klasse der Wechsel aufs Gymnasium. Mit 18 zog sie von zuhause aus. „Ich kam nur langsam in das System rein“, sagt sie.
Das Gymnasium war zunächst irritierend. Auf der Realschule stand in Formeln y =. Die neuen Mathelehrer schrieben f(x) =. Auf der Realschule bestanden Englisch-Klassenarbeiten darin, Fragen zu beantworten. Jetzt sollte sie plötzlich Texte schreiben. Aber es ging, auch wenn sie nach eigenem Bekunden „nicht die fleißigste“ war. Damit hielt Jessica Gföller auch im Vorgespräch an ihrer alten-neuen Schule nicht hinterm Berg. Der Direktor, der sie von früher kannte, sagte nur trocken: „So hatten wir dich auch in Erinnerung.“ Trotzdem wurde sie eingestellt, weil die Einstellung jetzt stimmte. Man sieht: Schule ist eine Sache. Menschen ändern sich.
In ihrer Freizeit macht Jessica Gföller gerne Fitness. Urlaub war zuletzt nicht so oft drin. Ein Traum von ihr: einmal nach Australien und dort mit Krokodilen schwimmen! Viel Spaß dabei.


Wie würden Sie reagieren, wenn die ganze Klasse eine Eins in der Arbeit hätte?
Ihr Blick, wenn Sie Latein unterrichten müssten?
Wie würden Sie gucken, wenn Sie eine Million Euro gewinnen würden?
Stellen Sie sich vor, Sie wären Bundeskanzlerin!
Ihr Samstagabend-Ausgehblick?


Ihre Reaktion auf einen Schülerstreich?
Stellen Sie sich vor, Sie wären in der Vergangenheit gefangen!
Welchen Beruf würden sie ausüben,wenn Sie keine Lehrerin sein dürften?



















Fragen: Mia Angersbach und Sofia Vierling, Fotos: Redaktion.


Sonntag, 11. Dezember 2016

Umfrage: Fremdsprachen

Viele sind zufrieden. Eine Umfrage zu Fremdsprachen in einer mathematisch-naturwissenschaftlichen und einer Sprachklasse in Jahrgang 8 mit erwartbaren und überraschenden Ergebnissen. Von Justina Dai und Valea Elß.


- die Profilwahl scheint insgesamt zu passen
- aber: deutlich mehr Zufriedenheit mit der eigenen Wahl in der Sprachklasse
- fast ausgeglichene Vorliebe für Sprachen und Naturwissenschaften im S-Profil
- Latein erscheint insgesamt schwierig, besonders aber der Sprachklasse
- Sprechen und Lesen von Sprachen sind weit vorne; Grammatik ist unbeliebt



Welche Fremdsprachen lernst du?

8m1.

8s1.

Bist du zufrieden mit deiner Wahl?

8m1.

 8s1.

Welche Fremdsprache findest du am schwierigsten?8m1.
8s1.

Was magst du lieber: mathematisch-naturwissenschaftliche oder sprachliche Fächer?

8m1.

8s1.


Was macht dir an Sprachen am meisten Spaß?

8m1.

8s1.




















Was ist deiner Meinung nach das Beste an Sprachen?

… sie im Urlaub oder auf einem Schüleraustausch anwenden zu können.
… sich besser im Ausland verständigen zu können.
… sich mit Menschen anderer Länder verständigen zu können.
… Dialoge zu schreiben.
… Medizin studieren zu können.
… eine neue Kultur kennen zu lernen.
… Jobs im Ausland annehmen zu können.
… neue Kommunikationsmöglichkeiten zu haben.
… der Spaß beim Sprechen.
… Einblicke in andere Sprachen zu bekommen.
… die Horizonterweiterung.