Montag, 25. Juni 2018

Attraktivste Lehrer: Umfrage-Ergebnis

Wer sind die attraktivsten Lehrer der Schule? Hier das Voting von mehr als 100 Befragten.

Attraktivster Lehrer: Herr Tegebauer.
Attraktivste Lehrerin: Frau Schröter.

Interviews folgen.

WG-Geschichten X

Schule ist nicht alles. Unser Autor im Urlaub.
Macht. Ron Gerstmann über eine imposante Stunde seiner Schulzeit
„Ich hatte damals einen Religions- und Geschichtslehrer, der sehr, sehr streng und dafür auch berüchtigt war. Diesen Lehrer hatte ich durchgehend von Klasse 7 bis 11 immer in irgendwelchen Kursen. Eines Tages hatten wir ihn sogar in einer Vertretungsstunde. Er kam rein, knallte wie gewohnt seine Tasche auf den Tisch und stellte sich vor die Klasse. Wir erhoben uns alle, um ihn zu begrüßen, und setzen uns wieder. Er verharrte regungslos. Nach 3-4 Minuten sprach er: „Die heutige Stunde füllen wir mit der Thematik „Macht“. Dabei dachten wir uns erstmal nicht viel und arbeiteten mehr oder weniger begeistert mehrere Aspekte aus einem kurzen Text heraus und trugen die Ergebnisse in einem Tafelbild zusammen. Anschließend gab er uns noch einen kleinen Exkurs zu mächtigen Symbolen z. B. der Tempelritter, von Landeswappen oder auch Alltagssymbolen. Man kann sich vorstellen, wie unglaublich spannend das für eine damals 9. Klasse war. Mein Sitznachbar sackte während der 45 Minuten immer weiter auf seinem Stuhl zusammen und arbeitete so gut wie gar nicht mit. Fünf Minuten vor Stundenende stellte sich der Lehrer wieder vor die Klasse und verharrte dort. Wir wunderten uns schon alle, was das denn nun wieder solle. Zwei Minuten vor dem Klingeln schrie er plötzlich in einer immensen Lautstärke den Namen meines Sitznachbarn, der sich in Windeseile kerzengerade auf seinem Stuhl aufrichtete, hochrot im Gesicht anlief und für einen Moment nicht so recht wusste, wie ihm geschah. Dann beendete der Lehrer die Stunde mit sanfter Stimme und sagte: „DAS war Macht! Sobald ich eure Namen kenne, habe ich Macht über euch! Geht also sorgfältig damit um und überlegt, wen ihr in diese Privatsphäre hineinlasst. Einen schönen Tag wünsche ich euch!“ Wir blieben wie angewurzelt sitzen und er verließ den Raum: „Boaaa, krass! Was für eine Aktion!“ Erst heute kann ich das richtig einschätzen und muss sagen: Es war einer meiner imposantesten Stunden, in denen ich viel fürs Leben gelernt habe.“


Herr Gerstmann

Vale, magister Gerstmann! oder Wie ich Ihren Lateinunterricht finde. Von Iman Sibai

 „Schreib besser nicht so viel über deine Mitschüler, Iman. Schreib doch mal ... wie du den Lateinunterricht findest!“
Okay, Herr Gerstmann, so eine Einladung bekommt man nicht jeden Tag. Ich würde zwar gerne über so manch anderen Unterricht schreiben, aber als erfahrene Frühlateinerin einen Artikel über den Lateinunterricht bei unserem frischgebackenen Lehrer Herrn Gerstmann zu verfassen, ist schon mal ein guter Anfang.
Herr Gerstmann begleitete Frau Globig als Referendar und übernahm uns dann in der achten Klasse, als Frau Globig sich um ihre Familie kümmern musste.
Viel änderte sich erstmal nicht: immer noch immer mehr Vokabeln reinziehen, Deklinationen und Fälle lernen, mehr oder weniger alberne Eselsbrücken bauen – und der wöchentliche Vokabeltest. Immerhin gab es einen Neulingsbonus: Herr Gerstmann zog uns keine Punkte ab, wenn wir im Vokabeltest nur eine von zig möglichen Übersetzungen hinschrieben.
Und obwohl er uns schon eine Weile kannte, konnte sich Herr Gerstmann einfach nicht unsere 25 Vornamen merken.
„So, Iman, jetzt sag mir mal, wer ist denn nun Moritz und wer ist Jonas?“ Ich flüsterte zurück: „Moritz ist der mit dem Armband, auf dem ‚Moritz‘ steht, und Jonas ist der andere.“ Natürlich verwechselte der König der Eselsbrücken die beiden auch weiterhin. Wie um Himmels Willen merkt er sich die ganzen q-Wörter?!
Herr Gerstmann führte Tablet und Beamer ein und brachte so etwas frischen Wind und moderne Technik in unsere Alte Sprache. Sogar die Licht- und Tontechnikbegeisterten hatten manchmal ihre Probleme damit. Aber Herr Gerstmann riss sich immer zusammen, wenn wir mal etwas Blödes sagten. Nach kurzem, fassungslosem Herumfuchteln, öffnete er die Klassentür, atmete tief ein und aus und schloss die Tür wieder. Manchmal stieß er sich auch den Kopf an der Tafel kaputt (Achtung: Eselsbrücke!), zumindest andeutungsweise. Aber wir warteten dann schuldbewusst und geduldig, bis er sich dios mío murmelnd wieder beruhigte.
Für seine Lehrerprüfung bat er uns alle – einige ganz besonders – inständig, uns zu benehmen. Er versprach uns sicherheitshalber sogar ein Eis. Wir haben uns selten so gut benommen. Sehr vorbildlich verhalten hat sich sogar – ach ja, ich soll ja „besser NICHT über meine Mitschüler schreiben“. Für jenen hier nicht Genannten gab es jedenfalls einen zutiefst dankbaren High Five von Herrn Gerstmann!
Das Erbe von Herrn Schad und Frau Globig anzutreten, war sicher nicht einfach.
Aber: Optime, Magister Gerstmann! Der Unterricht war immer lustig, lehrreich, sehr gut strukturiert und ganz und gar nicht öde und verstaubt – wir lassen Sie ungern gehen.
Wir wünschen Ihnen, dass die Papenburger Werftsarbeiterkinder genau so nett sind wie wir.
Danke und alles Gute von Ihrer „8a“!


1 vale!: lat. lebe wohl!
2 magister: lat. Lehrer
3 caput: lat. Kopf
4 dios mío!: span. mein Gott! (Herr Gerstmann unterrichtet auch Spanisch)
5 optime!: lat. hervorragend!




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Samstag, 23. Juni 2018

App-Test: Sprachenlernen



Folge 8: Wlingua

Unsere Bewertung: 5 Sterne (von 5)


Kosten: Der Basiszugang dieser App enthält keine Kosten. Wie bei vielen anderen Apps auch gibt es eine kostenpflichtige Version, welche wir sieben Tage lang testen konnten. Die Vorteile der Premiumversion gegenüber der Basisversion sind in der Tabelle (siehe Bild) aufgelistet.

Korrektheit (geschätzt): 90%

Sprachen: Englisch

Funktionen:
  • Lernen von Vokabeln und Satzstrukturen durch Hörverstehen 
  • Aussprache anhören möglich (sowohl mit amerikanischem, als auch mit britischem Akzent) 
  • Einstufungstest, anschließende Einordnung zu einem bestimmten Niveau (anschließende Änderung sowie eigene Einordnung in ein Niveau ebenfalls möglich) 
  • Fortschrittsbericht mit Statistiken 
  • Medaillensammlung 
  • Urkundensammlung 
  • Ratgeber-Bibliothek 
  • Urlaubsmodus für den Premiumzugang 
  • Feedback-Möglichkeit 
  • Basis – sowie weiterführende Themen (z. B False Friends) 
  • Grammatische Einheiten 
  • Useful Phrases 
  • Anzeige des Erfolgs in Sternen 
  • Empfehlungen für weiterführende Apps auf Grundlage des Lernstands 
  • Bilder zum Veranschaulichen 
  • Interessante Hintergrundinformationen 
  • Verlängerung des kostenlosen Premiumzugangs durch Sammeln von Sternen 
  • Informationen zur Sprache 
  • Zahlreiche Beispiele 
  • Nur mit Wlan nutzbar 


Aufgaben

  • Satzglieder durch Anhören in die richtige Reihenfolge bringen 
  • Antippen der richtigen Übersetzung 
  • Zuordnen des Wortes zur Übersetzung 


Unsere Bewertung: Eine der besten Apps für Schüler, die ihre Englischkenntnisse auffrischen und verbessern wollen. Durch den Einstufungstest zu Beginn kann man direkt mit Übungen auf dem persönlichen Niveau beginnen. Auf diese Weise fällt es leicht, sich nicht nur im Wortschatz, sondern auch in der Grammatik, der Wortwahl und der sprachlichen Vielfalt zu verbessern. Das alles bietet die App mithilfe zahlreicher Informationen zur englischen Sprache und passenden Ergänzungen zu den Übungen. Besonders auffallend ist die Aussprache, welche man bei jeder einzelnen Vokabel und bei den Übungen sogar in Amerikanisch und Britisch anhören kann. Die App analysiert außerdem den persönlichen Lernfortschritt und empfiehlt bei Bedarf eine weitere App, die auf das Niveau des Nutzers angepasst ist. Der Premiumzugang, den man in der ersten Woche gratis nutzen darf, lässt sich durch eine sehr gut absolvierte Übung verlängern. Insgesamt erhält man durch „Wlingua“ einen guten Überblick über den eigenen Lernstand und kann diesen durch den weiterführenden Wortschatz verbessern. Wer die App täglich nutzt, kann seine Kompetenzen im Fach Englisch schnell verbessern. Eine perfekte Ergänzung und Hilfestellung zum regulären Schulunterricht.


Test-Team: Justina Dai, Adrian Elß, Valea Elß



Freitag, 1. Juni 2018

App-Test: Sprachenlernen




Folge 8: 50 Languages

Unsere Bewertung:

0,5 Sterne (von 5)

Kosten: Keine, es gibt jedoch eine kostenpflichtige Version, die allerdings nicht lohnenswert ist, da sie lediglich für werbefreies Lernen sorgt

Korrektheit (geschätzt): ca. 75%




Sprachen: Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Türkisch, Russisch, Chinesisch, Arabisch, Japanisch und viele mehr. 

Funktionen
  • verschiedene Lektionen mit Grundvokabular 
  • Möglichkeit zur Wiederholung der bereits gelernten Vokabeln 
  • Aussprache anhören möglich 
  • Speichern des Erfolges möglich 
  • mehrere Sprachen gleichzeitig lernen möglich 
  • Ohne Wlan nutzbar 
  • Unbegrenzte Nutzung aller Lektionen 
  • Anzeige, ob Lektionen bereits erlernt wurden mithilfe von Sternen 
  • Downloads für zweisprachige Audiodateien 
  • Vokabelspiele 
  • Sprach- und Geografiespiele 
  • Übersetzer 
  • Erstellen eines Lernplans möglich 
  • Tests 
  • Notfall-Telefonnummern 
  • Bilder zum Veranschaulichen 
  • Wortlisten und Karteikarten 


Aufgaben
  • Übersetzung schreiben 
  • Wörter in Sätze einordnen 
  • Antippen der richtigen Übersetzung 


Unsere Bewertung:
Wie bei den Funktionen (siehe oben) erkennbar, ist die App sehr vielfältig und bietet Tests und Vokabelsammlungen, Spiele und vieles mehr. Dabei bezieht sie sich nur auf Grundsätzliches wie das Alphabet, die Zahlen, Familie und Gefühle. Weiterführende Themen bietet „50 languages“ nicht. Funktionen wie ein Lernplan oder Wortlisten klingen zwar erfolgversprechend, sind jedoch nicht zielführend, da sie meistens zu Internetseiten weiterleiten, die Tests eingeschlossen. Auch die Vokabelspiele sind weder besonders hochwertig gestaltet noch motivieren sie zum Lernen. Ein Lernfortschritt wird durch diese App nicht wirklich erreicht, zumal diese durch ihren komplexen Aufbau und die schlechte Gestaltung nicht zum Lernen motiviert. Grammatikstrukturen und Aussprache werden nicht geschult. Der meiste Nutzen lässt sich aus den nach Themen geordneten Vokabellisten ziehen. Für Schüler/innen, die sich in bereits erlernten Sprachen verbessern möchten, ist „50 languages“ nicht geeignet.

Unser Fazit: Die App ist nicht wirklich empfehlenswert, es sei denn, man benötigt eine Übersicht über Vokabeln zu grundsätzlichen Bereichen.


Test-Team: Justina Dai, Adrian Elß, Valea Elß



Diabetes

Kein Insulin = zu viel Zucker im Blut. Hannah Bolm berichtet über Diabetes

Wahrscheinlich kennen einige diese Krankheit. Aber habt ihr euch jemals gefragt, wie es wäre, wenn ihr damit leben müsstet? Wenn ihr euch jeden Tag in den Finger piken müsstet, um den Blutzucker zu messen, oder nur das essen dürftet, was ihr essen sollt? Auf dem ersten Blick scheint diese Krankheit vielleicht harmlos, aber ein Diabetiker muss sich in vielen Hinsichten überwinden.
„Meine Mutter spritzt mich. Ich traue mich nicht“, sagte mir meine Freundin Alice (Diabetikerin, elf Jahre) im Gespräch. „Manchmal tut das Spritzen weh, manchmal aber auch nicht.“
Diabetes ist eine Krankheit, bei der die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produzieren kann. Insulin ist eine von der Bauchspeicheldrüse produzierte Flüssigkeit, die dazu dient, dass der Zucker im Blut schnell in die Muskeln gelangt. Das bedeutet, dass der Zucker nicht zu lange im Blut bleibt. Bei Diabetes kann man sich vorstellen, was passiert: Kein Insulin = zu viel Zucker im Blut. Damit das nicht passiert, kann man sich heutzutage Insulin spritzen.
Blutzuckermessgerät mit Sensor.
Um zu wissen, wie viel Zucker gerade im Blut ist, gibt es das Blutzuckermessgerät. Mit dem Zuckermessgerät pikst man sich in den Finger. Aber es gibt auch einfachere Methoden. Zum Beispiel muss man sich mit dem Freestyle Libre nicht andauernd piksen, sondern nur einmal, um den Sensor am Oberarm zu befestigen. Dann kann man auf dem dazugehörigen Bildschirm eingeben, dass man Zucker messen möchte, und der Freestyle Libre macht es automatisch.
Es gibt Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2. Diabetes Typ 1 ist vererbbar . Das heißt, wenn einer deiner Eltern oder Großeltern Diabetes hat oder hatte, kannst du es auch bekommen. Andere Ursachen sind den Ärzten noch nicht ganz bekannt.
Bei Diabetes Typ 2 reicht es, seinen Zucker zu messen und sich korrekt zu ernähren, mit viel Gemüse und gesundem Essen, z. B. wenig Süßigkeiten und Cola. Und für Diabetiker mit Typ 1, dass man z. B. keine Cornflakes isst und generell keine Dinge, in denen besonders viel Zucker drin ist. Aber man kann sich, wenn man Diabetes hat, beim Arzt beraten lassen. „Ich habe Diabetes Typ 1“, sagte Alice, „da muss man Zucker messen und sich Insulin spritzen.“
Nun könnt ihr euch ein wenig vorstellen, wie es ist, mit Diabetes zu leben. Es ist hart, aber nicht unmöglich.


Freitag, 25. Mai 2018

App-Test: Sprachenlernen


Folge 7: Lingolia Daily

Unsere Bewertung: 3 (von 5 Sternen)

Kosten: Bewertet haben wir nur die kostenfreie App. Wie aber die meisten Sprachenapps, wird auch bei Lingolia Daily eine Premiumversion, eine kostenpflichtige Version, angeboten.

Vorteil der kostenpflichtigen Version: Ausschalten der Werbung, Freischaltung neuer Spiele und eine direkte Freischaltung von 379 Wörtern


Korrektheit: Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Esperanto, Italienisch, Russisch

Funktionen
  • Bilder zum Veranschaulichen 
  • durch kostenlose Spiele einzelne Wörter und Sätze erlernen 
  • unverbindlicher Wechsel zwischen den sechs Sprachen 
  • das Lernen verschiedener Sprachen im selben Spiel (Runde) 
  • Karteikarten 
  • ohne Wlan nutzbar 
  • Schulung der Aussprache 

Aufgaben

  • Zuordnung der verschiedenen Wörter zu den jeweiligen Bildern 
  • Zuordnung von Audios zu den verschiedenen Bildern 
  • Multiple Choice

Unsere Bewertung
Durch viele unterschiedliche Spiele in der App erlernt man einzelne Fremdwörter spielerisch. Ansprechend sind nicht nur das Design durch viele Bilder, sondern das Format allgemein, da es alles sehr einfach gebaut ist und man fast jede Lektion ohne viel Aufwand versteht. Leider gibt es keine für uns erkennbarenVerbindungen zwischen Lingolia Daily und Ego4u, was schade ist, da sie von den Herstellern von Ego4u entwickelt wurde. Angefangen mit ca. 30 Vokabeln, dauert es relativ lange, bis man alle freigeschaltet hat, jedoch bekommt man keinerlei Hinweise, wie man die weiteren freischalten könnte. Allerdings muss man anmerken, dass die App im Gegensatz zu vielen anderen Apps, wie z. B. Duolingo oder Babble, auch in der kostenfreien Version ohne Wlan funktioniert und deshalb ideal für beispielsweise kurze Busfahrten ist, ohne gleich das Datenvolumen zu verbrauchen.
Geeignet ist die App also nicht für Personen, die viel Wert legen, möglicht viele Vokabeln schnell auswendig zu lernen, sondern für diejenigen, die ihr Vokabular auf spielerischer Art und Weise auffrischen wollen.


Test-Team: Justina Dai, Adrian Elß, Valea Elß




Sonntag, 6. Mai 2018

ESC 2018

Eurovision Song Contest 2018. Adrian Elß' TV-Tipp.

Auf Instagram haben wir euch gefragt, ob ihr den Eurovision Song Contest seht: 45% unserer Follower schauen ihn sich an.
wgtariernews auf Instagram.
Der ESC findet in diesem Jahr in Portugal statt. Die hohe Teilnehmerzahl von 43 Ländern ist Rekord. Am 8. und am 10. Mai finden die beiden Halbfinals statt, von denen jeweils zehn Länder ins Finale kommen, das am 12. Mai stattfindet. Die diesjährigen Favoriten sind Israel mit Netta und dem Lied „Toy“, die Tschechische Republik mit Mikolas Josef und „Lie to Me“ und und Frankreich mit der Sängerin Madame Monsieur und „Mercy“. Für Deutschland tritt Michael Schulte mit dem Song „You Let Me Walk Alone“ an. Das ESC Finale ist am 12. Mai ab 20:15 im Ersten und auf eurovision.de zu sehen.




Update

Gewonnen beim Eurovision Songcontest 2018 hat Netta aus Israel mit „Toys“, die auch zu den Favoriten zählte. Zweiter wurde Eleni Foureira aus Zypern mit „Fuego“, und den dritten Platz belegte der Österreicher Cesár Sampson mit „Nobody but you“. Deutschland hat mit Michael Schulte und „You let me walk alone“ den vierten Platz erreicht. Laut einer Umfrage auf unserem Instagram Account @wgtariernews fanden 67% von euch den ersten Platz berechtigt.



Freitag, 4. Mai 2018

App-Test: Sprachenlernen

Folge 6: Mondly

Unsere persönliche Bewertung:

3 Sterne (von 5)

Kosten: Es gibt sowohl eine kostenlose als auch eine kostenpflichtige Version.

Vorteile der kostenpflichtigen Version: ein personalisiertes Trainingsprogramm. Alle Inhalte vollständig verfügbar, größeres Angebot, Statistiken über den eigenen Lernstand, zusätzliche Kurse mit spezifischen Themen, die über das Grundvokabular hinausgehen.

Korrektheit (geschätzt): 95%




Sprachen: Englisch, Französisch; Italienisch, Spanisch, Deutsch, Portugiesisch, Russisch, amerikanisches Englisch, Norwegisch, Dänisch, Schwedisch, Koreanisch, Japanisch, Chinesisch, Arabisch, Niederländisch, Thai, Griechisch, Rumänisch, Vietnamesisch, Indonesisch, Hindi, Hebräisch, Polnisch, Bulgarisch, Ukrainisch, Tschechisch, Kroatisch, Finnisch, Persisch (Farsi), Ungarisch, Afrikaans und Türkisch



Funktionen
  • verschiedene Lektionen mit grundsätzlichen Themen 
  • Möglichkeit zur Wiederholung der bereits gelernten Vokabeln 
  • Schulung der Aussprache 
  • Bilder zum Veranschaulichen 
  • Aussprache anhören möglich 
  • Anzeigen der gelernten Wörter nach der Lektion 
  • Simulation von Gesprächen 
  • Anzeige des Erfolgs in Sternen 
  • Bestenliste 
  • mehrere Sprachen gleichzeitig lernen möglich 
  • Auswählen des persönlichen Niveaus 
  • Tägliche Erinnerungen 


Aufgaben
  • Schreiben der richtigen Übersetzung 
  • Sprechen der richtigen Übersetzung 
  • Zuordnen der richtigen Übersetzung 
  • Antippen der richtigen Übersetzung 

Unsere Bewertung: Die App ist gut strukturiert und übersichtlich aufgebaut. Durch die passenden Bilder zu den Vokabeln fällt das Lernen neuer Vokabeln leicht. Auch die Aussprache wird durch entsprechende Aufgaben gefördert. Das Simulieren von Gesprächen trägt zur Entwicklung eines guten Sprachgefühls bei. Die Premiumversion bietet außerdem individuell angepasste Trainingseinheiten und Statistiken.

 


Leider lässt sich die App nur mit WLAN nutzen und beschränkt sich lediglich auf Vokabeln und Satzbau, nicht auf Grammatikübungen. Obwohl es möglich ist, zu Beginn eventuell schon vorhandene Kenntnisse anzugeben, beginnt die App mit dem Abfragen von Grundvokabular. Dieses wird dann in kürzerer Zeit und auf erhöhtem Niveau abgefragt.

Unser Fazit: Wir empfehlen die App jedem, der das Vokabular einer neuen Sprache mithilfe einer gut strukturierten App erlernen oder das Grundvokabular einer bereits erlernten Sprache wiederholen möchte. Zum Erlernen grammatischer Strukturen oder Vokabeln außerhalb des Grundvokabulars ist die App leider nicht geeignet.



Test-Team: Justina Dai, Adrian Elß, Valea Elß

Freitag, 27. April 2018

App-Test: Sprachenlernen



Folge 5: Busuu (kostenlose Version)

Unsere persönliche Bewertung:
4 Sterne (von 5)

Kosten: bei dieser Version keine. Busuu bietet jedoch ebenfalls eine kostenpflichtige Version mit unterschiedlichen Vertragsmöglichkeiten.

Vorteile der kostenpflichtigen Version: Es ist ein Offline-Modus vorhanden. Man kann seine Aufgaben von Muttersprachlern kontrollieren und sich von ihnen Tipps geben lassen. Außerdem gibt es erweiterte Grammatikeinheiten.

Korrektheit (geschätzt): 95%


Sprachen: Englisch, Spanisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Japanisch, Portugiesisch, Polnisch, Chinesisch, Russisch, Arabisch, Türkisch      

Funktionen:
  • verschiedene Lektionen mit sinnvollen Themen 
  • sowohl Anfänger- als auch Fortgeschrittenen-Niveau 
  • ausreichende Wiederholung 
  • Übersicht über seinen persönlichen Fortschritt 
  • Themeneinteilung in Lektionen 
  • Schulung der Aussprache und Grammatik 
  • Bilder zum Veranschaulichen 
  • Aussprache anhören möglich 
  • Anzeige aller erlernten Wörter 
  • Nutzer korrigieren sich gegenseitig 
  • Anzeige des Lernstandes in Prozent 
  • Kommunikation mit anderen Nutzern 

      

Aufgaben 

  • Dialog wiedergeben 
  • auswählen der richtigen Übersetzung 
  • Zuordnung der richtigen Vokabeln 
  • Nachsprechen 

Unsere Bewertung

Die App bietet Vokabelvielfalt und dazugehörige Bilder. Besonders gut finden wir die Möglichkeit, Aufgaben von anderen zu korrigieren. Leider kann man seine Aufgaben nur in der Premiumversion kontrollieren lassen. Außerdem sind die Aufgabentypen sehr einheitlich, was langweilig werden könnte. Ein wichtiger Pluspunkt für uns war, dass es kaum Werbung gibt, höchstens für die eigene Premiumversion. Mithilfe der Lektionen wird man langsam an die Sprache herangeführt. Man kann sich außerdem ein Profil erstellen und mit anderen, auch ausländischen Nutzern kommunizieren.


Testteam: Justina Dai, Adrian Elß, Valea Elß

Automodellfirma Rietze

Bis zu 280 neue Modelle pro Jahr. Johannes Kling befragte Ute Buchner, zuständig für Vertrieb und Einkauf, von der Automodellfirma Rietze aus Altdorf bei Nürnberg.

Wann wurde Rietze gegründet?

Herr Rietze gründete aus seinem Hobby und der Leidenschaft an Modellfahrzeugen im Jahr 1983 die Firma Rietze Automodelle mit dem damaligen Sitz in Nürnberg. Seit 1996 wurde dann der Firmensitz nach Altdorf verlegt.

Ein Rietze-Modell.
Was hat Sie auf die Idee gebracht, Zubehör zu verkaufen?

Beim Modellbau sind der Phantasien keinen Grenzen gesetzt. Von daher lieben die Modellbauer die Herausforderung, Dinge in Klein nachzubauen, die es schon in Groß gibt. Somit bleibt es oft nicht aus, dass Einzelteile separat benötigt werden oder mit diversem Zubehör die Modelle erweitert bzw. komplettiert werden können.





Wie viele Neuheiten bringt Rietze inklusive Spielwarenmessen pro Jahr raus?
Wir haben pro Jahr ca. sechs bis acht Neuheiten-Prospekte, die wir mit neuen Modellen vorstellen. Man muss hier unterscheiden zwischen Formneuheiten, und Bedruckungsvarianten bereits bestehender Grundmodelle. Wenn man nun alle Neuheiten pro Prospekt für den Handel durchschnittlich hochrechnet, kommen da im Jahr schon um die 260-280 Modelle mit Bedruckungsvarianten und zwei bis drei Formneuheiten zusammen.

Wie stark ist der Konkurrenz-Druck der Konkurrenten?
„Konkurrenten“ gibt es untereinander der Modellhersteller nicht wirklich, sondern nur „Mitbewerber“. In unserer Branche sind die Bereiche der Modelle oft gut verteilt. Es gibt Hersteller, die Ihre Schwerpunkte auf unterschiedliche Modelle richten, wie Nutzfahrzeuge, Oldtimer, Baustellenfahrzeuge, ausländische oder landwirtschaftliche Modelle, Schiffsmodellbau oder Flugzeuge als Beispiele. Ein gewisser Druck unter den Mitbewerbern existiert natürlich, aber man kennt sich innerhalb der Branche und versucht immer ein gutes Miteinander aufrecht zu erhalten. Aber ein gewisser Druck, Kunden nicht zu verlieren oder Neukunden zu werben, bleibt natürlich.

Und noch ein Rietze-Modell.
Haben Sie ein Glücksgefühl, wenn Sie ein/mehrere Modell(e) herausbringen?
Es freut uns natürlich immer, wenn die Modelle großes Interesse finden bei unseren Sammlern. Oft erreichen uns auch E-Mails oder Anrufe in dem lobende Worte ausgesprochen werden. Das freut uns natürlich immer und zeigt auch, dass wir mit unserer Modellauswahl und Qualität auf dem richtigen Weg sind.

Welches Auto hat sich am schlechtesten verkauft? Am schlechtesten verkauft hat sich leider der Volkswagen Golf 7. Dieses Modell lief leider nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten.

Welches Jahr war für Rietze das schlimmste Krisenjahr?
Es gibt immer mal wieder Jahre, in denen es schlechter läuft. Die Firma Rietze besteht nun seit 35 Jahren, da waren hin und wieder schon weniger gute Zeiten mit dabei. Stark betroffen waren die Jahre nach dem Anschlag 2001 auf die World-Trade-Center. Hier hat der komplette Weltmarkt, egal welcher Branche, mächtig unter den Ereignissen und Folgen gelitten, teilweise bis heute noch anhaltend. Nicht alle Unternehmen konnten durch die politischen Veränderungen ihre Geschäfte retten und gingen insolvent. Ein besonders schlechtes Jahr war für uns 2013.
Im Juni 2018 haben wir unsere 35 Jahre-Jubiläumsfeier. Jeder ist willkommen, um sich unsere Produkte vor Ort selber anzuschauen.

Herr Duwe

Indiana Jones im Einsatz.


„Am liebsten wäre ich Indiana Jones geworden“. Benjamin Schmitz befragt Denis Duwe 
Wann sind Sie geboren?
Am 12.05.vor vielen Jahren.

Was ist Ihr Lieblingsessen?
Coq au vin. Hühnchen in Weinsoße. Es ist mein Lieblingsessen, weil ich schöne Erinnerungen daran habe.

Würden Sie lieber bei den alten Griechen oder bei den alten Römer leben?
Eigentlich würde mich die Zeit des klassischen Griechenland mehr Interessieren, aber die Gefahr wäre groß, dass man mich dort einfach für einen Barbaren hält. In Rom käme ich mit der Sprache etwas besser zu recht.

Was waren früher Ihre Lieblingsfächer? Begründen Sie.
Mathe, Englisch, Deutsch, Latein, weil ich mich in Ihnen am meisten gefordert fühlte und sie mir Spaß machten.

Warum sind Sie Latein und Geschichtslehrer geworden?
Zuerst wollte ich Archäologe werden oder besser gleich Indiana Jones. Deshalb habe ich verwandte Fächer studiert. Am Lehrer Beruf gefällt mir besonders, dass ich mich den ganzen Tag mit den Dingen beschäftigen kann, die mich interessieren und dabei viel Kontakt zu ganz netten Menschen habe, die ich versuche, für meine Themen zu begeistern.

Wo sind Sie geboren? Verbindet Sie noch etwas mit dieser Stadt? Und wenn was?
Göttingen. Es ist die Stadt meiner Jugend mit unzähligen Erinnerungen.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Die meiste Zeit verbringe ich mit meiner Familie auf dem Spielplatz oder beim Schwimmen. Wenn ich Zeit für mich habe, lese ich gern oder gehe tauchen.

Was ist Ihr Lieblingsland?
Ein bestimmtes Lieblingsland habe ich nicht. Ich finde gerade die Verschiedenheit der Kulturen und der Natur spannend.

Wie fanden Sie den Vesuvausbruch? Begründen Sie.
Eine schreckliche Katastrophe für die damaligen Menschen, ein riesen Glück für die Forschung, ein Fenster in die Vergangenheit.

Was ist Ihre Lieblingsschrift unter den alten Schriften?
Das Griechische kann ich jedem nur raten, zu lernen :).

Was ist Ihr Lieblingsweltwunder der Antike?
Die Pyramiden von Gizeh. Nur sie kann man heute noch bestaunen und sehen, wozu die Menschen in der Antike in der Lage waren.


Freitag, 20. April 2018

Verkehrs GmbH

20.000 Schülerinnen und Schüler täglich. Louis Ostrowski befragt den Pressesprecher der Verkehrs GmbH.


Terminal am Hauptbahnhof.
Seit wann gibt es die Verkehrs GmbH?
Das Unternehmen gibt es seit 1879.

Hatte die Verkehrs GmbH irgendwann Rückschläge/schwere Unglücke? Es gab zwar immer wieder Unfälle, wie heute auch noch, aber die große Katastrophe haben wir hier nicht erleben müssen. Spektakulär waren die beiden Stürze in die Oker in den Jahren 1917 und 2003. Ernsthaft verletzt wurde bei diesen Unfällen niemand.



Okersturz 2003.
Wie viele/welche Fahrzeuge hat die Verkehrs GmbH? Die Verkehrs-GmbH hat 150 Busse und 52 Straßenbahnen. Es gibt 61 Solo-Busse (zwölf Meter lang) und 89 Gelenkbusse (18 Meter lang). Von den Solobussen ist einer ein Elektrobus, bei den Gelenkbussen sind es vier, der Rest sind Dieselfahrzeuge. Bei den Straßenbahnen sind es 42 Niederflurbahnen, davon 18 moderne Traminos aus dem Jahr 2014. Der Rest an Fahrzeugen sind alte hochflurige Straßenbahnen aus den Jahren 1977 und 1981 plus einige Oldtimer.




Bus mit Euro-6-Diesel.
Werden nach dem Abgaskandal die Dieselbusse nachgerüstet/wie regiert die Verkehrs GmbH nun? Die Dieselbusse der Verkehrs-GmbH entsprechen den höchsten Anforderungen moderner Fahrzeuge und verfügen weitestgehend über Motoren der Euronorm 6. Eine Nachrüstung ist nicht notwendig.









Welches war das bisher komplizierteste Projekt? Alle Projekte bedürfen einer präzisen und guten Durchführung und sind mehr oder weniger kompliziert. Mit Sicherheit ist das Projekt Emil – Elektromobilität im ÖPNV ein sehr komplexes und aufwendiges Projekt.

E-Bus-Flotte.

Gibt es Probleme, gegen die Sie schon lange ankämpfen müssen (Randalierer etc.)? Das für den Öffentlichen Personennahverkehr übliche: Vandalismus wie Graffiti und Zerstörung. Streitigkeiten und Randale in den Fahrzeugen. Leider nichts außergewöhnliches. Wenn Fahrgäste Täter anzeigen, kann es auch Prämien geben, vor allem bei Vandalismus.


Wie viele Schüler fahren täglich mit Ihnen? Ca. 20.000.




Wie kann man sich bei Ihnen bewerben/was kann man bei Ihnen beruflich erreichen? Zurzeit bieten wir als Ausbildungsberuf für Fachkräfte im Fahrdienst und Mechatroniker an. Bewerbung unter www.verkehr-bs.de


Welche Einnahmequellen haben Sie, bzw. welchen Prozentanteil haben Fahrkartenverkäufe daran/welches sind die anderen Einnahmequellen? Der größte Teil der Einnahmen ist der Fahrscheinverkauf. Zusätzlich gibt es Geld für die Vermietung von Werbeflächen auf und in Bussen und Bahnen.

Welche Projekte planen Sie in Zukunft? Das große Projekt für die kommenden Jahre ist das Stadtbahnausbaukonzept, das die Stadt Braunschweig und die Verkehrs-GmbH gemeinsam planen und durchführen. Alles an Informationen dazu unter: www.stadtbahnplus.de.


Fotos: Verkehrs GmbH Braunschweig; Keystone/Rico Thumser; 


Freitag, 16. März 2018

App-Test: Sprachenlernen


Folge 4: Babbel (kostenlose Version)

Unsere persönliche Bewertung: 1 Stern (von 5)


Kosten: bei dieser Version keine. Babbel bietet jedoch ebenfalls eine kostenpflichtige Version mit Probeabos und Angeboten

Vorteil der kostenpflichtigen Version: Alle Lektionen sind nutzbar. Die kostenlose Version eignet sich aber lediglich zum Ausprobieren einer einzigen Lektion.


Korrektheit (geschätzt): 99%

Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Türkisch, Italienisch, Portugiesisch, Schwedisch, Dänisch, Norwegisch, Indonesisch, Niederländisch, Polnisch, Russisch


Funktionen
  • verschiedene Lektionen mit sinnvollen Themen 
  • sowohl Anfänger- als auch Fortgeschrittenen-Niveau 
  • zusätzliche Informationen zur Sprache 
  • ausreichende Wiederholung 
  • Übersicht über seinen persönlichen Fortschritt 
  • Themeneinteilung in Lektionen 
  • Schulung der Aussprache und Grammatik 
  • Bilder zum Veranschaulichen 
  • Aussprache anhören möglich 
  • Anzeige aller erlernten Wörter 

Aufgaben
  • Übersetzungen zuordnen 
  • Nachsprechen 
  • Übersetzungen schreiben 
  • Dialoge vervollständigen 


Unsere Bewertung
Die App bietet sowohl Vokabelvielfalt als auch Bilder und Zusatzinformationen zum Thema. In kleinen Lektionen erfährt man die wichtigsten Begriffe der zu erlernenden Sprache. Die Lektionen richten sich ganz nach dem Lernstand des Nutzers. Mithilfe der Lektionen wird man langsam an die neue Sprache herangeführt und wiederholt das Vokabular regelmäßig. Durch Bilder und das Vorsprechen des zu erlernenden Wortes kann man sich neue Vokabeln besonders leicht merken. Auch einfache Grammatikstrukturen kann man auf diese Weise erlernen. Leider bietet die App keine Möglichkeit, ein Profil zu erstellen oder eine Übersicht über die Themen. Stattdessen wird auf dem Bildschirm immer nur eine Lektion angezeigt. Das führt zu keiner guten Lernatmosphäre. Des weiteren kann man in der kostenlosen Version dieser App lediglich eine einzige Lektion bearbeiten (aus diesem Grund unsere eher schlechte Bewertung).

Alles in allem zahlt sich das Herunterladen der App nicht aus, da sie nur als Probemöglichkeit für die kostenpflichtige Version dient.


Freitag, 2. März 2018

App-Test: Sprachenlernen


Keine Lust mehr auf Vokabelkarten und -hefte? Justina Dai und Valea Elß testen und vergleichen Apps zum Sprachenlernen.

Folge 3: Ego4u

Unsere persönliche Bewertung: 4 Sterne (von 5)









Kosten
Es gibt zwar nur eine kostenfreie Version, die die englische Grammatik ausführlich erklärt. Allerdings kann man sich in dem Online-Shop weitere Erläuterungen, Übungen sowie Arbeitsblätter zum Ausdrucken kaufen, wobei die Übungen in der kostenfreien Version unserer Meinung nach vollkommen ausreicht. Des Weiteren enthält Ego4u auch Kaufempfehlungen für Bücher, die sich mit der englischen Grammatik beschäftigen.


Korrektheit (geschätzt): 100%

Sprachen
Englisch
1. Englisch-Englisch
2. Deutsch-Englisch







Funktionen
  • große Vielfalt an Grammatik
  • Angabe des prozentualen Anteil, den man bei Tests erreicht hat und eine dazugehörige hypothetische Note
  • Tests auf unterschiedlichen Niveaus
  • große Zielgruppe
  • ausführliche Erklärung zu der jeweiligen Grammatik
  • Anleitung für den Aufbau von verschiedenen Textarten


Aufgaben
hauptsächlich Grammatik aus unterschiedlichen Bereichen, wie
- Zeitformen,
- unregelmäßige Verben,
- Aktiv/Passiv,
- Konditionalsätze,
- weitere Grammatikthemen







Unsere Bewertung
Uns wurde Ego4u von unserer Englischlehrerin für das Üben vor einem Grammatiktest empfohlen. Ego4u ist zwar nur auf Englisch fokussiert, spricht dafür aber eine große Zielgruppe an, indem es die verschiedenen Themengebiete in die Klassenstufen „Unterstufe“ bis dreizehn unterteilt und die verschiedenen Themen ausführlich erläutert. Jedoch ist im Gegensatz zu anderen Sprachapps ein Grundvokabular vorausgesetzt, um die verschiedenen Übungen und „Tests“ zu bewältigen.
Die Seite beschäftigt sich selbst hauptsächlich mit Grammatik, jedoch nicht, wie beispielsweise Duolingo (siehe Folge 1), mit der Aussprache der Wörter oder dem Vokabular. Allerdings bietet es separat eine App, die sich auf Vokabeln konzentriert, an. Da Ego4u eine Internetseite ist, ist es selbstverständlich, dass man nur mithilfe von WLAN zugreifen kann.
Vielfalt wird garantiert, indem immer mal wieder neue Übungen veröffentlicht werden. Nichtsdestotrotz muss man anmerken, dass die Struktur der Tests und Übungen größtenteils sehr ähnlich aufgebaut ist, weshalb man wegen der Monotonie leider sehr schnell die Lust an dem Lernen verlieren könnte. Neben den banalen Kleinigkeiten wie Groß- und Kleinschreibung wird auch auf die Zeichensetzung angemerkt. Fehler werden verständlich erklärt.
Für alle, die sich in der englischen Grammatik verbessern möchten, aber nicht viel Wert auf abwechslungsreiche Aufgaben legen, ist Ego4u deshalb unserer Meinung ideal.


Interview mit Herrn Miltkau


Lieblingsfächer: Sport und Geschichte. Hannah Bolm und Benjamin Schmitz im Gespräch mit Herrn Miltkau

Warum sind Sie Sportlehrer geworden?
Ich habe als Kind sehr viel Sport getrieben und habe Spaß daran, Kindern etwas beizubringen.

Was haben Sie studiert?
Ich habe in Köln Sport studiert.

Ist es für Sie anstrengend, Sportlehrer zu sein?
Nein, es ist nicht anstrengend, weil es Spaß macht. Außer die Klasse ist sehr laut.

Was ist Ihre Lieblingssportart?
Meine Lieblingssportarten sind Hockey, Skilaufen und Golf.

Was war Ihr Lieblingsfach in der Schule?
Meine Lieblingsfächer waren Sport und Geschichte. Geschichte mochte ich, weil mich vergangenen Ereignisse besonders interessierten.


Was ist Ihre Lieblingsdisziplin im Sportunterricht, und warum?
Ich mag Ballsportarten und Turnen, weil ich es sehr wichtig finde.

Was ist ihr Lieblingsessen?
Eindeutig Bratkartoffeln und Spiegelei!

Sind Sie verheiratet?
Ja, ich bin verheiratet.

Was machen Sie am liebsten, wenn Sie gerade nicht Sport unterrichten?
Ich reise und lese gerne.

Was waren die schlimmsten und lustigsten Ereignisse im Sportunterricht?
Wenn man mit Schülern redet und diese etwas Lustiges sagen, ist das natürlich lustig. Schlimm ist es, wenn sich ein Schüler verletzt.


Samstag, 24. Februar 2018

App-Test: Sprachenlernen






Keine Lust mehr auf Vokabelkarten und -hefte? Justina Dai und Valea Elß testen und vergleichen Apps zum Sprachenlernen.

Folge 2: Memrise

Unsere persönliche Bewertung: 4,9 Sterne (von 5)


Kosten: Es gibt eine sowohl eine kostenlose als auch eine kostenpflichtige Version (z. B. 7,11 Euro).
Vorteile der kostenpflichtigen Version gegenüber der kostenlosen: Sprechfunktion
  • Mit anderen Nutzern chatten
  • Offline-Modus
  • unbegrenzter Zugang zu allen Lernspielen
  • Gezielte Wiederholung von Problemwörtern
  • Bemerken von Schwächen
  • Videos von Muttersprachlern
  • Unbegrenzte Nutzung aller Level


Korrektheit (geschätzt): 99 %


Sprachen
  • Englisch (UK)
  • Englisch (US)
  • Französisch
  • Spanisch
  • Italienisch
  • Russisch
  • Chinesisch
  • Japanisch
  • Koreanisch
  • Türkisch
  • und viele mehr …





Funktionen

  • verschiedene Lektionen mit sinnvollen Themen
  • sowohl Anfänger- als auch Fortgeschrittenen-Niveau möglich
  • regelmäßige Wiederholungen der Vokabeln
  • Anzeige von sowohl sinnlicher als auch wörtlicher Übersetzung
  • Bilder, um das Gelernte besser im Kopf zu behalten (Funktion nur mit Wlan verfügbar)
  • Aussprache anhören möglich
  • spielerisches Erlernen durch Hintergrundgeschichte und das Sammeln von Punkten
  • Anzeige, wie gut man die Vokabeln bereits beherrscht
  • sobald die Lektion abgeschlossen ist, Internetverbindung nutzbar
  • Unterteilung in Level
  • verfügbare Bestenliste
  • Anzeige von Problemwörtern
  • gesetztes Ziel
  • Wiederholung der Vokabel bei falscher Eingabe
  • Anzeige aller erlernten Wörter
  • Einstellen einer Erinnerung ans Lernen

Aufgaben
  • Auswählen der richtigen Lösung durch Hören/Lesen
  • Tippen der richtigen Lösung (mit Tipp, falls gewünscht)
  • Ordnen der Wörter in die richtige Reihenfolge

Unsere Bewertung:
Die App beinhaltet sehr viele Funktionen und ist sehr verlässlich. Mithilfe einer fiktiven Agentengeschichte wird das Lernen von Vokabeln zum spannenden Spiel. Durch ergänzende Bilder kann man sich die Vokabeln leicht einprägen. Das Sammeln von Punkten, die Geschichte und die täglichen Erinnerungen motivieren schnell zum Lernen.
Ergänzt wird jede einzelne Vokabel durch das Bild einer kleinen Blume. Jedes Mal, wenn man die richtige Übersetzung der jeweiligen Vokabel richtig auswählt, wächst die Blume. So lässt sich schnell erkennen, welche Vokabeln einem leicht fallen und welche nicht.
Die Vokabeln sind sinnvoll und helfen beim Erlernen der Sprache. Es gibt sowohl ein Anfänger- als auch ein Fortgeschrittenen-Niveau, welches sich allerdings immer noch mit dem Grundvokabular befasst. Zum Erlernen einer neuen Sprache und dem Vertiefen einer bereits bekannten Sprache ist die App geeignet, obwohl die Vokabeln nur auf dem Grundvokabular basieren.Grammatische Einheiten gibt es nicht, die App eignet sich ausschließlich zum Lernen von Vokabeln. Wir können die App jedem empfehlen, der Vokabeln einer bereits bekannten Sprache wieder auffrischen, beziehungsweise das Vokabular einer neuen Sprachenlernen will. Nach zwei bis drei Lektionen endet jedoch der kostenlose Zugang. Ab diesem Zeitpunkt muss die Nutzung bezahlt werden. Da die kostenpflichtige Version im Vergleich zur kostenlosen sehr viele Vorteile hat (siehe oben), ist es nach unserer Einschätzung allerdings lohnenswert, ein wenig Geld in die App zu investieren.



Mittwoch, 24. Januar 2018

Recyclingfirma Elpro

Einer kommt mit zwei Handys im Fahrradkorb, der andere mit fünf alten Waschmaschinen. Jan-Marten Kleine-Besten berichtet vom Weg seiner alten Computermaus in der Firma ELPRO Umweltservice Braunschweig und befragt Marianne von Bormann, seit der Firmenneugründung am 31. Mai 2016 ELPRO-Geschäftsführerin


ELPRO-Annahmestelle, Hannoversche Straße 66A.
Die Reise meiner Computermaus auf dem Recyclinghof
Habt ihr euch eigentlich schon einmal gefragt, wo eure kaputte Computermaus oder andere alte oder defekte Elektrogeräte landen? Egal, wie groß ein altes Elektronikgerät ist, es sollte nicht in die normale Restabfalltonne gelangen. Denn in allen Elektronikgeräten sind seltene Metalle verbaut, wie zum Beispiel Silber, Wolfram oder Gold. In einem modernen Smartphone, welches ein Durchschnittsgewicht von 140 Gramm hat, sind ungefähr 1,4 Gramm dieser seltenen Komponenten eingebaut. In Zeiten immer knapper werdender Ressourcen werden Metalle und Kunststoffe von Recyclingunternehmen, wie zum Beispiel der Firma ELPRO aus Braunschweig, aus den Geräten entnommen und die giftigen Bestandteile, wie zum Beispiel Batterien, entfernt und getrennt entsorgt. Ich habe mir selbst ein Bild von diesem Recyclingprozess bei der Firma ELPRO in der Hannoverschen Straße Braunschweig gemacht und möchte euch in diesem Artikel mit auf eine Reise in diese Welt mitnehmen. Ich habe mich dafür an einem Samstagmorgen mit einer defekten Computermaus unter dem Arm mit der Chefin, Mariann von Bormann, verabredet.
Kabel: Rohstoffe, nichts für den Hausmüll.
1. Zunächst wurde meine defekte Computermaus an der Annahmestelle von einem freundlichen Mitarbeiter entgegengenommen. An dieser Stelle werden Geräte in verschiedene Sorten grob vorsortiert, zum Beispiel Waschmaschinen in „weiße Ware“ oder Toaster in den Behälter Haushaltskleingeräte. Bei Geräten, die Batterien oder Akkus enthalten, werden diese entfernt und in getrennten Boxen gesammelt. An diesem Standort könnt ihr auch nur eure alten Batterien oder Akkus unkompliziert und kostenlos abgeben, da auch diese nicht in den normalen Restmüll gelangen sollten. Denn sie enthalten wertvolle Rohstoffe und außerdem Gifte, die nicht ins Grundwasser gelangen dürfen.
Arbeitsplatz zum Entfernen des Kabels meiner Computermaus.
2. Als Nächstes wurden die Einzelteile meiner Computermaus von einem feuerroten Gabelstapler abgeholt und in einer anderen Halle in einen großen Trichter geschüttet. Ich war ganz erstaunt, als ich meine PC-Maus dann auf einem Laufband vor meinen Augen entlanglaufen sah. Die einzelnen Geräte werden an diesem Platz unter einer großen Dunstabzugshaube aufgeschraubt, und die schwarzen Kunststoffteile werden entfernt. Das Laufband bewegt sich weiter zu zwei Tischen, wo nacheinander alle Stofffraktionen, wie um Beispiel Glas, aus den Geräten entnommen und in viele Gitterboxen befördert werden, die in der ganzen Halle verteilt sind.
Gehäuse meiner Computermaus, gelagert für das weitere Recycling.
3. Vor der nächsten Halle konnte ich blaue Fässer sehen. Frau von Bormann erklärte mir, dass darin die chemischen Substanzen, zum Beispiel FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe) aus Kühlgeräten, gelagert werden. Auf einem angrenzenden etwas erhöht liegenden Hof lagern viele einzeln sortierte Wertstoffe, die von anderen Unternehmen aufgekauft werden und wieder in neue Produkte verbaut werden. Kunststoffe, wie das oft in Elektrogeräten verbaute Polypropylen, werden zu sogenanntem Recyclat, also kleinen Plastikkügelchen geformt und zum Beispiel zu neuen Blumentöpfen verarbeitet. Metalle wie Aluminium werden bei einem hohen Preis für derzeit etwa 1,80 Euro pro Kilogramm an Metallgießwerke verkauft und anschließend wieder zu neuen Metallprodukten gefertigt.
Klein, aber Wertstoff.
Die Firma ELPRO recycelt nicht nur meine Computermaus oder andere Elektrogeräte, sondern auch Produkte von großen Automobilherstellern oder anderen Firmen. Auch die grasgrünen Transformatoren, die in Elektroumspannwerken verbaut sind, werden bei ELPRO recycelt. Ich war überrascht, dass aus einem solchen Transformator im Verlauf des Recyclingkreislaufs zum Beispiel eine Cola-Flasche entstehen kann.
Demontagehalle.  
Mich hat es fasziniert, was aus alten Elektrogeräten entstehen kann. So können pro Jahr in ganz Deutschland 16,5 Mio. Tonnen an Stahl und Eisen dem weiteren Recycling in einem Stahlwerk zugeführt werden oder 300.000 kg Gold, das entspricht 11 % der Welt-Gold-Produktion. Anders als bei Kunststoffen oder Papier verändert sich die Qualität von Metallen beim Recycling nicht und dieser Kreislauf kann unendlich lange funktionieren, solange der Letztnutzer sein Gerät zum Recyclinghof in seiner Region oder Kommune bringt, damit die Zahl der jährlich 40 Mio. Tonnen im Restabfall landenden Wertstoffe in Deutschland sinkt. Dieser Kreislauf des Recyclings kann nur funktionieren, wenn jeder seine alten Elektronikgeräte zu Sammelstellen bringt. Mir hat der Besuch bei der Firma ELPRO Umweltsercive GmbH gezeigt, wie wichtig das Recycling von alten Elektronikgeräten ist und wie viele Ressourcen ansonsten verschwendet werden. Ich bedanke mich bei Frau von Bormann und allen Mitarbeitern für die Unterstützung für diesen Artikel.


*

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?
Ich bin hier quasi die, die alles leitet, die dafür sorgt, dass Material auf den Hof kommt. Als Geschäftsführerin ist man letztendlich für alles verantwortlich. Man muss natürlich überlegen, wo steht man in fünf Jahren, wie kann man die Firma in die Zukunft führen. Grober Alltag ist hauptsächlich der Einkauf, aber auch die Zahlen, was verdienen wir im Moment, passt das, passt das nicht, und wenn es nicht passt, wie kann ich das ändern. Das kann man nicht immer selber beeinflussen. Manchmal kommen von außen neue Gesetze oder das Material ist weniger wert, als es vorher war, dann muss man sich überlegen, wie man darauf regiert.
ELPRO-Geschäftsführerin Marianne von Bormann

Was war Ihr Hauptgrund, warum Sie bei der Firma ELPRO Braunschweig angefangen haben?
Ich habe schon mal eine Firma aus der Insolvenz geführt. Das ist meine Hauptaufgabe, zu schauen, dass es dieser Firma wieder gut geht.

Was war Ihr schönster Tag bei der Firma ELPRO?
Mein schönster Tag war eigentlich unsere erste Weihnachtsfeier. Da waren wir schon knapp sieben Monate im Betrieb letztes Jahr, hatten noch nicht so viel Geld übrig, aber ich habe gedacht, dass man sich trotzdem zusammensetzt, und ich würde sagen, das war sehr gelungen, die Leute hatten viel Spaß und das Essen war gut.

Was fasziniert Sie an Ihrer Arbeit?
Zum einen gefällt es mir, dass ich was für die Umwelt mache. Es ist auch sehr abwechslungsreich, weil wir so viele Sachen bekommen und man so vieles Verschiedene muss. Kein Tag ist wie der andere. Es kommen auch manchmal ganz seltsame Sachen hier an, wo man gar nicht weiß, was man mit denen machen soll. Manche Leute denken einfach nicht nach, denen ist es einfach egal, wie schlimm das jetzt für einen Mitarbeiter ist, der muss das dann nämlich ausräumen, der arme Mensch. Und man kann sich vorstellen, wie das riecht: ein Käse, der seit drei Wochen in einem Kühlschrank liegt.Das Faszinierende ist einfach, dass, ich sage mal, aus ein alter Fernseher zum Teil zu einer Cola-Flasche wird. Und so ist das bei allen Dingen, die wir hier machen. Die meisten Sachen werden ganz andere Sachen am Ende des Tages.

Wodurch zeichnet sich die Firma ELPRO am meisten aus?
Es ist noch ein sehr kleiner Betrieb mit dreißig Mitarbeitern. Wir hören oft, dass das alles sehr unkompliziert ist, wir bekommen auch oft Lob, dass die Mitarbeiter dort vorne sehr nett sein. Das ist kein großer Konzern, wo alles so ein bisschen anonym läuft.

Wie kann ich als Privatperson meinen Elektronikabfall bei Ihnen abgeben?
Das ist ziemlich simpel. Während der Annahmezeit steht da immer jemand, und wenn man sagt, ich will zum Beispiel nach der Arbeit so um 19:00 Uhr meine Sachen los werden, dann kann man sie hier auch in die Gitterboxen reinlegen. Wobei man leider sagen muss, dort wird auch viel geklaut, das können wir leider nicht verhindern.
Sogenannte ,weiße Ware'.
Wie ist das Einzugsgebiet der Firma ELPRO?
Das Einzugsgebiet der Firma ELPRO ist zweigeteilt, ich sage mal, die private Warenannahme ist mehr oder und minder auf Braunschweig beschränkt. Manche Leute, die hier zum Baumarkt fahren, nehmen dann ihr Altgeräte mit. Es kann auch mal sein, dass jemand aus Peine kommt oder aus Wolfenbüttel. Wir holen aber auch ab, hauptsächlich so plus minus im Kreis von 100 km. Weil wir von Volkswagen den E-Schrott machen, holen wir den aber auch von Audi in Ingolstadt ab. Außerdem haben wir noch die Abteilung Industrieller Rückbau, das ist deutschlandweit. Unser letzter großer Auftrag war zum Beispiel in Karlsruhe. Privat kommt aber niemand aus Düsseldorf zu uns und bringt seinen Toaster hierher.

Wie groß ist der Umsatz der Firma ELPRO?
Letztes Jahr war für uns nur so ein kleines Rumpfjahr, von sieben Monaten. Da hatten wir ungefähr eine Millionen, und wir denken, dass wir dieses Jahr so auf zwei Millionen Umsatz kommen.

Wie viel Umsatz und dadurch Gewinn hat Ihre Firma in der letzten Zeit?
Also ich muss ganz ehrlich sagen, wir sind jetzt noch in unserer Konsolidierungsphase. Letztes Jahr hatten wir einen Gewinn von 40.000. Dieses Jahr ist ein ziemlich kompliziertes Jahr. So wird es nicht viel mehr sein.
Aufbereitete Wertstoffe als Rohstoff für neue Produkte.
Wie könnte das Elektronikrecycling bei der Firma ELPRO in Zukunft aussehen?
Also ich denke, dass wir uns als Erstbehandler darauf konzentrieren werden, die Schadstoffe rauszuholen, damit dann die nächsten Aufbereitungsanlagen keine Schwierigkeiten haben. Damit sich das Quecksilber nicht im ganzen Schredder verbreitet. Außerdem der Industrielle Rückbau. Wir sind in Deutschland ja gerade dabei, die Energieversorgung umzubauen. In diesem Rahmen werden viele alte Anlagen abgebaut. Das ist quasi das zweite Standbein der Firma ELPRO.
Werden die Aufgaben des Menschen in Zukunft eher wichtiger oder nehmen sie eher ab?
Ich würde sagen sowohl als auch. Es wird immer Aufgaben geben, wo es sich einfach nicht lohnt, Maschinen für zu entwickeln. Der Mensch wird immer ein Teil sein, aber die Sortiermaschinen werden immer präziser und schneller.

Spürt man durch die Digitalisierung in eine Veränderung in Ihren Aufgabenbereichen?
Jetzt nicht unbedingt Digitalisierung, aber wir machen mittlerweile vieles über den Computer, z. B. wenn wir von gefährlichen Abfällen reden, da braucht man einen Entsorgungsnachweis. Das geht heute alles über Computer. Man hat immer noch Papiere, aber letztendlich schreibt man per Internet, es ist zur Abholung da, die Spedition schreibt, ich habe es abgeholt, und wir schreiben, wir haben es empfangen.Was wir eher merken, ist die Schnelllebigkeit. Also wir merken, dass die Geräte immer jünger werden. Heute hat kein Mensch mehr 20 Jahre den gleichen Fernseher oder die gleiche Waschmaschine, den gleichen Computer schon überhaupt nicht, den kann man meistens nach fünf Jahren schon wegschmeißen. Früher hat man einen Föhn vielleicht noch repariert, heute wirft man ihn weg und kauft bei Tchibo einen neuen für zehn Euro. Kein Mensch repariert seinen Föhn mehr oder seinen Toaster.

Warum hat die Firma ELPRO Ihren Standort in Braunschweig?
Das hat historische Gründe, der Gründer von ELPRO lebt halt hier und hat in Braunschweig seine Firma gegründet. Und wir haben hier an der Hannoverschen Straße zwei Vorteile: Wir sind nah an der Autobahn, also die Leute kommen schnell zu uns, und natürlich ist es auch praktisch, dass das Bauhaus um die Ecke ist, denn wenn man sich einen neuen Rasenmäher kauft, kann am gleich den alten hier abgeben.
Demontage von Fernsehern.
Kann man ungefähr einen Prozentsatz ausmachen, wie dass recycelte Material verteilt ist in Privathaushalten und Geschäftskunden?
Das haben wir so nie erfasst. Aber es ist wohl ganz gemischt. Es kommen hier Leute mit ihrem Fahrrad an und haben vorne zwei Handys drin, und es kommt hier einer her, der hat seinen Keller ausgeräumt und kommt jetzt mit fünf Waschmaschinen an, die er da Jahrzehnte einfach in den Keller geschmissen hat, also das ist ganz unterschiedlich.

Wie sieht die Historie der Firma ELPRO aus?
Da bin ich ein bisschen die falsche Person, weil ich erst sein anderthalb Jahren hier bin. Es gab in der Hansestraße 2011 einen Schredder. Man dachte, es sei eine gute Idee, von der händischen Zerlegung wegzukommen, hin zur industriellen Zerlegung. Diese Investition hat aber nicht so funktioniert wie gedacht, war also mit ein Grund für die Insolvenz, und ist deswegen auch stillgelegt worden. So wurde alles, was in der Hansestraße stand, in die Türkei verkauft.
Anfang der 90er ging das hier mal los mit kleinem Equipment, und dann hat man 2011, weil die Geschäfte sehr gut liefen, mit industrieller Aufbereitung angefangen. Aber solche Investitionen sind sehr teuer, und das ist für einen kleinen mittelständigen Betrieb sehr schwierig, und dann braucht es auch relativ lange, bis es so funktioniert. Eine Küche kannst du so kaufen und dann funktioniert sie, weil das schon seit 20 Jahren gebaut wird. Im ganzen Bereich Recycling aber verändert sich sehr viel, und es gibt viele unterschiedliche Maschinen, die noch nicht ausgereift sind. Also das, würde ich sagen, war ein großer Einschnitt, diese Investition in den Schredder.

Fotos: Jan-Marten Kleine-Besten; privat.