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Mittwoch, 20. Januar 2010

WG macht Literatur

Das Licht wurde gedimmt, die Stühle zu einem Halbkreis formatiert und ein fröhliches Gemurmel lag über den Köpfen der Gäste, als am Montag, dem 18. Januar 2010, der Literaturabend von Remter 05 von Herrn Jäger eröffnet wurde. Zahlreiche Gäste waren gekommen, um den jungen und altbekannten Autoren des WGs an diesem Abend ihre Aufmerksamkeit zu schenken.
Die Programmpunkte waren bunt gemischt: Es präsentierten sowohl junge Dichter ihre zum Teil nachdenklich stimmenden Werke, aber auch Lehrer ließen sich die Chance nicht entgehen, ihr Können zu beweisen: Herr Kuttig las Auszüge aus einem Jugendbuch, und Herr Upit, der nicht selbst anwesend sein konnte, ließ Texte z. B. aus seinen „Herpesliedern“ hören, gelesen von Herrn Huber.
Alle Vorträge kamen bei dem Publikum sehr gut an, und man konnte bei vielen Jung-Autoren die „Upit’sche Schule“ erkennen, wie es Herr Jäger treffend bezeichnete. Denn viele von Ihnen waren mindestens ein Jahr lang Mitglied in Upits Literatur-AG.
Als vorläufiger Höhepunkt wurden die Gewinner des 2. Zipfelmützenwettbewerbs des Wilhelm-Gymnasiums bekannt gegeben. Dabei waren einige der Glücklichen so überrascht, dass es einen Moment dauerte, bis sie ihre Gewinnertext vortragen konnte.
In der Jahrgansklasse 5-6 gewann Felicia Caplan (5a) vor Osama Labadi (5d).
In der Klasse 7-9 platzierte sich Vanessa Niemitz (8s1) vor Marie Yousoufi (9s1).
Und die ersten Plätze der Jahrgänge 10-13 belegten Hendrik Poschmann (Jg. 12)und Maria Pilarski (Jg. 13).
Doch der große Auftritt des Abends wurde bis zum Schluss aufgehoben: Die Schülerin Carina Bargmann (Jg. 12) präsentierte ihren ersten, am 27.Januar im Arena-Verlag erscheinenden Romans „Sayuri“. Dabei verlas sie nicht nur einige Seiten ihres über 500 Seiten dicken Buches, sondern erzählte dem Publikum auch von dem spannenden Weg, das Buch zu schreiben, einen Agenten zu finden, mit dem Verlag zu arbeiten und wie der weitere Weg für sie aussieht. Derzeit arbeitet sie an ihrem zweiten Buch.
Alles in allem war es wieder ein sehr gelungener Abend mit vielen neuen und erfrischenden Denkanstößen. Und vielleicht wurde bei einigen der Zuhörer das Interesse geweckt, selbst literarisch aktiv zu werden, um dann im nächsten Jahr selbst als Referent an dem Lesertisch zu sitzen und seine Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Svenja Hannig


Hendrik Poschmann, Zipfelmützengewinner der Jg. 10-13


Osama Labadi, 2. Zipfelmützengewinner in Jg. 5-6, Marie Yousoufi, 2. Zipfelmützengewinner in Jg. 7-9, Felicia Caplan, 1. Platz in Jg. 5-6, und Vanessa Niemitz, 1. Platz in Jg. 7-9.


Das Cover von Carina Bargmanns Erstlingswerk.

Dienstag, 29. September 2009

Auswandern auf Zeit

Unter dem Titel „Ein Jahr im Ausland“ fand am 28.09.09 die erste Remter’05-Veranstaltung im Schuljahr 2009/10 statt. Sechs Schüler des WG, die ein Jahr im Ausland verbracht hatten, und ein Schüler aus Kolumbien, der gerade sein Austauschjahr in Deutschland erleben darf, erzählten von ihren Erfahrungen in den unterschiedlichsten Ländern.
In Honduras war Adrian Benatar, in Irland Nicola Scholl, aus Kolumbien war Federico zu Gast, in den Niederlanden war Georg Höxter, in Neuseeland Elena Scholl, in Mexiko Katharina Seifert, in den Vereinigten Staaten waren Lara Fricke und Charlotte Nimbach.
Durch interessante Fragen der gut vorbereiteten Moderatoren Jan-Peter Möhle und Elena Scholl (beide Jahrgang 13) wurden verschiedene Aspekte des Aufenthalts in den unterschiedlichsten Ländern beleuchtet. So war auf der einen Seite interessant, wie es ist, am Flughafen zu stehen und festzustellen, dass die Gastfamilie doch nicht wie versprochen auf einen wartete, auf der anderen Seite, wie es ist, in dem zweitärmsten Land Lateinamerikas, Honduras, auf die Bevölkerung und deren Armut zu treffen, sogar in sehr armen Verhältnissen selbst zu leben.
Allerdings standen an diesem Abend vor allem die schönen Erlebnisse im Vordergrund und das Erleben einer völlig anderen Kultur oder Mentalität. Die Gemeinschaft an der Schule oder das besondere Gefühl, wenn man in der Gastfamilie irgendwann richtig zur Familie gehörte und als ein Teil dieser aufgenommen wurde, wurden hervorgehoben. Trotz der verschiedenen Länder und der verschiedenen Erfahrungen war eines klar zu verstehen: Keiner bereute sein Auslandsjahr. Ein Schüler betonte zudem, dass es kein Hindernis sein sollte, ein Jahr Schule wiederholen zu müssen. Dafür sei die Erfahrung, die man machen könne, viel zu wertvoll.
Zudem informierten zwei Vertreter der Austauschorganisation Experiment e. V. über das Auslandsjahr und die Begleitung, die die Organisation vor dem Jahr, während des Jahres und im Anschluss böte.
Schade war nur, dass sich kaum Zuhörer in der Aula einfanden und von den wenigen waren noch weniger Schüler anwesend.
Von den Veranstaltern ist jedoch zu erfahren, dass die Gesprächsrunde an einem Vormittag im zweiten Halbjahr für die 7. und 8. Klassen wiederholt werden soll. Der Schulleiter Herr Thamm van Balen hat dem Vorschlag bereits zugestimmt.

Carina Bargmann





Wohnsituation in Honduras



Jan Peter Moehle (Moderation)



Nicolas Schuluniform aus Irland



Georgs Erinnerungen an die Niederlande



Elenas Blazer der Austauschorganisation Rotary



Adrian mit seiner Machete aus Honduras