„Der ganze Werkzeugkasten“. Andy Butty, Julius Kahl und Karl Schöll (7c) befragen Hausmeister Gerd Wommelsdorf, der für das Hauptgebäude zuständig ist.
Welche regelmäßigen Aufgaben fallen in deiner Schicht an?
In
meiner Schicht mache ich erstmal den Kontrollgang. Morgens um 6:30 Uhr fange
ich an. Ich schließe die Schule auf und macht das Licht überall an. Ich
schließe die Toiletten auf und tausche die Handtuchrollen. Die mache ich jeden
Tag.
Wie
erreichbar bist du bei Notfällen außerhalb der normalen Arbeitszeiten?
Also
wenn ich Freizeit habe und ihr einen Notfall habt, dann könnt ihr mich auch
anrufen. Die Telefonnummern sind hier an der Kabine, wo ich sitze, ausgehängt.
Wie
dokumentierst du Reparaturarbeiten?
In
dem Fall gebe ich eine Meldung raus. Das heißt bei der Stadt VKM, Vertrags- und
Kundenmanagement. Das ist quasi eine Telefonzentrale. Die nehmen die ganzen
Schäden und Unfälle auf, leiten sie an eine entsprechenden Personen weiter und
die kümmern sich dann um eine Firma, die hierher kommt, um das zu beheben. Das
geht dann relativ schnell.
Welche
Sicherheitsvorschriften sind auf dem Gelände besonders wichtig, damit nichts
kaputt geht?
Okay,
wenn sie mit dem Ball spielen, sollten sie den Ball nicht unbedingt gegen das
Fenster schießen. Aber ich bin immer für die Sicherheit da.
Wo
warst du, bevor du an das Wilhelm-Gymnasium gekommen bist?
Ich
war an einer Berufsschule, die bilden Arzthelferinnen aus und auch Pflege,
heißt Friseur, Nagelstudio und eine Art von Altenpflege. Dann sind die in ein
anderes Gebäude umgezogen, aber ich wollte nicht mit.
Bist
du auch für die Reinigung der verschiedenen Räume zuständig?
Dafür
haben wir unsere Reinigungskräfte. Ich kontrolliere nur, dass ihr es dann so
sauber wie möglich habt.
Wie
dokumentierst du Reparaturarbeiten?
Es
gibt ein neues System. Die Lehrer melden mir per E-Mail, wenn etwas kaputt ist.
Dann gucke ich in den Stundenplan, um rauszukriegen, wann der betroffene Raum,
also der Klassenraum oder Sonstiges, frei ist. Dann kann ich da arbeiten und
repariere das Objekt. Wenn ich es nicht selbst machen kann, dann beauftrage ich
eine Firma.
Was
machst du in deiner Freizeit?
Da
muss ich immer ganz viel tun, also Renovierungsarbeiten oder
Instandsetzungsarbeiten. Ich spiele auch sehr gerne Billard.
Was
ist dein Lieblingsurlaubsort?
Nach
Spanien fahre ich ganz gerne und ich fliege auch gerne in die Türkei.
Was
ist dein Lieblingsessen?
Das
werdet ihr nicht kennen. Das ist eine Graupensuppe.
Gibt
es irgendwelche kuriosen Geschichten in deiner Laufbahn als Hausmeister?
Ich
habe von einer Schülerin in der Berufsschule, mit der ich mich super gut
verstanden habe, einen Schlüsselanhänger zum Abschied geschenkt bekommen.
Worauf
stand „Du bist nicht nur der Hammer, du bist der ganze Werkzeugkasten.“
Und
hier am WG habe ich 3,50 D Mark in Fünfzig-Pfennigstücken gefunden, unter eine
Türschwelle, die ich rausgesägt habe. Vielleicht haben die damals Schangeln
gespielt und versucht, die Geldstücke möglichst nah an Tür zu werfen.
[Anm. d. Red.: Unser
Reporterteam hat eins der Fünfzig-Pfennigstücke als Erinnerung bekommen.]

Sehr schön
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