Sonntag, 5. April 2026

Lehrerinnen-Interview

„Der beste Beruf der Welt“. Frau van Berkel im Gespräch mit Adele Arnold, Kyra Fischer (5b), Luise Hanke und Viktoria Palazzo (5a).



Englisch oder Mathe? Für Frau van Berkel kommt es ganz auf das Thema an. Seit 2016 unterrichtet sie am WG und erzählt im Interview, warum sie schon immer Lehrerin werden wollte, was sie an ihrem Beruf besonders liebt und wie sie Schule, Familie und Freizeit unter einen Hut bekommt.

Frau van Berkel, welche Fächer unterrichten Sie?

Das kann ich ganz schnell beantworten: Ich unterrichte Englisch und Mathematik.

Haben Sie ein Lieblingsfach?

Das ist gar nicht so leicht zu sagen. Ich unterrichte beide Fächer total gerne. Es hängt oft davon ab, welches Thema gerade dran ist.

Ich bin beispielsweise ein großer Analysis-Fan. Funktionen und ihre Eigenschaften zu untersuchen macht mir einfach Spaß. Geometrie fesselt mich hingegen nicht immer, was zum Teil aber wohl auch daran liegt, dass ich mich zu Beginn meiner Lehrerkarriere häufiger mit dem Tafelzirkel und oder -geodreieck gepikst habe. Übung macht wohl doch den Meister. In Englisch arbeite ich besonders gerne mit Lektüren oder Textauszügen und lasse die Schüler:innen dabei gerne kreativ werden.

Wollten Sie schon immer Lehrerin werden?

Ja, tatsächlich schon sehr früh. Schon in der Grundschule war Lehrerin mein Traumberuf. Nach dem Abitur habe ich direkt mit dem Studium begonnen. Am Anfang wusste ich nur noch nicht genau, welche Fächer es werden sollten.

Warum haben Sie sich letztlich für den Lehrerberuf entschieden?

Weil es für mich der beste Beruf der Welt ist. Es macht unglaublich viel Spaß, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten und sie ein Stück ihres Lebens zu begleiten. Besonders schön finde ich die Momente, wenn Schüler plötzlich etwas verstehen – gerade in Mathe. Diese „Aha-Momente“ sind einfach toll.

Bleibt neben dem Beruf noch Zeit für das Privatleben?

Manchmal ist das schwierig. Das kommt sehr auf die Phase an. Wenn zum Beispiel das Abitur ansteht, bleibt kaum Zeit für Privates. Dann merken das auch meine Kinder. In ruhigeren Zeiten versuche ich aber bewusst, mir Zeit für Familie und mich selbst zu nehmen.

Mochten Sie Mathematik schon in Ihrer eigenen Schulzeit?

Ja, absolut. Ich habe Mathe schon immer geliebt.

An welchen Schulen waren Sie früher selbst Schülerin?

Ich bin öfter umgezogen und war daher an mehreren Schulen. Eine Zeit lang war ich in Schöningen, mein Abitur habe ich in Helmstedt gemacht. Davor habe ich sogar eine Zeit lang in München gelebt.

Was essen Sie besonders gern?

Ich liebe italienisches Essen, vor allem Pasta in allen Varianten – Lasagne ganz klassisch zum Beispiel.

Und was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Ich tanze sehr gerne und habe während meines Studiums sogar als Zumba-Trainerin gearbeitet. Außerdem schwimme ich gern. Leider kommen meine Hobbys seit der Geburt meiner Kinder etwas zu kurz. Ein Hobby, das ich aber immer noch intensiv betreibe, sind Brettspiele.

Brettspiele sind quasi ein Familien-Hobby. Mein Mann und ich spielen regelmäßig statt beispielsweise vor dem Fernseher zu sitzen. Wir lieben kooperative Spiele wie Spirit Island, können aber auch verbissen konkurrieren, wie zum Beispiel bei „Brass Birmingham“ oder „Arche Nova“. In unserer neusten Errungenschaft wandeln wir in den Fußstapfen von Marie Curie - ich liebe die Abwechslung, die solche Spiele bieten; nicht nur von der Mechanik, sondern auch thematisch.

Wie haben Sie sich für die Fächer Englisch und Mathe entschieden?

Ich hatte mehrere Möglichkeiten: entweder nur Naturwissenschaften wie Mathe und Chemie oder nur Sprachen wie Englisch und Französisch oder Spanisch. Am Ende fand ich die Mischung aus Sprache und Naturwissenschaft am spannendsten – so bin ich bei Englisch und Mathe gelandet.

Wie lange sind Sie schon am WG?

Ich bin seit 2016 am WG tätig.

Vielen Dank für das Interview!

Sehr gerne!