Dienstag, 17. März 2026

Fremdsprachen: Spanisch

„Wir wollen ganz viel kommunizieren“. Anton Jüttner, Halla Naameh und Linus Seiffert aus der 10m1 befragen Frau Wochnik zu Spanisch.



 

Viele verbinden Spanisch mit Sonne, Musik und Urlaub - gleichzeitig ist es eine der meistgesprochenen Sprachen der Welt. Auch an unserer Schule können die Fünftklässler Spanisch als Fremdsprache wählen. Im Rahmen unserer Reihe „Steckbrief der Fremdsprachen“ stellen wir euch deshalb heute Spanisch vor.

 

Wo spricht man Spanisch denn überall?

Spanisch spricht man in Europa natürlich in Spanien, aber man spricht es auch in weiten Teilen Südamerikas und dort bis auf Brasilien und einige kleinere Länder in allen Ländern als Muttersprache und inzwischen sogar in Nordamerika, denn die USA sind das Land mit der zweitgrößten spanischsprechenden Bevölkerung der Welt nach Mexiko.

Was macht man im Spanischunterricht?

Wir haben eine lebendige Sprache, das heißt, der Fokus liegt vor allen Dingen auf dem Sprechen. Wir wollen ganz viel kommunizieren, und das geht am besten über das Sprechen, aber auch über das Lesen und Hören.

Was macht aus Ihrer Sicht denn Spanisch sinnvoller als die anderen Sprachen?

Ich bin auch Französischlehrerin, demnach will ich die Sprachen natürlich nicht gegeneinander ausspielen. Das Erlernen jeder Sprache ist sinnvoll, ich glaube, dass Spanisch anfangs etwas einfacher ist, was die Aussprache angeht, dass man es schneller aussprechen kann. Viele von uns reisen auch ganz gerne ins spanischsprachige Ausland. Mallorca ist Deutschlands liebstes Reiseziel, und dann kann man sich vielleicht schon auf Spanisch dort ausdrücken.

Wie schwer ordnen Sie Spanisch ein?

Es ist ein Irrglaube, das manche denken, das Spanische sei einfacher als das Französische und sich dann erst für Spanisch entscheiden. Das ist überhaupt nicht so. Es sind beides zwei romanische Sprachen und insofern gibt es da die gleichen Schwierigkeiten. Im Spanischen haben wir den Verbmodus subjuntivo, im Französischen den subjonctif, das ist sehr ähnlich bei beiden Sprachen.

Warum haben Sie Spanisch damals selbst gewählt?

Ich war in der 11. Klasse ein Jahr als Gastschülerin auf Teneriffa und konnte vorher kein Spanisch und danach recht gut. Da habe ich dann die Leidenschaft für das Spanische entdeckt. Ich habe es anschließend studiert und war dann auch noch mal ein Semester als Erasmus-Studentin im Studium in Spanien. Danach habe ich eine Zeit lang in Kanada in einer spanischsprachigen WG gelebt, also es hat mich die ganze Zeit lang begleitet.

Was ist für Sie denn das ausschlaggebendste Argument, was für Spanisch spricht?

Ich mag den Klang der Sprache sehr gerne. Das wird ja auch beim Französischen sehr gerne gesagt, aber ich finde, auch das Spanische ist eine sehr melodische Sprache. Ich finde es toll, dass es so viele Varietäten des Spanischen gibt, dadurch, dass es sehr viele Länder gibt, in denen Spanisch gesprochen wird. Es sind da auch noch ganz viele unterschiedliche Sprachvarianten möglich. Außerdem reizen mich die Länder natürlich auch als Urlaubsziele, denn sie sind sehr vielseitig.

Was ist ein Argument, das eigentlich gegen Spanisch spricht?

Ich vermute, dass viele unserer Schüler nicht nach Südamerika reisen werden. Das heißt, diese Ziele sind zwar sehr attraktiv, aber vielleicht nicht unbedingt realistisch. Ansonsten sehe ich eigentlich wenig Argumente, die dagegen sprechen.

Was bringt einem Spanisch insgesamt im Leben?

Auch in Zeiten von künstlicher Intelligenz ist es immer noch etwas anderes, wenn man sich von Angesicht zu Angesicht mit einem Menschen eines anderen Landes unterhalten kann. Das wissen auch die Menschen in der Regel wertzuschätzen, wenn man sich bemüht, deren Muttersprache zu erlernen oder zu sprechen, sei es auch noch auf ganz niedrigem Niveau. Muttersprachler freuen sich immer, wenn man ein bisschen kommunizieren kann, und das ist doch sehr charmant. Ich denke, wir in Europa sollten versuchen, uns einander anzunähern. Warum also nicht mit dem Spanischen in Spanien.

Wollen Sie den Fünftklässlern noch etwas sagen?

Ich denke, mit Spanisch trefft ihr eine gute Wahl und ich würde mich freuen, wenn wir uns im Jahrgang 6 in einem der Spanischkurse wieder treffen.


 

Sonntag, 15. März 2026

Fremdsprachen: Latein

„In einer Zeit digitaler Medien ist das genaue Lesen eine ganz wichtige Fertigkeit, die man durch Lateinlernen mitnehmen kann“. Halla Naameh, Anton Jüttner und Linus Seiffert (10m1) befragen Herrn Duwe zu Latein.




Für viele gilt Latein als geheimnisvolle Sprache aus der Antike – für andere ist es nur eine Sprache, die gar nicht mehr gesprochen wird. Die zukünftigen Sechstklässler müssen sich entscheiden, welche zweite Fremdsprache sie wählen möchten. Im Rahmen unserer Reihe „Steckbrief der Fremdsprachen“ stellen wir euch dafür heute Latein vor.

 

Bei Latein ist das jetzt vielleicht nicht eine gute Einstiegsfrage, aber wo spricht man Latein denn so überall?

Latein war bis vor Kurzem noch die einzige offizielle Sprache im Vatikan, seit Neuestem aber selbst da nicht mehr. Latein wird heutzutage kaum noch aktiv gesprochen, aber der Schatz von Vokabeln, Kultur und Sprache, der ist eigentlich fast überall auf der Welt sichtbar.

Und was macht man im Lateinunterricht?

Wir versuchen ganz wesentlich, uns den Schatz dieser Sprache zugänglich zu machen. Das heißt, das, was man damals in der römischen Welt geschrieben und gedacht hat, heute zu verstehen und darüber nachzudenken.

Was macht aus Ihrer Sicht denn Latein sinnvoller als die anderen Sprachen?

Ich habe das Gefühl, dass einerseits die Spuren, die Latein hier bei uns im Land hinterlassen hat, noch viel deutlicher sind als die Spuren der anderen modernen Sprachen. Dass man viel mehr mit Dingen in Berührung kommt, die Latein sind oder hierauf zurückzuführen sind. Außerdem ist es so, dass wir anders im Unterricht damit umgehen. Wir versuchen vor allem, die Sprache und das, was da in diesen Texten steht, zu verstehen, durch Übersetzung und Nachdenken über Dinge, die Menschen schon immer bewegt haben. Übrigens kann dieses Übersetzen von Texten, das manchmal wie eine kleine logische Knobel- oder Puzzleaufgabe erscheint, auch einfach viel Spaß machen. Das bestätigen viele Schüler bei uns, die Lust haben, mit Latein auch in der Oberstufe noch weiterzumachen.

Wie schwer ordnen Sie Latein ein?

Über viele Jahrhunderte war die lateinische Sprache die fast überall gesprochene und verstandene Sprache. Das heißt, ganz normale Menschen haben auf Latein gesprochen. Dass wir alles selbst sprechen können, ist heute gar nicht mehr unser Ziel, aber dass wir es verstehen können. Das haben ja Generationen von Menschen geschafft und das schaffen wir ganz einfach auch. Mit der richtigen Hilfe und Herangehensweise ist Latein eine genauso leichte oder schwere Sprache wie alle anderen auch.

Warum haben Sie damals selbst Latein gewählt?

Ich war selbst immer total interessiert an alten Dingen. Wo etwas herkommt. Ich bin durch Ruinen geklettert und mir haben alte Kulturen Spaß gemacht. Und bevor mich die Sprache total angesprochen hat, hat mich einfach die Welt der Antike, der Römer und der Griechen absolut fasziniert. Deswegen wollte ich in diese Welt tiefer eintauchen.

Was ist für Sie das ausschlaggebendste Argument, was für Latein spricht?

Es sind zwei. Das eine ist, dass wir eine Sprache und Kultur erlernen, die ich absolut faszinierend finde und von der wir heute wie früher, glaube ich, unfassbar viel lernen können . Das andere ist, dass ich glaube, dass das Übersetzen und die Auseinandersetzung mit den Texten Techniken sind, mit denen heutzutage viele Schüler auch im späteren Leben ganz viel anfangen können.

Was ist denn ein Argument, was eigentlich gegen Latein spricht?

Eigentlich wie in jeder anderen Sprache auch, dass man sich mit Vokabeln und Grammatik auseinandersetzen muss. Mit Grammatik vielleicht noch ein bisschen genauer als in den modernen Fremdsprachen. Und viele lateinische Wörter sind auf den ersten Blick, wenn man sie lernt, nicht ganz so leicht zugänglich wie zum Beispiel im Spanischen. Dafür lernen wir meist sehr viel weniger Vokabeln.

Was bringt einem denn Latein im Leben?

Ich glaube, man gewinnt einen Schatz damit, dass man die Kultur und die Sprache einfach als Lebensbegleiter mitnimmt. Das andere ist, dass man absolut geschult darauf ist, sich mit Texten auseinanderzusetzen, und zwar ganz genau. Manchmal lesen wir in einer Unterrichtsstunde nur ein oder zwei Sätze und machen uns darüber ganz genaue Gedanken, sowohl in der Übersetzung als auch darüber, was das eigentlich heißt. Und ich glaube, in einer Zeit, in der man sehr viel mit digitalen Medien herumwischt, ist das genaue Lesen eine ganz wichtige Fertigkeit, die man durch Lateinlernen mitnehmen und sich deutlich verbessern kann.

Wollen Sie den 5. Klässlern noch irgendetwas sagen?

Entscheidet frei für das, was euch am meisten interessiert und fasziniert. Jede Sprache und jede Kultur ist toll und es bringt euch ganz viel, sie zu lernen. Latein ist meine Lieblingssprache und ich finde die Welt der Römer wahnsinnig interessant. Deswegen freue ich mich, wenn viele von euch ein solches Interesse teilen.