Freitag, 16. November 2018

Praktikumsbericht 2018


Olchis malen ist (nicht) schwer. Valea Elß berichtet über ihr Betriebspraktikum an der Grundschule Klint

Nach zwei erholsamen Ferienwochen war endlich mein erster Praktikumstag gekommen. Wegen meiner Busverbindung war ich eine der ersten, die der freundliche Hausmeister der Grundschule Klint am frühen Morgen begrüßen durfte. Neugierig, was mich in den nächsten drei Wochen als „Lehrerin“ erwarten würde, besah ich mir den noch leeren Klassenraum der E5, eine der sechs Eingangsstufen der Schule, in welcher Erst- und Zweitklässler gemeinsam unterrichtet werden. Im Gegensatz zu unseren Klassenräumen glich dieser hier noch einer Art kleinem Spielparadies. Neben der Tafel, den Tischen und den Stühlen gab es hier eine gemütliche Sitzecke, Spiele, Bilderbücher. - Es war genau so, wie man sich den fließenden Übergang zwischen Kindergarten und Schule vorstellen würde. Wie ich nämlich in den nächsten Tagen mehrmals erfahren sollte, sind Kompetenzen wie Stillsitzen, Zuhören und Lernen für die quirligen Sechsjährigen gar nicht so selbstverständlich wie für uns. Deshalb werden, nachdem fleißig gerechnet, gelesen und buchstabiert wurde, regelmäßig auch Spiel- und Ruhepausen eingelegt, auch während der Unterrichtszeiten. Lächelnd erkannte ich außerdem einige Hefte und Bücher aus meiner eigenen Grundschulzeit wieder. Das Tinto-Haus prangte im Großformat über dem Sitzkreis und in den Fächern der Schüler fand ich das kleine Lies-mal-Heft, in welchem ich früher immer so gerne gearbeitet hatte. Auf einer Ablage über dem Lehrertisch thronten zwei Vorlesebücher. Eines davon war das Sams, über dessen Geschichte auch ich als Grundschüler immer sehr lachen musste. Das andere Buch erkannte ich ebenfalls sofort: Die grünen Männchen mit der Knubbelnase waren einfach unverkennbar. Der Titel des Buches: „Die Olchis im Zoo“. Die Olchis. Süß! Auch wenn ich mit sechs Jahren lieber „Das magische Baumhaus“ oder „Das wilde Pack“ gelesen habe, um einige Olchi-Bücher bin auch ich in meiner Grundschulzeit nicht herumgekommen. Doch wie ich später erfahren sollte, sind die ständig fluchenden, menschenähnlichen Wesen, die auf einer Müllhalde leben und in ihren Geschichten für Chaos und zahlreiche Lacher sorgen, bei der Klasse ganz besonders beliebt.
Mittlerweile war die Klassenlehrerin der E5 eingetroffen und besprach mit mir den heutigen Tagesablauf. Erst Mathe, dann Kunst und dann Deutsch. Zwischendurch eine Hof- und eine Frühstückspause. Das versprach einen spannenden ersten Tag. Um 7:50 Uhr trafen dann die ersten Kinder ein. Alle wurden herzlich von ihrer Lehrerin begrüßt und ich staunte, wie gutgelaunt und offen sie sofort von ihren Ferienerlebnissen zu erzählen begannen. Bevor es an den richtigen Unterricht ging, war dies der erste Programmpunkt. Wir versammelten uns im Sitzkreis und jedes Kind erzählte begeistert von ihren Herbstferien. Die ausgelassene Stimmung war einfach beeindruckend und machte auch mir gleich gute Laune. Nachdem wir den Geburtstag einer siebenjährigen Schülerin nachgefeiert hatten, ein Griff in die Überraschungskiste und Geburtstagsständchen inklusive, ging es dann doch an den „richtigen“ Unterricht. In den Herbstferien hatte ich mir viele Gedanken darüber gemacht, wie ich vor den Kindern auftreten sollte und hatte ein bisschen Sorge, ich könnte zu streng oder die Kinder könnten mir gegenüber sehr verschlossen sein. Doch meine Sorgen waren völlig unbegründet. Während ich erwartungsvoll und neugierig zwischen den Gruppentischen entlang schlenderte und hier und da bei den Aufgaben half, erzählten mir die Kinder ganz von allein von ihren Familien, Haustieren und Lieblingsbeschäftigungen, sodass die Distanz zwischen uns schon nach den ersten fünf Minuten überwunden war. Längst hatte ich die Klasse in mein Herz geschlossen und war mir sicher, dass die folgenden drei Wochen einfach super werden würden.
Um neun Uhr war es Zeit für die Frühstückspause. Die Kinder räumten ihre Plätze auf und holten hungrig die von ihren Eltern liebevoll gepackten Brotboxen heraus. In den nächsten zwanzig Minuten herrschte eine Art gefräßiges Schweigen, während die Lehrerin aus dem Buch „Die Olchis im Zoo“ vorlas. Auch ich lauschte gespannt der Geschichte und schwelgte zeitgleich in Erinnerungen aus meiner Grundschulzeit. „So, und jetzt wird das Frühstück weggepackt!“, hieß es dann nach einer Weile und die Kinder räumten bereitwillig die leeren Dosen in die Schultasche zurück. „Heute ist es unsere Aufgabe, einen Olchi zu zeichnen“, kündigte die Lehrerin an, die Anleitung zum Zeichnen schon in der Hand. „Zuerst malst du einen runden Kopf. Dann kommen die drahtigen Haare dran, Mund, Augen und natürlich die große Knubbelnase.“ Während sie erklärte, hatte die Lehrerin selbst einen Olchi an die Tafel gezeichnet, und sie hatte ihn, wie ich erstaunt feststellte, ziemlich gut getroffen. Nach dem Kopf sollten die Kinder auch den Körper und die Umgebung des Olchis zeichnen. Dabei konnten sie frei entscheiden, welchen Olchi sie malen wollten. Olchi-Mama, Olchi-Papa, eines der Olchi-Kinder, das Olchi-Baby oder doch die Olchi-Oma? Begeistert holten die Schüler ihren Zeichenblock und ihre Buntstifte und machten sich an die Arbeit. Ich ging derweil von Tisch zu Tisch und half, wo ich konnte. Plötzlich tippte mir einer der Erstklässler schüchtern auf den Arm. „Kannst du mir eine Nase zeichnen?“, fragte er und deutete auf sein Blatt, auf welches er schon einen ovalen Olchi-Kopf gezeichnet hatte. „Natürlich“, erwiderte ich und schnappte mir seinen Bleistift. Doch insgeheim machte sich in mir langsam Verzweiflung breit. Zeichnen gehört nun einmal überhaupt nicht zu meinen Stärken und ich fürchtete, den Ansprüchen des Sechsjährigen einfach nicht gerecht werden zu können.
Komm schon, so schwer kann das doch nicht sein, versuchte ich mich zu beruhigen. Es ist doch nur eine Olchi-Nase. Zögerlich setzte ich den Stift auf das Blatt und zeichnete, zunächst nur mit ziemlich blassem Strich, eine schöne, große Knubbelnase. Triumphierend richtete ich mich auf. Das sah doch gar nicht mal so schlecht aus. „Gut so?“, fragte ich den Kleinen und er nickte zufrieden. Also setzte ich meinen Weg durch die Klasse fort, glücklich, dass ich zumindest eine Olchi-Nase doch ganz gut getroffen hatte. Das wäre doch mal ein Projekt für unseren Kunstunterricht!, überlegte ich, während ich mich an einen der Gruppentische setzte, um mich ein wenig mit den Kindern zu unterhalten. Die meisten waren mittlerweile beim Olchi-Körper angelangt. Ihre Olchis bekamen nun bunte T-Shirts und Hosen sowie einen kreativ gestalteten Hintergrund. „Was hast du denn für einen Olchi gezeichnet?“, fragte ich das Mädchen neben mir neugierig. „Das Olchi-Kind“, antwortete sie und erzählte mir auch gleich von dem geplanten Hintergrund. Eine kleine Weile blieb ich an ihrem Tisch und hörte mir Geschichten über ihre kleinen Geschwister und ihre zahlreichen Haustiere an, bevor ich mich zu einem Erstklässlertisch hinzugesellte. „Malt ihr auch die Olchi-Kinder?“, fragte ich die Schülerin neben mir. „Nein, mein Olchi trägt doch ein gestreiftes Kleid, das ist Olchi-Oma“, korrigierte sie mich in einem so ernsten Ton, wie ich mich mit meinen Freunden vielleicht über die passende Potenzfunktion in einer Matheaufgabe unterhalten hätte. Im Allgemeinen war ich sehr erstaunt, wie ernst die Kinder der Olchi-Aufgabe nachgingen und mir wurde bewusst, dass auch meine Kindheit von ähnlichen Themen geprägt gewesen war. Als Sechsjähriger interessiert man sich nicht für Landtagswahlen oder die Globalisierung und auch nicht für die neuste Mode oder die Trennung des Lieblingspromis. All das ist verschrieen als „Erwachsenenkram“ und taucht höchstens Zuhause im Gespräch zwischen den Eltern oder älteren Geschwistern auf. Stattdessen ist die Gestaltung eine Olchis eine sehr ernstzunehmende Aufgabe, die Sammelsticker von Lidl sind der größte Schatz in der Schultasche und es ist überhaupt nicht egal, wer das Wettrennen zum Klassenzimmer gewinnt. Diese Dinge, so wurde mir bewusst, musste ich irgendwann in den letzten Jahren einfach vergessen haben. Vor meinem Praktikum hatte ich lange nicht mehr an das Sams oder an die Olchis gedacht und über Streitereien über den besten Platz im Sitzkreis waren meine Freunde und ich natürlich auch längst hinaus. Vor allem der erste Tag meines Praktikums hat die Erinnerungen an all diese Dinge in mir wachgerufen. Im Leben eines Grundschülers geht es nicht um Klausuren, Geld, ein erfolgreiches Leben, die modernste Kleidung, Anerkennung. Stattdessen kann das Zeichnen eines Olchis eine unglaublich wichtige Aufgabe sein und ein falsch gesetzter Strich oder ein leicht eingerissenes Papier ein großes Problem. Ohne mein Praktikum hätte ich mich niemals daran erinnert.

Fotos: V. E.

Freitag, 26. Oktober 2018

Majorette

Auch Tuk-Tuks im Programm. Johannes Kling stellt die Modellbaufirma Majorette vor.




Produktionshalle in Thailand.
Alle Spielzeuge von Majorette werden in eigenen Fabriken hergestellt und getestet. Der Hauptanteil wird von circa 600 Mitarbeitern in der 13.000 m² großen thailändischen Produktionsstätte gefertigt. Einige Spielsets produziert Majorette in der Fabrik von Smoby Toys in Arinthod, Frankreich.


Welches ihrer bisherigen Modelle hat sich am schlechtesten verkauft?
Keines, da Majorette nur Top-Seller im Sortiment hat. - Nein, Spaß beiseite!
Durch unsere weltweiten Vertriebsniederlassungen entsteht eine bunte Mischung an Sortimenten, denn jede unserer Vertriebsniederlassungen kauft für sich ein und wählt Sortimente aus. Hier gibt es auch länderspezifische Versionen und diese verkaufen sich in den jeweiligen Ländern am besten, aber eben in den anderen Märkten dafür nicht so gut.

Das Majorette Sortiment teilt sich grundsätzlich wie folgt auf:
25 % US-amerikanische Fahrzeuge
25 % Fahrzeuge aus dem asiatischen Raum
50 % aus Europa (davon 25 % Deutschland und 25 % Frankreich, Italien und UK)
Ein Land Rover Defender beispielsweise verkauft sich auf dem deutschen Markt schlechter als in anderen Ländern, da dieser hier nicht landestypisch ist.
Aus diesem Grund haben wir länderspezifische Modelle, wie zum Beispiel Polizei, Feuerwehr oder auch ein Tuk-Tuk, das für Thailand gemacht wurde, um damit jedes Land abzudecken.

Wieso haben ältere Modelle, wenn sie später verkauft werden, andere Räder?
Wir möchten unsere Sortimente kontinuierlich weiterentwickeln, weshalb wir jedes Jahr Farbupdates und Felgen-Updates durchführen. Deswegen haben ältere Modelle dann andere Felgen.

Wieso gibt es manche Modelle wie zum Beispiel die der Gendarmerie nur in Frankreich? Lassen sich diese Modelle in Deutschland nicht gut verkaufen?
Für unsere internationalen Niederlassungen gibt es Länderversionen wie auch teilweise Exklusivartikel. Diese können dann von anderen Ländern nicht bestellt werden, da sie exklusiv für denjenigen Kunden bzw. das jeweilige Land sind.

Rohlinge des Chevrolet Camaro.
Wie viele Modelle bringen Sie pro Jahr raus?
Im Jahr 2018 waren es ca. 120 Modelle. Durchschnittlich sind es zwischen 100-150 Modelle pro Jahr.

Gibt es Länder, in denen Sie nicht mehr verkaufen, da dort zu wenige Modelle gekauft wurden?
Nein, unsere Niederlassungen sind sehr engagiert und arbeiten kontinuierlich daran, dass wir in jedem Land vertreten sind.

In wie vielen Ländern verkaufen Sie ihre Modelle?
In 26 Ländern.

Gibt es auch bestimmte Autohersteller, deren Autos sie nicht als Modell nachstellen dürfen?
Die Gegebenheiten ändern sich jährlich bzw. die Karten mischen sich jedes Jahr neu. Wenn Exklusivlizenzen mit anderen Herstellern nach einer bestimmten Laufzeit auslaufen und dann wieder verfügbar sind, könnten wir dort einsteigen und Modelle fertigen, die wir vorher nicht fertigen konnten. Grundsätzlich pflegen wir aber seit Jahren Partnerschaften mit den wichtigsten Herstellern und haben so circa 90% der wichtigsten Marken im Programm.



Freitag, 28. September 2018

Reisebericht Marokko

It‘s a small world. Iman Sibai berichtet von einer unerwarteten Begegnung in Marokko.
Place des Epices bei Nacht
Im Frühling flog ich mit meiner Familie nach Marrakesch, eine der vier Königsstädte von Marokko. Es ist nicht das erste Mal, dass wir unsere Osterferien hier verbringen.
Wie schon oft legen wir den den bekannten Weg vom großen Marktplatz durch die engen, verwinkelten Gassen der Altstadt, vorbei an Ständen mit Gewürzen, Ledertaschen, Teppichen und Teekannen, zum Platz der Gewürze (Place des Epices) zurück.
Kurze Zeit später stehen wir auch schon vor unserem Ziel, dem „Café des Epices“, neben „La Famille“ eines meiner Lieblingscafés in Marrakesch. Wir entscheiden uns sofort für einen Platz auf der Dachterrasse und laufen die enge Wendeltreppe nach oben.

Café des Épices
Auf der einfach eingerichteten, mit bunten Strohhüten dekorierten, aber sehr gemütlichen Terrasse angekommen, suchen wir nach freien Sitzplätzen. Wir schauen uns um, alles scheint besetzt. Nur ein Tisch ist frei, an dem aber bloß zwei Holzhocker stehen. Wir wollen uns gerade wieder abwenden, als eine nette Dame (aus Schweden) am Nachbartisch zwei Hocker lächelnd in unsere Richtung schiebt.
Wir setzen uns an den niedrigen Holztisch mit Blick auf den kleinen, mit Bergen von Ware vollgestellten Place des Epices. Hinter Hausdächern und Minaretten der Medina erkennt man das schneebedeckte, mächtige Atlasgebirge.

Msimn: marokkanische Pfannkuchen mit Sirup
Verschiedenste Sprachen erfüllen die Terrasse, man hört Menschen aus aller Welt ruhig und scheinbar unbekümmert miteinander sprechen, dazwischen die Rufe der lockeren Kellner auf Arabisch, während ein Afrikaner auf seinem afrikanischen Saiteninstrument spielt und dazu singt. Ich verstehe weder ihn, noch viele der Gäste, jedoch klingt alles sehr schön und irgendwie auch beruhigend.
Mein kleiner Bruder und ich wollen noch einmal nach unten auf den Platz laufen, bevor die Sonne untergeht. Gerade, als ich durch die Tür nach unten gehen will, bemerke ich, dass Personen die enge Treppe heraufkommen. Ich trete zurück und ziehe vorsichtig meinen Bruder zur Seite, um die Entgegenkommenden durchzulassen. „Du bist auch hier, Iman?“ Ich schrecke auf, als ich meinen Namen höre. „J-j-ja?“
„Den ganzen Weg von Braunschweig hierher!“ Frau Alimy tritt durch die Tür auf die Terrasse und lächelt mich an – ich bin so fassungslos, dass ich nur ein weiteres „J-j-ja.“ stottere. Auf dem Weg nach unten denke ich darüber nach, wie es sein kann, dass wir, Frau Alimy und ich, uns 3000 km von Braunschweig entfernt im selben Augenblick durch dieselbe Tür quetschen wollten. Hätte es passieren können, dass wir zur selben Zeit im gleichen Café gesessen, aber nichts voneinander mitbekommen hätten? Sind wir uns vielleicht schon vorher begegnet, ohne es zu bemerken? Wären wir so pünktlich aufeinandergetroffen, wenn wir uns hier verabredet hätten? Wie oft kommt es im Leben vor, dass man Menschen haarscharf verpasst oder eben doch trifft, nur weil es der Zufall so will?

Places des Épices bei Tag
Zurück an meinem Sitzplatz beobachte ich von der stillen Terrasse aus das hektische Aufräumen auf dem Marktplatz. Die Waren werden auf Karren und Esel gepackt. Aus den Minaretten ertönen die singenden Gebetsrufe. Die Sonne geht unter und taucht die „Rote Stadt“ in ein warmes, orangefarbenes Licht. In Sekunden ist der kleine Platz am Fuße des Cafés wie leergefegt. Wie bekommen die am nächsten Tag alles wieder an seinen Platz, vor allem so ohne Markierungen? Oder sieht der Platz jeden Tag anders aus?
Inzwischen ist es dunkel und kühl, von der Nachmittagshitze ist kaum noch etwas zu spüren. Auf den Tischen brennen kleine orientalische Lampen und manche Gesichter werden von leuchtenden Handydisplays schwach erhellt. Marokkanischer Pfefferminztee wird aus glänzenden, verzierten Teekannen blubbernd in kleine Gläser gefüllt. Auch ich wärme mich mit Cornes de gazelle und Thé à la menthe marocain auf, bevor wir uns wieder auf den Weg machen.

Marokkanisches Teegedeck.
Wir gehen.
Ich drehe mich nochmal um und verabschiede mich von Frau Alimy, die mir freundlich zunickt - und von der schönen Terrasse des Café des Epices. Vielleicht bis nächstes Jahr?
Schöne Ferien, fröhliches Abschalten und: Seid Euch nicht zu sicher - man weiß nie, wann und wo man sich begegnet. It‘s a small world after all!


Fotos: Familie Sibai

Freitag, 24. August 2018

Der Zoll - Sicherheit für Deutschland. Louis Ostrowski befragt Pressesprecher Andreas Löhde 

Was macht der Zoll?
Der Zoll ist ursprünglich dafür da, zu kontrollieren, was nach Deutschland rein- und rausgeht. Das macht der Zoll, damit keine verbotenen Sachen (Waffen, Drogen usw.) rein kommen und damit die heimische Wirtschaft vor zu billigen Importen geschützt wird. Dafür erhebt der Zoll dann Steuern („Zoll“) auf die Waren, die reingebracht werden.
Aber auch auf deutsche Produkte (zum Beispiel Alkohol und Zigaretten) erhebt der Zoll Steuern.
Außerdem prüft der Zoll auch die Arbeitsbedingungen von Menschen, damit jeder seinen Mindestlohn bekommt und in die Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung einbezahlt.

Was zeichnet den Zoll aus?
Das Besondere am Zoll ist die Vielfältigkeit der Aufgaben: Wir sind gleichzeitig Polizei, Finanzamt und Staatsanwaltschaft. Darum findet bei uns jeder eine spannende Aufgabe.

Einsatzfahrzeug.
Welche Einheiten hat der Zoll?
Für die vielen unterschiedlichen Aufgaben hat der Zoll ganz unterschiedliche Einheiten:
Bekannt sind unsere besonders unsere bewaffneten Einheiten wie etwa die Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV), die schaut, was über die Straßen, Schienen, Häfen und Flughäfen nach Deutschland kommt; oder die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS), die überall prüft, wo gearbeitet wird; oder unsere Spezialeinheiten (ZUZ – Zentrale Unterstützungseinheit Zoll und OEZ – Observationseinheit Zoll), die im Kampf gegen organisierte Kriminalität zupacken.
Hingegen haben wir zum Beispiel mit dem Prüfungsdienst eine Einheit, die in den Unternehmen selbst kontrolliert, ob sich alle an die Regeln halten – ohne Uniform und Waffe, aber mit Köpfchen und Fingerspitzengefühl.

Wie viele Menschen hat der Zoll?
Beim Zoll arbeiten etwa 39.000 Menschen – überall in Deutschland. Damit ist der Zoll einer der größten Arbeitgeber des Bundes.

Welche/wie viele Tiere sind beim Zoll?
Als tierische Kollegen helfen dem Zoll etwa 340 Hunde insbesondere im Kampf gegen den Schmuggel. Dabei ist nicht die Hunderasse wichtig, sondern dass die Hunde einen ausgeprägten Spieltrieb haben.

Was sind die schlimmsten Einsätze?
Besonders belastend sind oft nicht die gefährlichen Situationen, sondern wenn man mit der Not der Menschen konfrontiert ist.

Was war Ihr schlimmster Einsatz?
Am meisten ärgere ich mich immer über Fälle, in denen wir besonders dreist angelogen werden.

Röntgenfahrzeug.

ZUZ: Zentrale Unterstützungseinheit Zoll.
Was haben Sie für Sonderfahrzeuge?
Neben ganz normalen Autos hat der Zoll natürlich auch Streifenwagen und Zollboote, aber auch Röntgenfahrzeuge: Lastwagen mit deren Hilfe andere Fahrzeuge durchleuchtet werden können.

Welches Gebiet kontrolliert das Zollschiff Borkum?
Die Borkum wird hauptsächlich in der Deutschen Bucht, in der Nordsee, eingesetzt.

Welche Karrierechancen gibt es beim Zoll?
Beim Zoll kann man mit Realschulabschluss eine zweijährige Ausbildung oder mit Abitur ein dreijähriges Duales Studium machen. Danach kann man in allen Bereichen des Zolls eingesetzt werden und diese dann auch wechseln. Im Laufe der Zeit erhält man immer wieder eine Art Zeugnis (Beurteilung), sodass man durch Beförderungen höhere Positionen und mehr Geld bekommen kann.

Zollschiff Emden.
Wieso sind manche Zollschiffe grün und manche blau?
Der Zoll wird langsam auf blau umgestellt. Also sind in ein paar Jahren nicht nur die alle Zollboote, sondern auch die Streifenwagen und Hemden blau.

Inwieweit ist der Zoll auf Bürger angewiesen?
Egal was man beim Zoll macht, man arbeitet immer Menschen zusammen und meistens auch mit Nicht-Zöllnern – egal ob es jetzt um die Kraftfahrzeugsteuer oder eine Mindestlohnprüfung geht.






Welche Neuerungen soll der Zoll in Zukunft erhalten?
Egal welche großen Nachrichten zurzeit durch die Medien gehen, fast alles hat etwas mit dem Zoll zu tun: ob Brexit oder Donald Trump, Mindestlohn oder Zuwanderung. Darum ist der Beruf des Zöllners topaktuell und wird es bleiben, solange es Handel und Arbeit in Deutschland gibt – also immer!

Pressesprecher Andreas Löhde

Fotos: Zoll.

Schuljahr 2018/19

Willkommen zurück! Mit dem WGtarier-Team ins neue Schuljahr.
Herzlich willkommen zurück aus den Ferien, liebe WGtarier. Und natürlich auch ein herzliches Willkommen an alle neuen Schülerinnen und Schüler unter uns. Hoffentlich lebt ihr euch schnell ein. Aber nach den zwei Wochen Schule, die bereits hinter uns liegen, ist das Schulleben für alle wahrscheinlich (schon wieder) Alltag geworden. Glücklicherweise gibt es jede Menge Neuigkeiten, die für Abwechslung sorgen. Zum Beispiel startet unsere Schulzeitung jetzt wie alle anderen AGen mit einem motivierten, jungen Team ins nächste Halbjahr. Damit ihr uns alle kennenlernt, wird demnächst eine kleine Vorstellungsrunde von unseren Autorinnen und Autoren folgen. Wir werden euch für das gesamte nächste Schuljahr mit News, Umfragen, Interviews und vielem mehr auf dem Laufenden halten. Wenn ihr also immer auf dem neusten Stand (#immerinformiert) sein wollt, schaut regelmäßig auf unserer Website http://wgtariernews.blogspot.com/ vorbei. Und um keinen einzigen Artikel zu verpassen, folgt uns einfach auf Instagram (wgtariernews). Dort geben wir immer die neusten Veröffentlichungen bekannt und starten hin und wieder auch mal eine coole Spontan-Umfrage. 
Und natürlich heißt es zu Beginn jedes Schuljahrs aufs Neue: Jetzt starte ich richtig durch! Damit das funktioniert, haben wir zumindest für alle sprachlichen Fächer einen Tipp für euch: Im letzten Schuljahr haben wir sämtliche Apps zum Thema Sprachen lernen verglichen und bewertet. Einfach die Artikel ansehen, die richtige App auswählen und loslegen! Falls ihr euch eine ähnliche Reihe auch für andere Bereiche wie zum Beispiel Naturwissenschaften wünscht, zeigt uns das durch eine positive Bewertung der Artikel oder gebt uns durch einen Instagram-Kommentar Bescheid.
Andernfalls melden wir uns bald mit den ersten Berichten, Umfragen und Interviews.
Bis dahin, eurer WGtarier-Team!

Montag, 25. Juni 2018

Attraktivste Lehrer: Umfrage-Ergebnis

Wer sind die attraktivsten Lehrer der Schule? Hier das Voting von mehr als 100 Befragten.

Attraktivster Lehrer: Herr Tegebauer.
Attraktivste Lehrerin: Frau Schröter.

Interviews folgen.

WG-Geschichten X

Schule ist nicht alles. Unser Autor im Urlaub.
Macht. Ron Gerstmann über eine imposante Stunde seiner Schulzeit
„Ich hatte damals einen Religions- und Geschichtslehrer, der sehr, sehr streng und dafür auch berüchtigt war. Diesen Lehrer hatte ich durchgehend von Klasse 7 bis 11 immer in irgendwelchen Kursen. Eines Tages hatten wir ihn sogar in einer Vertretungsstunde. Er kam rein, knallte wie gewohnt seine Tasche auf den Tisch und stellte sich vor die Klasse. Wir erhoben uns alle, um ihn zu begrüßen, und setzen uns wieder. Er verharrte regungslos. Nach 3-4 Minuten sprach er: „Die heutige Stunde füllen wir mit der Thematik „Macht“. Dabei dachten wir uns erstmal nicht viel und arbeiteten mehr oder weniger begeistert mehrere Aspekte aus einem kurzen Text heraus und trugen die Ergebnisse in einem Tafelbild zusammen. Anschließend gab er uns noch einen kleinen Exkurs zu mächtigen Symbolen z. B. der Tempelritter, von Landeswappen oder auch Alltagssymbolen. Man kann sich vorstellen, wie unglaublich spannend das für eine damals 9. Klasse war. Mein Sitznachbar sackte während der 45 Minuten immer weiter auf seinem Stuhl zusammen und arbeitete so gut wie gar nicht mit. Fünf Minuten vor Stundenende stellte sich der Lehrer wieder vor die Klasse und verharrte dort. Wir wunderten uns schon alle, was das denn nun wieder solle. Zwei Minuten vor dem Klingeln schrie er plötzlich in einer immensen Lautstärke den Namen meines Sitznachbarn, der sich in Windeseile kerzengerade auf seinem Stuhl aufrichtete, hochrot im Gesicht anlief und für einen Moment nicht so recht wusste, wie ihm geschah. Dann beendete der Lehrer die Stunde mit sanfter Stimme und sagte: „DAS war Macht! Sobald ich eure Namen kenne, habe ich Macht über euch! Geht also sorgfältig damit um und überlegt, wen ihr in diese Privatsphäre hineinlasst. Einen schönen Tag wünsche ich euch!“ Wir blieben wie angewurzelt sitzen und er verließ den Raum: „Boaaa, krass! Was für eine Aktion!“ Erst heute kann ich das richtig einschätzen und muss sagen: Es war einer meiner imposantesten Stunden, in denen ich viel fürs Leben gelernt habe.“


Herr Gerstmann

Vale, magister Gerstmann! oder Wie ich Ihren Lateinunterricht finde. Von Iman Sibai

 „Schreib besser nicht so viel über deine Mitschüler, Iman. Schreib doch mal ... wie du den Lateinunterricht findest!“
Okay, Herr Gerstmann, so eine Einladung bekommt man nicht jeden Tag. Ich würde zwar gerne über so manch anderen Unterricht schreiben, aber als erfahrene Frühlateinerin einen Artikel über den Lateinunterricht bei unserem frischgebackenen Lehrer Herrn Gerstmann zu verfassen, ist schon mal ein guter Anfang.
Herr Gerstmann begleitete Frau Globig als Referendar und übernahm uns dann in der achten Klasse, als Frau Globig sich um ihre Familie kümmern musste.
Viel änderte sich erstmal nicht: immer noch immer mehr Vokabeln reinziehen, Deklinationen und Fälle lernen, mehr oder weniger alberne Eselsbrücken bauen – und der wöchentliche Vokabeltest. Immerhin gab es einen Neulingsbonus: Herr Gerstmann zog uns keine Punkte ab, wenn wir im Vokabeltest nur eine von zig möglichen Übersetzungen hinschrieben.
Und obwohl er uns schon eine Weile kannte, konnte sich Herr Gerstmann einfach nicht unsere 25 Vornamen merken.
„So, Iman, jetzt sag mir mal, wer ist denn nun Moritz und wer ist Jonas?“ Ich flüsterte zurück: „Moritz ist der mit dem Armband, auf dem ‚Moritz‘ steht, und Jonas ist der andere.“ Natürlich verwechselte der König der Eselsbrücken die beiden auch weiterhin. Wie um Himmels Willen merkt er sich die ganzen q-Wörter?!
Herr Gerstmann führte Tablet und Beamer ein und brachte so etwas frischen Wind und moderne Technik in unsere Alte Sprache. Sogar die Licht- und Tontechnikbegeisterten hatten manchmal ihre Probleme damit. Aber Herr Gerstmann riss sich immer zusammen, wenn wir mal etwas Blödes sagten. Nach kurzem, fassungslosem Herumfuchteln, öffnete er die Klassentür, atmete tief ein und aus und schloss die Tür wieder. Manchmal stieß er sich auch den Kopf an der Tafel kaputt (Achtung: Eselsbrücke!), zumindest andeutungsweise. Aber wir warteten dann schuldbewusst und geduldig, bis er sich dios mío murmelnd wieder beruhigte.
Für seine Lehrerprüfung bat er uns alle – einige ganz besonders – inständig, uns zu benehmen. Er versprach uns sicherheitshalber sogar ein Eis. Wir haben uns selten so gut benommen. Sehr vorbildlich verhalten hat sich sogar – ach ja, ich soll ja „besser NICHT über meine Mitschüler schreiben“. Für jenen hier nicht Genannten gab es jedenfalls einen zutiefst dankbaren High Five von Herrn Gerstmann!
Das Erbe von Herrn Schad und Frau Globig anzutreten, war sicher nicht einfach.
Aber: Optime, Magister Gerstmann! Der Unterricht war immer lustig, lehrreich, sehr gut strukturiert und ganz und gar nicht öde und verstaubt – wir lassen Sie ungern gehen.
Wir wünschen Ihnen, dass die Papenburger Werftsarbeiterkinder genau so nett sind wie wir.
Danke und alles Gute von Ihrer „8a“!


1 vale!: lat. lebe wohl!
2 magister: lat. Lehrer
3 caput: lat. Kopf
4 dios mío!: span. mein Gott! (Herr Gerstmann unterrichtet auch Spanisch)
5 optime!: lat. hervorragend!




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Samstag, 23. Juni 2018

App-Test: Sprachenlernen



Folge 8: Wlingua

Unsere Bewertung: 5 Sterne (von 5)


Kosten: Der Basiszugang dieser App enthält keine Kosten. Wie bei vielen anderen Apps auch gibt es eine kostenpflichtige Version, welche wir sieben Tage lang testen konnten. Die Vorteile der Premiumversion gegenüber der Basisversion sind in der Tabelle (siehe Bild) aufgelistet.

Korrektheit (geschätzt): 90%

Sprachen: Englisch

Funktionen:
  • Lernen von Vokabeln und Satzstrukturen durch Hörverstehen 
  • Aussprache anhören möglich (sowohl mit amerikanischem, als auch mit britischem Akzent) 
  • Einstufungstest, anschließende Einordnung zu einem bestimmten Niveau (anschließende Änderung sowie eigene Einordnung in ein Niveau ebenfalls möglich) 
  • Fortschrittsbericht mit Statistiken 
  • Medaillensammlung 
  • Urkundensammlung 
  • Ratgeber-Bibliothek 
  • Urlaubsmodus für den Premiumzugang 
  • Feedback-Möglichkeit 
  • Basis – sowie weiterführende Themen (z. B False Friends) 
  • Grammatische Einheiten 
  • Useful Phrases 
  • Anzeige des Erfolgs in Sternen 
  • Empfehlungen für weiterführende Apps auf Grundlage des Lernstands 
  • Bilder zum Veranschaulichen 
  • Interessante Hintergrundinformationen 
  • Verlängerung des kostenlosen Premiumzugangs durch Sammeln von Sternen 
  • Informationen zur Sprache 
  • Zahlreiche Beispiele 
  • Nur mit Wlan nutzbar 


Aufgaben

  • Satzglieder durch Anhören in die richtige Reihenfolge bringen 
  • Antippen der richtigen Übersetzung 
  • Zuordnen des Wortes zur Übersetzung 


Unsere Bewertung: Eine der besten Apps für Schüler, die ihre Englischkenntnisse auffrischen und verbessern wollen. Durch den Einstufungstest zu Beginn kann man direkt mit Übungen auf dem persönlichen Niveau beginnen. Auf diese Weise fällt es leicht, sich nicht nur im Wortschatz, sondern auch in der Grammatik, der Wortwahl und der sprachlichen Vielfalt zu verbessern. Das alles bietet die App mithilfe zahlreicher Informationen zur englischen Sprache und passenden Ergänzungen zu den Übungen. Besonders auffallend ist die Aussprache, welche man bei jeder einzelnen Vokabel und bei den Übungen sogar in Amerikanisch und Britisch anhören kann. Die App analysiert außerdem den persönlichen Lernfortschritt und empfiehlt bei Bedarf eine weitere App, die auf das Niveau des Nutzers angepasst ist. Der Premiumzugang, den man in der ersten Woche gratis nutzen darf, lässt sich durch eine sehr gut absolvierte Übung verlängern. Insgesamt erhält man durch „Wlingua“ einen guten Überblick über den eigenen Lernstand und kann diesen durch den weiterführenden Wortschatz verbessern. Wer die App täglich nutzt, kann seine Kompetenzen im Fach Englisch schnell verbessern. Eine perfekte Ergänzung und Hilfestellung zum regulären Schulunterricht.


Test-Team: Justina Dai, Adrian Elß, Valea Elß



Freitag, 1. Juni 2018

App-Test: Sprachenlernen




Folge 8: 50 Languages

Unsere Bewertung:

0,5 Sterne (von 5)

Kosten: Keine, es gibt jedoch eine kostenpflichtige Version, die allerdings nicht lohnenswert ist, da sie lediglich für werbefreies Lernen sorgt

Korrektheit (geschätzt): ca. 75%




Sprachen: Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Türkisch, Russisch, Chinesisch, Arabisch, Japanisch und viele mehr. 

Funktionen
  • verschiedene Lektionen mit Grundvokabular 
  • Möglichkeit zur Wiederholung der bereits gelernten Vokabeln 
  • Aussprache anhören möglich 
  • Speichern des Erfolges möglich 
  • mehrere Sprachen gleichzeitig lernen möglich 
  • Ohne Wlan nutzbar 
  • Unbegrenzte Nutzung aller Lektionen 
  • Anzeige, ob Lektionen bereits erlernt wurden mithilfe von Sternen 
  • Downloads für zweisprachige Audiodateien 
  • Vokabelspiele 
  • Sprach- und Geografiespiele 
  • Übersetzer 
  • Erstellen eines Lernplans möglich 
  • Tests 
  • Notfall-Telefonnummern 
  • Bilder zum Veranschaulichen 
  • Wortlisten und Karteikarten 


Aufgaben
  • Übersetzung schreiben 
  • Wörter in Sätze einordnen 
  • Antippen der richtigen Übersetzung 


Unsere Bewertung:
Wie bei den Funktionen (siehe oben) erkennbar, ist die App sehr vielfältig und bietet Tests und Vokabelsammlungen, Spiele und vieles mehr. Dabei bezieht sie sich nur auf Grundsätzliches wie das Alphabet, die Zahlen, Familie und Gefühle. Weiterführende Themen bietet „50 languages“ nicht. Funktionen wie ein Lernplan oder Wortlisten klingen zwar erfolgversprechend, sind jedoch nicht zielführend, da sie meistens zu Internetseiten weiterleiten, die Tests eingeschlossen. Auch die Vokabelspiele sind weder besonders hochwertig gestaltet noch motivieren sie zum Lernen. Ein Lernfortschritt wird durch diese App nicht wirklich erreicht, zumal diese durch ihren komplexen Aufbau und die schlechte Gestaltung nicht zum Lernen motiviert. Grammatikstrukturen und Aussprache werden nicht geschult. Der meiste Nutzen lässt sich aus den nach Themen geordneten Vokabellisten ziehen. Für Schüler/innen, die sich in bereits erlernten Sprachen verbessern möchten, ist „50 languages“ nicht geeignet.

Unser Fazit: Die App ist nicht wirklich empfehlenswert, es sei denn, man benötigt eine Übersicht über Vokabeln zu grundsätzlichen Bereichen.


Test-Team: Justina Dai, Adrian Elß, Valea Elß



Diabetes

Kein Insulin = zu viel Zucker im Blut. Hannah Bolm berichtet über Diabetes

Wahrscheinlich kennen einige diese Krankheit. Aber habt ihr euch jemals gefragt, wie es wäre, wenn ihr damit leben müsstet? Wenn ihr euch jeden Tag in den Finger piken müsstet, um den Blutzucker zu messen, oder nur das essen dürftet, was ihr essen sollt? Auf dem ersten Blick scheint diese Krankheit vielleicht harmlos, aber ein Diabetiker muss sich in vielen Hinsichten überwinden.
„Meine Mutter spritzt mich. Ich traue mich nicht“, sagte mir meine Freundin Alice (Diabetikerin, elf Jahre) im Gespräch. „Manchmal tut das Spritzen weh, manchmal aber auch nicht.“
Diabetes ist eine Krankheit, bei der die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produzieren kann. Insulin ist eine von der Bauchspeicheldrüse produzierte Flüssigkeit, die dazu dient, dass der Zucker im Blut schnell in die Muskeln gelangt. Das bedeutet, dass der Zucker nicht zu lange im Blut bleibt. Bei Diabetes kann man sich vorstellen, was passiert: Kein Insulin = zu viel Zucker im Blut. Damit das nicht passiert, kann man sich heutzutage Insulin spritzen.
Blutzuckermessgerät mit Sensor.
Um zu wissen, wie viel Zucker gerade im Blut ist, gibt es das Blutzuckermessgerät. Mit dem Zuckermessgerät pikst man sich in den Finger. Aber es gibt auch einfachere Methoden. Zum Beispiel muss man sich mit dem Freestyle Libre nicht andauernd piksen, sondern nur einmal, um den Sensor am Oberarm zu befestigen. Dann kann man auf dem dazugehörigen Bildschirm eingeben, dass man Zucker messen möchte, und der Freestyle Libre macht es automatisch.
Es gibt Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2. Diabetes Typ 1 ist vererbbar . Das heißt, wenn einer deiner Eltern oder Großeltern Diabetes hat oder hatte, kannst du es auch bekommen. Andere Ursachen sind den Ärzten noch nicht ganz bekannt.
Bei Diabetes Typ 2 reicht es, seinen Zucker zu messen und sich korrekt zu ernähren, mit viel Gemüse und gesundem Essen, z. B. wenig Süßigkeiten und Cola. Und für Diabetiker mit Typ 1, dass man z. B. keine Cornflakes isst und generell keine Dinge, in denen besonders viel Zucker drin ist. Aber man kann sich, wenn man Diabetes hat, beim Arzt beraten lassen. „Ich habe Diabetes Typ 1“, sagte Alice, „da muss man Zucker messen und sich Insulin spritzen.“
Nun könnt ihr euch ein wenig vorstellen, wie es ist, mit Diabetes zu leben. Es ist hart, aber nicht unmöglich.


Freitag, 25. Mai 2018

App-Test: Sprachenlernen


Folge 7: Lingolia Daily

Unsere Bewertung: 3 (von 5 Sternen)

Kosten: Bewertet haben wir nur die kostenfreie App. Wie aber die meisten Sprachenapps, wird auch bei Lingolia Daily eine Premiumversion, eine kostenpflichtige Version, angeboten.

Vorteil der kostenpflichtigen Version: Ausschalten der Werbung, Freischaltung neuer Spiele und eine direkte Freischaltung von 379 Wörtern


Korrektheit: Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Esperanto, Italienisch, Russisch

Funktionen
  • Bilder zum Veranschaulichen 
  • durch kostenlose Spiele einzelne Wörter und Sätze erlernen 
  • unverbindlicher Wechsel zwischen den sechs Sprachen 
  • das Lernen verschiedener Sprachen im selben Spiel (Runde) 
  • Karteikarten 
  • ohne Wlan nutzbar 
  • Schulung der Aussprache 

Aufgaben

  • Zuordnung der verschiedenen Wörter zu den jeweiligen Bildern 
  • Zuordnung von Audios zu den verschiedenen Bildern 
  • Multiple Choice

Unsere Bewertung
Durch viele unterschiedliche Spiele in der App erlernt man einzelne Fremdwörter spielerisch. Ansprechend sind nicht nur das Design durch viele Bilder, sondern das Format allgemein, da es alles sehr einfach gebaut ist und man fast jede Lektion ohne viel Aufwand versteht. Leider gibt es keine für uns erkennbarenVerbindungen zwischen Lingolia Daily und Ego4u, was schade ist, da sie von den Herstellern von Ego4u entwickelt wurde. Angefangen mit ca. 30 Vokabeln, dauert es relativ lange, bis man alle freigeschaltet hat, jedoch bekommt man keinerlei Hinweise, wie man die weiteren freischalten könnte. Allerdings muss man anmerken, dass die App im Gegensatz zu vielen anderen Apps, wie z. B. Duolingo oder Babble, auch in der kostenfreien Version ohne Wlan funktioniert und deshalb ideal für beispielsweise kurze Busfahrten ist, ohne gleich das Datenvolumen zu verbrauchen.
Geeignet ist die App also nicht für Personen, die viel Wert legen, möglicht viele Vokabeln schnell auswendig zu lernen, sondern für diejenigen, die ihr Vokabular auf spielerischer Art und Weise auffrischen wollen.


Test-Team: Justina Dai, Adrian Elß, Valea Elß




Sonntag, 6. Mai 2018

ESC 2018

Eurovision Song Contest 2018. Adrian Elß' TV-Tipp.

Auf Instagram haben wir euch gefragt, ob ihr den Eurovision Song Contest seht: 45% unserer Follower schauen ihn sich an.
wgtariernews auf Instagram.
Der ESC findet in diesem Jahr in Portugal statt. Die hohe Teilnehmerzahl von 43 Ländern ist Rekord. Am 8. und am 10. Mai finden die beiden Halbfinals statt, von denen jeweils zehn Länder ins Finale kommen, das am 12. Mai stattfindet. Die diesjährigen Favoriten sind Israel mit Netta und dem Lied „Toy“, die Tschechische Republik mit Mikolas Josef und „Lie to Me“ und und Frankreich mit der Sängerin Madame Monsieur und „Mercy“. Für Deutschland tritt Michael Schulte mit dem Song „You Let Me Walk Alone“ an. Das ESC Finale ist am 12. Mai ab 20:15 im Ersten und auf eurovision.de zu sehen.




Update

Gewonnen beim Eurovision Songcontest 2018 hat Netta aus Israel mit „Toys“, die auch zu den Favoriten zählte. Zweiter wurde Eleni Foureira aus Zypern mit „Fuego“, und den dritten Platz belegte der Österreicher Cesár Sampson mit „Nobody but you“. Deutschland hat mit Michael Schulte und „You let me walk alone“ den vierten Platz erreicht. Laut einer Umfrage auf unserem Instagram Account @wgtariernews fanden 67% von euch den ersten Platz berechtigt.



Freitag, 4. Mai 2018

App-Test: Sprachenlernen

Folge 6: Mondly

Unsere persönliche Bewertung:

3 Sterne (von 5)

Kosten: Es gibt sowohl eine kostenlose als auch eine kostenpflichtige Version.

Vorteile der kostenpflichtigen Version: ein personalisiertes Trainingsprogramm. Alle Inhalte vollständig verfügbar, größeres Angebot, Statistiken über den eigenen Lernstand, zusätzliche Kurse mit spezifischen Themen, die über das Grundvokabular hinausgehen.

Korrektheit (geschätzt): 95%




Sprachen: Englisch, Französisch; Italienisch, Spanisch, Deutsch, Portugiesisch, Russisch, amerikanisches Englisch, Norwegisch, Dänisch, Schwedisch, Koreanisch, Japanisch, Chinesisch, Arabisch, Niederländisch, Thai, Griechisch, Rumänisch, Vietnamesisch, Indonesisch, Hindi, Hebräisch, Polnisch, Bulgarisch, Ukrainisch, Tschechisch, Kroatisch, Finnisch, Persisch (Farsi), Ungarisch, Afrikaans und Türkisch



Funktionen
  • verschiedene Lektionen mit grundsätzlichen Themen 
  • Möglichkeit zur Wiederholung der bereits gelernten Vokabeln 
  • Schulung der Aussprache 
  • Bilder zum Veranschaulichen 
  • Aussprache anhören möglich 
  • Anzeigen der gelernten Wörter nach der Lektion 
  • Simulation von Gesprächen 
  • Anzeige des Erfolgs in Sternen 
  • Bestenliste 
  • mehrere Sprachen gleichzeitig lernen möglich 
  • Auswählen des persönlichen Niveaus 
  • Tägliche Erinnerungen 


Aufgaben
  • Schreiben der richtigen Übersetzung 
  • Sprechen der richtigen Übersetzung 
  • Zuordnen der richtigen Übersetzung 
  • Antippen der richtigen Übersetzung 

Unsere Bewertung: Die App ist gut strukturiert und übersichtlich aufgebaut. Durch die passenden Bilder zu den Vokabeln fällt das Lernen neuer Vokabeln leicht. Auch die Aussprache wird durch entsprechende Aufgaben gefördert. Das Simulieren von Gesprächen trägt zur Entwicklung eines guten Sprachgefühls bei. Die Premiumversion bietet außerdem individuell angepasste Trainingseinheiten und Statistiken.

 


Leider lässt sich die App nur mit WLAN nutzen und beschränkt sich lediglich auf Vokabeln und Satzbau, nicht auf Grammatikübungen. Obwohl es möglich ist, zu Beginn eventuell schon vorhandene Kenntnisse anzugeben, beginnt die App mit dem Abfragen von Grundvokabular. Dieses wird dann in kürzerer Zeit und auf erhöhtem Niveau abgefragt.

Unser Fazit: Wir empfehlen die App jedem, der das Vokabular einer neuen Sprache mithilfe einer gut strukturierten App erlernen oder das Grundvokabular einer bereits erlernten Sprache wiederholen möchte. Zum Erlernen grammatischer Strukturen oder Vokabeln außerhalb des Grundvokabulars ist die App leider nicht geeignet.



Test-Team: Justina Dai, Adrian Elß, Valea Elß

Freitag, 27. April 2018

App-Test: Sprachenlernen



Folge 5: Busuu (kostenlose Version)

Unsere persönliche Bewertung:
4 Sterne (von 5)

Kosten: bei dieser Version keine. Busuu bietet jedoch ebenfalls eine kostenpflichtige Version mit unterschiedlichen Vertragsmöglichkeiten.

Vorteile der kostenpflichtigen Version: Es ist ein Offline-Modus vorhanden. Man kann seine Aufgaben von Muttersprachlern kontrollieren und sich von ihnen Tipps geben lassen. Außerdem gibt es erweiterte Grammatikeinheiten.

Korrektheit (geschätzt): 95%


Sprachen: Englisch, Spanisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Japanisch, Portugiesisch, Polnisch, Chinesisch, Russisch, Arabisch, Türkisch      

Funktionen:
  • verschiedene Lektionen mit sinnvollen Themen 
  • sowohl Anfänger- als auch Fortgeschrittenen-Niveau 
  • ausreichende Wiederholung 
  • Übersicht über seinen persönlichen Fortschritt 
  • Themeneinteilung in Lektionen 
  • Schulung der Aussprache und Grammatik 
  • Bilder zum Veranschaulichen 
  • Aussprache anhören möglich 
  • Anzeige aller erlernten Wörter 
  • Nutzer korrigieren sich gegenseitig 
  • Anzeige des Lernstandes in Prozent 
  • Kommunikation mit anderen Nutzern 

      

Aufgaben 

  • Dialog wiedergeben 
  • auswählen der richtigen Übersetzung 
  • Zuordnung der richtigen Vokabeln 
  • Nachsprechen 

Unsere Bewertung

Die App bietet Vokabelvielfalt und dazugehörige Bilder. Besonders gut finden wir die Möglichkeit, Aufgaben von anderen zu korrigieren. Leider kann man seine Aufgaben nur in der Premiumversion kontrollieren lassen. Außerdem sind die Aufgabentypen sehr einheitlich, was langweilig werden könnte. Ein wichtiger Pluspunkt für uns war, dass es kaum Werbung gibt, höchstens für die eigene Premiumversion. Mithilfe der Lektionen wird man langsam an die Sprache herangeführt. Man kann sich außerdem ein Profil erstellen und mit anderen, auch ausländischen Nutzern kommunizieren.


Testteam: Justina Dai, Adrian Elß, Valea Elß

Automodellfirma Rietze

Bis zu 280 neue Modelle pro Jahr. Johannes Kling befragte Ute Buchner, zuständig für Vertrieb und Einkauf, von der Automodellfirma Rietze aus Altdorf bei Nürnberg.

Wann wurde Rietze gegründet?

Herr Rietze gründete aus seinem Hobby und der Leidenschaft an Modellfahrzeugen im Jahr 1983 die Firma Rietze Automodelle mit dem damaligen Sitz in Nürnberg. Seit 1996 wurde dann der Firmensitz nach Altdorf verlegt.

Ein Rietze-Modell.
Was hat Sie auf die Idee gebracht, Zubehör zu verkaufen?

Beim Modellbau sind der Phantasien keinen Grenzen gesetzt. Von daher lieben die Modellbauer die Herausforderung, Dinge in Klein nachzubauen, die es schon in Groß gibt. Somit bleibt es oft nicht aus, dass Einzelteile separat benötigt werden oder mit diversem Zubehör die Modelle erweitert bzw. komplettiert werden können.





Wie viele Neuheiten bringt Rietze inklusive Spielwarenmessen pro Jahr raus?
Wir haben pro Jahr ca. sechs bis acht Neuheiten-Prospekte, die wir mit neuen Modellen vorstellen. Man muss hier unterscheiden zwischen Formneuheiten, und Bedruckungsvarianten bereits bestehender Grundmodelle. Wenn man nun alle Neuheiten pro Prospekt für den Handel durchschnittlich hochrechnet, kommen da im Jahr schon um die 260-280 Modelle mit Bedruckungsvarianten und zwei bis drei Formneuheiten zusammen.

Wie stark ist der Konkurrenz-Druck der Konkurrenten?
„Konkurrenten“ gibt es untereinander der Modellhersteller nicht wirklich, sondern nur „Mitbewerber“. In unserer Branche sind die Bereiche der Modelle oft gut verteilt. Es gibt Hersteller, die Ihre Schwerpunkte auf unterschiedliche Modelle richten, wie Nutzfahrzeuge, Oldtimer, Baustellenfahrzeuge, ausländische oder landwirtschaftliche Modelle, Schiffsmodellbau oder Flugzeuge als Beispiele. Ein gewisser Druck unter den Mitbewerbern existiert natürlich, aber man kennt sich innerhalb der Branche und versucht immer ein gutes Miteinander aufrecht zu erhalten. Aber ein gewisser Druck, Kunden nicht zu verlieren oder Neukunden zu werben, bleibt natürlich.

Und noch ein Rietze-Modell.
Haben Sie ein Glücksgefühl, wenn Sie ein/mehrere Modell(e) herausbringen?
Es freut uns natürlich immer, wenn die Modelle großes Interesse finden bei unseren Sammlern. Oft erreichen uns auch E-Mails oder Anrufe in dem lobende Worte ausgesprochen werden. Das freut uns natürlich immer und zeigt auch, dass wir mit unserer Modellauswahl und Qualität auf dem richtigen Weg sind.

Welches Auto hat sich am schlechtesten verkauft? Am schlechtesten verkauft hat sich leider der Volkswagen Golf 7. Dieses Modell lief leider nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten.

Welches Jahr war für Rietze das schlimmste Krisenjahr?
Es gibt immer mal wieder Jahre, in denen es schlechter läuft. Die Firma Rietze besteht nun seit 35 Jahren, da waren hin und wieder schon weniger gute Zeiten mit dabei. Stark betroffen waren die Jahre nach dem Anschlag 2001 auf die World-Trade-Center. Hier hat der komplette Weltmarkt, egal welcher Branche, mächtig unter den Ereignissen und Folgen gelitten, teilweise bis heute noch anhaltend. Nicht alle Unternehmen konnten durch die politischen Veränderungen ihre Geschäfte retten und gingen insolvent. Ein besonders schlechtes Jahr war für uns 2013.
Im Juni 2018 haben wir unsere 35 Jahre-Jubiläumsfeier. Jeder ist willkommen, um sich unsere Produkte vor Ort selber anzuschauen.

Herr Duwe

Indiana Jones im Einsatz.


„Am liebsten wäre ich Indiana Jones geworden“. Benjamin Schmitz befragt Denis Duwe 
Wann sind Sie geboren?
Am 12.05.vor vielen Jahren.

Was ist Ihr Lieblingsessen?
Coq au vin. Hühnchen in Weinsoße. Es ist mein Lieblingsessen, weil ich schöne Erinnerungen daran habe.

Würden Sie lieber bei den alten Griechen oder bei den alten Römer leben?
Eigentlich würde mich die Zeit des klassischen Griechenland mehr Interessieren, aber die Gefahr wäre groß, dass man mich dort einfach für einen Barbaren hält. In Rom käme ich mit der Sprache etwas besser zu recht.

Was waren früher Ihre Lieblingsfächer? Begründen Sie.
Mathe, Englisch, Deutsch, Latein, weil ich mich in Ihnen am meisten gefordert fühlte und sie mir Spaß machten.

Warum sind Sie Latein und Geschichtslehrer geworden?
Zuerst wollte ich Archäologe werden oder besser gleich Indiana Jones. Deshalb habe ich verwandte Fächer studiert. Am Lehrer Beruf gefällt mir besonders, dass ich mich den ganzen Tag mit den Dingen beschäftigen kann, die mich interessieren und dabei viel Kontakt zu ganz netten Menschen habe, die ich versuche, für meine Themen zu begeistern.

Wo sind Sie geboren? Verbindet Sie noch etwas mit dieser Stadt? Und wenn was?
Göttingen. Es ist die Stadt meiner Jugend mit unzähligen Erinnerungen.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Die meiste Zeit verbringe ich mit meiner Familie auf dem Spielplatz oder beim Schwimmen. Wenn ich Zeit für mich habe, lese ich gern oder gehe tauchen.

Was ist Ihr Lieblingsland?
Ein bestimmtes Lieblingsland habe ich nicht. Ich finde gerade die Verschiedenheit der Kulturen und der Natur spannend.

Wie fanden Sie den Vesuvausbruch? Begründen Sie.
Eine schreckliche Katastrophe für die damaligen Menschen, ein riesen Glück für die Forschung, ein Fenster in die Vergangenheit.

Was ist Ihre Lieblingsschrift unter den alten Schriften?
Das Griechische kann ich jedem nur raten, zu lernen :).

Was ist Ihr Lieblingsweltwunder der Antike?
Die Pyramiden von Gizeh. Nur sie kann man heute noch bestaunen und sehen, wozu die Menschen in der Antike in der Lage waren.


Freitag, 20. April 2018

Verkehrs GmbH

20.000 Schülerinnen und Schüler täglich. Louis Ostrowski befragt den Pressesprecher der Verkehrs GmbH.


Terminal am Hauptbahnhof.
Seit wann gibt es die Verkehrs GmbH?
Das Unternehmen gibt es seit 1879.

Hatte die Verkehrs GmbH irgendwann Rückschläge/schwere Unglücke? Es gab zwar immer wieder Unfälle, wie heute auch noch, aber die große Katastrophe haben wir hier nicht erleben müssen. Spektakulär waren die beiden Stürze in die Oker in den Jahren 1917 und 2003. Ernsthaft verletzt wurde bei diesen Unfällen niemand.



Okersturz 2003.
Wie viele/welche Fahrzeuge hat die Verkehrs GmbH? Die Verkehrs-GmbH hat 150 Busse und 52 Straßenbahnen. Es gibt 61 Solo-Busse (zwölf Meter lang) und 89 Gelenkbusse (18 Meter lang). Von den Solobussen ist einer ein Elektrobus, bei den Gelenkbussen sind es vier, der Rest sind Dieselfahrzeuge. Bei den Straßenbahnen sind es 42 Niederflurbahnen, davon 18 moderne Traminos aus dem Jahr 2014. Der Rest an Fahrzeugen sind alte hochflurige Straßenbahnen aus den Jahren 1977 und 1981 plus einige Oldtimer.




Bus mit Euro-6-Diesel.
Werden nach dem Abgaskandal die Dieselbusse nachgerüstet/wie regiert die Verkehrs GmbH nun? Die Dieselbusse der Verkehrs-GmbH entsprechen den höchsten Anforderungen moderner Fahrzeuge und verfügen weitestgehend über Motoren der Euronorm 6. Eine Nachrüstung ist nicht notwendig.









Welches war das bisher komplizierteste Projekt? Alle Projekte bedürfen einer präzisen und guten Durchführung und sind mehr oder weniger kompliziert. Mit Sicherheit ist das Projekt Emil – Elektromobilität im ÖPNV ein sehr komplexes und aufwendiges Projekt.

E-Bus-Flotte.

Gibt es Probleme, gegen die Sie schon lange ankämpfen müssen (Randalierer etc.)? Das für den Öffentlichen Personennahverkehr übliche: Vandalismus wie Graffiti und Zerstörung. Streitigkeiten und Randale in den Fahrzeugen. Leider nichts außergewöhnliches. Wenn Fahrgäste Täter anzeigen, kann es auch Prämien geben, vor allem bei Vandalismus.


Wie viele Schüler fahren täglich mit Ihnen? Ca. 20.000.




Wie kann man sich bei Ihnen bewerben/was kann man bei Ihnen beruflich erreichen? Zurzeit bieten wir als Ausbildungsberuf für Fachkräfte im Fahrdienst und Mechatroniker an. Bewerbung unter www.verkehr-bs.de


Welche Einnahmequellen haben Sie, bzw. welchen Prozentanteil haben Fahrkartenverkäufe daran/welches sind die anderen Einnahmequellen? Der größte Teil der Einnahmen ist der Fahrscheinverkauf. Zusätzlich gibt es Geld für die Vermietung von Werbeflächen auf und in Bussen und Bahnen.

Welche Projekte planen Sie in Zukunft? Das große Projekt für die kommenden Jahre ist das Stadtbahnausbaukonzept, das die Stadt Braunschweig und die Verkehrs-GmbH gemeinsam planen und durchführen. Alles an Informationen dazu unter: www.stadtbahnplus.de.


Fotos: Verkehrs GmbH Braunschweig; Keystone/Rico Thumser; 


Freitag, 16. März 2018

App-Test: Sprachenlernen


Folge 4: Babbel (kostenlose Version)

Unsere persönliche Bewertung: 1 Stern (von 5)


Kosten: bei dieser Version keine. Babbel bietet jedoch ebenfalls eine kostenpflichtige Version mit Probeabos und Angeboten

Vorteil der kostenpflichtigen Version: Alle Lektionen sind nutzbar. Die kostenlose Version eignet sich aber lediglich zum Ausprobieren einer einzigen Lektion.


Korrektheit (geschätzt): 99%

Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Türkisch, Italienisch, Portugiesisch, Schwedisch, Dänisch, Norwegisch, Indonesisch, Niederländisch, Polnisch, Russisch


Funktionen
  • verschiedene Lektionen mit sinnvollen Themen 
  • sowohl Anfänger- als auch Fortgeschrittenen-Niveau 
  • zusätzliche Informationen zur Sprache 
  • ausreichende Wiederholung 
  • Übersicht über seinen persönlichen Fortschritt 
  • Themeneinteilung in Lektionen 
  • Schulung der Aussprache und Grammatik 
  • Bilder zum Veranschaulichen 
  • Aussprache anhören möglich 
  • Anzeige aller erlernten Wörter 

Aufgaben
  • Übersetzungen zuordnen 
  • Nachsprechen 
  • Übersetzungen schreiben 
  • Dialoge vervollständigen 


Unsere Bewertung
Die App bietet sowohl Vokabelvielfalt als auch Bilder und Zusatzinformationen zum Thema. In kleinen Lektionen erfährt man die wichtigsten Begriffe der zu erlernenden Sprache. Die Lektionen richten sich ganz nach dem Lernstand des Nutzers. Mithilfe der Lektionen wird man langsam an die neue Sprache herangeführt und wiederholt das Vokabular regelmäßig. Durch Bilder und das Vorsprechen des zu erlernenden Wortes kann man sich neue Vokabeln besonders leicht merken. Auch einfache Grammatikstrukturen kann man auf diese Weise erlernen. Leider bietet die App keine Möglichkeit, ein Profil zu erstellen oder eine Übersicht über die Themen. Stattdessen wird auf dem Bildschirm immer nur eine Lektion angezeigt. Das führt zu keiner guten Lernatmosphäre. Des weiteren kann man in der kostenlosen Version dieser App lediglich eine einzige Lektion bearbeiten (aus diesem Grund unsere eher schlechte Bewertung).

Alles in allem zahlt sich das Herunterladen der App nicht aus, da sie nur als Probemöglichkeit für die kostenpflichtige Version dient.