Freitag, 3. November 2017

Interview mit Fr. Rech







In die Zukunft schauen. Die Tradition nicht vergessen. Stella Harmeling, Johannes Kling und Kira Steller befragten die stellvertretende Schulleiterin, Maria Rech

Frau Rech hat zwei erwachsene Kinder, ist seit 2004 am WG und unterrichtet Englisch und Erdkunde.

Spielen Sie ein Instrument?
Ich spiele Flöte, Akkordeon und Klavier. Angefangen habe ich mit Flöte, dann Akkordeon und später Klavier.

Was machen Sie in ihrer Freizeit?
Ich lese und wandere gerne, mache Sport, schwimme gerne, treffe mich mit Verwandten oder fahre Rad bzw. Ski. An langen Wochenenden fahre ich in den Harz.

Haben Sie Haustiere?
Nein, Haustiere habe ich nicht.

Wieso unterrichten Sie Erdkunde und Englisch?

Ich unterrichte Erdkunde, weil ich immer gern verreist bin. Irgendwann wollte ich aber wissen, wo ich war, und wenn man im Ausland ist, lernt man viele Sprachen und Sprachen mochte ich.

Waren Sie vorher auf einer anderen Schule?
Ich war vorher in Peine auf einer Schule, dann wollte ich aber wieder in die Großstadt. Ich unterrichtete an der Raabe-Schule, dann bin ich ans WG.

Was ist ihnen an der Schule wichtig?
Alles. Genauer gesagt ist wichtig, dass wir in die Zukunft schauen, unsere Tradition aber nicht vergessen!


Foto: Red.

Deutsche Marine

Kameradschaft und Horizonterweiterung. Louis Ostrowski befragte den Hauptgefreiten Leon Rodewald, 21, zur deutschen Marine.

Wie lange gibt es die deutsche Marine schon?Die deutsche Marine wurde im Zuge der Wiederbewaffnung Deutschlands am 02. Januar 1956 aufgestellt. Die deutsche Marine grenzt sich von den Traditionen ehemaliger deutscher Seestreitkräfte deutlich ab.


Wie viele Schiffe/Boote hat die Marine?
Die Marine besteht aus zwei Einsatzflottillen denen die verschiedenen Schiffe und Boote unterstellt sind. Die Einsatzflottille 1 ist an der Ostsee stationiert, hier unter anderem an den Standorten Warnemünde, Kiel, Rostock. Der Einsatzflottille 1 sind die Boote, Korvetten und U-Boote unterstellt. So besitzt die deutsche Marine fünf Korvetten der Braunschweig-Klasse, sechs U-Boote der Klasse 212A, 12 Minenabwehrfahrzeuge (10 Minenjagdboote und 2 Hohlstablenkboote) und weitere Hilfsschiffe.
Der Einsatzflottille 2 sind die Fregatten und Einsatzgruppenversorger unterstellt. Die Einsatzflottille 2 sitzt am einzigen Nordseestützpunkt in Wilhelmshaven, dort sind 9 Fregatten (3x Sachsen-Klasse, 4x Brandenburg-Klasse und 2x Bremen-Klasse) und 3 Einsatzgruppenversorger der Berlin-Klasse stationiert. Insgesamt besitzt die deutsche Marine 54 Schiffe, Boote und Hilfsschiffe.

Welches ist das größte Schiff der deutschen Marine?
Das größte Schiff der deutschen Marine sind die drei Einsatzgruppenversorger der Berlin-Klasse. Die Berlin, Frankfurt am Main und Bonn sind 173,7 m lang, 24 m breit und haben einen Tiefgang von maximal 7,9 m. Die Schiffe verdrängen maximal 20.900 Tonnen.


Welche Aufgaben hat die Marine/In welchen Einsätzen befinden sich momentan Marinesoldaten?
Die Deutsche Marine leistet in multinationaler und zivil-militärischer Kooperation einen ständigen und einzigartigen Beitrag zur maritimen Sicherheit. Die Deutsche Marine nutzt internationale Gewässer als schnellen Zugang zu anderen Regionen und kann eine dauerhafte Präsenz gewährleisten. So kann Humanitäre Hilfe durch die Deutsche Marine auch bei Naturkatastrophen wie Tsunamis oder Hurrikans schnell und effektiv geleistet werden.
Die Deutsche Marine kann frühzeitig seeseitig in einer Krisenregion vorausstationiert werden, um Konflikte zu verhüten oder Krisen zu bewältigen. Politischer Handlungswille kann damit glaubwürdig demonstriert werden. Sie kann Seegebiete überwachen und Gegnern die Nutzung dieser Seegebiete durch Embargo- und Blockademaßnahmen verwehren.
Die Deutsche Marine schützt Land- und Luftstreitkräfte bei Aufmarsch und Verlegung und ermöglicht damit den Zugang zu einem Operationsgebiet. Sie stellt die Nutzung der Basis See für die gesamte Operation sicher.
Die Deutsche Marine muss ihre Aufgaben gegen jede Form der Bedrohung durchsetzen. Ihre Kernaufgabe bleibt aber die Fähigkeit zum Kampf gegenüber gegnerischen Streitkräften. Dies ist das Wesensmerkmal der Deutschen Marine als Seestreitkraft der Bundesrepublik Deutschland. (Quelle: Marine.de)

Welche Bereiche hat die Marine?
Die Marine ist gegliedert in die Einsatzflottille 1 und Einsatzflottille 2 sowie das Marinefliegerkommando, das Marineunterstützungskommando und die Schulen der Marine. All diese Bereiche unterstehen dem Marinekommando.

Wie viele Mitarbeiter hat die Marine?
Die Marine als kleinste Teilstreitkraft der Bundeswehr besteht aus circa 16.000 Männern und Frauen.

Welche Ränge gibt es bei der Marine?
Es gibt vier verschiedene Dienstgradgruppen bei der Bundeswehr. Die niedrigsten Dienstgrade sind die Mannschaften in den Dienstgraden (Gefreiter, Obergefreiter, Hauptgefreiter, Stabsgefreiter und Oberstabsgefreiter). In diesen Dienstgraden bewegen sich zum Beispiel freiwillig Wehrdienstleistende. Danach kommen die Unteroffiziere ohne Portepee, bei der Marine nennen sich diese Maat und Obermaat. Hierbei handelt es sich um Soldaten mit einer Ausbildung, jedoch ohne einen Meister in dieser zu besitzen.
Als drittes kommen die Unteroffiziere mit Portepee, das sind die Unteroffiziere die neben einer abgeschlossenen Ausbildung auch ihren Meister besitzen und sind somit vergleichbar mit einem Meister in einem zivilen Betrieb. Diese Dienstgradgruppe erstreckt sich bei der Marine vom Bootsmann über die Oberbootsmann und Hauptbootsmann sowie den Stabsbootsmann bis zum Oberstabsbootsmann.
Als viertes und letztes gibt es noch die Offiziere. Das sind die studierten Fachkräfte der Marine. Die Dienstgrade der Offiziere erstrecken sich vom Leutnant über den Oberleutnant, den Kapitänleutnant, den Stabskapitänleutnant, den Korvettenkapitän, den Fregattenkapitän und den Kapitän zur See bis hinein in die Admiralsdienstgrade von Flottillenadmiral, Konteradmiral, Vizeadmiral bis zum Admiral.


Was bietet die Marine für junge Menschen?
Die Marine ist mit Ihren 16.000 Soldatinnen und Soldaten zwar eine der kleineren Teilstreitkräfte der Bundeswehr, jedoch bietet sie aufgrund der vielfältigen Aufgaben, die an Bord auf die Soldatinnen und Soldaten warten, eine große Anzahl spannender Fach- und Truppentätigkeiten in den unterschiedlichsten Bereichen und Führungsebenen an Bord oder an Land. Für die besonderen Bedingungen in See und im Einsatz genießt die gesamte Besatzung im Vorfeld eine umfangreiche Ausbildung, die sie auf die Herausforderungen bestmöglich vorbereitet.

Darüber hinaus ist jedes Besatzungsmitglied für seine Aufgabe an Bord spezialisiert worden. Vergleichbar mit einem Zahnrädchen im Uhrwerk trägt jeder Einzelne, aufgrund der beschränkten Besatzungsanzahl, eine essentielle und verantwortungsvolle Rolle für die Aufrechterhaltung des Bordbetriebes und somit auch für die Erfüllung des sinnstiftenden Auftrages der Verteidigung unseres Heimatlandes.

Für welche Verwendung die Männer und Frauen am besten geeignet sind, wird bereits im Rahmen des Assessments in einem der Karrierecenter der Bundeswehr festgelegt. Persönliche Vorstellungen, charakterliche Züge und individuelle Stärken spielen bei dieser Entscheidung genauso eine wichtige Rolle wie die kognitiven und medizinischen Ergebnisse im Auswahlverfahren.
So sind Bewerber mit einer starken Widerstandskraft, handwerklichem Geschick und technischem Verständnis beispielsweise sehr gute Kandidaten für die Verwendung im Deckdienst. Sie unterstützen bei der Durchführung der seemännischen Manövern, bedienen die seemännischen Geräte und Einrichtungen und halten diese in Stand.
Ein hohes Abstraktionsvermögen, technisches Verständnis und sehr gute IT-Kenntnisse qualifizieren unter Anderem für eine Verwendung in der IT-Systembetreuung. Hierbei wird an modernsten Datenverarbeitungsanlagen an Bord, in den Rechenzentren der Marine oder in den vielen Landdienststellen gearbeitet.


Wer hohen Leistungswillen, Einsatzbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein und Kreativität mitbringt, kann in der Funktion „Soldat des Verpflegungsdienstes“ als Koch („Smutje“) der Marine, die in der Küche ("Kombüse") an Bord oder an Land schmackhafte und abwechslungsreiche Mahlzeiten, auch der gehobenen Küche, zubereiten, tätig werden und so für die Einsatzfähigkeit und das leibliche Wohl der Besatzungen sorgen. Denn es gilt die Grundregel „ohne Mampf kein Kampf“!
Um die Gesundheit der Soldatinnen und Soldaten auch an Bord zu schützen, zu erhalten und wiederherzustellen gibt es die Soldaten des Sanitätsdienstes. Für diese Tätigkeit muss man u.a. sehr belastbar sein, ein hohes Maß an Sozialkompetenz, Einsatzbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein mitbringen.
Doch völlig unabhängig von der eigentlichen Verwendung bietet die Marine jedem Einzelnen, dank einzigartiger Eindrücke, Einblicke in fremde Kulturen und dem Erlebnis echter Kameradschaft, die Möglichkeit seinen eigenen Horizont zu erweitern. Dieses Persönlichkeitsmerkmal geht nicht mit dem Dienstzeitende verloren, sondern bleibt jedem Einzelnen ein Leben lang erhalten und er kann von seinen Erfahrungen zehren.

Wieso sind sie bei der Marine/seit wann sind sie bei der Marine?
Ich bin im Oktober 2015 in die Bundeswehr als freiwillig Wehrdienstleistender eingestiegen. Dann habe ich drei Monate Grundausbildung in Parow/Stralsund durchlaufen und wurde im Anschluss in die Einsatzflottille 2 in Wilhelmshaven versetzt. Hier wurde ich nach kurzer Zeit in das Presse- und Informationszentrum Marine der Einsatzflottille 2 versetzt, wo ich seitdem meinen Dienst verrichte. Als nächster Karriereschritt ist eine Ausbildung über die Bundeswehr geplant, mit der ich in die Dienstgradgruppe der Unteroffiziere ohne Portepee aufsteigen würde.


Fotos: Fregatte F216; drei Fregatten in Formation; Hilfsschiff A1411 versorgt F221, F220 sichert ab; Schulschiff Gorch Fock eskortiert von zwei Fregatten (Quelle: Dt. Marine).

Freitag, 27. Oktober 2017

WG-Party 2017

Gute Musik, nette Leute. Ella Kraft und Jamila Hamadaqa recherchierten zur WG-Party.

Am 08. September 2017 fand die WG-Party zum Abschluss der diesjährigen Projektwoche in der Stadthalle Braunschweig statt. Über 1200 Schüler, Lehrer, Eltern und Geschwister waren gekommen sowie ehemalige Schüler des WGs. Wir haben einigen Gästen Fragen zum Abend gestellt. Hier sind die Ergebnisse.





Was hat Ihnen am besten gefallen?
  • gute Musik
  • Freunde
  • die Gestaltung und der Saal

Verbesserungsvorschläge der Gäste:
  • Farbbomben
  • eine größere Tanzfläche
  • mehr Getränkeauswahl
  • nicht so hohe Preise


Freitag, 15. September 2017

Willkommensfest 2017

Zwei beste Stände. Jamila Hamadaqa über das Willkommensfest 2017.
Am Freitag, den 25.8.2017, fand wie jedes Jahr das Willkommensfest für die neuen 5. Klassen statt. Der 6. und 7. Jahrgang gab sich ganz viel Mühe, um den 5. Klassen zu zeigen, wie sehr sie sie herzlich willkommen heißen! Am Ende gab es wie immer eine Gewinner-Klasse mit dem besten Stand, nur mit dem Unterschied, dass es dieses Jahr zwei erste Plätze, da die Jury meinte, dass zwei Stände den ersten Preis verdienen. Und zwar aus dem 6. Jahrgang die Klasse 6c,und aus dem 7. Jahrgang die Klasse 7c. Ihr Gewinn war ein kostenloses Eis für die ganze Klasse. Wir wünschen ihnen guten Appetit!







Umfrage zum Willkommensfest

Gefällt Ihnen das Willkommensfest?




Auf die Frage Hätten Sie Vorschläge fürs nächste Mal? gab es diese Antworten:
  • Weiter so (45)
  • Mehr Sitzgelegenheiten (3)
  • Angebot für kleinere Geschwister (2)
  • Kicker (1)
  • Eiswagen (1)







Übersichtsplan.














Fotos: Jamila Hamadaqa

WG-Geschichten X

Ein Kurs mit Niveau. Talke Frerichs' gesammelte Anekdoten aus ihrem ersten Mathematik-Leistungskurs, Abi 2017.

Was macht einen Kurs aus? Natürlich die Schüler! Im Folgenden werde ich diese anhand von Zitaten oder typischen Verhaltensweisen vorstellen. Sie und Ihr dürfen / dürft gerne raten, wer gemeint ist.

- Von jemandem wird die Nase, aufgrund der Endung, gerne auch für ein Enzym gehalten.
- Eine ganz gewitzte Person schafft es, trotz des Lösungszettels statt des Tests, geschmeidige sieben Punkte zu schreiben.
- Anrufe und Apps. Alles Schnee von gestern. Das Handy als Schminkutensil, zum Nachziehen des Eyeliners, das ist die Technik von morgen!
- Die Technik wird an ihr Äußerstes gebracht und der Versuch gewagt, den Kurs durch die Kamera mithilfe von STAGE zu beobachten. Leider ist dieser Versuch nicht so recht geglückt.
- Manch ein Mensch hatte immer mindestens genau so gute Laune wie ich, selbst am frühen Montag.
- Die Erlebnisse der Segelfahrt sind in so guter Erinnerung geblieben, dass der Neid auf eine sooo große Muschel immer noch vor sich hin schwelt.
- Für unseren allstündlichen Kuchengenuss /-sucht (was auch immer) wurde sich sogar der Gefahr des Transports eines Messers gestellt – Lebensgefahr!
- Der theologische Gehalt des Mathematikunterrichts wurde auf ein äußerst hohes Niveau gehoben. Es gibt nämlich Weihnachtsfeste, an denen der Sandmann und die Zahnfee Geschenke verteilen.
- In der Abiturprüfung wird endlich mein echter Name offenbar: Prüfer: Frau Frechis.
- Trotz meiner top motivierenden Ansprache wird die Mathematik-Olympiade nicht bearbeitet. Ich weine immer noch!
- Man kommt gerne mal zu spät, weil das Kostüm zu aufwendig, der Radweg total rutschig war oder man im Stau stand … mit dem Fahrrad.
- Im Gegensatz dazu gab es auch eine Person, die immer pünktlich war und äußerst effektiv die Sachen für die folgende Stunde bereits im Raum ließ.
- Die Sachen im Raum zu lassen, war vermutlich eine weise Idee. Wir haben auch dunkle Zeiten erlebt. So wurden von einem Mitglied des Kurses, auf äußerst hinterlistige Weise, die Schokomuffins gestohlen. Der Fall konnte jedoch „Die (damals) 17 Fragezeichen“-mäßig aufgeklärt werden.
- Und dann gab es da noch jemanden, auf den immer Verlass war. Nur zweimal wurden die Hausaufgaben vergessen.

Insgesamt lässt sich sagen, dass ich in den zwei Jahren unfassbar viel Spaß mit euch, meinem ersten und natürlich besten Leistungskurs hatte. Ich hoffe, dass ihr so bleibt, wie ihr seid! Ich werde euch vermissen, besonders montags in der ersten und zweiten Stunde.

Wiederabdruck; erstmals: Abi-Buch 2017

Dienstag, 5. September 2017

Viel Sport - von der Zeitschrift: WGemeinsam



Training der Wilhelm- Girls
Wilhelm-Girls

Zum Aufwärmen spielten sich die Fußballerinnen flach den Ball auf 5 Meter Entfernung mit der Innenseite zu und nahmen den Rückpass an. Danach hörten sie vom Projektleiter Herrn Schindler die wichtigsten Kriterien zu dieser Übung an, um die Übung zu verbessern. Nach weiteren Übungen kamen sie im Halbkreis zusammen und besprachen, was sie besser machen könnten. Die 20 Fußballerinnen passen, schießen und spielen bei optimalem Wetter im Prinzenpark. 
Laura, eine Teilnehmerin des Projektes, erzählte uns, dass sie in diesem Projekt viel über Fußball lernen und sogar einmal den Eintracht-Spielern beim Training zuschauen dürfen. Sie wählte dieses Projekt, da sie Fußball cool finde. Besonders gut gefalle ihr, dass sie alles gemeinsam machen und oft Spielen spielen. 

(Amie, 7a, Konly, 7c) 

Praxis 1
                                       
Sport, sportlicher, am sportlichsten!



Praxis 2
Theorie
Pause

Game development - von der Zeitschrift: WGemeinsam

Reporter Robert und Matti im Einsatz
Robert zockt


  Nur Egoshooter 
– oder nicht?
Warum? „Weil‘s geil ist!“ So euphorisch antwortete einer der Projektleiter von „Game Development“ auf unsere Frage, warum er dieses Projekt anbietet. Hier geht es darum, selbst ein Spiel zu entwickeln. Dies geschieht in der Regel allein oder in kleinen Teams. Sowohl innerhalb als auch außerhalb dieser findet allerdings ein reger Informationsaustausch statt. Die einzige Einschränkung für die eifrigen Programmierer ist, dass ihr Spiel am Ende gewaltfrei sein muss; verständlich in einem Schulprojekt. Vor diesem Hintergrund möchten die Projektleiter den Schülern die Prozesse, die hinter der Entwicklung von Spielen stecken, näher bringen. Hauptsächlich wird das Projekt von vier begeisterten und fleißigen Schülern geleitet. Der unterstützende Lehrer, Herr Nowak, hält diesen Leitern den Rücken frei und hilft, grundsätzliche technische Probleme zu beheben. In einem Gespräch mit unseren Reportern schwärmte Herr Nowak darüber, wie hervorragend das Projekt abstraktes Denken schult und erzählte uns von seinen guten Erfahrungen mit dem Thema im Studium. Allerdings kam uns auch etwas Kritik zu Ohren. Einige Schüler beklagten sich über eine nicht ausreichende Einführung in das genutzte Programm und dementsprechend führte die Komplexität zu so manchen verlorenen Nerven.
Niklas Mühlhausen, 11. Jg.


Dienstag, 20. Juni 2017

Der Chef geht

Am liebsten nie mehr „Mangelhaft“. Gerhard Thamm van Balen antwortet auf Iman Sibais Fragen zum Abschied nach 17 Jahren als Schulleiter des Wilhelm-Gymnasiums.


Was wollten Sie als Kind/Jugendlicher werden?
Bei meinem Abitur 1974 hatte ich als Berufswunsch angegeben: Apotheker. Ich schwankte aber, ob ich nicht doch besser Architekt werden sollte.

Welche Fächer mochten Sie früher am liebsten/gar nicht? Und worin waren Sie am besten?
Sport fand ich immer langweilig; die tollen Möglichkeiten, die die Schulen heute bieten, gab es in den 70er Jahren nicht.
In der Oberstufe waren Mathematik, Biologie, Chemie, Musik und vor allem Kunst meine Lieblingsfächer. Am intensivsten gearbeitet habe ich für Chemie und Musik – und bekam am Ende dort auch die besten Noten.

Was haben Sie früher über Schulleiter oder Lehrer gedacht?
Wenn der Unterricht interessant war, hatte ich große Achtung vor dem jeweiligen Lehrer. Bei meinem Vater, der eine Hauptschule leitete, habe ich immer mitbekommen, dass der Lehrerberuf oft Schwerarbeit bedeutet. Ich habe aber immer auch die Freude mitbekommen, die ihm entspringt.

Erinnern Sie sich an ein schönes Erlebnis aus Ihrer eigenen Schulzeit?
Gerne erinnere ich mich an die auswärtigen Auftritte unseres Schulorchesters. In der Adventszeit und zu Ostern haben wir in den niederrheinischen Kirchen gespielt. Jedes Mal hatte mein Cello einen neuen Raumklang. Manchmal kamen professionelle Musiker dazu; das war für uns immer sehr spannend und wir versuchten unser Bestes zu geben.

Gerhard Thamm van Balen bei der Begrüßung neuer WG-Schüler (2015).
Wenn Sie noch einmal für einen Tag ein Kind sein könnten, was würden Sie am liebsten tun und wie würde dieser Tag aussehen?
Eigentlich fehlt mir kein Tag meiner Kindheit. Deshalb würde ich einen zusätzlichen Tag, glaube ich, eigentlich gar nicht haben wollen.

Was haben Sie gemacht, bevor Sie ans WG kamen?
In der Zeit davor habe ich an Gymnasien im Westen des Landes gearbeitet: in Georgsmarienhütte, Nordhorn und Löningen. Am Lehrerseminar in Meppen war ich Ausbilder für das Fach kath. Religionslehre. Als am Lehrerseminar in Braunschweig eine Ausweitung dieser Tätigkeit möglich war, habe ich mich hierher beworben und kam so im Januar 1989 nach Braunschweig. Bis zum Sommer 2000, dem Start als Schulleiter, habe ich in zwei Einrichtungen parallel gearbeitet: zum einen an den beiden Studienseminaren Braunschweig I und II für das Lehramt an Gymnasien, zum anderen – allerdings nur mit wenigen Stunden – als Fachlehrer am WG.

Was hat sich verändert, als Sie Direktor am WG wurden?
Das bewährte WG-Lernangebot wurde beibehalten und gepflegt, neue Konzepte und Angebote kamen hinzu: Der Lauf durch die neun Schuljahre wurde modularisiert, die Förderung der Schülerinnen und Schüler individualisiert. Besonders interessierte und begabte Kindern und Jugendlichen erhielten eine spezielle Förderung (Hochbegabungsförderung). Methodenlernen, Medienkompetenztraining und Schülerberatung wurden intensiviert. Die Schule führte die Profilmittelstufe mit Schwerpunktbildung im sprachlichen sowie im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich ein, erneuerte und erweiterte das Fremdsprachenangebot in den Alten und Neuen Sprachen, entwickelte und vernetzte die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) bis hin zum MINT-Excellence-Status, erweiterte das musisch-künstlerische Angebot, u.a. durch Einrichtung der Chorklasse. Digital unterstütztes Lernen rückte in den Focus der Aufmerksamkeit, ein Digitales Klassenzimmer wurde gegründet. Kooperationen verbanden die Schule mit neuen externen Partnern  (TU Braunschweig, DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Braunschweigisches Landesmuseum, Museum für Photographie u. v. a.). Die WG-Teilnahme an besonderen Wettbewerben wurde ausgebaut. Das künstlerisch-musisch-kulturelle Schulleben entwickelte neue Formate. Im Sport steigerten sich ein weiteres Mal die Sparten Ski-Langlauf und Kanu. Der Ganztag expandierte, ebenso wuchs der internationale Austausch. Vieles Weitere wäre noch zu nennen. Das WG ist eine dynamische Schule mit sicherem Blick für das Bewahrenswerte und mit Mut und Ausdauer, wenn es um Neues geht.

Gibt es etwas am WG, das Sie gerne noch geschafft oder geändert hätten?
Ich wünsche mir einen Zeugnistermin, an dem in den Zeugnissen der Jahrgänge 5 bis 10 kein „Mangelhaft“ auftaucht. Nach den Zeugniskonferenzen der letzten Woche kann ich sagen: Wir sind sehr nah dran!
Für das Ganztagsangebot hoffe ich auf eine AG Jollensegeln plus Segelwoche auf dem Steinhuder Meer mit viel Spaß auf dem Wasser und einer erfolgreichen Segelschein-Prüfung am Schluss.

Gibt es etwas, was Sie als Direktor im Rückblick lieber anders gemacht hätten?
Unsere Austauschschulen in Griechenland und den USA habe ich besucht. Bis zu den Partnern in Frankreich und Polen bin ich leider nicht gekommen. Die Zeit hätte ich mir nehmen sollen.

Was werden Sie am meisten an unserer Schule vermissen?
Die Stimmen der Schülerinnen und Schüler, ihre Zuversicht und ihr Lachen. – Und ebenso: den Schwung unserer Lehrerinnen und Lehrer und ihre Parteinahme für die Schülerschaft.

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?
Noch gibt es keine Pläne. Eines Tages werden vielleicht welche entstehen.


Montag, 19. Juni 2017

Ohne Worte: Frau Huhn

Dagmar Huhn, geboren 1959 in Hildesheim, unterricht seit 2005 am WG Deutsch und Geschichte. Zuvor praktizierte sie unter anderem bei diversen privaten Bildungsträgern, auch in leitender Funktion. Die Erfahrungen dort waren, Zitat, „sehr erkenntnisreich“: „schwierigen und schwer vermittelbaren Jugendlichen“ eine zweite Chance zu geben, das war ihr Anliegen, zu zeigen, dass man den Berufseinstieg schaffen kann, trotz vermasselter Schulkarriere, durch Praktika, zum Beispiel in der Altenpflege, im Jugendzentrum und im Kindergarten.
Ein Highlight ihres Wirkens am WG ist der erste Platz beim Bundeswettbewerb „Was war die DDR?“ Mit ihrem Geschichtskurs war sie 2015 zweimal zu Gast in Berlin: erst zur Preisverleihung, dann im Bundeskanzleramt. Gemeinsam mit Schülern von sieben weiteren Schulen durften die WG-Schüler die Bundeskanzlerin Angela Merkel zu ihrer Jugend in der DDR befragen. Auf dem Weg zum Gruppenfoto stolperten Frau Huhn und Frau Merkel beinahe übereinander, und es wurden Worte gewechselt und Hände geschüttelt. Nicht der Händedruck, wohl aber die Preisverleihung und die Schülerrunde mit der Bundeskanzlerin sind dokumentiert:
Daheim ist die engagierte Historikerin, die sich als „bodenständig“ bezeichnet, auf 5000 Quadratmetern am Rande von Braunschweig. Dort wohnt und ruht sie, wenn es die dörflichen Nachbarn zulassen, mit zwei Islandpferden, einer griechischen Landschildkröte und einem Border Collie. Die Schildkröte ist bereits 42 Jahre alt und wird irgendwann testamentarisch zu treuen Händen vererbt. Der Hund ist neueren Datums, wurde aber dafür bei seiner zweijährigen Ausbildung zum Schafhütehund bilungual erzogen und wacht gewissenhaft über die Huhn’sche Residenz.



Wie haben Sie geguckt, als Sie erfahren haben, dass Sie bei Frau Merkel eingeladen sind?











Wie sahen Sie nach ihrem ersten richtigen Schultag als Lehrerin aus? 









Wie sahen Sie aus, nachdem Sie ihre Schildkröte bekommen haben?










Was für einen Gesichtsausdruck haben Sie uns bisher verheimlicht? 










Wie sehen Sie aus, wenn Sie einen schlechten Tag haben? 










Wie würden Sie gucken, wenn Sie erfahren, dass Sie bei Germanys Next Top Model dabei wären? 










Wie würden Sie reagieren, wenn man Ihnen die Reise in einer Zeitmaschine anbieten würde? 










Wie fanden Sie dieses Interview? 













Fragen: Adam Nabhan und Lennart Wiljes. Fotos/Intro: Redaktion.